Macht und Marionette – Wie ein Banker einen Politiker steuert

Macht und Marionette – Wie ein Banker einen Politiker steuert
Die ARD-Doku wirft einen Blick hinter die Kulissen der Macht und beleuchtet die fatale Nähe zwischen Wirtschaft und Politik.
Zwei Duz-Freunde wittern das große Geschäft; doch es endet im Desaster. Baden-Württembergs damaliger Ministerpräsident Stefan Mappus und der Investmentbanker Dirk Notheis zogen einen Milliarden-Deal durch, den Rückkauf von Anteilen des EnBW vom französischen Energie-Konzern Edf.
Bizarre E-Mails, die den Ministerpräsidenten wie eine Marionette des Investmentbankers erscheinen lassen, hektische Eile, mangelnde Kontrolle — Begleitumstände des Deals, mittlerweile ermittelt die Staatsanwaltschaft. Es geht um Untreue. Georg Weisenberger und Alexander Göbel zeichnen nach, wie leichtsinnig Ministerpräsident und Banker mit Steuergeldern umgingen.
Und was eine Männerfreundschaft in der Politik „richten“ kann. Welche Mechanismen haben versagt?
Der Film liefert einen verblüffenden Blick hinter die Kulissen der Macht. Und die Nähe zwischen Wirtschaft und Politik.
youtube [43:40 Min]

Eurozone gibt Kredite frei: Portugal erhält Milliarden

Eurozone gibt Kredite frei: Portugal erhält Milliarden
Die Eurozone gibt Portugal mehr Zeit, um sein Defizitvorgaben zu erfüllen. Zugleich erhält das Land neue Hilfszahlungen. Nach Massenprotesten musste die Regierung unlängst das Sanierungs- und Reformprogramm umbauen.
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Die Portugiesen, die seit einem Jahrzehnt unter einer kränkelnden Konjunktur leiden, bekommen die Entbehrungen inzwischen immer schmerzhafter zu spüren. Die Notenbank teilte mit, der private Konsum sei im August im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,9 Prozent gefallen, die Wirtschaft schrumpfe seit 20 Monaten in Folge. Die Arbeitslosenrate erreichte zuletzt das Rekordniveau von 15,7 Prozent.
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N-TV

Wütende Sparer attackieren Spaniens Banken

Wütende Sparer attackieren Spaniens Banken
Mehr als 700.000 Spanier investierten Geld – und in manchen Fällen die Ersparnisse ihres ganzen Lebens – in renditestarke Vorzugsaktien und nachrangige Anleihen, die ihre Banken emittiert hatten. Als die Wirtschaftskrise Spanien in den Würgegriff nahm, verloren die Wertpapiere drastisch an Wert. An einen Weiterverkauf ist praktisch nicht mehr zu denken.
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Vertrauen der Spanier schwindet
Der peinliche Konflikt zwischen den Banken und ihren Depotkunden lässt das Vertrauen der Spanier in das Finanzsystem ihres Landes weiter schwinden. Der Finanzsektor leidet ohnehin bereits unter einer massiven Kapitalflucht und gewaltigen Verlusten, die durch das Platzen der spekulativen Immobilienblase in Spanien entstanden sind. Immer stärker sind die Kreditinstitute des Landes auf Nothilfen der Europäischen Zentralbank (EZB) angewiesen. Per Ende August hatten sich spanische Banken rund 412,6 Milliarden Euro von der EZB geliehen. Das entspricht rund einem Drittel aller Mittel, die die Notenbank Kreditinstituten der Eurozone gewährt hat.
„Solange das Misstrauen in das Bankensystem anhält, wird sich die Kapitalflucht fortsetzen“, urteilt Domingo Bello, Jura-Professor an der Universität von La Coruña.
Fast täglich kommt es zu Sabotage-Akten wie in Moaña. Im vergangenen Monat zog eine Gruppe von Demonstranten in der nördlichen Region Kantabrien nachts los, um in abgestimmten Angriffen über 50 Niederlassungen der Caja Cantabria anzugreifen. In Katalonien blockierten Dutzende von verärgerten Kunden die Bankautomaten. Sie zahlten erst 50 Cents ein und stellten sich dann sofort wieder an, um denselben Betrag wieder abzuheben.
Früher standen die Angestellten der Lokalbanken in kleineren Gemeinden hoch im Kurs. Hatte man eine Frage in Finanzangelegenheiten, wendete man sich zuerst an sie. Diese Zeiten sind vorbei. Mittlerweile werden die Bankberater wie Geächtete behandelt. Wütende Kunden drohen ihnen Schläge an und machen sich mit dem Messer über die Reifen ihrer Autos her. Novagalicia habe in diesem Jahr schon 25 Mitarbeiter versetzen müssen, weil sie bedroht worden seien, sagt ein Sprecher der Bank.
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THE WALL STREET JOURNAL

