Der Nährstoffbericht 2014 – So belastet die Gülle das Grundwasser in NRW

Mehr Schweine, mehr Gülle, mehr Probleme?

Diese Gleichung ist für viele Umweltschützer ein Fakt. Fest steht, dass das Grundwasser in Regionen mit besonders viel Viehwirtschaft besonders belastet ist. Umweltschützer fordern deshalb ein Umdenken bei Landwirten. Die sehen das aber völlig anders.
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RuhrNachrichten

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korrespondierte Beiträge und Informationen
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Nährstoffe
Wasserpflanzen benötigen Nährstoffe – Überangebot an Nährstoffen stellt eine Belastung dar
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Fachinformationen des Landesamts für Umwelt, Naturschutz und Geologie, Mecklenburg-Vorpommern

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Nord- und Ostseeschutz beginnt auf dem Acker!
Wie die Eutrophierung die biologische Vielfalt in unseren Meeren bedroht
Die Meeresökosysteme werden auf vielfache Art und Weise genutzt und gleichzeitig bedroht. Eine Bedrohung ist die erhöhte Nährstoffzufuhr, dessen Hauptverursacher die industrielle Landwirtschaft ist. Dies hat fatale Folgen für die Biodiversität in Nord- und Ostsee.
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BUND

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Massentierhaltung führt zu Aluminiumbelastung im Grundwasser
Gerade in einigen niedersächsischen Gebieten hat der VSR-Gewässerschutz eine Versauerung des oberflächennahes Grundwassers festgestellt.
Ammoniak- und Ammoniumeinträge wirken auf den Boden ebenso wie Stickstoffoxide und Schwefeldioxid versauernd.
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VSR-Gewässerschutz

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Mohamed Hijri: A simple solution to the coming phosphorus crisis
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Auszug aus dem Transcript (deutsch)
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Ich möchte mit einer Frage beginnen: Wem ist das Blaualgenproblem ein Begriff? Okay, den meisten. Wir sind uns wohl alle der ernsten Lage bewusst. Niemand möchte von Blaualgen kontaminiertes Wasser trinken oder in einem See voller Blaualgen schwimmen. Oder?

0:33
Hoffentlich enttäuscht es Sie nicht, wenn ich heute nicht über Blaualgen spreche. Statt dessen werde ich über die Hauptursachen sprechen, die das Problem verursachen, was ich „Phosphorkrise“ nenne. Wieso habe ich mich zu einem Vortrag über die Phosphorkrise entschieden? Aus dem einfachen Grund, dass sonst niemand darüber redet. Und am Ende meines Vortrages hoffe ich, dass sich die Öffentlichkeit dieser Krise und der Problematik bewusster ist.

1:05
Wenn ich die Frage stelle, wieso wir diese Blaualgensituation haben, dann liegt die Antwort in unserer Landwirtschaft. Wir setzen Düngemittel ein, chemische Düngemittel. Wieso setzen wir in der Landwirtschaft chemische Düngemittel ein? Im Prinzip wollen wir besseres Pflanzenwachstum für größere Ernten. Das erzeugt ein Umweltproblem, das beispiellos ist.

1:34
Bevor ich weitermache, ein Crashkurs in Pflanzenkunde. Was braucht eine Pflanze zum Wachsen? Eine Pflanze braucht ganz einfach Licht, CO2, aber wichtiger noch, sie braucht Nährstoffe, die sie aus dem Boden bezieht. Mehrere dieser Nährstoffe sind essentielle chemische Elemente: Phosphor, Stickstoff, Kalzium. Die Pflanzenwurzeln extrahieren also diese Nährstoffe.
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TED

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korrespondierender Archivbeitrag
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03. Januar 2014
Die Phosphor Krise – Das Ende der Menschheit oder einfache Lösungen?

Geheimes Parallelrecht: Wie Großkonzerne politische Entscheidungen attackieren

Deutschland will raus aus der Atomkraft – eine politische Entscheidung. Damit wollen sich die betroffenen Stromkonzerne aber nicht abfinden.
Doch während RWE und EON nur der Gang zum Bundesverfassungsgericht bleibt, wendet sich der schwedische Konzern Vattenfall ganz einfach an ein Schiedsgericht, das geheim in einem Hinterzimmer tagt.
Es geht um die Forderung von nicht weniger als 3,7 Milliarden Euro Schadensersatz, die am Ende die Steuerzahler zahlen müssten.
Vat­ten­fall beruft sich dabei auf die Rege­lun­gen des sog. Energiecharta-Vertrages (ECT), wel­chen Deutsch­land und eine Viel­zahl ande­rer Staa­ten im Jahr 1994 unter­zeich­net haben. Das Abkom­men soll Inves­ti­tio­nen aus­län­di­scher Unter­neh­men vor unrecht­mä­ßi­gen Ein­grif­fen durch den Gast­staat schüt­zen. Beru­fen kön­nen sich hier­auf nur aus­län­di­sche Unter­neh­men wie die in schwe­di­schem Staats­be­sitz befind­li­che Vat­ten­fall. 

