Die Wirtschaft ist ein (grausames) Spiel

Die Wirtschaft ist ein (grausames) Spiel

Bildrechte: Creatvie Commons, Urheber: Jacquelinekato
Auf den ersten Blick wirkt alles so selbstverständlich:
Jeder Mensch geht einer Arbeit nach, wird dafür bezahlt und bestreitet mit dem erhaltenen Geld seine Lebenshaltungskosten. Dabei geben wir uns der Illusion hin, dass der Wert der erbrachten Leistungen zumindest annähernd mit denen korrespondiert, die wir im Gegenzug in Anspruch nehmen. Obwohl der technische Fortschritt den Produktionsprozess deutlich vereinfacht und gleichzeitig Unmengen an Energie verbraucht werden, nimmt der allgemeine Komfort regelmäßig ab. Wir stecken in einer Schulden- und Wirtschaftskrise. In der westlichen Welt sind die Märkte mit praktisch allem übersättigt. Doch gleichzeitig fehlt es an Kaufkraft. Gleicht dies nicht dem sprichwörtlichen „Verhungern vor der vollen Schüssel“?
Immer wieder werden wir mit denselben Schlagworten konfrontiert:
Das Schaffen von Arbeitsplätzen! Das Beleben der Märkte! Das Befriedigen der internationalen Investoren!
Was steckt hinter diesen Konzepten?

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by Konrad Hausner – The Intelligence

Boom und Crash – Die Entwicklung der spanischen Wirtschaft und die Auswirkungen der Krise

Boom und Crash – Die Entwicklung der spanischen Wirtschaft und die Auswirkungen der Krise

Im Vergleich zu den reichen Teilen Europas war Spanien historisch gesehen immer schon ein armes Land. Doch nach der Entwicklung, die in den 60er Jahren einsetzte, und nach der vollständigen Einordnung des Landes in den entwickelten Kapitalismus1 fühlte sich Spanien, auch durch die Integration in die europäische Wirtschaftsgemeinschaft, bald als vollwertiges Mitglied der »Ersten Welt«. (…) Spanien stieg zur fünften Industrienation in Europa auf. Auch die spanischen Eliten wähnten sich nicht mehr als Repräsentanten eines zurückgebliebenen Landes, sondern als Führer einer wirtschaftlich bedeutenden, industrialisierten Nation, selbst wenn Spanien von der übrigen Welt und vom restlichen Europa weiterhin nur als sekundäre Wirtschaftsmacht wahrgenommen wurde.
Junge Welt

Verdeckte Lobbyarbeit als Manipulation zum Nutzen von Politik und Wirtschaft

Verdeckte Lobbyarbeit als Manipulation zum Nutzen von Politik und Wirtschaft

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ZAPP, NDR

„Was ist echt und was ist eine Lüge? Wie von Geisterhand gelangen immer mehr Meldungen in die Medien, die keine sind.
Eine Branche und ihre perfiden Methoden boomen.“

