Abyssus abyssum invocat

Zitat zum Tage

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«Keine Bank darf je wieder so groß sein und unkontrollierbar werden,
dass sie in eine Position gelangt, aus der sie Regierungen unter Druck setzen kann.
Das ist für mich der wichtigste Punkt!»

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Creative Commons-Lizenz – Urheber: European People’s Party
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Zitat-Quelle [Manager Magazin – 24.09.2009]
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Abyssus abyssum invocat

[„Abgrund ruft den Abgrund hervor“
oder sinngemäß:
„Ein Irrtum zieht einen weiteren nach sich“]
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Die Irrtümer, Fehler und Lügen rund um die EURO-Krise sind Legion und hier auf den Seiten umfänglich dokumentiert, analysiert und kommentiert.
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Aus unzähligen Gesprächen, Telefonaten, Mails und Kommentaren während der letzten Wochen meine ich gelernt zu haben, dass Ekel- und Angstbarometer deutlich angestiegen sind.
Ekel, ausgelöst durch die Tricksereien, Vertuschungsversuche und permanenten Lügen seitens der vermeintlichen Euroretter.
Abscheu gegen einen Großteil allgegenwärtiger Experten und PolitStrategen bei deren inhaltsfreien Talk-Show-Auftritten oder seltsamen Argumentationslinien.
Purer Zorn gegen Mietmäuler jeder coleur, die mit wichtigem Gesichtsausdruck die Menschen für dumm verkaufen möchten oder gar die Gilde, welche uns kaltlächelnd und von unermeßlicher Gier getrieben, die Suppe eingebrockt hat und dafür nicht zur Rechenschaft gezogen werden will.
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Ängste werden ausgelöst durch die dramatischen Lebensbedingungen der Griechen, Italiener, Spanier, etc. die man vorsätzlich und in menschenverachtender Weise in den Ruin und die dauerhafte Armut geschickt hat.
Ängste davor, dass es uns im deutschsprachigen Raum bald ähnlich ergehen könnte und wir von einer inkompetenten und ignoranten Politik um unsere individuellen Lebensleistungen und damit unser Lebensglück betrogen werden.
Seitens der Polit-Darsteller und ihrer Helfershelfer werden die Töne zunehmend schriller! Die vermeintlichen Lösungsansätze erinnern an Flickschusterei.
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Gerade haben die Kettenbrief-Inititatoren [Barroso und Draghi] die Idee von einem Europäischen Einlagensicherungsfonds sowie eines Europäischen Bankenabwicklungsfonds in den Ring geworfen. Solch hübsche Einrichtungen sind nichts anderes als die Einführung von Euro-Bonds durch die Hintertür!
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Volkes Stimme wird nicht gehört und die Verantwortlichen ducken sich weg, anstatt die Sorgen der Menschen ernst zu nehmen und im Berliner Abnickerverein sich auch gegen die eigenen Parteigranden durchzusetzen.
Sofern nicht Deutschland die Notbremse zieht und aus der EURO-Zone austritt, was aus deutscher Sicht die vernünftigste Alternative wäre, so könnte es nach meiner Einschätzung für Spanien und Italien recht vorteilhaft sein, diesen Weg frühzeitig zu gehen, oder in Hellenischen Sümpfen zu versinken.
Beide Volkswirtschaften sind im Gegensatz zu Griechenland noch intakt. In beiden Ländern werden unzählige Produkte hergestellt und exportiert.
Nach Rückkehr zur Peseta bzw. Lira wäre eine Abwertung gegenüber dem Rest-Euro unvermeidlich … je nach Bewertung der makroökonomischen Rahmendaten wären 40 oder mehr Prozent denkbar!
In der Folge würden Export und Touristik-Industrie verstärkt profitieren und für beide Länder neue Chancen und Perspektiven eröffnen.
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Die Abwertung der dann je eigenen Währung würde natürlich die Märkte zunächst erheblich erschüttern und bei Gläubigern und der EURO-Junta panikartige Reaktionen auslösen, da die Bond’s dieser Länder in Euro begeben wurden und deren Bedienung in abgewerteter Währung nicht mehr reibungslos erfolgen könnte, schlimmstenfalls auch nicht mehr darstellbar wäre.
Dabei ist die Vorstellung nicht abwegig, daß Rechtsverbieger zu Abschöpfungen von im Euro-Raum erzielten Exporterlösen zugunsten der Gläubiger kreative Konzepte ersinnen könnten.
