Monti warnt vor „psychologischer Auflösung“ Europas


Monti warnt vor „psychologischer Auflösung“ Europas

Die anhaltende Euro-Krise gefährdet nach Einschätzung von Italiens Premierminister Mario Monti den Zusammenhalt in Europa.

„Die Spannungen, die in den letzten Jahren die Euro-Zone begleiten, tragen bereits die Züge einer psychologischen Auflösung Europas“,

sagte Monti dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ laut Vorbericht vom Sonntag. Wenn die gemeinsame Währung zu einem Faktor des europäischen Auseinanderdriftens werde,

„dann sind die Grundlagen des Projekts Europa zerstört“.

Monti empfahl den Regierungschefs der EU, sich ihre Handlungsfreiheit auch gegenüber den eigenen Parlamenten zu bewahren: „Wenn sich Regierungen vollständig durch die Entscheidungen ihrer Parlamente binden ließen, ohne einen eigenen Verhandlungsspielraum zu bewahren, wäre das Auseinanderbrechen Europas wahrscheinlicher als eine engere Integration.“

Lob für Draghi

Der italienische Premier begrüßte zudem die Presseerklärung des Chefs der Europäischen Zentralbank (EZB) Mario Draghi vom Donnerstag. Wie Draghi spreche er schon lange davon, dass der Markt für Staatsanleihen in der Euro-Zone „schwer gestört“ sei. Er forderte die Euro-Partner zum Handeln auf:

„Diese Probleme müssen jetzt schnell gelöst werden.“

05.08.2012 | 09:36 |   (DiePresse.com)

Anmerkung
Super-Mario’s unter sich … dem ist nichts hinzuzufügen

meint Ihr Oeconomicus



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