Konjunktur in Deutschland

Konjunktur in Deutschland: Bundesbank kürzt Wachstumsprognose drastisch
Die deutsche Wirtschaft wird 2013 kaum wachsen: Die Bundesbank senkt ihre Prognose radikal. Bisher hatte sie mit fast zwei Prozent gerechnet, nun nähert sich ihr Ausblick der Null. Der Euro-Zone droht eine längere Rezession.
[…]
Die Prognose sei aber „durch ein hohes Maß an Unsicherheit charakterisiert“, sagt die Zentralbank. Dabei überwiegten die Risiken – etwa ein stärkerer Abschwung der Weltwirtschaft oder eine Verschärfung der Schuldenkrise.
SZ
+
Perspektiven der deutschen Wirtschaft – Gesamtwirtschaftliche Vorausschätzungen für die Jahre 2013 und 2014
Monatsberichtsaufsatz Dezember 2012

Deutsche Bundesbank – 07.12.2012 | 178 KB, PDF
+
Anmerkung
Besten Dank, werte KollegINNen aus der volkswirtschaftlichen Abteilung der Bundesbank, dass Sie sich meinen Prognosen, wenn auch noch zu zaghaft, etwas annähern.
Bei dieser Gelegenheit möchte ich sehr gerne anregen über die weitere Verwendung der immer wieder gerne gewählten Begrifflichkeit „Wirtschaftswachstum“ nachzudenken.