Weltweit gibt es mehr als 3.000 solcher Verträge (2782 bilaterale Investmentverträge – 282 andere internationale Investment-Verträge) zwischen Staaten.
Eigentlich sollen sie Investoren vor Enteignungen schützen — doch wann immer einem Unternehmen ein Gesetz nicht passt, kann es diese Abkommen nutzen, um Schadensersatz geltend zu machen. Gegen Umweltschutz, gegen Gesundheitspolitik, gegen Wirtschaftsreformen, u.v.m.
Die Verfahren sind meist geheim, die Öffentlichkeit erfährt höchstens das Ergebnis – und Revisionsmöglichkeiten gibt es nicht.
Mit Milliardenklagen setzen Konzerne so ganze Staaten unter Druck.
Eine Gefahr für die Demokratie – und ein Riesengeschäft für eine überschaubare Zahl von Anwaltskanzleien!

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frei zugängliche Sammlung von Urteilen in Investitionsschutzverfahren

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Anmerkung

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Vermutlich werden wir zeitnah feststellen, dass solche Investitionsschutzabkommen für unsere Freunde aus der kreativen Finanzindustrie zu einem gefundenes Fressen werden könnten.
Schließlich ließen sich anstehende Klagen der Konzerne gegen Staaten insgeheim via asset backed-Junkbonds monetarisieren, ein glänzendes Geschäft für Emissionshäuser, Hedge Fonds und je nach Kurs und Aufgeld natürlich auch für (institutionelle) Anleger.

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Ihr Oeconomicus

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follow-up, 11.07.2014

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In seiner Zusammenfassung über die geplanten Fracking-Aktivitäten beschreibt Albrecht Kieser im Deutschlandfunk die Nahtstellen zwischen TTIP und Investitions-Schutzabkommen und nennt dabei auch die wesentlichen Akteure.
Kiesers Erkenntnis:

„Die Investor-Staat-Klage ist ein zentraler Bestandteil in allen Freihandelsverträgen, die Deutschland bislang mit über 100 Ländern abgeschlossen hat; darunter zum Beispiel Pakistan oder Ecuador. Auch das TTIP zwischen der EU und den USA soll dieses Instrument enthalten. Unternehmen könnten es einsetzen, wenn sie einen Staat verklagen wollen, der mit einem neuen Gesetz bisher gültige Produktionsbedingungen reguliert. Zum Beispiel durch die Auflage, geringere Emissionswerte auszustoßen oder das Verbot, schädliche Chemikalien einzusetzen.“

In dem Beitrag wird u.a. auch mit Prof. Markus Krajewski, ein Experte für Völkerrecht zitiert, der sich intensiv mit dieser Art von Verträgen befasst, qualifiziert die Investor-Staat-Klage so:

„Ich halte das schlichtweg für rechtsstaatlich nicht haltbar. Das ist aus meiner Sicht mindestens ein Rechtspolitischer, wenn man es genauer durchdenkt, möglicherweise auch ein verfassungsrechtlicher Skandal. Wir haben es damit zu tun, dass ein vom Deutschen Bundestag beschlossenes Gesetz von einem internationalen Schiedsgericht überprüft werden sollte, was möglicherweise zu Schadenersatzforderungen und auch -zahlungen der Bundesrepublik Deutschland führt. Und die Parlamentarier, die das Gesetz selber gemacht haben, die haben nicht mal die Möglichkeit mitzubekommen, was hier eigentlich gemacht wird.“

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Archivbeiträge zu TTIP


Atommüll-Konferenz

Atomkraftgegner organisieren Atommüll-Konferenz

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Am 16. Januar 2013 haben die bekanntesten Institutionen der Endlager-Forschung in Berlin die Deutsche Arbeitsgemeinschaft Endlagerforschung (DAEF) ins Leben gerufen. Ziel der Arbeitsgemeinschaft soll es sein, einen Beitrag zur Endlagerung radioaktiver Abfälle zu leisten und Forschungsarbeiten effektiver zu gestalten. Dabei sollen auch sozialwissenschaftliche Aspekte eine Rolle spielen.

Dazu gehört eigentlich das öffentliche Eingeständnis, dass die bisherigen Endlagerversuche in der Praxis gescheitert sind und dass es Bürgerinitiativen waren, die das Desaster in Morsleben und in der Asse II wie auch die geologischen Unzulänglichkeiten im Schacht Konrad und im Salzstock Gorleben aufgedeckt haben“

kommentiert die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. (BI). Ein Forschungsverbund, unter dessen Dach bei Institutionen und Institute, die in der Vergangenheit ihre Verantwortungslosigkeit unter Beweis gestellt haben, Platz finden, starte mit einer beschädigten Reputation. Die Teilnahme des Öko-Instituts am Verbund beispielsweise rufe große Irritationen hervor.
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ngo-online
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der asse skandal
Vor 40 Jahren begann man, 126.000 Fässer mit Atommüll achtlos in das marode Salzbergwerk zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel zu werfen. Im Inneren der Asse tickt eine Zeitbombe.
Der Atommüll soll raus, so schnell wie möglich, beschwören Politiker.
Doch hinter den Kulissen steht die Zeit still. Dabei dringen auch noch täglich 12.000 Liter Wasser in das instabile Bergwerk.
„Warum dauert die Rettung der Asse so lange? Wer blockiert diesen Prozess?“, fragen sich die Autoren und blicken hinter die Kulissen dieses europaweit einzigartigen Umweltskandals.
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Video-Doku – 45:00 Min