Russland vs. NATO: Droht ein neuer Kalter Krieg?


Seit der Annexion der Krim scheint im Ukraine-Konflikt klar, wer gut und wer böse ist.
Aggressiver Putin, friedliebender Westen. Doch der jetzige Konflikt hat eine Vorgeschichte:
Auch die NATO hat Russland immer wieder vor den Kopf gestoßen: durch die Modernisierung des Waffenarsenals, durch die Aufnahme osteuropäischer Staaten und geringe Kooperation bei Rüstungsverhandlungen wurde die jetzige Eiszeit bereits vor Jahren eingeleitet.
Und Hardliner fordern jetzt noch mehr: Stationierung von Kampftruppen, Aufrüstung und Erweiterung.
Führende Sicherheitsberater warnen vor einer neuen Ost-West Konfrontation:
Noch nie seit dem Ende des Kalten Krieges war die Situation so gefährlich wie jetzt.

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Anmerkung
Was mich seit dem Krim-Referendum immer wieder aufs Neue stört, ist die Begrifflichkeit „Annexion“ verbunden mit dem Hinweis auf einen Verstoß gegen das Völkerrecht.
Wer sich die wesentlichen Veröffentlichungen und Kommentare zu diesem Themenkomplex genau angesehen hat, hat hinsichtlich der völkerrechtlichen Bedeutung ‚des Geschenks‘ der Krim an die Ukraine im Jahr 1954 anlässlich des 300-jährigen Jubiläums der Russisch-Ukrainischen Einheit durch Chruschtschow nicht wirklich näheres in Erfahrung bringen können – falls doch, so ist mir dies entgangen.
Es wäre also sinnvoll, sich mir der Legitimität dieses Geschenks sehr genau zu befassen und dabei zu prüfen, ob und in welcher Weise dies im Einklang mit dem Völkerrecht steht.
Vielleicht hat jemand aus dem Leserkreis hierzu eine belastbare Bewertung ?

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Ihr Oeconomicus


3 Kommentare on “Russland vs. NATO: Droht ein neuer Kalter Krieg?”

  1. Profil sagt:

    Ich teile die Auffassung von almabu und möchte ergänzen, dass die Wahrscheinlichkeit für den westlichen Destabilisierungsversuch eines regime change in RU mittels der bewährten „farbigen Revolutionen“ und/oder Terroranschlägen sehr hoch ist. Der US-Botschafter in der RF greift diesbez. auf erfolgreiche Erfahrungen zurück und der Botschafter der BRD ist ein ehem. BND-Mann, der sich während seiner Zeit in Brüssel u.a. mit der EU-Osterweiterung befasst hat. Die aktuelle Flüchtlingswelle von der Ukraine nach Russland bietet eine gute Gelegenheit, ausreichend Provokateure (Söldner, rechter Sektor) mit einsickern zu lassen, die zahllosen westlichen NGOs und Thinktanks in Russland leisten die organisatorische Vorarbeit. Im September finden in St. Petersburg Wahlen statt, das könnte das 2. Kick-Off sein. Das erste waren die Anschläge in Wolgograd. Dann Sotschi, dann Ukraine. Seitdem denkt man, im falschen Film zu sein. Psychopathen @ work.

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  2. almabu sagt:

    Hier noch ein interessanter Artikel, der zeigt, dass der US-Senat sich schon im Mai 2014 mit viel weiter und tiefer gehenden politischen Schritten gegen Russland und gegen Deutschland beschäftigte, zu denen man von unseren politischen Knallchargen aber auch gar nichts hört:

    http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=1866

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  3. almabu sagt:

    Mit einem neuen Kalten Krieg und den daraus folgenden Rüstungssteigerungen der NATO-Länder werden die wirtschaftlichen und politischen Probleme der USA nicht gelöst. Sie werden wohl auf einen heissen Krieg hinarbeiten und den starten, wenn sie ihn für kalkulierbar und gewinnbar halten. Beim Ausmaß der Fehleinschätzungen der USA seit dem Korea-Krieg muss deshalb mit dem Schlimmsten gerechnet werden. Russland zu desintegrieren und zu einer Art „afrikanischer Kolonie“ der USA zu machen zur Ausbeutung deren Rohstoff- und Energiequellen bei gleichzeitiger Dominanz über die EU und die europäischen Nationalstaaten, deren Politik, Wirtschaften und Währung/en muss wohl einen unwiderstehlichen Reiz auf die Eunuchen in den US-Think Tanks ausüben?

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