Macht’s die Milch wirklich, oder sitzen wir einer gigantischen werbe- und lobbygesteuerten Milch-Lüge auf ?



Milchprodukte und deren Herstellung
GNU – Urheber: WikiNight in der Wikipedia auf Deutsch

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In Deutschland werden pro Jahr ca. 28 Milliarden Liter Kuhmilch produziert und verarbeitet. Mit großangelegten Marketingkonzepten seitens der Industrie und der Medizin, nahezu überall präsenten Lobbyisten wird immer wieder eine Verbindung zwischen Milcherzeugnissen und gesunder Ernährung vorgegaukelt, von der Vorbeugung von Krankheiten wie Osteoporose und Zahnverfall fabuliert.

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Die kritischen Stimmen werden jedoch lauter. Die Milch steht unter dem Verdacht, kaum zu überwindende Belastungen des menschlichen Organismus hervorzurufen, die nach Jahren zu mehr oder minder schwerwiegenden Erkrankung wie Allergien, Entzündungen, Diabetes, Rheuma, Herzinfarkt oder Krebs beitragen könnten.

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Auch unter Wissenschaftlern ist Milch als Grundnahrungsmittel nicht unumstritten. Die einen behaupten, ohne Milch fehle dem Menschen ein wichtiger Kalziumlieferant, andere warnen vor möglichen Nebenwirkungen und Folgeschäden. Dennoch konsumieren die Deutschen immer mehr Frischmilchprodukte. Jährlich sind es durchschnittlich 85 Kilo Quark, Joghurt, Käse oder Vollmilch pro Person. Die Milchindustrie ist auf Hochleistung getrimmt.

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Im Kern der Kritik stehen im wesentlichen drei gern genommene Werbeaussagen der Milchindustrie und ihrer Helfershelfer:

  1. Die Milch, die wir zu uns nehmen, sei lediglich ein Überschuß, den säugende Kälbchen nicht mehr trinken
  2. Die Kühe, die uns die Milch liefern, leben in bester Gesundheit auf saftigen, grünen Alm-Wiesen.
  3. Milch sei ein notwendiger Bestandteil der menschlichen Ernährung, ohne den es zu Mangelerscheinungen kommt.

Erstaunlicherweise scheinen all diese Warnungen die heimlichen Milch-Lobbyisten in den Parlamenten nicht zu kümmern.
Besonders deutlich ist dies den Statements der neu ins Europa-Parlament gewählten Allgäuer Milchbäuerin Ulrike Müller (Freie Wähler) zu entnehmen.

Während einer aktuellen Debatte im Agrarausschuss des Europäischen Parlaments forderte die Abgeordnete die Zusammenführung von EU-Programmen für Schulobst und Schulmilch und meint in diesem Zusammenhang doch allen Ernstes:

„Es ist wichtig, dass wir so früh wie möglich auf die Ernährungsgewohnheiten unserer Kinder positiv Einfluss nehmen.“

Manch kritischer Beobachter mag der Bäuerin insbesondere zum Hinweis „Es ist wichtig“ beipflichten und das Zitat etwa so ergänzen: „Es ist für Milchwirtschaft und Pharma-Industrie wichtig …“

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Im Interesse der eigenen Gesundheitsvorsorge ist man vermutlich sehr gut beraten, die eingängigen Werbesprüche und vermeintlich wohlmeinenden politischen Forderungen nach Bereitstellung von subventionierter Schul-Milch, etc. besonders kritisch die Frage zu erheben:

Macht`s die Milch wirklich?

