„Schuldenabbau lässt kaum Wachstumsphantasien zu“


„Schuldenabbau lässt kaum Wachstumsphantasien zu“
Viertes Quartal 2012 wird nicht einfach. Gewinnschätzungen für 2013 müssen nach unten revidiert werden.
Makroökonomisch und politisch betrachtet steht kein einfaches Quartal bevor“, sagt Dr. Jan Amrit Poser, Chefökonom und Leiter Research bei der Bank Sarasin. „Wir denken, dass die Entscheidungsträger in den großen Wirtschaftsmächten zu weitreichenden Maßnahmen gezwungen sein werden, um einen neuen Aufschwung einzuleiten.“ Die Unsicherheit über den weiteren Konjunkturverlauf dürfte daher mindestens bis Jahresende anhalten. Längerfristig gehen die Experten der Bank Sarasin davon aus, dass sich Anleger anstatt auf eine Hyperinflation oder einen globalen Schuldenschnitt, eher auf eine finanzielle Repression einstellen sollten. „Diese zielt darauf ab, den Schuldenstand über die Zeit zu reduzieren, indem die Zinsen unter dem Nominalwachstum gehalten werden.“ Als Nebeneffekt erfolge jedoch ein schleichender Transfer von Gläubigern zu Schuldnern, von Sparern zu Hypothekaufnehmern und von zukünftigen zu heutigen Rentnern.
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Die durch das Eingreifen der Zentralbanken ausgelöste Aktienrallye komme allmählich zum Ende. Unter der Annahme, dass es aus Bewertungssicht kaum Aufwärtspotenzial gebe, hänge die weitere Entwicklung der Aktienmärkte stark von den Unternehmensgewinnen ab. „Wir erwarten, dass die Gewinnschätzungen für 2013 auch im vierten Quartal weiter nach unten revidiert werden“, sagt Philipp E. Bärtschi, Chefstratege der Bank Sarasin. „Viele Firmen müssen wohl ihre Prognosen mit dem nächsten Quartalsbericht zurücknehmen, da die globale Konjunktur nicht so schnell an Fahrt gewinnen wird, wie von den Zentralbanken erhofft.“
€uro FundResearch


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