Marcellus Formation in Pennsylvania: Methan, Ethan und Propan im Trinkwasser nachgewiesen

In einer von der Duke Universität geleiteten Studie untersuchten Wissenschaftler 141 Trinkwasserproben von privaten Haushalten in der Region der Marcellus Formation (Marcellus Shale) in Pennsylvania. In der Forschungsarbeit konnte nachgewiesen werden, dass in Trinkwasserbrunnen, die innerhalb von 1 km von Förderbohrungen von Schiefergas entfernt liegen, erhöhte Gaskonzentrationen vorlagen. Neben Methan wurde auch Ethan und Propan im Trinkwasser nachgewiesen.

Die Studie wurde in PNAS am 24. Juni 2013 veröffentlicht.
[…]
GFZ – Helmholtz-Zentrum Potsdam

.
.

Lethal gas/oil wells: Anthony Ingraffea at TEDxAlbany 2013
Various industry sources estimate that 30% or more of all gas/oil wells are leaking because of faulty cement/casing. Can this problem be predicted in future wells? Can it be remedied in existing wells?
During his TEDx Albany 2013 talk entitled „Leaking Gas/Oil Wells: Water Well Contamination and Methane Emissions“.
Anthony describe a recent detailed study of well integrity performance in the Pennsylvania Marcellus shale play

.

.
.

weitere Beiträge von Prof. Anthony Ingraffea

.

The Facts On Fracking

.

.

Facts on “Fracking” – eine deutsche Zusammenfassung
[…]
peak-oil.com

.

NRW-Risikostudie “Fracking”, die insbesondere auf Flächennutzungskonkurrenzen eingeht
Herausgeber:
Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen
PDF – 74 Seiten

.

Exxon Dialogprozess
diverse Risikostudien eines ’neutralen Expertenkreises‘
dialog-erdgasundfrac

.

Umweltauswirkungen von Fracking bei der Aufsuchung und Gewinnung von Erdgas aus unkonventionellen Lagerstätten
Umwelt-Bundesamt

.
.

The Fracking Controversy: Myths and Realities Part 1
Many are familiar with ‚fracking‘ for gas, but contemporary technology is altogether different: directional drilling, high-volume frac fluid, slickwater, multi-well pads. It’s experimental, it’s environmentally a disaster, and it’s not realizing the big profits for those who signed over their mineral rights to Shell, BP and the big oil companies (or the ‚bottom feeders‘) in the industry — so says Prof Ingraffea, Cornell University shale expert.
[…]

.
.

The Fracking Controversy: Myths and Realities Part 2

.

.
.

Dunkle Wolken über dem „Klondike“ von Chalkidiki

Verwüstungen der Förderanlagen von Hellas Gold

.
Die Eskalation um die Goldförderung im nordgriechischen Skouries (zu deutsch: „Schlacke“) erreicht einen neuen Höhepunkt!
Wie ekathimerini berichtet, sollen am Morgen etwa 50 Angreifer die Förderanlagen von Hellas Gold, einer Tochtergesellschaft des kanadischen Unternehmens Eldorado Gold verwüstet haben.
.
Ausgangspunkt:
Nachdem der griechische Staat in seiner finanziellen Notlage die Schürfrechte der Goldlagerstätte billigst verscherbelt hat, überwiegen bei der Bevölkerung mögliche Umweltfolgen insbes. hinsichtlich Trinkwasserverseuchung deutlich mehr, als die Freude über die Schaffung einiger hundert Arbeitsplätze.
.
Bereits im Oktober 2012 kam es zu wiederholten Zusammenstößen zwischen gegen die dortige Goldmine protestierenden Bürgern und starken Polizeikräften, in dessen Verlauf Verlauf zu deren Auflösung Tränengas und Schockgranaten zum Einsatz kamen.
.
Die Proteste der Anwohner, Bürgerrechtler und Umweltschützer dürfte wohl weitergehen und die Träume der hellenischen Regierung zur bedeutendsten Europäischen Gold-Fördernation aufzusteigen, hochgradig gefährden.
.