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Ihr Oeconomicus

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Die Milch-Lüge

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vertiefende Informationen:
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Schulmilchprogramm der Europäischen Union

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Vorbehalte rund um die Milch
Informationen des Infodienstes Landwirtschaft – Ernährung – ländlicher Raum
Ministerium für ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg

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Anmerkung:
Zwischenzeitlich erreichten mich eine Vielzahl von zusätzlichen Informationen zum Themenkreis, die ich noch nicht mit der gebotenen Sorgfalt sichten konnte.
Nachfolgend eine kleine Auswahl:
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Prof. Dr. Walter Veith, University Western Cape (Südafrika), in einem Vortrag über den Mythos gesunde Milch.
(Besten Dank für diesen freundlichen Hinweis an Herrn Mertens)

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Der Murks mit der Milch
Nach: Dr.med. Bruker; Dr. phil. Mathias Jung:
Der Murks mit der Milch.
Gesundheitsgefährdung durch Milch, Genmanipulation und Turbokuh, vom Lebensmittel zum Industrieprodukt. 2001
PDF – (6 Seiten]

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Lactose-Intoleranz
Live-Vortrag aus den 1980er Jahren von Dr.med. M. O. Bruker

(nach einer etwas längeren Einleitung wird es ab Min 15:00 richtig spannend)

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Milch–Debatte im Sommer 2014
Im Juli 2014 sendete der Schweizer Rundfunk ein interessantes und informatives Interview des bekannten Journalisten Peter Jaeggi zum Thema Milch.
Neben Milchkampagnen der Milchindustrie und Anti–Milch–Kampagnen von Vegetariern, Veganern und Tierschützern, wird seit der Sendung wieder über die Milch diskutiert. Kurz darauf schaltete sich der Präsident des Max Rubner–Instituts (MRI), des Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel, in Karlsruhe, Prof. Dr. Gerhard Rechkemmer via Spiegel online in die Debatte ein.
Daraufhin verfasste der Wissenschaftler und Mediziner Professor Dr. Bodo Melnik, der seit Jahren zu den Zusammenhängen von Nahrungsmitteln und Erkrankungen forscht, eine Gegenrede, die wir hier mit seiner freundlichen Genehmigung veröffentlichen dürfen.
[…]
milchlos.de

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14 Kommentare on “Macht’s die Milch wirklich, oder sitzen wir einer gigantischen werbe- und lobbygesteuerten Milch-Lüge auf ?”

  1. M Comes sagt:

    Leider treffen sich notorisch Widersacher im letztlich verwandten Punkt.

    Im Falle der Milch sind das die Ersatzprodukte auf Sojabasis, die ihre eigene Agrarindustrie im Rücken haben.
    Der Murks mit dem Essen beginnt da, wo Menschen „functional food“ zu sich nehmen und die Ernährung nicht mehr da beginnt wo Liebe durch den Magen geht. Paracelsius sagte dazu schlicht „ein jed Ding ist Gift“ und dachte an die unvorsichtige Dosierung. Aber wenn Menschen es verlernt haben auf Ihren Körper zu hören…

    Hier ist der Ansatz man bringe den Menschen wieder eine gesunde Körperlichkeit bei, eine Körperlichkeit die Spass macht. Das ist kein Widerspruch dazu sich anzustrengen, man frage hier Tänzer! Dann schmeckt der Camenbert auch wieder in Kombination mit einem guten Rotwein, womit wir bei zwei Giften sind. Ein Geniesser weis das, „Camenbert muss schmecken wie Füsse vom lieben Gott“

    Manfred

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  2. Leider wird Geolitico noch ? mehr frequentiert als die hoch informative Seite von
    Oconomicus….., trotzdem siehe auch die dortigen Kommentare auf o.g. Beitrag
    von Oeconomicus

    http://www.geolitico.de/2014/11/16/milch-lobby-unter-betrugsverdacht/

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    • Oeconomicus sagt:

      Guten Morgen lieber Herr Mertens ..

      und allerbesten Dank für Ihren Beitrag.

      Guenther Lachmann, den ich sehr schätze, macht mit Geolitico einen ausgezeichneten Job und gelegentlich darf ich mit ausgewählten Beiträgen den Versuch unternehmen, das hohe Niveau seiner Veröffentlichungen zu matchen.

      Natürlich freue ich mich über zunehmendes Interesse an den Publikationen auf meiner Seite, zu meinen Prioritäten gehören jedoch weder die Teilnahme an einem Wettbewerb um hohe Zugriffszahlen, noch der Anspruch, vielfältiges politisches Tagesgeschehen aktuell und detailliert abbilden zu wollen.

