Chinas und Europas Schuldendrama als „US-Container-Show“


Chinas und Europas Schuldendrama als „US-Container-Show“

Da wird sich Ben Bernanke die Hände reiben. Tim Geithner auch. Und Obama erst.
Der hat ja heute gewarnt, dass Amerika eine zweite Große Rezession droht, wenn die Schuldengrenze nicht beizeiten angehoben wird.
Dem US-Präsidenten ist klar, dass er in diesen Tagen erstklassige Ablenkungsmanöver in Europa – und jetzt auch in Peking – vom eigenen Defizit-Schlamassel geboten bekommt.
US-Medien wie FORBES “How China Will Crash And Burn” weiden sich bereits wie die Geier an dem neuen Aas.
[…]
Ebensfalls mit Nachhilfe aus New York und Washington baut nun China einen beträchtlichen Nebenkriegsschauplatz auf.
Der oberste Rechnungsprüfer Pekings, das National Audit Office, gab vor wenigen Tagen bekannt, dass lokale Regierungen im Reich der Mitte mit bis zu 1.700 Mrd. Dollar verschuldet sind.

Am Dienstag legte Moody´s auch hier ein paar Scheit Holz ins Feuer, indem es bekanntgab, es habe 400 bis 800 Mrd. Dollar Schulden mehr entdeckt, und den Staatsbanken in China drohten faule Kredite im Umfang von 8-12% an ihrem Kreditportfolio.

Heiliger Bimbam! Washington ruft die Feuerwehr nach Athen, Lissabon und Peking, während zuhause in Washington schon die ganze Bude brennt.

Es sind – das sage ich jetzt aus der Erinnerung – noch 22 Arbeitstage, bis Republikaner und Demokraten eine Lösung in dem nervraubenden Gefeilsche um die Anhebung der Schuldengrenze finden müssen.
Dafür bedarf es eines umfassenden Sparpakets, für das noch nicht einmal der Grundsatzstreit über Steueranhebungen und ein Streichkonzert bei Medicare beigelegt wurde.

Wie so oft, wenn sich die USA außen-politisch betätigen – wie diesmal via Ratingagenturen – droht ihnen ein blowback, ein Bumerang. Denn wenn es China und den Europäern gelingt, in der Sommerpause wenigstens den Rauch über ihrem Feuer zu dämpfen, dann werden sich die hypernervösen Märkte beim kleinsten Anlass auf den US-Bondmarkt werfen.

Im Blutrausch, so lehrt uns die Geschichte immer wieder, gibt es keine Identitäten und keine feinen Unterscheidungen mehr, nur noch das Lechzen nach dem nächsten Tropfen. Und der hängt jetzt an der Hutkrempe von Barack Obama.
fulminante Analyse von Markus Gaertner



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