Ihr Oeconomicus


MACK & WEISE Marktkommentar – September 2012

MACK & WEISE Marktkommentar – September 2012
Im September wurde Finanzmarkt-Geschichte geschrieben – wieder einmal! Nach 5 Jahren Dauerkrise und unzähligen in Euphemismen verpackten Gelddruckprogrammen erfüllten die wichtigsten Notenbanken dieser Welt den noch immer „gestörten“ Märkten und der von Beginn an gestörten Politik deren größten Wunsch. Das Zauberwort für die (vermeintliche) Lösung aller Probleme wurde jetzt ausgesprochen: unbegrenzt!
Zuerst verkündete Zentralbank-Chef Draghi, dass die EZB zukünftig bereit stehe, über das neu geschaffene „geldpolitische“ OMT-Programm (Outright Monetary Transactions) im Zweifelsfall unlimitiert Staatsanleihen europäischer Krisenstaaten zu kaufen, um so das Überleben des Euro unter allen Umständen zu garantieren. Nur wenige Tage später startete dann auch Fed-Chef Bernanke das schon lang von den Marktteilnehmer geforderte „QE 3“-Programm, in dessen Rahmen nun zeitlich unbegrenzt für monatlich frisch gedruckte 40 Mrd. USD amerikanische Hypothekenpapiere auf die Bilanz der Fed genommen werden. Ja, und wenn schon EZB und Fed nun die Notenpressen unbegrenzt auf Hochtouren laufen lassen wollen, lässt sich auch die Erfinderin des „quantitative easing“, die japanische Notenbank, nicht zweimal bitten, auch ihren Teil – über das postwendend auf 80 Billionen Yen erhöhte Anleihenkaufprogramm – zur eröffneten Gelddruck-Olympiade der Notenbanken beizusteuern.
Die Aktienmärkte reagierten auf die Erfüllungspolitik der Notenbanken im Gefühl einer nun niemals versiegen werdenden Liquidität mit weiteren Kursgewinnen, während Gold gegenüber dem Euro im September sogar einen neuen Höchststand erreichte, bzw. der Euro gegenüber Gold auf historisches Tief fiel.
.
Die unkritische Euphorie der Aktieninvestoren – Liquidität gleich steigende Kurse – ist nach unser Einschätzung jedoch zu undifferenziert, denn über einen Mangel an Liquidität konnte auch vor den konzertierten Notenbank-Maßnahmen nicht gesprochen werden. Wer heute aus Furcht vor Inflation Aktien kauft, sollte bedenken, dass Unternehmensgewinne in einem inflationären Umfeld nicht automatisch mitsteigen müssen, sondern angesichts des damit verbundenen extrem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeldes auch „völlig überraschend“ einbrechen können. Und dass die Aktienmärkte selbst in einem Umfeld galoppierender Inflation nicht einmal nominal steigen müssen, belegen die 1970er Jahre nur all zu eindrucksvoll!
Auf Sicht der nächsten Monate erwarten wir für die Aktienmärkte von der konjunkturellen Seite erheblich mehr Gegenwind als bislang, da sich das globale wirtschaftliche Umfeld mehr als deutlich eintrübt, und Politik und Notenbanken heute nicht mehr über die im Jahr 2008 noch vorhandenen Spielräume verfügen, die sich abzeichnende Rezession erneut mit gigantischen Interventionen verhindern zu können.
Die spürbare „Schwäche in der Weltwirtschaft“ veranlasst den größten Logistikkonzern der Welt FedEx bereits heute, massive Einsparmaßnahmen zu ergreifen, während das Jahresgewinnziel zugleich ordentlich eingedampft wurde. Doch nicht nur der als sehr verlässliches Konjunkturbarometer geltende Logistiker FedEx meldete „Land unter“, sondern es hagelte im September über fast alle Branchen hinweg Gewinnwarnungen. So enttäuschten z. B ebenso der Luxuskonzern Burberry als auch der Industrie- und Autozulieferer Infineon die Investoren, wie auch der ebenfalls als ein guter Seismograf für den Zustand der Weltkonjunktur geltende weltgrößte Baumaschinenhersteller Caterpillar. („Und wir gehen von einem kraftlosen und nur bescheidenen Wachstum bis 2015 aus!“)
Den 29%igen Absturz der Pkw-September-Verkäufe auf Jahressicht im Süden Europas (PIIGS) wie auch der in Deutschland (-10,9 %) konnten die deutschen Hersteller, die als Schlüsselindustrie 2011 177,3 Mrd. Euro zum deutschen Exporterfolg beitrugen, zwar noch einmal mit guten Verkäufen in China und den USA kompensieren, doch mehren sich auch dort die Warnsignale. So vermelden die australischen Minenbetreiber schon erheblich nachlassende Rohstoffexporte in Richtung China, was die große Hoffnung der Märkte auf die konjunkturelle Rettung durch den bisherigen Wachstumsmotor enttäuschen könnte. Zudem drohen auch aus dem wahlkämpfenden „Konjunktur-Wunderland“ USA schon in Kürze große Unsicherheiten, denn schließlich ist noch völlig unklar, wie die USA das vereinbarte „fiscal cliff“, also die anvisierte Einsparung von rund 500 Mrd. USD meistern wollen, ohne das 2013 auch die US-Wirtschaft in die Rezession zurückfällt.
In den meisten Ländern der Eurozone geht es wirtschaftlich dagegen schon jetzt deutlich nach unten, denn die Auswirkungen des Experiments der „Eliten“ in Brüssel, den Euro um jeden Preis  „retten“ zu wollen, sind in den Peripheriestaaten geradezu katastrophal. Der Versuch, die Staatshaushalte nur mit Steuererhöhungen, Lohnsenkungen und Kürzung von Sozialleistungen konsolidieren zu wollen, führt wegen der massiv einbrechenden Nachfrage zu einer noch stärker schrumpfenden Wirtschaftsleistung und einer immer dramatischer ansteigenden Arbeitslosigkeit. Die Gemeinschaftswährung ist jetzt auf dem besten Weg den Frieden in Europa zu ruinieren, denn die sich mittlerweile in den Peripherie-Ländern manifestierende „no future“-Perspektive wird die jetzt schon gesehenen Massenproteste der Bevölkerungen wahrscheinlich weiter eskalieren lassen, so dass nach Griechenland auch in Spanien oder Portugal massive soziale Unruhen immer wahrscheinlicher werden.
Wir bleiben weiterhin der Auffassung, dass in einem wirtschaftlich als auch politisch zunehmend schwieriger werdenden Umfeld Gold, Silber und die Aktien der Edelmetallminenbetreiber zunehmend von ihrer Rolle als sicherer Hafen profitieren werden.
MACK & WEISE VermögensverwaltungM&W Diclaimer

Troika-Bericht zu Athen erst nach US-Wahl?

Troika-Bericht zu Athen erst nach US-Wahl?

