Die Spirale der Eskalation dreht sich weiter: Massive Ausschreitungen auf dem Maidan und mehr

Beim Versuch von Kltschkos Schergen, die Zeltlager auf dem Maidan zu räumen, kam es zu massiven Ausschreitungen mit den Demonstranten. die bis zu Parlaments-Neuwahlen und tiefgreifenden Reformen ausharren wollen.

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Währenddessen war die ost-ukrainische Stadt Donezk erneut Ziel eines Luftangriffs. Die Bewohner wurden zum Verlassen der Millionenstadt aufgerufen.

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Christian Wehrschütz vom ORF, der vermutlich letzter Journalist, der noch aus Donezk berichtet, kommentierte,

„dies sei eine Kulturschande für die ukrainische Armee, und auch eine Schande für Europa, das zu den Vorgängen schweigt.“

Und Merkel hat nichts besseres zu tun, als in einem erneuten Telefonat mit Putin, den Kremlchef dazu aufzurufen, bei den Aufständischen auf eine Waffenruhe hinzuwirken.
An der Stelle muss man ernsthaft darüber nachgedacht werden, wieviel Stroh im Kopf notwendig ist, um nicht das naheliegende zu tun:
dem kriegsgeilen Pack in Kiev jedwede Unterstützung zu entziehen und öffentlich anprangern, welch mieses und menschenverachtendes Spiel in wessen Auftrag dort abläuft.
Für eine solche Maßnahme, einschließlich überdeutlicher Worte an die sogenannten Freunde jenseits des Teiches, wäre allerdings offenbar nicht vorhandenes Rückgrat dringend notwendig.

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Selbstverständlich ist mir klar, dass dies nur fromme Wünsche sind und sich die Lage in der Ukraine weiter verschärfen wird.
Zu allem Überfluss hat nun der kanadische Premier Stephen Harper in die Tasten gehauen und quasi die erste offizielle Nato-Mission in der Ukraine bekanntgegeben:

„Kanada werde eine Hercules-Transportmaschine in die Ukraine entsenden, um die Ukraine gegen die „Aggression“ Russlands in der Ukraine zu unterstützen. Die Kanadier liefern zunächst nur militärisches Hilfsgerät und keine Waffen in die Ukraine.“

Im O-Ton:

“Today, a CC-130J Hercules from Canadian Forces Base Trenton will be departing for Ukraine in the first of a series of flights to deliver non-kinetic military equipment that Ukraine will be able to use to secure and protect its eastern border against Russian aggression. This equipment – which includes helmets, ballistic eyewear, protective vests, first aid kits, tents and sleeping bags – will provide physical and medical protection to those on the front lines against the insurgency. The logistic equipment provided will allow Ukrainian security and border authorities to better detect and track the movement of illicit goods and people. It is what Ukraine has asked us for and we are delivering.“

Ganz besonders widerlich ist die unaufhörliche Kriegshetze der sogenannten Qualitätsmedien, deren semantischen Absonderungen an eine Rede des Reichskanzlers Bernhard von Bülow vor dem deutschen Parlament im März 1909 erinnern:

„Die meisten Konflikte, welche die Welt in Laufe der letzten Jahrzehnten gesehen hat, sind nicht  durch fürstliche Ambitionen oder ministerielle Umtriebe hervorgerufen worden, sondern durch leidenschaftliche Erregung der öffentlichen Meinung, die durch Presse und Parlament die Exekutive mit sich fortriss“

Hinsichtlich aller wohlfeilen Provokationen und Nadelstiche gegen Putin, empfiehlt es sich -ganz besonders für die Vertreter der Presstitudes- mit russischer Militärtechnologie zu beschäftigen.
Das nachfolgende Video wurde offenbar 2011 gedreht (!) und stellt auch Vergleiche mit US-Kriegsgerät an.

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Oberstleutnant a.D. Jochen Scholz (hier ein Interview zu geopolitischen Hintergründen des Ukraine-Konflikts) bemerkte zu den Inhalten dieses Clips:

„der Film wurde wohl 2011 gemacht, heute sind wir drei Jahre weiter…. während dieser Zeit wurde weiter kräftig investiert“

Got the picture?

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Ihr Oeconomicus

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korrespondierende Archiv-Beiträge

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Finanzieller Support der Ukrainischen Armee voraus ?

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When Money talks! – Putins unorthodoxer Sanktions-Schachzug

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Putin verhängt einjähriges Einfuhrverbot für Lebensmittel aus Sanktionsländern (+updates)


Merkel erklärt Kanada zum Vorbild

Merkel erklärt Kanada zum Vorbild

Weniger Schulden, mehr Wachstum – so wie Kanada muss es auch Europa machen, findet Kanzlerin Angela Merkel bei ihrem Besuch. An der dortigen Haushaltsdisziplin könne sich Europa ein Beispiel nehmen, lobt sie.

Deutsche Welle – 16.08.2012

Anmerkung

Ist die Dame mal wieder etwas zu optimistisch? Sind ihr die Warnungen der kanadischen Bankenaufsicht hinsichtlich der Gefahren einer drohenden Suprime-Krise nicht bekannt … und wie steht es mit ihren Kenntnissen hinsichtlich der gerade stattfindenden Entwicklung einer kanadischen Immobilien-Blase? Ach ja, da waren doch noch rund 500.000 Industrie-Job’s, die in den letzten Monaten in Kanada verloren gingen .. auch ein Indiz für vorbildliche Politik?

Ihr Oeconomicus