Prof. Thorsten Polleit: „Die große Gefahr“

Prof. Thorsten Polleit: „Die große Gefahr“
Prof. Dr. Thorsten, Chefvolkswirt Degussa, sieht in der momentanen Geldpolitik der Notenbanken nur eine Symptombekämpfung „zum Preis einer noch höheren Krise“. Den Zusammenbruch des Euro sieht Polleit nicht, allerdings die akute Gefahr einer drastischen Geldentwertung:
„In jedem Fall wird die Kaufkraft der Papierwährungen deutlich herabgesetzt werden“, so Polleit.
Die Geldpolitik von Fed-Chef Ben Bernanke und EZB-Chef Mario Draghi verurteilt Polleit aufs Schärfste:
„Die Probleme, die derzeit zutage treten, die werden eben nicht gelöst durch das Drucken von immer mehr neuem Geld und immer tieferen Zinsen. Das wird die Problematik allenfalls in die Zukunft verlagern zum Preis einer künftigen noch höheren Krise, insofern finde ich keine lobenden Worte, weder für die Politik von Herrn Draghi noch für die Politik von Herrn Bernanke!“
Die Politik des Gelddruckens werde zwangsläufig zu einer großen Inflation führen: „Das kann sehr hohe Inflationsraten annehmen, etwa wie in den frühen 70er und 80er Jahren zu beobachten war in der OECD“, so Polleit.
Wie Anleger ihr Kapital vor der drohenden Geldentwertung am besten schützen können, erläutert Prof. Dr. Thorsten Polleit im Interview.
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Anmerkung
Je intensiver man sich mit Polit-Circus und Symptom-Behandlungen der Krise beschäftigt, um so augenfälliger werden Parallelen zur großen Weltwirtschaftskrise (1929-1933).

Ihr Oeconomicus


Die Banken kommen davon, der Bürger zahlt

Die Banken kommen davon, der Bürger zahlt
Alles wird gut beim Euro? Ganz und gar nicht, denn wenn die Umverteilung in der Euro-Zone weiter voranschreitet, werden die Steuerzahler und Rentner der gesunden Länder die Krise ausbaden müssen.
Hans-Werner Sinn ist Ökonom und leitet das Münchner ifo-Institut. Mit seinem Beitrag antwortet er auf die Stellungnahme von Holger Schmieding, dem Chef-Volkswirt der Berenberg Bank.
Hans-Werner Sinn – Welt-Online

Bedingung für Hilfsgelder

Bedingung für Hilfsgelder:
Troika verlangt Entlassungslisten von Griechenland
2.000 Jobs will Griechenland im öffentlichen Dienst streichen. Doch die Troika will mehr sehen als Zahlen: Einem Medienbericht zufolge soll weiteres Geld erst dann fließen, wenn der Staat Namenslisten herausgibt.
Handelsblatt
Bekannte und unbekannte “Überraschungen” des neuen Sparpakets
Provokante Privilegien der Parlaments-Bediensteten in Griechenland
80 Prozent der Griechen zweifeln an Demokratie
Jorgos Ch. Papasotiriou: „Warum trinkt Griechenland den Schierlingsbecher?“

China legt beim Export eine Schippe drauf

China legt beim Export eine Schippe drauf
Die chinesischen Exporte sind im Oktober stärker gestiegen als erwartet. Ihre Ziele für dieses Jahr wird die Volksrepublik aber nicht erreichen. Die Aussichten für die nächsten Monate seien „vergleichsweise düster“.
Handelsblatt
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CBCNews berichtet ausführlicher:
„China’s economy shows signs of recovery
China’s auto sales, consumer spending and factory output improved in October in a new sign of economic recovery as the Communist Party prepared to install a new generation of leaders.

Growth in factory output accelerated to 9.6 percent over a year earlier from the previous month’s 9.2 percent, the government reported Friday. Retail sales rose 14.5 percent, up from September’s 14.2 percent.
Also in October, inflation eased further, giving Beijing more room to cut interest rates or launch new stimulus measures to speed a recovery with less danger of igniting politically dangerous price rises.
The data are welcome news for the ruling party, which is meeting in Beijing for a once-a-decade handover of power to younger leaders. Coming off the past year’s steady declines in economic activity, a rebound might allow the new leaders to benefit from improving public sentiment.
„A modest recovery is under way,“ said UBS economist Tao Wang in a report.
[…]“
CBSNews
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Nachtrag:
Neue Wachstumsziele aus Peking: China beschwört „Stabilisierung“
Beim Ritt auf dem chinesischen Drachen bekommen die Wirtschaftslenker in Peking die Zügel offenbar wieder etwas fester zu fassen: Pünktlich zum Parteitag konstatiert die zuständige Kommission konjunkturelle Fortschritte. Ein Grund: Die Exporte entwickeln sich besser als erwartet. Doch zu den Aussichten äußert sich selbst der Handelsminister skeptisch.
[…]
N-TV