Der über weitere Hilfszahlungen entscheidende Bericht zur wirtschaftlichen Lage Griechenlands wird EU-Diplomaten zufolge erst nach der US-Wahl am 6. November vorgelegt. Das berichtete gestern die Nachrichtenagentur Reuters.
Die EU wolle jeden Schock für die Weltwirtschaft vor der Entscheidung über eine Wiederwahl von US-Präsident Barack Obama vermeiden, sagten EU-Vertreter und Diplomaten der Nachrichtenagentur Reuters.
„Die Regierung Obama will nichts Makroökonomisches haben, das die Weltwirtschaft vor dem 6. November schockieren kann“,
sagte ein hochrangiger EU-Vertreter.
orf.at

Seltene Erden – Renditejagd auf dem Rohstoffmarkt

Seltene Erden – Renditejagd auf dem Rohstoffmarkt

Der Hunger der Weltwirtschaft auf Seltene Erden wird immer größer und das Ringen der Nationen um die globalen Vorräte heftiger. Nach einem starken Preisrutsch könnten jetzt auch Geldanleger mitmischen. Marktaufschwung oder -abschwung – beides kann Rendite bringen.

ManagerMagazin


Der Weltwirtschaft droht der Kollaps

Der Weltwirtschaft droht der Kollaps

Die Eurozone taumelt, weltweit steigt die Arbeitslosigkeit – und die Konjunktur schwächt sich weiter ab: Die Weltwirtschaft ist in einem desolaten Zustand. Es droht ein fataler Domino-Effekt.
Die zunehmenden Zweifel an einem Verbleib Griechenlands in der Eurozone, die Sorgen um die finanzielle Stabilität Spaniens, schwaches Wirtschaftswachstum in den USA und China: Die Weltwirtschaft zeigt sich im schlechtesten Zustand seit 2009, als die Finanzkrise auf Realwirtschaft und Staatshaushalte durchschlug.
[…]
Die Volkswirtschaften rund um den Globus waren noch nie so eng miteinander verbunden wie heute. Wenn eine Region schwächelt, greift dies auf andere über. Die Probleme in Europa schaden durch weniger Nachfrage den Fabriken in China. Und China kauft dann wiederum weniger Eisenerz in Brasilien. Der Domino-Effekt greift unaufhaltsam.
[…]
N24 – 27.07.2012 13:44 Uhr


Sieben Regeln für die Weltwirtschaft

Sieben Regeln für die Weltwirtschaft

Man nehme an, die führenden Politiker der Welt würden sich nochmals in Bretton Woods treffen, um eine neue Ordnung für globale Handels- und Kapitalströme zu entwerfen. Für diesen Fall erarbeitete der Harvard-Professor diverse Vorschläge.
Dani Rodrik: Die 7 Regeln für die Weltwirtschaft

Staaten zur nimmer endenden Unterstützung einer todkranken Weltwirtschaft verdammt

Staaten zur nimmer endenden Unterstützung einer todkranken Weltwirtschaft verdammt

Nicht einmal LEAP/E2020 bestreitet, dass sich die Geschwindigkeit, mit der die Weltwirtschaft auf den Absturz zurast, in den letzten Monaten verlangsamt hat, was ja von den hinlänglich bekannten Experten und den Medien als „gute Nachrichten vom Licht am Ende des Tunnels “ ausgeschlachtet wird.
Aber dieses Bremsen auf dem Weg zum Abgrund wurde mit einem unglaublichen Aufwand öffentlicher Gelder während der letzten zwölf Monate bezahlt.
Doch die unglaublichen Summen aus den Taschen der Steuerzahler wurden schlecht genutzt; sie hätten für den Aufbau eines neuen internationalen Finanz- und Währungssystems eingesetzt werden müssen. Denn die aktuelle umfassenden Krise ist die Agonie des bisherigen Systems.
Diese Baustelle blieb jedoch vollständig unberührt – wenn man von einigen schönen Absichtserklärungen und den Rettungsgeldern für amerikanische und europäische Banken absieht.
In der Zukunft werden internationale Egoismen das Geschehen an den Finanz- und Devisenmärkten bestimmen.
hier geht es weiter