Krankmacher Eurokrise?

EU leugnet Sparpolitik-Folgen

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Gesundheitsexperten haben den Politikern in Europa vorgeworfen, die Folgen der jüngsten Sparprogramme auf die Gesundheit ihrer Bürger zu leugnen.
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Die tiefen Haushaltseinschnitte und steigende Arbeitslosigkeit führten unter anderem zu fallenden Einkommen, weswegen weniger Menschen zum Arzt gingen oder sich Medikamente kauften, hieß es in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie in der medizinischen Fachzeitschrift „The Lancet“.
Als Folge davon habe sich seit 2007 der langfristige Rückgang bei Selbstmorden umgekehrt.
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(DiePresse)

Protest gegen die Sparpolitik der slowenischen Regierung

Protest gegen die Sparpolitik der slowenischen Regierung
Bei einer Großdemonstration in der slowenischen Hauptstadt Ljubljana haben am Samstag Tausende von Menschen gegen die Sparpolitik der Mitte-Rechts-Regierung von Premier Janez Jansa protestiert. Arbeiter, Beamte, Pensionisten, Schüler und Studenten, sowie Künstler forderten von der Regierung, dass sie die Lasten der Krise nicht ausschließlich auf die Bevölkerung überträgt.
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derStandard

Proteste gegen Sparpolitik in Portugal eskalieren

Proteste gegen Sparpolitik in Portugal eskalieren
In Südeuropa sind Hunderttausende gegen den Sparkurs ihrer Regierungen auf die Straße gegangen. In Portugal artet die Situation am Abend in Gewalt aus: Steine und Böller fliegen auf die Polizei – die setzt Hunde ein und gibt Warnschüsse ab.
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FTD
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DIE ZEIT: „Straßenschlachten in Rom, Lissabon, Madrid und Barcelona“
N24: „Die Wut gegen die Sparpolitik“
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Video-Clips
Streik in Spanien: Polizei setzt Gummigeschosse ein – [00:52 Min]
weitere Clips aus Spanien bei El Paìs

Protest gegen Sparpolitik: Millionen EU-Bürger streiken

Protest gegen Sparpolitik: Millionen EU-Bürger streiken
Spanien und Portugal haben den Generalstreik ausgerufen, in Belgien steht der Zugverkehr fast still: Millionen Arbeitnehmer in mehreren EU-Krisenländern legen heute ihre Arbeit nieder – aus Protest gegen die Sparpolitik ihrer Regierungen.
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ManagerMagazin
Halb Europa protestiert gegen das „Kaputtsparen” … mit teilweise recht interessanten Leserkommentaren

Merkels Regierung will öffentliche Ausstrahlung eines Videos über Portugals Sparpolitik verhindern

Merkels Regierung will öffentliche Ausstrahlung eines Videos über Portugals Sparpolitik verhindern
Merkels Regierung hat untersagt, dass in Berlin ein Video gezeigt wird, das den Deutschen die dramatischen Folgen der Sparpolitik in Portugal aufzeigt, und lehnt die Ausstrahlung in Deutschland “aus politischen Gründen” ab. Gegen diese Entscheidung hat der Initiator des Films bereits offiziell beim deutschen Botschafter in Lissabon protestiert.
Gegen diese Entscheidung hat der Initiator des Films, der ehemalige Chef der portugiesischen Sozialdemokraten (PSD) und Ex-Minister, Prof. Marcelo Rebelo de Sousa, bereits offiziell beim deutschen Botschafter in Lissabon protestiert. Man werde sich von der Weigerung der deutschen Regierung jedoch nicht abhalten lassen und den Menschen in Berlin diesen Streifen zeigen, versicherte er.
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TV-Bericht in portugiesischer Sprache
uhupardo
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Anmerkung
Besten Dank werter Ricardo, für diese wichtige Info!
An diesem Beispiel wird erneut überdeutlich, dass politische Interessen anscheinend wichtiger sind, als das im Grundgesetz (Artikel 5) verbriefte Recht auf freie Meinungsäusserung!
Nur weiter so, Frau Dr. Merkel … wenn die Zeit kommt, werden wir uns daran erinnern!

Ihr Oeconomicus

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Nachtrag
Der in Rede stehende Film hat seinen Weg in die Öffentlichkeit gefunden: „Ich bin ein Berliner“ youtube [5:04 Min]

Merck lässt Griechen krep….n

Merck lässt Griechen krep…n
Der deutsche Pharmahersteller Merck liefert das Krebsmedikament Erbitux nicht mehr an griechische Krankenhäuser. Man habe in Griechenland zu große Schwierigkeiten gehabt, erklärte der Konzern laut Reuters. Das Medikament sei aber weiter verfügbar, jedenfalls in Apotheken. Dennoch dürfte der Lieferstopp zusammen mit der von der EU diktierten Sparpolitik dazu beitragen, dass mehr griechische Krebspatienten sterben.
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Lost in EUropeBasler Zeitungformat.at Handelsblatt
Anmerkung
Ich erspare mir an dieser Stelle einen eigenen Kommentar und verweise auf einige kontroverse Leserbriefe bei FAZ-net.

Ihr Oeconomicus


Spanier müssen sich warm anziehen

Demos in Madrid:
«Wir schulden euch nichts, wir zahlen nicht»
Erneut gingen in der spanischen Hauptstadt Tausende gegen die Sparpolitik der Regierung auf die Strasse. Präsident Rajoy warnt derweil vor einer Abspaltung Kataloniens.
«Niemand hat die Banken gedrängt, gierigen Immobilienspekulanten grosse Geldsummen zu leihen», sagte die 34-jährige Beamtin Maria Costa, die mit ihren beiden Kindern gekommen war. «Und doch sollen wir für die Fehler der anderen zahlen.»
20min.chDeutsche Welle
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Anmerkung
Zwischenzeitlich mehren sich die Gerüchte, Spanien könne ab November 2012 unter den ESM-Rettungsschirm schlüpfen.
Leider ist es mir noch immer nicht gelungen, herauszufinden, wie Belgien, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Malta, Portugal, Italien und Zypern die anteiligen Bareinlagen zum ESM aufbringen wollen. Entsprechende Hinweise mit Quellenangaben seitens der Leser sind herzlich willkommen.

Ihr Oeconomicus