Hoffentlich … ‚Ojalá‘ para Merkel

Hoffentlich … ‚Ojalá‘ para Merkel
Das Lied „Ojala“ galt einst dem kubanischen Revolutionsführer Castro. Der spanische Sänger Alejo Stivel hat es für Angela Merkel umgeschrieben.
Nach dem Versuch, „uns mit einem Aufschrei, mit Aufopferung, mit Bitten und mit Schamgefühl Gehör zu verschaffen, bleibt uns nur noch die Poesie“, singt der spanisch-argentinische Sänger Alejo Stivel in seinem neuesten Musikclip. „Ojala“ – „Hoffentlich“ – heißt das Stück über eine enttäuschte Liebe, das 1969 der kubanische Liedermacher Silvio Rodríguez schrieb. Der Text richtete sich an den omnipräsenten Revolutionsführer Fidel Castro.
Stivel hat den Song jetzt erneut aufgenommen.
Er singt zusammen mit Lehrern, Krankenhauspersonal, Immigranten, Rentnern und widmet seine Version der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Das Video macht die Runde durch die sozialen Netzwerke und schickt sich an, zur Hymne der Proteste gegen die Sparpolitik zu werden.
[…]
taz

Der EU fehlen plötzlich 9 Milliarden Euro

Rechnungen nicht bezahlt:
Der EU fehlen plötzlich 9 Milliarden Euro
Am Freitagabend sind die Verhandlungen zwischen der EU und den Mitgliedsländern über das neue Budget überraschend gescheitert.
Der Grund: Plötzlich aufgetauchte Rechnungen in Höhe von 9 Milliarden Euro – die nun keiner bezahlen will.
Diesen Trick kennt man aus Griechenland, man kennt ihn aus Spanien: Wenn eine Regierung am Ende mit ihrem wirtschaftlichen Latein ist, zahlt sie einfach die offenen Rechnungen nicht.
Während die EU-Granden Barroso und Van Rompuy bei den europäischen Schuldenstaaten auf äußerste Diziplin drängen, sieht es in ihrem eigenen Bereich nicht viel besser aus: Am Freitagabend kam es zu heftigem Streit und dem Abbruch der Budgetverhandlungen, weil Budgetkommissar Janusz Lewandowski einen Nachtragshaushalt von 8,9 Milliarden Euro gefordert hatte. So hoch seien die Rechnungen, die die EU hat liegen lassen – und für die die Mitgliedsstaaten nun aufkommen sollen. Die Briten lehnten da Ansinnen rundweg ab, weil es einer Budgeterhöhung von 9 Prozent für dieses Jahr gleichkäme – ein Unding in Zeit der national verordneten Sparkurse.
Besonders originell: Bei den Verhandlungen stellte sich heraus, dass die EU-Kommission offenbar eine Milliarde Euro so einfach mal oben draufgepackt hat. Dieses Geld wird definitiv nicht in diesem Jahr gebraucht. Die EU-Kommission ist also mit falschen Zahlen in die Verhandlungen gegangen, worüber die kritischen Ländern _ Großritannien, Schweden und die Niederlande – empört waren.
Janusz Lewandowski entschuldigete den versuchten Trick mit Mißverständnissen beim Rechnen.
Abgesehen davon, dass es auch bei diesem Geld um das Geld der europäischen Steuerzahler geht, wirft der Fall die Frage auf: Wie kontrolliert die EU eigentlich die Nationalstaaten, wenn sie schon im eigenen Bereich offenkundig Schwierigkeiten mit den Grundrechnungsarten hat?
[…]
Deutsche Wirtschafts Nachrichten
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Anmerkung
Falschinformationen und Zurückhalten wesentlicher Fakten sind offensichtlich das Geschäftsmodell der EUROholics .. siehe auch die ARD-Doku „Der gro0e Euro-Schwindel“

Ihr Oeconomicus