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Genau dieses Szenario fürchten die um ihre Dienstwagen und Pfründe besorgten Euro-Junkies sowie die Mehrzahl der europäischen Geschäftsbanken und Versicherer wie der Teufel das Weihwasser.
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Um den Blick besorgter Steuerzahler weiter zu trüben, werden nach gewohntem Muster [s. Sparer-Sicherungs-Versprecher] pausenlos Nebelkerzen gezündet, Beispiele:
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  • erhöhte Eigenkapital-Anforderungen für die Banken (Basel III), was durchaus richtig und notwendig ist, aber nun viel zu spät umgesetzt werden soll.
  • der Fiskalpakt, ein aus meiner Sicht zahnloser Tiger, der mittlerweile um eine Wachstumsinitiative erweitert werden soll.
  • Rettungsmaßnahmen seitens des EFSF für angeschlagene Banken [gerade wurden notleidenden griechischen Banken € 18 Mia. als Soforthilfe zugestanden!]. Ob sich hieraus oder aus dem ESM die sogenannte Banken-Union quasi als Zwischenschritt zur Transfer-Union entwickeln soll, bleibt abzuwarten.
  • die Begründung des ESM der ab 9.Juli 2012 seine Tätigkeit [ als Luxemburgische Aktiengesellschaft nach britischem Aktien-Recht ] aufnehmen soll [ dem Vernehmen nach sollen der Abnickerverein im Bundestag zwischen dem 27.+29.Juni und der ebenfalls von den Blockparteien geleitete Bundesrat am 6.Juli ihr Plazet zum Ermächtigungsgesetz geben ] und unter dem Schutz absoluter Immunität die Lebensleistungen europäischer, aber hauptsächlich deutscher, finnischer, französischer, holländischer und österreichischer Bürger final verzocken wird.
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Monsieur Hollande, zwischenzeitlich unterstützt durch den nicht gewählten Technokraten Monti, fordert als vermeintlichen Ausweg aus der Vertrauenskrise lautstark die Vergemeinschaftung europäischer Schulden.
Dabei ist es unerheblich, mit welch semantischen Kleidchen man das Unwort EURO-Bonds aufzuhübschen versucht.
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Hollande ist gezwungen, den erheblichen Finanzierungsbedarf der Grande Nation zu sichern, nicht nur um den im Wahlkampf versprochenen 60-Punkte-Plan umsetzen zu können.
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Die unter Sarkozy beschlossene Rentenreform wurde plangemäß, wenn auch mit leichten Einschränkungen bereits wieder rückgängig gemacht.
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Der spanische Premier Mariano Rajoy hingegen fordert in seiner fast aussichtslosen Situation neben Fiskal- und Bankenunion auch die Einführung von EURO-Bonds, für die er sehr energisch eintritt.
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Nach Pressemeldungen wird z.Zt. geprüft, ob für Spanien eine vorsorgliche Kreditlinie [„precautionary programmes“] aus dem EFSF bereitgestellt werden soll.
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Schließlich wäre es für Rajoy doch hochnotpeinlich von seiner lautstark vertretenen Position [Zitat: „Spanien steht nicht am Rande des Abgrunds und will die Finanzkrise aus eigener Kraft überwinden“] abweichen zu müssen.
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Zuletzt hatte Rajoy den außenpolitischen Fraktionssprecher der Volkspartei (Partido Popular), José María Beneyto, wegen dessen softerer Terminologie scharf kritisiert und im staatlichen Rundfunk verlauten lassen, Beneyto habe nur seine private Meinung geäußert und nicht die Haltung der PP wiedergegeben.
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Die oppositionellen Teile unserer Blockparteien [SPD und Grüne] springen freudig erregt auf diesen Zug auf und unterstützen Hollande’s Forderung, den Fiskalpakt mit Wachstums-Phantasien anzureichern, während man den französischen Ruf nach EURO-Bonds seitens der SPD zwischenzeitlich ablehnt.
Jürgen Trittin hingegen verschärft die Tonlage und fordert ultimativ gemeinsam auszugegebende Euro-Anleihen.
Sollte seitens der Regierungskoalition dieser Richtungswechsel nicht erfolgen, würden die „Grünen“ bei den Abstimmungen im Bundestag und Bundesrat die Zustimmung zur Ratifizierung des Fiskalpakts verweigern!
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Mit gezieltem Schüren von Ängsten wird Trittin dabei prominent unterstützt, wie gerade an dem semantischen Sondermüll eines einstmals populären Steinewerfers erkennbar wird.
