Immer mehr Firmeninsolvenzen und Zwangsversteigerungen an deutschen Gerichten anhängig

Auch in diesem Jahr reißt die Flut an Zwangsversteigerungsverfahren und Firmeninsolvenzen an deutschen Amtsgerichten nicht ab. Schon zu Beginn des Jahres 2014 verzeichnen die deutschen Gerichte mehr als 31.000 Zwangsversteigerungsverfahren in den 16 Bundesländern und es kommen stetig neue Verfahren hinzu. In den letzten acht Jahren waren es bundesweit mehr als 800.000 Zwangsversteigerungsverfahren an 430.000 Objekten (bundesweit). Insgesamt wurden weit mehr als 1.200.000 Zwangsversteigerungstermine veröffentlicht. Täglich kommen ca. 500 Vorgänge bundesweit bei den Gerichten neu hinzu. Während sich die einen über den günstigen Erwerb der Immobilien aus der Zwangsversteigerung freuen, betrifft es das Leid vieler Hausbesitzer die in die Schuldenfalle geraten sind und über die Zwangsversteigerung Ihr Heim und somit das Dach über dem Kopf verlieren.
Deutsche Amtsgerichte verzeichnen zudem einen Anstieg an Firmeninsolvenzen zu Beginn des Jahres 2014. Waren es im Jahr 2013 insgesamt noch 26.733 Unternehmensinsolvenzen, sind es bis Mai 2014 bereits über 13.000 Verfahren, die die deutschen Insolvenzgerichte beschäftigen.
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Kein Interesse an Promi-Immobilien in Griechenland

Das Finanzministerium in Griechenland forciert die Zwangsversteigerung der Immobilien von Steuerschuldnern, bisher allerdings ohne nennenswerte Erfolge.

Das griechische Finanzministerium, das zum ersten mal seit Jahrzehnten beschloss, zumindest einen Teil der Beträge der fälligen Verbindlichkeiten einzufordern, schreitet zu Pfändungen und Versteigerungen des immobilen Vermögens namhafter Großschuldner des Fiskus. Villen, Grundstücke, Fabriken, städtische Immobilien, Geschäftslokale, Lagerräume, Flurstücke gingen in die Hände des Fiskus über und kommen unter den Hammer.

Die griechische Zeitung “Ethnos tis Kyriakis” präsentierte das Programm bereits erfolgter Zwangsversteigerungen sowie auch der Versteigerungen, die in den nächsten Monaten stattfinden sollen. Die Liste belegt, dass der Fiskus zum ersten Mal bei bekannten (und nicht) Personen und Unternehmen “Hand anlegt”, die insgesamt mehr als 30 Mrd. Euro schulden.

Dazu sei in Erinnerung gerufen, dass vor einigen Monaten das Finanzministerium mehr als 6.000 Großschuldner mit Schulden von jeweils über 150.000 Euro “in den Fokus” rückte. Es gab sogar auch eine zweite Liste mit 554 Privatpersonen und 1.105 Firmen, die ins Visier des Finanzamts gerieten.
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Quellen: Ethnos — deutsche Übersetzung: Griechenland-Blog

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Troika will mehr Zwangsversteigerungen bei säumigen Schuldnern

Troika will mehr Zwangsversteigerungen bei säumigen Schuldnern

Bis Ende 2012 läuft in Griechenland das Verbot, Immobilien, deren Hypothekenschuld sich auf bis zu 200.000 Euro beläuft, unter den Hammer zu bringen. Doch die Troika übt nun massiven Druck auf die griechischen Banken aus, das Verbot aufzuheben. 100.000 Immobilien könnten unter den Hammer kommen. Tausende ihr Eigenheim verlieren.

  |  13.08.12, 00:37  | 5 Kommentare  

Anmerkung

Sollte diese „Nummer“ wirklich durchgezogen werden, sind die Folgen für die Menschen und insbesondere für die Verantwortlichen nicht absehbar ..

.. meint Ihr Oeconomicus


Arbeitslosigkeit wird mehr und mehr zum Grund für Zwangsversteigerungen

Arbeitslosigkeit wird mehr und mehr zum Grund für Zwangsversteigerungen

Es hat offenbar ein Wechsel stattgefunden:
Da, wo die Immoblase als erstes platzte und die Häuser (sowie ihre Besitzer) aufgrund der überzogenen Kreditvergabe unter die Räder kamen [California, Florida, Nevada und Arizona], beruhigt sich die Lage offenbar so langsam. Dafür trifft es jetzt andere Staaten – weil die Hausbesitzer arbeitslos wurden oder aufgrund von Lohnkürzungen die Raten nicht mehr zahlen können. [Oregon, Idaho, Utah, Arkansas, Illinois und South Carolina].
Hier gibt es mehr [engl]