Multinationale Unternehmen strömen in die Chongqing Liangjiang New Area

Pressemitteilung Chongqing Liangjiang New Area

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Mit einem BIP-Wachstum von 14 % in der ersten Hälfte des Jahres 2012 wurde Chongqing zu einem Highlight in der wirtschaftlichen Entwicklung Chinas. Das BIP-Wachstum der Chongqing Liangjiang New Area, der ersten ihrer Art im chinesischen Inland, betrug in der ersten Jahreshälfte sogar 18 %. Der Beginn der 7. Annual Session of Chongqing Mayor’s International Economic Advisory Council (CMIA) [Jahressitzung des internationalen Wirtschaftsbeirats des Bürgermeisters von Chongqing] am 23. September, zog zahlreiche der 500 größten Unternehmen der Welt, darunter Siemens, Honeywell und SK in die Region.

Am 21. September gab Otis Elevator Company, eine Einheit von United Technologies Corp., die Eröffnung der neuen Fabrik in der Chongqing Liangjiang New Area bekannt. Die neue, auf 46.667 Quadratmetern erbaute Anlage wird vom Unternehmen selbst betrieben. Die Anfangsinvestition betrug RMB 100 Mio. und sie verfügt über eine Jahreskapazität von 15.000 Aufzugeinheiten.

Der enorme westchinesische Markt im Hinterland von Chongqing und die Liangjiang New Area sind für multinationale Unternehmen äußerst attraktiv. ?Wir glauben, dass die neue Fabrik in Chongqing unsere Entwicklung in China unterstützen wird, und unsere Investition in diese Fabrik beweist unser Engagement hinsichtlich der Bereitstellung von Dienstleistungen für unsere Kunden in China und in Asien für die kommenden Jahre“, sagt Pedro Baranda, President von Otis.

Am 22. September, dem Tag nach der Eröffnung der Chongqing-Anlage von Otis, besuchte Meiwei Cheng, der CEO von Siemens North East Asia, ebenfalls die Zone und hielt detaillierte Verhandlungen über medizinische Geräte, Logistik und Gebäudetechnik.

Er ist hinsichtlich der enormen Geschäftsmöglichkeiten recht positiv, welche die Chongqing-Xinjiang-Europa-Eisenbahn durch die Erschließung eines internationalen Logistikkorridors zwischen dem chinesischen Inland und Europa bringen wird. Cheng sagt, dass Chongqing, als die bei Weitem dynamischste Stadt in Westchina, nicht nur einer der wichtigen, potenziellen Märkte für Siemens ist, sondern, dass sie auch strategische Bedeutung für die Geschäftsentwicklung des Unternehmens hat.

Auch Honeywell, der strategische Partner sowohl von Chongqing als auch der Liangjiang New Area, verstärkte seine Zusammenarbeit mit der Zone durch zusätzliche Investitionen. Das Unternehmen verbindet eine langjährige Partnerschaft mit Chongqing bei Investitionen und Austausch, und seine Produktionsbasis für Reibmaterialien, die größte der Welt, nahm ihren Betrieb in der Zone im Mai 2012 auf. Am 22. September 2012 starteten dann Honeywell und die Chongqing Liangjiang New Area mit der Unterzeichnung eines strategischen Kooperationsvereinbarung eine weitere Zusammenarbeit.

Die südkoreanische SK Group begann am 24. Sept. 2012 mit dem Bau einer neuen Industriebasis für Ausgangsstoffe für Lithium-Ionen-Batterien, wobei die Gesamtinvestition in der Liangjiang New Area von Chongqing US$ 100 Millionen beträgt. Die Jahresproduktion wird 9.600 Tonnen positives Elektrodenmaterial für Lithium-Ionen-Batterien mit einem Produktionswert von US$ 670 Mio. erreichen.

Der über dem Durchschnitt liegende industrielle Produktionswert der Liangjiang New Area erreichte in den ersten acht Monaten 2012 ein Wachstum von 33,8 % und das Import-Exportvolumen stieg im Jahresvergleich um 310 %.

Während des gleichen Zeitraums konnte die Liangjiang New Area insgesamt 194 Projekte und 110 Fortune 500 Unternehmen anziehen, wobei die ausländischen Investitionen US$ 1,256 Milliarden betrugen.