Dessen Ziele [Aufgabe nationaler Souveränitäten, vereinigte Schuldenunion, etc.] dürften mit denen seines Gönners George Soros, mit dem er über der European Council on Foreign Relations engstens verbunden ist, weitestgehend übereinstimmen.
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Das kollektive Bewußtsein der Menschen ist im Wandel begriffen. Diesen politischen und gesellschaftlichen Wandel, der durch uns Alle zu gestalten ist, kann zugegebenermaßen in vielfältiger Form schmerzhaft werden. Schließlich geht es nicht zuletzt darum, liebgewonnene Glaubensbekenntnisse über Bord zu werfen und für die aktuellen Probleme ergebnisoffene Lösungen zu suchen.
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Noch ist nicht erkennbar, ob Frau Dr. Merkel mental tatsächlich dazu in der Lage sein könnte, ihrer haltlosen Alternativlosigkeit abzuschwören und im Sinn und Geist ihres Amts-Eides „Schaden vom deutschen Volk abzuwenden“ alle noch kursierenden Denkverbote nicht nur verbal in Frage zu stellen.
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Hoffen wir, dass die sich gerade etablierende „neue Allianz“ gegen Merkel’s Rettungsschirm-Politik den gesellschaftlichen und politischen Druck im Kessel erhöhen und ein Umdenken zu erzwingen vermag.
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Sollte dies nicht gelingen, könnte Friedrich Nietzsches Erkenntnis aus „Also sprach Zarathustra – 1. Teil – Vom neuen Götzen“

„Staat heißt das kälteste aller kalten Ungeheuer. Kalt lügt es auch; und diese Lüge kriecht aus seinem Munde: »Ich, der Staat, bin das Volk.«“

für uns Alle bittere Realität werden.
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Abyssus finalis wäre erreicht, was sich musikalisch in etwa so anhören könnte!
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Herzlichen Dank für Ihre geschätzte Aufmerksamkeit, welche ich mit diesem Gedicht von Ulrich von Hutten (1488 – 1523) honorieren möchte:
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Einst schrieb ich alles in Latein;
Nicht jedem konnt’s verständlich sein.
Nun ruf’ ich dich, mein Vaterland,
in deutscher Sprache wohlbekannt.
Laß mich doch nicht alleine sprechen!
Jetzt ist es Zeit, um loszubrechen,
gemeinsam für die Freiheit streben!
Was war das bisher für ein Leben,
kein Mensch durf’t mehr die Wahrheit sagen!
Steh auf, mein Volk! Nicht lange zagen,
Die Lügenherrschaft zu vertreiben!
Nur Wahrheit soll fortan noch bleiben.
Gott schenk’ dem heil, der zu mir steht,
damit sein Eifer nicht vergeht!
Manch Edler – hoff’ ich – hat den Mut,
manch Graf, manch Bauersmann, so gut
manch Bürger, der in seiner Stadt
der Lebenslage übersatt –
auf daß ich nicht alleine streite.
Wohlan, Gott ist auf unsrer Seite!
Kein Deutscher bleibe still daheim!
„Ich hab’s gewagt!“ – das sei sein Reim.
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Ich freue mich auf Ihre Fragen, Anregungen und Kommentare.
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Ihr Oeconomicus

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Lebenslügen des Euro – reloaded !

Lebenslügen des Euro

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HEUREKA!
Die Wirtschaftswoche befasst sich mit „den Lebenslügen des Euro“ deren Inhalte bereits vor Jahren von zahlreichen Volkswirten und Makro-Ökonomen öffentlich diskutiert wurden.
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Lebenslüge 1: Wohlstand für alle
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Lebenslüge 2: Mehr Konvergenz
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Lebenslüge 3: No Bail-Out
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Lebenslüge 4: Statistik lügt nicht
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Lebenslüge 5: Stabilitätsunion
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Lebenslüge 6: Fördern und fordern
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Lebenslüge 7: Hauptprofiteur Deutschland
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Gleichwohl will sich angesichts eines fortgeschrittenen Wundbrands des Euro-Systems kein Gefühl von Genugtuung einstellen.
Wie mir auf Nachfrage die Gefäß-Chirugie einer namhaften deutschen Universitäts-Klink telefonisch bestätigte, beschreibt man, vereinfacht ausgedrückt, den Wundbrand als fressendes Geschwür oder auch Gewebsnekrose [absterben des Gewebes] ausgelöst durch Blutunterversorgung mit der Folge von Verwesung und Autolyse (Selbstauflösung).
