Großrazzia: Lebensversicherer im Visier der Steuerfahndung


Rund 270 Steuerfahnder haben die Geschäftsräume der Commerzbank durchsucht.

Die Ermittlungen richteten sich jedoch „nicht gegen die Bank, sondern gegen einzelne Mitarbeiter eines anderen Finanzdienstleisters„, erklärte ein Commerzbank-Sprecher. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Bochum bestätigte eine Durchsuchung „bei einer deutschen Großbank“ an rund 40 Standorten, an der rund 270 Beamte beteiligt waren.

Die Ermittler der Staatsanwaltschaft und der Düsseldorfer Steuerfahndung sind hinter einer ausländischen Lebensversicherungsgesellschaft her. Sie soll ab 2006 in mehr als 200 Fällen Beihilfe zur Steuerhinterziehung geleistet haben.

Dabei geht es offenbar um einen bis vor einiger Zeit beliebten Steuertrick mit so genannten Lebensversicherungs-Mänteln. Dabei wird ein Vermögensverwaltungsmandat als steuerlich günstigere Lebensversicherung getarnt, um die Kapitalerträge nicht voll versteuern zu müssen.

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Wie der Trick funktioniert, lässt sich prinzipiell hier nachvollziehen.

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Die Commerzbank ist nur Zeuge, die Bank und ihre Mitarbeiter werden nach Angaben der Staatsanwaltschaft nicht beschuldigt. Die Bank habe das fragliche Lebensversicherungs-Modell nicht selbst an die Kunden verkauft. Vielmehr seien dort lediglich Depots geführt worden, weshalb die Ermittler in den Räumen des Kreditinstituts Beweismittel vermuten.

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Frankfurter Allgemeine Zeitung
Die Zeit
Der Spiegel

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