Studie: Deutsche haben seit Euro-Einführung weniger Geld

Studie: Deutsche haben seit Euro-Einführung weniger Geld

Die Entwicklung der realen Haushaltseinkommen in der Eurozone zwischen 2000 und 2010. (Grafik: ZeroHedge)

Die Entwicklung der realen Haushaltseinkommen in der Eurozone zwischen 2000 und 2010. (Grafik: ZeroHedge)

Deutschland zählt zu den Verlieren des Euros. Das Einkommen das Haushalten tatsächlich zur Verfügung steht, ist in den südlichen Euroländern durch die Gemeinschaftswährung stark angestiegen. Die Kernstaaten der Eurozone haben seit der Einführung des Euros allerdings deutliche Verluste hinnehmen müssen.

  |  20.08.12, 23:57  | 31 Kommentare


EZB «renationalisiert» das griechische Bankenproblem

EZB «renationalisiert» das griechische Bankenproblem

Die Notkredite der griechischen Zentralbank an die griechischen Banken, die vom Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) gebilligt worden sind, wurden von den griechischen Geldhäusern zuletzt angeblich dazu verwendet, kurzfristige Staatspapiere ihrer Regierung zu kaufen. Dass diese die Einnahmen daraus nun dafür verwendet haben soll, eine am Montag fällig gewordene und von der EZB gehaltene griechische Staatsanleihe zurückzubezahlen, ist vielen Beobachtern sauer aufgestossen. Von Trickserei und Schneeballsystem war da die Rede.

In der Tat sind die Kredite unter der Emergency Liquidity Assistance (ELA) eine unschöne Praxis im Euro-System. Sie verlagern die Refinanzierungsgeschäfte für europäische Banken zurück zur nationalen Instanz, was dem Geist der Währungsunion widerspricht. Dennoch sind sie derzeit die einzige, wenn auch etwas hilflose Möglichkeit der EZB, sich die Probleme im griechischen Bankensystem nicht länger selbst aufzubürden und die Risiken daraus nicht mehr unbeschränkt auf die eigenen Bücher zu nehmen. Viel zu lange Zeit hat die EZB die griechischen Finanzinstitute «durchgefüttert». Indem sie zur «Vollzuteilung» übergegangen ist, ständig das Sicherheiten-Regime gelockert hat und bis vor kurzem, entgegen aller ökonomischen Vernunft, griechische Institute noch als Gegenpartei akzeptiert hat, sicherte sie letztlich das Überleben griechischer Banken.

NZZ – 20.08.2012 – 22:35


Drohende Griechenland-Pleite: Drei dornige Wege zur Euro-Rettung

Drohende Griechenland-Pleite: Drei dornige Wege zur Euro-Rettung

Griechenland droht der Bankrott – doch was kommt danach? Wenn Regierungen und Notenbanken den Euro erhalten wollen, müssen sie sich womöglich auf riskante Manöver einlassen. Jede der diskutierten Therapien hat gehörige Nebenwirkungen. Die Suche nach dem geringsten Übel hat begonnen.

SpOn

2. Teil: Die großen Gleichmacher Euro-Bonds

Die Idee:

Euro-Bonds sollen die Bonitätsunterschiede zwischen den einzelnen Staaten verwischen. Egal ob Italien, Frankreich oder Deutschland – alle Staaten der Euro-Zone sollen gemeinsame Anleihen ausgeben. Die Hoffnung: Weil Deutschland mit dabei ist und mithaftet, werden die Zinsen der Gemeinschafts-Bonds deutlich niedriger ausfallen als zum Beispiel bei italienischen Papieren. So würde die Zinslast der Krisenstaaten sinken. Und Europa würde das Signal an die Finanzmärkte senden, dass alle Staaten zusammenstehen.

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2. Teil

3. Teil: Der Geldzauber des Rettungsfonds

Die Idee:

Im Herbst soll der europäische Rettungsfonds ESM starten, der gemeinsame Geldtopf der Euro-Länder zur Krisenbewältigung. Und eigentlich soll er dann auch bereitstehen, um mögliche Hilfsprogramme für strauchelnde Länder wie Spanien oder Italien zu finanzieren. Das Problem: Das Geld des ESM reicht nicht aus, um die beiden Schwergewichte unter den Krisenländern längerfristig aufzufangen. Seine gesamte Ausleihkapazität von 500 Milliarden Euro soll er erst bis Mitte 2014 erreicht haben – und selbst das wäre zu wenig.

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3. Teil

4. Teil: Die EZB besiegt den Markt

Die Idee:

Die letzte Instanz in der Krise ist die Europäische Zentralbank. Die Worte von EZB-Chef Mario Draghi werden an den Finanzmärkten so wichtig genommen, als spräche Jesus zu seinen Jüngern. Kürzlich reichten ein paar Andeutungen zu möglichen Anleihekäufen, um die Renditen spanischer Staatspapiere schlagartig unter die kritische Schwelle von sieben Prozent zu drücken.

Auf diese Macht baut der Vorschlag, der nun laut SPIEGEL-Informationen in der EZB diskutiert wird. Die Notenbank könnte Zinsobergrenzen für Staatsanleihen schuldengeplagter Euro-Länder setzen, zum Beispiel bei derzeit sechs Prozent. Drohen die Renditen der Anleihen diese Schwelle zu übersteigen, greift die EZB ein und kauft die Papiere am Markt auf. Da sie unbegrenzt Geld schöpfen kann, hat sie quasi unendliche Mittel für diese Ankäufe.