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Bleibt der Wundbrand zunächst unbehandelt, kann mit starken Antibiotika gegengewirkt werden. Ist dieses Zeitfenster bereits geschlossen, gibt es als ultima ratio, also lebensrettende Maßnahme, nur noch die Möglichkeit der Resektion (zurückschneiden) oder in weiter fortgeschrittenem Stadium die Nekretomie des Gewebes durch Amputation.
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Die ursächliche Infektion ging von Polit-Clowns aus, die ohne sich um den Willen Ihrer Bürger zu scheren, glaubten, einen bürokratischen Moloch schaffen zu müssen, der mit dem Pseudo-Deckmäntelchen eines europäischen Parlaments demokratische Strukturen vortäuscht.
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Mit dem Postulat „ein gemeinsamer Wirtschaftsraum brauche eine gemeinsame Währung“ wurde ohne den ausdrücklichen Willen des Volkes mit dem Versprechen, der Euro sei so stabil wie die D-Mark, die Euro-Zone geschaffen.
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Die Forderung Frankreich’s im Zusammenhang mit der Zustimmung zur deutschen Wiedervereinigung die Hegemonialstellung der Bundesbank aufzugeben, wurde uns als weiteren Schritt der viel beschworenen deutsch-französischen Freundschaft an die Backe genagelt. Im realen Leben könnte wohl jeder die Intensität einer solchen „Freundschaft“ bewerten.
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Schon Reichskanzler Otto von Bismarck stellte fest „zwischen Staaten gibt es keine Freundschaften – nur Interessen!“
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Wohlstand für Alle:
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Der Wohlstand für Alle ist heute für jedermann sichtbar:
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Knapp 10 Mio deutsche Transferbezieher, wenn man Arbeitslose, H-4 Empfänger, Aufstocker und Menschen die von Sozialhilfe leben müssen zusammennimmt, eine verarmende Rentnerschaft, ein Gesundheitswesen das mit seiner 3-Klassen-Medizin zum Himmel schreit, etwa 150 Krankenkassen und deren unnötigen Vorstände alimentiert und der Pharma-Industrie Milliarden an Profiten garantiert!
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Um bei unserem Metapher zu bleiben hat man durchaus eine schon spürbare Infektion konstatiert und mit „Denkverbot-Heftplaster“ gegenüber Kritikern vermeintlich gestoppt!
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Mehr Konvergenz:
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Mit mehr „Konvergenz“, auch so ein Modewort, die aufgrund hochheterogener Voraussetzungen der Mitgliedsländer nie funktionieren konnte, wie damals und heute zahlreiche dezidierte Ausführungen unabhängiger Makro-Ökonomen dokumentieren, sollten die feuchten Träume der Clowns nach einer zentralistischen Europa-Regierung zugekleistert werden.
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Den Eintritt in die Euro-Zone wurde den potentiellen Mitgliedstaaten durch die reale Aussicht auf deutlich niedrigere Zinsen bei der Emission von Euro-Bonds versüsst.
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Statt diesen erheblichen Zinsvorteil für volkswirtschaftlich sinnvolle Investitionen und/oder Reduzierung der eigenen Verschuldung zu nutzen, ging die Party speziell in den Club-Med-Staaten jetzt so richtig los. Die heute ersichtlichen Folgen, eine Blasenbildung im Immobilienbereich, Erhöhung von Militär-Budgets und Steigerung vorwiegend konsumtiver Investitionen, oder gar wie im Falle Griechenlands ein Privilegien-Sumpf als Gegenleistung für Wählerstimmen anzulegen, waren bereits vor Eintritt in die Euro-Zone erkennbar.
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Seitens der EU wurden teilweise sinnlose Investitionen mit Mitteln aus dem Kohäsionsfonds und den Strukturfonds wie EFRE (Fonds für regionale Entwicklung) oder ESF (europäischer Sozialfonds) nachhaltig begünstigt.
Der Trick dabei war, dass die Mitgliedsländer projektabhängig 5-25% der Investitionen aus den Fonds erhielten und die Differenz mit zinsgünstigen Darlehen der EIB (Europäische Investitionsbank, Sitz Luxemburg) finanzieren konnten.