      Der Kern meines Ansatzes ist vielmehr der Versuch, das globale und vorwiegend von geostrategischen Interessen geprägte Monopoly-Spiel verstehen zu lernen und dabei die Würfel-Ergebnisse der wichtigsten Akteure und ihrer Helfer im Lichte unterschiedlicher ‚Ereigniskarten‘ und historischer Prozesse einzuordnen.

      In diesem Zusammenhang sind sowohl bei der Formulierung zielführender Fragestellungen als auch auf der Suche nach schlüssigen Antworten selbst erlebte internationale Erfahrungen, die vielfältige Unterstützung aus meinem Netzwerk, sowie vertiefende Studien aus öffentlich zugänglichen Quellen zuweilen recht hilfreich.

      Ein kleiner Teil oft recht komplexer Ereignisse, Zusammenhänge und der daraus abzuleitenden Prognosen und Bewertungen sind auf meinem Blog in bislang 162 Kategorien und über 800 Unterverzeichnissen aufgelistet.

      Wie wir alle erleben, überschlagen sich die politischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Ereignisse rund um den Globus und werden sehr häufig nur hinsichtlich ihrer Wirkungen und/oder Verwerfungen kommentiert und medial aufbereitet. Dabei werden sehr zu meinem Mißfallen zwingend notwendige Analysen zu den eigentlichen Ursachen solcher Entwicklungen nicht ausreichend durchgeführt oder veröffentlicht und in einen breiten gesellschaftlichen Diskurs eingebracht.

      Es wäre wünschenswert, wenn es im vielstimmigen Konzert mit anderen Selbstdenkern gelänge, hierzu richtungsweisend zu wirken.

      Besten Dank für Ihre geschätzte Aufmerksamkeit

      herzlichst

      Ihr Oeconomicus

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      • Re. Oeconomicus
        „Es wäre wünschenswert, wenn es im vielstimmigen Konzert mit anderen Selbstdenkern gelänge, hierzu hier richtungsweisend zu wirken….“

        Wünschenswert und wichtig …… so soll es sein!

        Leitgedanken in Richtung …… mit Schwarmintelliegenz und klugen Leitpersönlichkeiten
        den richtigen Ansatz für den oder die zukünftigen Wege finden.

        Also…. kein Hals- und Beinbruch….. kluger tabufreier MEINUNGSAUSTAUSCH ist
        der frische Saft für die Quellen der guten zielführenden gesunden zukünftigen Entwicklungen.
        Wir sind schon viel mehr, als wir oft denken und die den Durst verspüren aus den
        guten und gesunden Quellen trinken zu wollen.

        Herzlichst,

        Ihr Uwe E. Mertens

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  3. Terry sagt:

    Danke für diesen Beitrag, insbesondere zu den Hinweisen des Engagements von Frau Müller.

    Das ausdrückliche Votum der Dame für Russland-Sanktionen, mit welchem wir uns nur selbst schaden, simpel gestrickten Drei-Satz-Pressemeldungen der Partei, weichgespülten Positionen, Miß- und Vetterleswirtschaft, sowie das Wegbeissen kluger Köpfe hat mich zum Austritt aus dieser Partei veranlaßt !

    Jetzt bin ich ein wahrer „freier“ Wähler.

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  4. Chichi sagt:

    Fakt ist:
    Die Natur hat für die Kinder von Säugetieren, wozu auch der Mensch gehört, eine lebensnotwendige Nahrungsgrundlage geschaffen, die naturgemäß nach spätestens 3 Jahren abläuft, wenn das Kind aus dem Babyalter raus ist.

    Dann begriff der Mensch, woraus man alles Profit schlagen kann und fing an, diesen normalen Prozess des Abstillens zu unterbrechen und bei Tieren für einen fortwährenden Milchfluss zu sorgen. Die Massentierfabriken entstanden, die das Einsetzen von Medikamenten (darunter auch verbotene, wie man immer wieder aufdeckt), Antibiotika, Hormonen usw. erforderten.