Im besten Fall, so die Hoffnung, muss die EZB ihre Ankündigung gar nicht wahr machen, weil die Investoren schon vorher kapitulieren. „Wenn die EZB klarmacht: ‚Bis hierhin und nicht weiter‘, stehen Spekulanten vor der Alternative, sich entweder dem Diktat der EZB zu beugen, oder gar keine Geschäfte mehr zu machen“, sagt HWWI-Chef Straubhaar. Letzteres sei „nicht zu erwarten“, da der Euro-Raum ein attraktiver Investitionsstandort bleibe.

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4. Teil


Finnland – die Weisheit des Nordens

Finnland – die Weisheit des Nordens

Was ist bloß mit den Finnen los? Der Aussenminister bezweifelt die Dauerhaftigkeit des Euro (und hat es dann nicht mehr so gemeint), Nokia (früher: Gummistiefel) geht es auch nicht gut, und Regisseur Aki Kaurismäki (ein doppelter Depresso) macht neuerdings halbwegs optimistische Filme. DER TAG über das ewige Rätsel Suomi.

HR2 Der Tag – PODCAST


Steuerzahler sollen weiter für Bankenrettung bezahlen

Steuerzahler sollen weiter für Bankenrettung bezahlen

Ungeachtet aller Reformen sehen Finanzexperten die Steuerzahler weiter in der Pflicht, wenn Banken in Schieflage geraten. Ohne Steuergeld werde es nicht funktionieren. Dieses werde in Zukunft aber präziser eingesetzt.

Handelsblatt – 20.08.2012, 18:30 – Kommentare


Ärger über angebliche Zinsschwellen

Ärger über angebliche Zinsschwellen
EZB legt sich mit Regierung an

Noch wird nur spekuliert, wie Europas Währungshüter mit Anleihenkäufen die Euro-Schuldenkrise im Detail bekämpfen wollen, da gibt es bereits offenen Zwist über die richtigen Mittel. Nach einer kritischen Äußerung eines Berliner Regierungssprechers zu angeblich geplanten Maximalzinsen in Europa bellt die EZB zurück. Unterdessen verschärft die Bundesbank ihre Kritik an Anleihekäufen durch die Zentralbank.

Zuvor hatte der Sprecher des Bundesfinanzministeriums, Martin Kotthaus, über eine etwaige Festlegung der EZB auf ein Zinsziel für Anleihenkäufe gesagt: „Rein abstrakt gesprochen ist ein solches Instrument sehr problembelastet. Ich kenne aber keine Pläne, die in eine solche Richtung gehen.“

Damit reagierte der Sprecher auf einen „Spiegel“-Bericht, wonach die Europäische Zentralbank den Kauf von Staatsanleihen bestimmter Euro-Ländern ab einem gewissen Risikoaufschlag erwägt, um damit die Zinskosten dieser Euro-Mitglieder zu dämpfen. Diese Meldung sei „absolut irreführend“, konterte die EZB. Man könne nicht über Entscheidungen berichten, bevor sie getroffen würden. Dem Bericht zufolge will die EZB bereits am 6. September über das Zinsziel entscheiden.

teleboerse

Dazu Auszug aus dem heute erschienenen Monatsbericht (August 2012) der Deutschen Bundesbank:

„Neben den Vertrauenseffekten auf die Investitionstätigkeit sind vor allem die direkten Wirkungen über den Außenhandel von Bedeutung.  Solange sich die Nachfrage nach deutschen Produkten aus den Drittstaaten trotz eingetrübter Erwartungen im Wesentlichen behaupten kann, ist allerdings eine Wende der zyklischen Grundrichtung hierzulande wohl nicht zu befürchten.  Das Vertrauen in die deutschen Staatsfinanzen bildet einen wichtigen Stabilisierungsfaktor in der gegenwärtigen Krise, es ist aber nicht unerschütterlich.“

August-Bericht der Deutschen Bundenbank

Monatsbericht (August 2012) der EZB

Unser „Freund“ Jörg Asmussen wirbt für den Verbleib Griechenlands in der Eurozone und verteidigt die Anleihekäufe der Zentralbank gegen Kritik von Bundesbank-Präsident Weidmann. Ein Ausscheiden Athens aus der Währungsunion wäre beherrschbar, aber teuer.
http://www.fr-online.de/wirtschaft/ezb-direktor-zur-eurokrise-asmussen—griechenland-soll-im-euro-bleiben-,1472780,16920556.html


Maria Fekter verliert Kontrolle über verstaatlichte Banken

Maria Fekter verliert Kontrolle über verstaatlichte Banken

Maria Fekter verzettelt sich in einem Streit mit der Finanzmarktaufsicht – und verliert darüber die Kontrolle über die Sanierung der verstaatlichten Banken und dringend anstehende Reformen.
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Maria Fekter hat sich mit Verve auf die FMA eingeschossen – und das, obwohl die Institution nur ihrem gesetzmäßigen Auftrag nachkommt. Oder gerade deshalb. Die FMA erhebt derzeit gemeinsam mit der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) den Kapitalbedarf der notverstaatlichten Kärntner Hypo Alpe-Adria. Die Finanzministerin würde einen kritischen Bericht gern vermeiden, da die Kapitalisierung der Bank das Budget belastet. Bloß wollen sich weder FMA noch OeNB als Erfüllungsgehilfen für Fekters politisches Kalkül einspannen lassen.

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