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So konnten u.a. Milliarden in (privatwirtschaftlich betriebene) Autobahnen (hauptsächlich Spanien, Griechenland und Portugal), Infrastruktur-Maßnahmen wie Bewässerungtechnik (z.B. in Andalusien), oder gar die Entwicklung von bis dato in verarmten Regionen (Beispiel Costa de la Luz) hin zu Touristikstandorten ohne dauerhaft tragfähige Konzepte zu Gunsten internationaler Hotelkonzerne und der Bauindustrie) befeuert werden.
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Es dürfte wohl auf der Hand liegen, dass mit solchen Maßnahmen möglicherweise Korruption und Förderung mafiöser Strukturen Scheunentore geöffnet wurden.
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Bezogen auf unser Metapher wurde die Infektion nicht wirksam behandelt, sondern die absehbaren Konsequenzen mit Rauschmitteln vernebelt.
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No Bail-Out:
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Artikel 125 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) besagt sinngemäß:
„ein Mitgliedstaat haftet nicht für die Verbindlichkeiten (…) eines anderen Mitgliedstaats und tritt für derartige Verbindlichkeiten nicht ein“.
Wie wir gelernt haben, schrecken die Verantwortlichen vor offenem Rechtsbruch zur Durchsetzung eigener Ziele gegen Bevölkerung und Steuerzahler (Stichworte: Haftungsgemeinschaft und Transfer-Union) keineswegs zurück!
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Für unser Metapher bedeutet dies die Verabreichung kostspieliger Medikation, ohne Aussicht auf Heilung, sondern Verlängerung der Krankheitsperiode, mit dem Ziel den Profiteuren (Ärzte, Apotheker, Kliniken, Pharmaindustrie) weitere Profite zu Lasten der Krankenversicherungsträger (und somit dem Steuerzahler) zu bescheren!
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Statistik lügt nicht:
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Massiver Betrug mit dem Hilfsmittel der Statistik ist nicht erst am Beispiel Griechenland in den Mittelpunkt öffentlicher Wahrnehmung gerückt.
Winston Churchill wird die Feststellung „Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast“ zugesprochen.
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Schaut man sich beispielsweise den Warenkorb des statistischen Bundesamtes an, der als Referenz für die Ermittlung von Inflationsraten dient, weiss man, dass derjenige der sich im 6-Monatsrhythmus einen neuen Flachbildschirm kauft, oder regelmäßig zweimal pro Jahr eine Pauschalreise zu bestimmten Fernzielen bucht, eine niedrige persönliche Inflationsrate reklamieren kann, als einer der oben angeführten Transferempfänger bei dem Preissteigerungen im Lebensmittelbereich mit bis zu 30% im letzten Jahr die Existenzgrundlage bedrohen.
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Bezogen auf unser Metapher könnte man im Hinblick auf den festgestellten Wundbrand argumentieren, der Blutdruck des Patienten habe sich deutlich stabilisiert!
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Stabilitätsunion:
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Die Stabilitätskriterien des Euro darf man getrost ebenso wie die Bestimmungen des oben erwähnten Maastricht-Vertrages als Papiertiger bezeichnen. Ein weiteres Pseudo-Argument, mit dessen Hilfe insbesondere dem deutschen Steuerzahler Sand in die Augen gestreut werden sollte.
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Für unser Metapher könnte man diese Kriterien sinngemäß so auslegen:
lieber Patient, machen Sie sich keine Sorgen, der Wundbrand ist nicht ansteckend und unsere Vorsichtsmaßnahmen zum Heilungsprozess können keine weiteren gesundheitlichen Bedrohungen auslösen!
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Fördern und Fordern:
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Die von Frau Dr. Merkel in die Debatten eingeführte Semantik „Fördern und Fordern“ darf man getrost als Nebelkerzen bezeichnen, die politischen Starrsinn und hochgradige Inkompetenz verdecken sollen.
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Unserem Metapher entsprechend, wäre dies eine Überweisung des Patienten an den HNO-Arzt!
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Deutschland: Hauptprofiteuer des Euro:
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Der hohe Anteil an Importen von Zulieferern deutscher Unternehmen aus Ländern außerhalb der Euro-Zone ist seit Einführung des Euro deutlich teurer geworden, als dies zu D-Mark-Zeiten der Fall war.
Als Beispiel seien Schweizer Unternehmen erwähnt, die bei einem starken Wechselkurs des Franken zu anderen Währungen deutlich gestiegene Erlöse verzeichnen.
Die gebetsmühlenartige Wiederholung „Deutschland sei der Hauptprofiteur des Euro“ wird seit Jahren von unabhängigen Experten als eine der dreistesten Lügen seitens gewisser Euro-Protagonisten entlarvt.