Pressekontakt:

Xia Mingyi, Liangjiang New Area, +86-23-67573989 oder 764932844@qq.com
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Quelle: Presseportal.de


Weltbank warnt vor Abschwung in Russland und China

Weltbank warnt vor Abschwung in Russland und China
Russlands Wirtschaft schlittert in die Nähe der Stagnation. Von einer „ernüchternden Prognose“ ist im Weltbankbericht die Rede. China spürt indes die Schuldenkrise in Europa, die auch den Exportweltmeister trifft.
(Die Presse)

Neue EU-Regeln für die Wasserversorgung

Neue EU-Regeln für die Wasserversorgung
Die EU-Kommission will, dass sich Städte und Gemeinden künftig dem europaweiten Wettbewerb stellen. In Deutschland und in Österreich regt sich gegen die Umsetzung der Richtlinie Widerstand.
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„Die Umsetzung der Richtlinie würde einen tiefen Einschnitt in die Organisationsfreiheit der Städte und Gemeinden bedeuten“, sagte Hans-Joachim Reck vom deutschen „Verband Kommunaler Unternehmen“ (VKU) am Montag der Zeitung „Welt“. Die Kommunen könnten nicht mehr selbst entscheiden, „wie die Wasserver- und die Abwasserentsorgung in ihrem Gebiet organisiert werden“.
(DiePresse)
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follow-up, 23.01.2013
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Neues aus der Anstalt:
Pelzig umgeht ZDF Verbot und zählt EU für den Wasserwahn aus!
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Da Einblendung von Petitionen beim ZDF verboten sind – machte Erwin Pelzig gestern bei Neues aus der Anstalt einen genialen Schachzug !
Gegen die Privatisierung von Wasser duch die EU stellte er die Internetadresse

http://www.right2water.eu/de

auf einen alten R4 , denn Auto mit Werbung ist ja erlaubt
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Anmerkung zum Pelzig-Auftritt
Im Blog GEOLITICO fand ich einen interessanten Kommentar:

Traue keinem Klimapfaffen, sage ich da nur.
Der gute Onkel Erwin ist ein Systemagent.
Und zwar von der übelsten Sorte.
Da kann auch seine aufgesetzte Lustigkeit nicht drüber hinwegtäuschen.
Finger weg von der Fernbedienung, es sei denn, sie dient fürs Abschalten.“

den ich wie folgt beantwortet habe:

„Das sehe ich ähnlich … wäre der gute Mann nicht Teil des System’s gäbe es solche Auftritte nicht.

Er und seinesgleichen übernehmen eine Ventilfunktion, um den Überdruck im sich täglich füllenden Frustrations-Tank abbauen zu helfen.

Der Hinweis, er habe das ZDF-Verbot umgangen, könnte bei den Stammtischen des ‚Club’s betreuter Denker‘ den Eindruck erwecken, er habe dem Sender und dessen Rechtsabteilung ein Schnippchen geschlagen.“

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Trinkwasser vom Großkonzern?
Eine neue EU-Richtlinie sorgt für Aufregung in den bayerischen Gemeinden. Wenn der Plan umgesetzt wird, könnten die Kommunen gezwungen werden, ihre Wasserversorgung europaweit auszuschreiben.
Kritiker befürchten, dass dann große Konzerne zuschlagen und dass das Trinkwasser dann schlechter und teurer wird. In vielen bayerischen Orten formiert sich jetzt der Widerstand. Bis Mai ist noch Zeit, dann soll das Europaparlament entscheiden.
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korrespondierende Archiv-Einträge

Arbeitskampf – Platinabbau bei größtem Produzenten liegt lahm

Arbeitskampf im südafrikanischen Bergbau geht weiter
Platinabbau bei größtem Produzenten liegt lahm
50.000 Bergarbeiter streiken in Südafrikas Platinminen. Es geht um höhere Löhne und menschenwürdigere Arbeits- und Lebensbedingungen vor Ort, doch die gewalttätigen Auseinandersetzungen und die hohen Platinpreise versetzen auch die deutsche Wirtschaft in Sorge.
dradio
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Ergänzungen
Amplats workers refuse to accept dismissals
Mail & Guardian, ZA
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Industrielle Verwendung von Platin

File:Platinum nuggets.jpg

PLATINUM NUGGETs – Bildrechte: gemeinfrei
HERAEUS-Infoblatt zur Anwendung von Platin
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follow-up, 28.04.2016
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BASF und seine Verantwortung für das Massaker von Marikana
In Marikana in Südafrika wurden 2012 streikende Bergarbeiter der Firma Lonmin erschossen.
Ihr wichtigster Kunde: der Konzern BASF.
Für den deutschen Chemiekonzern lässt der Bergwerkskonzern Lonmin Platin abbauen. BASF benötigt das Edelmetall für den Bau von Katalysatoren. Ein Zusammenhang, den die Medien vernachlässigten.
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