Strafanzeige von Dr. iur. Wolfgang Philipp – Seite 5 von 6

Strafanzeige von Dr. iur. Wolfgang Philipp – Seite 5 von 6

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Eine solche Begründung ist durch nichts zu rechtfertigen. Sie dient nur dazu, die EFSF
auch vor den geringsten Verlusten zu schützen, denn sie hat allenfalls noch 19 Mio. € zu
verlieren, höhere Verluste führen zur sofortigen Insolvenz. Portugal-Anleihen wurden per
28.12.2011 mit 86, 61,45 bzw. sogar nur 47,20 % gehandelt, Irland-Anleihen lagen bei
92,19 bzw. 87,10 % des Nennwertes

– Anlage 6 -.

Es gibt keinen Grund, Anleihen, welche Portugal und Irland bei der EFSF (auch noch zu
niedrigeren Zinsen) aufgenommen haben, höher zu bewerten als andere von ihnen
aufgenommene Anleihen, die an der Börse handelbar sind. Es besteht der dringende
Verdacht, dass bei der EFSF in großem Umfange Bilanzfälschung betrieben wird, um das
Entstehen auch nur der geringsten Verluste zu vermeiden. Es sei in Erinnerung gerufen,
dass nach den zugrunde liegenden Verträgen die EFSF als praktisch vermögenslose
Gesellschaft am Markt bis zu 440 Mrd. € aufnehmen und dieses Geld als „Stabilitäts-
hilfen“ an notleidende Euro-Staaten weitergeben soll.

Die so beschaffene Gesellschaft ist durch die absolut unvertretbare und nur als kriminell
zu bezeichnende Fehlleitung von Geldern an die Gläubiger des griechischen Staates,
deren Anleihen von diesem zu überhöhten Kursen zurückgekauft wurden, belastet.

Die in Rede stehende Fehlleitung hätte auch vermieden werden können, wenn der BFM
und die EFSF beim griechischen Staat darauf gedrungen hätten, dass zumindest kein
Gläubiger seine Anleihe für 33,8 % an den griechischen Staat verkaufen kann, der sie zu
niedrigeren Kursen erworben hat. Das wäre in jedem Einzelfalle durchaus nachprüfbar
gewesen. Dann wären wenigstens Spekulationsgewinne dieser Art vermieden worden.
Freilich wäre die Subventionierung der Altgläubiger, die bereits bis zu fast 90 % durch
Kursverluste verloren hatten, immer noch geblieben.

Dass die Rückkaufaktion außer der Begünstigung von Banken und Hedgefonds
Griechenland nichts gebracht hat, ergibt sich auch aus einer Ausarbeitung des Professors
Henning Klodt, gegenwärtig Leiter des Zentrums Wirtschaftspolitik des Instituts für
Weltwirtschaft

– Anlage 7 -.

Es ist offenkundig, dass der Kreis der Täter, der dafür verantwortlich ist, dass öffentliche
Gelder mit dem Ziel oder dem Effekt ausgegeben werden, in Milliardenhöhe Banken und
Hedgefonds Vorteile zukommen zu lassen, ohne dass die vom Deutschen Bundestag

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© by Herrn RA Dr. iur. Wolfgang Philipp
Veröffentlichung und Weiterverwendung dieses Dokuments erfolgt im Auftrag von Herrn Dr. Wolfgang Philipp.
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Food speculation fuels Mexico’s tortilla crisis

A surge in financial speculation on maize is causing vastly inflated prices for corn tortillas – a sacred staple in Mexico – and threatening the health and livelihoods of the country’s poor.
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Tom Levitt – The Ecologist

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vertiefende Informationen und Hintergründe zur Tortilla Krise

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Die Tortilla-Krise in Mexiko und ihre wahren Ursachen
Biodiesel oder Ethanol aus nachwachsenden Rohstoffen – das klingt gut. Aber allmählich wird auch die negative Seite dieser Entwicklung deutlich. Die enorm gestiegene Nachfrage in den USA nach Mais zur Herstellung von alternativem Kraftstoff hat bereits zu einer Verdopplung des Preises für Mais auf dem Weltmarkt geführt. Das hat katastrophale Folgen für diejenigen Länder, die den Mais als Grundnahrungsmittel für ihre Bevölkerung einführen. Dies wurde exemplarisch sichtbar in der sog. Tortilla-Krise, die Anfang des Jahres die mexikanische Regierung erschütterte. Doch ist dies sicherlich nur der Anfang einer Besorgnis erregenden Entwicklung. Sie wird sich in vielen Entwicklungsländern wiederholen und wirft auch in Nicaragua ihre dunklen Schatten voraus.
[…]
Die Ursachen der Krise
Für die Erklärung der Krise gibt es je nach politischer Ausrichtung gegensätzliche Positionen:
PAN (rechtsklerikale Regierungspartei), PRI (ehemalige Staatspartei), mexikanische Großimporteure, Maiskartelle von Maisproduzenten und –großhändlern, Medienmogule der Fernsehmonopole, im Land operierende US-Konzerne oder andere Multis mit mehrheitlich ausländischer Beteiligung sehen den Grund für die rasante Steigerung des Tortillapreises einseitig in der Ethanolproduktion in den USA. Da der Hauptproduzent und -exporteur von Mais, die USA, zunehmend mehr Mais für die Produktion von Bioethanol nutzte, sei das Korn weltweit knapp und den Marktmechanismen entsprechend teuer geworden. Also läge die Verantwortung bei den USA.
Die Opposition, die aus der PRD (der gemäßigt linken Partei), der Linkskoalition und unabhängigen Gewerkschaften und Bauern- und Landarbeiterorganisationen besteht, kritisiert diese Darstellung als oberflächlich und unzureichend. Sie macht ein komplexes Geflecht von hausgemachten Ursachen für die Tortilla-Krise verantwortlich. Sie leugnen nicht, dass die Ethanolproduktion in den USA ein Faktor (allerdings weder der einzige noch der wichtigste) für den rasanten Anstieg des Tortillapreises ist, verweisen aber auf weitere Zusammenhänge. Dazu gehören
  • das Freihandelsabkommen NAFTA und seine neoliberalen Auswirkungen auf die mexikanische Landwirtschaft,
  • die Einzigartigkeit des mexikanischen Bauerntums mit seiner besonderen Maiskultur, der Milpa und den traditionellen Ejidos,
  • die Marktstellung der mexikanischen Mais-Monopole mit ihrer spekulativen Vorratswirtschaft,
  • die Bestrebungen der Großimporteure zur freien Einfuhr von Genmais aus den USA und nicht zuletzt
  • der „racismo alimentario“.

[..]

Jorge Peláez – Staepa, Berlin
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Mexiko in der Tortilla-Krise
Der Preis für Tortillas, das tägliche Brot der Mexikaner, ist in die Höhe geschossen. In der Bevölkerung wächst der Unmut, die Regierung ist beunruhigt.
[…]
NZZ