Um einem möglichen „Mubarak-Käfig-Szenario“ zu entgehen, sollen nun dem ESM, seinen Managern und politischen Anführern bislang beispiellose Immunitätsrechte gewährt werden .. ein Skandal allererster Güte!
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Bemühen wir nochmal unser Metapher, so wurde dem Patienten gegenüber so argumentiert, durch die medizinische Betreuung habe sich sein Allgemeinzustand verbessert, grippale Infekte oder gar Lungenentzündungen seien ausgeblieben.
Allerdings und das wird nicht gesagt: der Wundbrand mit dem täglich wachsenden Risikos eines septischen Schocks, der unweigerlich zum Exitus führen kann, ist geblieben!
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Fazit:
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Bevor der septische Schock und somit der Exitus der Europäischen Idee und unserer aufgezwungenen Währung eintritt, MÜSSEN unweigerlich Resektionen vorgenommen werden.
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Griechenland, Portugal, Spanien und Italien (in der Folge möglicherweise auch Frankreich, das unglaubliche Kreditsummen nach Italien gepumpt hat) müssen zur eigenen Gesundung und zur Vermeidung gesellschaftlicher Verwerfungen die Eurozone verlassen, die eigene Währungshoheit zurückgewinnen, um u.a. mit Abwertungen gegenüber der verbleibenden Euro-Zone die eigenen Volkswirtschaften auf den Pfad monetärer Tugenden zu führen!
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Herzliche Grüße in den Tag
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Ihr Oeconomicus

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CROSSPOST: GEOLITICO

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korrespondierende Beiträge
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22.06.2015
Hans-Werner Sinn: „Der Grexit ist die Rettung“
Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn fordert, endlich offen den Konkurs der Griechen zu erklären. Deutschland habe genug gezahlt. Der Grexit sei für alle die bessere Lösung, sagt er im Interview.
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Christian Siedenbiedel – FAZ
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22.06.2015
Nächster Akt der €/EU-Kernschmelze oder Weiterwursteln nach der ‘Methode Monnet’ ?
Während er letzten 7 Jahrzehnte durften wir relativ unbeschwert die vielschichtigen Freuden unseres Lebens genießen. Diesen Zustand zu erhalten, bedarf angesichts schon fast unübersichtlicher weltweiter Verwerfungen erheblicher Anstrengungen nahezu aller Gesellschaftsschichten.
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Die Erkenntnis, dass dies auch für die Kaste der Euroholiker gilt, mag man in dieses Tagen schon fast mit Händen greifen. Wir erleben einen zunehmend aufgeregten Hühnerhaufen deren Vorturner sich primär dem eigenen Machterhalt und dessen -Zuwachs verpflichtet fühlen und seit Jahren erfolglos versuchen, jene Probleme der EU zu lösen, die es ohne dieses demokratieferne Konstrukt gar nicht gäbe.
[…]
Oeconomicus
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11.03.2014
Scheinheilige Sprüche beim EVP-Parteitag in Dublin
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06.10.2013
“Das Ei des Tartaros” oder der Preis für ein geschändetes Europa
Nach Hesiods Theogonie wird das Chaos an den Anfang gestellt. Daraus entsteht als erste Göttergeneration die Erde Gaia, die Unterwelt Tartaros, die Liebe Eros, die Finsternis Erebos und die Nacht Nyx.
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Bezogen auf die aktuelle hellenische Krisenlage, entspringt nun eine neue Erkenntnis, welche man als “Ei des Tartaros” bezeichnen könnte: “Verlängerung der Hilfskredite auf 50 Jahre”
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Oeconomicus
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12.04.2013
Der Euro als Qualitätswährung – Bericht zur Bundespressekonferenz mit Prof. Hankel und Hubert Aiwanger
Bei einer Pressekonferenz in Berlin wendeten sich der Bundesvorsitzende der FREIEN WÄHLER Hubert Aiwanger und der international renommierte Währungsexperte und “Vater des Bundesschatzbriefes” Wilhelm Hankel gegen die Merkel’sche Politik des “weiter so!” und gegen die verantwortungslose Forderung von Eurogegnern nach einem Austritt Deutschlands aus dem Euro aus.