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Gleichgewicht der Moral – Über den „Krieg gegen den Terrorismus“
von Noam Chomsky
Machen wir eine Art Gedankenexperiment. Stellen wir uns vor, daß ein intelligenter Marsbewohner, der die Journalistenschulen von Harvard und Columbia besucht und dort lauter anspruchsvolle Dinge gelernt hat, die er zudem noch für richtig hält, den Auftrag bekommt, über den »Krieg gegen den Terrorismus« zu berichten. Wie würde er das machen?
Wahrscheinlich würde er der Marszeitung, für die er arbeitet, zunächst ein paar Tatsachen berichten. Dazu gehört die Beobachtung, dass der Krieg gegen den Terrorismus nicht erst am 11. September 2001, sondern, unter Verwendung vergleichbarer rhetorischer Mittel, bereits zwanzig Jahre zuvor erklärt wurde. Wie Ihnen sicherlich bekannt ist, kündigte die Regierung Reagan schon bald nach ihrem Amtsantritt an, daß ein solcher Krieg zu den zentralen Aufgaben der US-Außenpolitik gehöre. Zugleich verdammte sie, in den Worten des Präsidenten, die »bösartige Geißel des Terrorismus« (New York Times, 18. Oktober 1985). Hauptangriffsziel sollte der staatlich unterstützte internationale Terrorismus sein, der in der islamischen Welt und damals auch in Mittelamerika sein Unwesen trieb. Er galt als Pest, die von »verworfenen Gegnern der Zivilisation« in einer »Rückkehr zur Barbarei im Zeitalter der Moderne« verbreitet wurde (Washington Post, 26. Oktober 1984). So jedenfalls ließ sich der zu den gemäßigten Regierungskräften zählende Außenminister George Shultz vernehmen.
Die von mir zitierte Äußerung Reagans bezog sich auf den Nahen Osten des Jahres 1985. Damals wurde der internationale Terrorismus in dieser Region laut einer Umfrage von Associated Press bei Chefredakteuren zur Titelgeschichte des Jahres erklärt. Unser Marsbewohner würde also als erstes berichten, daß 2001 dieses Thema zum zweiten Mal zur Titelgeschichte des Jahres gekürt und der Krieg gegen den Terrorismus mit ganz ähnlichen Worten wie sechzehn Jahre zuvor ausgerufen wurde.
Zudem gibt es auch hinsichtlich des Führungspersonals eine augenfällige Kontinuität. Donald Rumsfeld, der jetzt die militärische Leitung des Antiterrorkriegs innehat, war unter Reagan Sonderbotschafter im Nahen Osten. Die diplomatische Komponente des Kriegs wird seit einigen Monaten von John Negroponte bei den Vereinten Nationen vertreten, der unter Reagan die US-Operationen in Honduras, dem damaligen Hauptstützpunkt im Kampf gegen den Terrorismus, beaufsichtigte.
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AG Friedensforschung
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MEDIA CONTROL – WIE DIE MEDIEN UNS MANIPULIEREN

NOAM CHOMSKY – PDF [267 Seiten]
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10 Strategien die Gesellschaft zu manipulieren
Die nachfolgenden Punkte beschreiben, wie das „System“, also die Regierung, die Medien und Lobbyisten die Bevölkerung gezielt manipulieren und steuern, um die eigenen Ziele zu verfolgen und somit umsetzen.
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  1. Kehre die Aufmerksamkeit um
  2. Erzeuge Probleme und liefere die Lösung
  3. Stufe Änderungen ab
  4. Aufschub von Änderungen
  5. Sprich zur Masse, wie zu kleinen Kindern
  6. Konzentriere dich auf Emotionen und nicht auf Reflexion
  7. Versuche die Ignoranz der Gesellschaft aufrechtzuerhalten
  8. Entfache in der Bevölkerung den Gedanken, dass sie durchschnittlich sei
  9. Wandle Widerstand in das Gefühl schlechten Gewissens um
  10. Lerne Menschen besser kennen, als sie sich selbst es tun
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Anmerkung:
Chomsky’s Erkenntnisse sind nicht neu, es schadet aber nicht, sich diese Strategien immer wieder klar zu machen.
Wenn man auf den Quell strategischer Manipulationen, gemeint ist der Lügenkasten, nicht verzichten mag, sollte man sich vor der Droge des „betreuten Denkens“ hüten und bei jeder Anrufung sogenannter Experten immer wieder die Frage stellen: „Cui bono?“
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Gelegentlich wird dem Welfenkönig Ernst August I. von Hannover (Regentschaft von 1837-1851) diese nicht näher verifizierbare Anekdote zugeordnet:
„EINE KATASTROPHE!“ riefen die Höflinge des Königs von Hannover.
„Sieben berühmte Professoren der Göttinger Universität haben eine Protesterklärung gegen Euch veröffentlicht!“
Das war vor 173 Jahren. Der König hatte die liberale Verfassung aufgehoben, die von seinem Vorgänger erlassen wurde.
„Na, und?“ erwiderte der König, „Nutten, Tänzer und Professoren kann ich immer kaufen!“