Japan droht die Rezession (+ update)


Japan droht die Rezession
Die japanische Wirtschaft ist im dritten Quartal eingebrochen. Experten rechnen nicht damit, dass sich die wirtschaftliche Lage in der drittgrössten Volkswirtschaft bis Ende Jahr verbessert. Angesichts der drohenden Rezession wächst der Druck auf die Bank of Japan.
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Nach den Worten von Notenbank-Gouverneur Masaaki Shirakawa will die Notenbank die geldpolitischen Zügel weiterhin locker lassen. Denn es sei unwahrscheinlich, dass die Binnennachfrage rascher wachsen würde, als sich die Exporte abschwächten.
Gleichzeitig wies er aber auch darauf hin, dass eine expansive Geldpolitik nicht genüge, um die Wirtschaft wieder auf die Beine zu bringen. Auch die Regierung sei gefordert, die notwendigen Strukturreformen umzusetzen.
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NZZ
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Anmerkung
Gut erkannt, vielleicht sollte Shirakawa dies seinen Kollegen bei EZB und FED nachdrücklich verdeutlichen.
Marc Chandler [Marc to Market] geht bei seinen Beobachtungen davon aus, dass sich die ökonomischen Rahmenbedingungen sowohl für Japan als auch für Europa weiterhin verschlechtern werden. Es ist zu befürchten, dass seine Einschätzungen -möglicherweise noch sehr viel stärker als erwartet- zutreffen könnten.

Ihr Oeconomicus

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Nachträge
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Japans Industrieproduktion sackt ab
Die Produktion der japanischen Industrie gleicht einer Achterbahn: Im Oktober überraschte sie mit einem Anstieg, im November ging es wieder bergab. Doch die Regierung gab noch weitere Konjunkturdaten bekannt.
Handelsblatt, 28.12.2012
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Japan bringt Milliarden-Konjunkturprogramm auf den Weg
Regierung will Wirtschaftswachstum um zwei Prozent sowie die Schaffung von 600.000 neuen Arbeitsplätzen erreichen
Handelsblatt, 11.01.2013
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Japan startet riskante Konjunkturrakete
Mit einem gigantischen Konjunkturpaket will die japanische Regierung die Rezession bekämpfen. Kurzfristig könnte die Milliarden-Spritze wirken. Doch auf lange Sicht brauen sich neue Gefahren zusammen.
Handelsblatt, 11.01.2013
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Japan drückt den Yen
Die japanische Regierung schwächt ihre eigene Währung weiter – nicht nur durch die expansive Geld- und Fiskalpolitik, sondern auch durch aggressive Forderung des japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe nach einem zweiprozentigen Inflationsziel(!)
Handelsblatt, 14.01.2012, 07:57h
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Anmerkung
Das ist in unserem besonderen Fall der Stoff, mit dem Währungs- und Handelskriege ausgelöst werden können!
Na bitte, es geht schon los! Der koreanische Won hat kräftig aufgewertet, was die koreanische Exportwirtschaft unter Druck setzt. Nun will die Bank of Korea gegensteuern. Der Währungskonflikt verschäft sich.
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Währung als Waffe
Weltweit setzen Regierungen und Notenbanken alles daran, die eigene Währung zu schwächen. Der Abwertungswettlauf ist längst im Gange, er könnte dieses Jahr einen neuen Höhepunkt erreichen. Am Ende gibt es nur Verlierer.
Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank:
„Früher wurden Wechselkurse maßgeblich durch Zinserwartungen beeinflusst. Heute sind die Zinsen in vielen Industrieländern praktisch bei null. Jetzt treiben die Notenbanken das Spiel weiter, indem sie durch ihre sehr expansive Geldpolitik Liquidität auf den Markt werfen.“
Handelsblatt, 14.01.2013, 10:30h


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