[…]
Oeconomicus
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02.03.2013
Die drei Götter des Epsilon: Teutates, Esus und Taranis .. umgangssprachlich auch Troika genannt
Der römische Dichter und Neffe des Philosophen Seneca (des Jüngeren), Marcus Annaeus Lucanus (39–65), beschreibt in seinem Epos “Pharsalia” drei gallische Götter, Teutates, Esus und Taranis, die durch Menschenopfer befriedigt werden müssen!
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Aufmerksame Beobachter einer menschenunwürdigen Euro-Politik in den Club-Med-Staaten, welche in der Tat durch Arbeitslosigkeit, bitterste Armut, Perspektivlosigkeit und permanenten Rechtsbruch im übertragenen Sinne Menschenopfer zugunsten einer Clique machtbesessener und selbsternannter Finanz-Aristokraten darstellen, konnten solche Parallelen längst beobachten.
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Oeconomicus
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01.11.2012
Austritt Griechenlands aus der Europäischen Währungsunion:
Historische Erfahrungen, makroökonomische Konsequenzen und organisatorische Umsetzung
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Ist der Austritt Griechenlands aus der Währungsunion, verbunden mit einer externen Abwertung der neuen Währung, eine gangbare Alternative zur derzeitigen Strategie der internen Abwertung, verbunden mit öffentlichem Kapitaltransfer?
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Das ifo Institut vergleicht in dem Beitrag die makroökonomischen Konsequenzen von drei möglichen Zukunftsszenarien.
Im ersten Szenario tritt Griechenland aus dem Euro aus und führt die Neue Griechische Drachme als offizielles Zahlungsmittel ein.
Im zweiten Szenario verbleibt Griechenland in der Währungsunion und schafft es, die notwendige interne Abwertung zu erreichen. Im dritten Szenario wird angenommen, dass Griechenland zwar in der Währungsunion verbleibt, die notwendige interne Abwertung jedoch misslingt und durch öffentliche Subventionen aus der EU ausgeglichen wird.
Während das letzte Szenario die aktuelle Situation fortschreibt, wird für die ersten beiden Szenarien anhand von historischen Beispielen untersucht, wie sich wichtige volkswirtschaftliche Größen nach großen Abwertungen entwickelt haben.
Zudem werden für diese beiden Szenarien mögliche negative Bilanzeffekte für Griechenland analysiert.
Zum Abschluss wird die technische Umsetzung des Austritts Griechenlands aus der Eurozone diskutiert.
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Born, Benjamin / Buchen, Teresa / Carstensen, Kai / Grimme, Christian / Kleemann, Michael / Wohlrabe, Klaus / Wollmershäuser, Timo – CES-Ifo
CES-Ifo – PDF
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29.06.2012
Mitschrift Pressekonferenz:Pressestatements von Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Europäischen Rat
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24.05.2012
Die Abwahl des Euro
Billionenpoker: Der Protest der Völker zwingt zur Umkehr / Rückkehr zu nationalen Währungen
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Die Franzosen wählten nicht Angela Merkels Wunschpartner Nicolas Sarkozy sondern den Sozialisten François Hollande zum neuen Staatspräsidenten. Die Griechen stimmten zu zwei Dritteln für rechte und linke Parteien, die das Spardiktat von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) grundweg ablehnen. Der Ausgang dieser Wahlen macht auch dem letzten Euro-Retter klar:
So wie bisher geplant läßt sich die Gemeinschaftswährung nicht mehr retten.
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Was nützen ein billionenschwerer Europäischer Stabilisierungs-Mechanismus (ESM), eine 1,1 Billionen-Kreditlinie europäischen Banken bei der Europäischen Zentralbank (EZB) und weitere etwa 800 Milliarden Euro Überbrückungshilfen der Bundesbank an ihre notleidenden Zentralbankschwestern in den Euro-Krisenländern, wenn die einen (Griechen) ab sofort nicht mehr sparen und die anderen (Franzosen) bei der Sanierung (dem Fiskalpakt) partout nicht mehr mitmachen wollen.
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Die klaren Wählervoten machen die alten stereotypen Beschwichtigungsformeln der Eurokraten zu Makulatur. Wenn jetzt die einen „Wachstum“ wollen, die anderen an „Schuldentilgung“ und „Haushaltskonsolidierung“ festhalten, gibt es nichts „nachzuverhandeln“. Wenn die griechische Parlamentsmehrheit weiteres „Kaputtsparen“ ablehnt, kann man ihr nicht „etwas mehr nicht-sparen“ (oder weniger Selbstverstümmelung) schmackhaft machen – so wenig wie man Frankreich zumuten kann, sich bei der Euro-Rettung selber als „Grande Nation zweiter Klasse“ einzustufen.