Ihr Oeconomicus

.
Korrespondierende Berichte und Hintergründe
.
EU-Parlament:
schriftliche Anfrage (14.10.2009) von Kriton Arsenis (S&D) an die Kommission
Betrifft: Bau eines neuen Bergwerks bei Skouries in der Nähe von Panagia auf Chalkidiki
Answer given by Mr Dimas on behalf of the Commission (13.11.2009)
.
Griechenland 2016 größter Goldproduzent Europas?
Die Eldorado Gold Corporation strebt für ihre beiden Minen auf Chalkidiki und ein weiteres Projekt bei Peramos für 2016 eine Produktion von ungefähr 345.000 Unzen Gold an.
[…]
GR-Blog, 13.10.2012
.
Zusammenstöße wegen Goldmine auf Chalkidiki in Griechenland
In Griechenland kam es auf Chalkidiki bei Skouries erneut zu Zusammenstößen zwischen gegen die dortige Goldmine protestierenden Bürgern und starken Polizeikräften.
[…]
GR-Blog, 22.10.2012
.
»Verheerend für Wälder und Wasserversorgung«
In Nordgriechenland will ein kanadisches Unternehmen im großen Stil Gold abbauen. Dagegen gibt es Widerstand.
Ein Gespräch mit Maria Kadoglou (Mitglied der Organisation Hellenic Mining Watch – Resistance to destructive mining in Greece im Gebiet um Skouries)
junge Welt, 30.10.2012
.
Streit um das Gold von Chalkidiki – Ab 2015 soll Griechenland Europas größter Goldproduzent sein
Wiener Zeitung, 29.11.2012
.
Spaltung und Gewalt wegen Gold auf Chalkidiki in Griechenland
Die umstrittene Ausweitung der Goldförderung auf der Halbinsel Chalkidiki in Griechenland führt zu Spaltung und Gewalt zwischen Befürwortern und Gegnern des Projekts.
[…]
GR-Blog, 30.11.2012
.
No Eldorado – Protest in Thessaloniki against a gold mining project in Halkidiki.
.

.
.
update, 25. Oktober 2013
.
Griechenland kriminalisiert Proteste gegen Goldminen auf Chalkidiki

Eine 76-jährige Greisin, die gegen die Verseuchung durch die Goldminen auf Chalkidiki protestierte, muss sich wegen Ausübung rechtswidriger Gewalt verantworten.
Im Rahmen des exzessiven Vorgehens der Polizei gegen alle Bürger, die gegen die chemische Verseuchung auf der Insel Chalkidiki durch die dortigen Goldminen protestieren, wurde eine in Megali Panagia wohnhafte 76-jährige Greisin vorgeladen, um sich wegen des gegen sie erhobenen Verdachts der Ausübung rechtswidriger Gewalt zu rechtfertigen.
Wie in der Klageschrift angeführt wird, hatte die Greisin zusammen mit anderen Einwohnern des Dorfs Megali Panagia, denen ebenfalls Vorladungen bezüglich der selben Anschuldigung zugestellt worden sind, die Straße blockiert und einen Bus mit Beschäftigten der “Hellas Gold” daran gehindert, an ihren Arbeitsplatz zu gelangen.
[…]
GR-Blog


