Regierungsgeschenke für Versicherungskonzerne

Private Altersvorsorge:
Regierungsgeschenke für Versicherungskonzerne
Es war eine Nacht- und Nebelaktion, mit der die Schwarz-Gelbe Koalition letzte Woche beschlossen hat, Millionen Deutsche um einen Teil ihrer Ersparnisse zu bringen.
Mitbekommen hat das kaum jemand, die Reihen im Bundestag waren fast leer. Aber die Folgen können erheblich sein. Nämlich für diejenigen von Ihnen, die eine private Lebensversicherung abgeschlossen haben. Nach dem neuen Gesetz soll Geld, das eigentlich für Versicherte vorgesehen war, bei den Versicherungskonzernen gebunkert werden. Eigentlich ist es nicht zu fassen. Ausgerechnet die Politiker, die uns jahrelang private Altersvorsorge gepredigt haben, tragen jetzt dazu bei, dass erneut die Versicherungsbranche profitiert, während Millionen Versicherte kaum noch den Inflationsausgleich erhalten. Über die große Lüge von der ach so sicheren Privatvorsorge berichten Monika Wagener, Ralph Hötte und Nikolaus Steiner.

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Dazu einige hübsche Zitate
Angela Merkel: „Ihr braucht als zusätzliche Säule die private Vorsorge.“
Guido Westerwelle: „Eigenverantwortung durch private Zusatzvorsorge.“
Gerhard Schröder: „Wir müssen damit leben, dass wir mehr privat vorsorgen müssen.“
Ursula von der Leyen: „Ganz wichtig ist, dass gerade diese Gruppe, die Geringverdiener privat vorsorgen.“

Das Riester-Dilemma

Die Story der ARD vom 9. Januar 2012
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10 Jahre nach Einführung der Riester-Rente wird immer offensichtlicher, wer bisher davon profitiert hat:
Die private Versicherungswirtschaft mit Ihren gekauften Politikern. Der Geringverdiener hat meist nichts davon. Mit der steuerlichen Förderung werden die Versicherungskonzerne gemästet. Warum nicht gleich die steuerliche Förderung in die viel effektivere gesetzliche Altersversorgung stecken?
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