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Die Bundeskanzlerin und ihr Finanzminister Wolfgang Schäuble mögen noch so wendig sein im Segelstreichen und rechtzeitigem Kurswechsel. Doch wenn sie die Forderung nach „Staatschuldengrenzen“ über Nacht fallenlassen, dann bringt sie das nicht nur um ihre Regierungskoalition, sondern auch um ihre Wiederwahl bei der Bundestagswahl – und das wissen sie.
Die Zeit ist reif, es in Sachen EU-Politik und Integration einmal mit der ökonomischen Vernunft zu versuchen.
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Der Billionen-Rausch des ESM läßt Bürger und Steuerzahler blaß werden, die Finanzmärkte läßt der sogenannte Euro-Rettungsfonds kalt. Sie wissen:
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Gerade sein aufgepumptes Volumen (an Bilanz, geplanten Garantien, nicht eingezahltem Eigenkapital) macht ihn verdächtig. Ein solches „Superding“ (größer als EZB, Bundesbank und Deutsche Bank zusammen genommen) kann nur entweder seine Träger (die Euro-Staaten) ruinieren oder sich selbst. Schon der ESM-Vorgänger, die Europäische Finanzstabilisierungsfazilität (EFSF) zeigt, daß auch dieser Rettungsfonds gezwungen ist, seine Langfristkredite (über eine Dekade und länger) mit wesentlich kürzeren laufenden Anleihen zu finanzieren:
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Dieser Verstoß gegen die „Goldene Bankregel“ (Prinzip der Fristenkongruenz) bringt das Finanzieren à la Lehman Brothers nach Europa!
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Ecu-Wechselkursverbund statt Einheitswährung Euro
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EZB und Bundesbank haben als Zentralbanken völlig vergessen, daß sich Geldmenge und Geldmengenpotential nach der realen Leistung der ihnen anvertrauten Volkswirtschaften zu richten haben – in keinem Fall aber nach dem Geldbedarf von (noch dazu unseriös regierten) Staaten und der bei ihnen verzockten Banken. Der Geldbedarf der Wirtschaft war in dieser Krise (wie in jeder) mäßig. Gleichwohl haben EZB und Bundesbank ihr Bilanzvolumen mehr als verdoppelt. Die Bundesbank hat mit ihren großzügigen Target2-Krediten ein gutes Fünftel des deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) ins Ausland transferiert!
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Es ist ein schwacher Trost, daß die daraus resultierenden Verluste an Volksvermögen am wenigsten den deutschen Sparer treffen (er unterhält dort keine Einlagen), sondern „nur“ den Finanzminister. Fette Einnahmen aus Bundesbank-Gewinnen wird Schäuble wohl sobald nicht mehr sehen. Verantwortungsvolle, auf Geldwertstabilität und Vermögenserhalt gerichtete Politik sieht anders aus! Und wie geht es weiter? Das Euro-Abenteuer sollte nicht „von selbst“ zu Ende gehen – das macht es noch einmal so teuer.
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Es muß jetzt überlegt beendet werden. Dafür gibt es realistischerweise nur den einen Weg:
Zurück zu den nationalen Währungen der Vor-Euro-Zeit. Die Völker haben ihren Regierungen an der Urne bestätigt, daß sie besser wissen, wo ihr Wohlergehen liegt und wo die Zukunft ihrer Kinder sicher aufgehoben ist: in ihren Staaten, in denen sie arbeiten und für ihre Gemeinschaftsaufgaben auch ihre Steuern erbringen. Die Lösung liegt nicht in einem nebulösen Europa der Funktionäre, Bürokraten und Illusionisten, das sie verführt hat, diese Steuern durch Kredite zu ersetzen und das sie nun mit diesen Schulden sitzen läßt, ohne zu wissen, wie man sie sozial verträglich tilgt.
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Und der Euro?
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Er könnte in einem neuen europäischen Währungs- und Wechselkursverbund nach dem Muster der alten fortleben, als ein „zweiter Ecu“ (Rechnungseinheit aus Währungskorb der EU-Länder) – und als Erinnerungsposten an den nicht mehr wiederholbaren Jugendstreich eines sehr alten Kontinents, der darüber um ein Haar seine Zukunft verspielt hätte.
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[Abdruck  mit freundlicher Genehmigung von Prof. Hankel)

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19.04.2012
Prof. Dr. Wilhelm Hankel – Gegen den Euro Wahn
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