Ananas – bittere Frucht: Del Monte in Costa Rica

Ananas – bittere Frucht: Del Monte in Costa Rica

Ananas (Ananas comosus), Ananaspflanze mit reifer Frucht

Bildrechte: Creative Commons, Urheber: MrToto, Genehmigung: CC-BY-SA-2.0-DE
.
Derzeit werden Ananas für weniger als einen Euro verkauft. Der größte Teil kommt aus Costa Rica.
Wie kann ein Land so billig produzieren?
Plusminus stößt auf eine Region, die kein eigenes Trinkwasser mehr hat.
[…]
Costa Rica ist mit geschätzten 52 Kilogramm pro Hektar das Land mit dem weltweit höchsten Pestizideinsatz, zeigen Studien des „Instituto Regional de Estudios en Sustancias Tóxicas“ (IRET) der Nationaluniversität Costa Ricas. Die Monokulturen stellen die Farmer vor ein Problem: Die Pflanzen sind anfällig für Schädlinge und Pflanzenkrankheiten. Natürliche Feinde fehlen. Stattdessen werden intensiv Chemikalien wie Pestizide gesprüht. Und wenn die im Boden versickern, ist auch das Grundwasser gefährdet. Außerdem wäscht sie der subtropische Regen auch in umliegende Bäche und Flüsse.
Die Orte Milano, Cairo, Francia und Lousiana sind umgeben von Ananasplantagen. Erst kürzlich warnte das Gesundheitsministerium die Bewohner auf Flugblättern erneut, „kein Wasser aus der Wasserleitung zu trinken, da es kontaminiert ist. Es darf nur zum Waschen der Kleidung und für die Sanitäranlagen genutzt werden“. Für Trinkwasser sorgt schon seit 2007 ein Tankwagen, der die Menschen zweimal pro Woche mit Trinkwasser beliefert. Das Problem des verunreinigten Trinkwassers ist aber schon seit 2003 bekannt.
[…]

+
Anmerkung
Anscheinend verläuft die Lernkurve der Agrar-Mafia seit dem ’segensreichen‘ Wirken der United Fruit Company linear!
Erleben wir den Anfang vom Ende der Lebensphilosophie in Costa Rica: „PURA VIDA!“ ??

Ihr Oeconomicus

+
theguardian
Bitter fruit: The truth about supermarket pineapple

Riesiges Wasserreservoir unter Namibias Wüste entdeckt

Riesiges Wasserreservoir unter Namibias Wüste entdeckt

.

In 200 Metern Tiefe haben deutsche Hydrogeologen ein riesiges Vorkommen an Grundwasser gefunden – es könnte Trinkwasser für 400 Jahre liefern.

Hamburger Abendblatt – 23.07.2012, 15:21 Uhr

Satellitenbild von Nord-Namibia mit Lage des Arbeitsgebietes Oshivelo

.

Anmerkung:

So ganz spontan erheben sich einige Fragen:

 

Sind mittelfristig Grenzkonflikte zwischen Angola und Namibia zu befürchten?

Welche hegemonialen Interessen könnten diese Explorationen auslösen?

Könnte sich dieser Fund zu Liquid Diamonds für De Beers [siehe De Beers issue brief #1, December 2011] entwickeln?

.

Hintergründe

.

GLENN ASHTON, 24 MAY 2011 – „Exploiting the Commons – Time to Change Course“

.

Konrad Putzier, 30.07.2012 – „Der Krieg der Zukunft geht ums Wasser“

.
.
update 22.August 2013
.
Betrachtet man die durch abGEZockte Demokratieabgabe finanzierten öffentlich-rechtlichen TV-Sender, erhebt sich immer häufiger die Frage, was deren Redakteure und Rechercheteams eigentlich so tun.
.
Ein hübsches Beispiel hierzu lieferte die am 21.8. bei „ZDF heute nacht“ gesendete Kurzreportage „Wasser unter der Wüste – Gewaltiges Reservoir in Namibia entdeckt“
.
Vermutlich wird es niemanden verwundern, dass in diesem Beitrag die oben erhobenen Fragestellungen nicht aufgegriffen wurden!
Es wäre wünschenswert, wenn es der seriösen Blogger-Szene tatsächlich gelingen könnten, den TV-Redaktionen hinsichtlich ihrer Berichterstattung „Beine“ zu machen.
.

Ihr Oeconomicus