    Dazu kommt der Stress für die Tiere, wie Trennung von Mutter und Kind, Einzelunterbringung der Kälber in Iglus, Tierhaltung in Massenanlagen, Tiertransporte quer durch Europa (bringt mehr Subventionen!), die Schlachtung, die zum Teil noch lebenden Tiere werden auseinandergenommen, werden also bis zur letzten Sekunde ihres Lebens gequält.

    WAS ist bitte an einer Milch gesund?! Diesen Dreck schlucke ich mit Fleisch und Milchprodukten in jeder Form!

    Fakt ist, dass die Zivilisationskrankheiten im Vormarsch sind und gerade bei den reichen Chinesen, die sich Milch und etliches andere leisten können, lässt sich dieser Trend in den letzten Jahren sehr gut beobachten. Der Krebs und sonstige Krankheiten steigen.

    Man muss schon gehirnamputiert sein, um zwischen allem keinen kausalen Zusammenhang zu sehen!!!!!

    Es ist nicht der kleine Bauer, der daran verdient, sondern die Mafia, die hinter diesem System steckt und es ist nicht nur die verlogene Milch-Mafia, sondern generell die Nahrungsindustrie, die Pharmamafia (nur mit Kranken läßt sich Profit machen!) und die hinter ihnen stehenden Geldgeber!

    JEDER hat heute die Möglichkeit, im Internet zu recherchieren, Vergleiche anzustellen, bestehende Fakten aufzulisten und vieles mehr. Und es gilt ein Prinzip zu durchschauen:
    Die Profitgier! Überall, wo Profit dahinter steht ist Vorsicht geboten. GRUNDSÄTZLICH! Es gilt für alle Bereiche in unserem heutigen Leben!!!!!!!!!!!!!

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    • cource sagt:

      Das Problem ist nicht nur die Milch sondern:

      1. wozu gehe ich noch in den Supermarkt wenn ich keine Milch- und Fleischprodukte mehr kaufen darf
      2. wozu arbeite ich wenn ich mir von dem Lohn keinen Gaumenschmaus mehr leisten darf usw.

      Der Missbrauch des menschlichen Körpers als Lusttempel hat solche Ausmaße angenommen, dass wir durchaus von einer Sucht sprechen können und bekanntlich kann man Drogensüchtige nur mit einer „harmloseren“ Alternativdroge beim Entzug behilflich sein.
      Ja, der Schlüssel ist E n t z u g und nicht nur beim Schlemmen sondern in allen Bereichen des modernen Sklavendaseins.

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    • Oliver sagt:

      Es ist schon witzig zu lesen, wie manche nicht einmal ein ganzes Jahrhundert zurück denken können. Da wird von Zivilisationskrankheiten geredet und von den Asiaten, welche kein Laktat (im Magen) bilden können und schlussendlich von der Profitgier einer Milch-Mafia.

      Fangen wir hinten an: es gibt auch eine Tomaten-Mafia, eine Soja-Mafia, usw. Wenn Sie auf Großproduktion verzichten wollen, muss jeder seinen Salat im eigenen Garten(?) anpflanzen.

      Asiaten: Die Domestizierung des Hausrind fand vor circa 10.000 Jahren statt. Seitdem essen wir das Fleisch und trinken die Milch davon. Nur die Asiaten nicht.

      Zivilisationskrankheiten: Wie bereits geschrieben, trink der eurasische Mensch seit ca. 10.000 die Rindermilch – auch Kuhmilch – genannt. In südlichen Ländern kommt noch die Ziegenmilch hinzu. Es ist nicht die Milch an sich, welche Krankheiten verursacht. Es ist allerhöchstens die Milch von Kühen mit überzüchteten Eutern.
      Uns macht vieles krank: Stress, wenig Bewegung, schlechte Luft, enger Kontakt (zb. in Bahn und Bus) oder einseitige Ernährung.

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  5. […] Macht`s die Milch wirklich, oder sitzen wir einer gigantischen werbe- und lobbygesteuerten Milch-Lü… (adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push({}); […]

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  6. Arkturus sagt:

    Hat dies auf Oberhessische Nachrichten rebloggt.

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