Grillo, Monti, Berlusconi & Co.

Die italienische Komödie

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Vorhang auf über dem letzten Akt im italienischen Wahlkampf. Die Schauspieler tragen nochmal kräftig Schminke auf.
Berlusconi zieht Grimassen. Monti wirkt blutleer. Und der Komiker Grillo reißt Witze, dass die Schwarte kracht. Wer kriegt den meisten Applaus?
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Das Publikum ist noch unentschieden. Aber Berlusconi steht schon an der Bühnenrampe, wirft Küsschen ins Publikum und Europa verdreht die Augen.
Der schon wieder?
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Umfragen dürfen in der Schlussphase des Wahlkampfs nicht mehr veröffentlicht werden. Sicher ist aber:
Berlusconi hat aufgeholt, denn er verspricht allen alles.
Andererseits hat der Komiker Grillo immer die Lacher auf seiner Seite.
Und Dottore Monti? Ist der überhaupt noch bühnentauglich?
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Am 24. Februar wissen wir es. Dann wählt Italien ein neues Parlament.
hr2 – Der Tag – Podcast [50:50 Min]
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ITALIEN VOR DER WAHL

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unvergessen: Die Qualen der Menschen !

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Grillo mischt Italien auf – Der Ein-Mann-Shitstorm
In Europas Hauptstädten gilt es als Horrorszenario: Silvio Berlusconi gewinnt die italienischen Parlamentswahlen. Doch neben der Rückkehr des „Cavaliere“ droht eine weitere, unterschätzte Gefahr. Komiker und Populist Beppe Grillo zieht die Massen an – und aus Spaß könnte plötzlich Ernst werden.
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Jan Gänger – N-TV
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Italien steht am Scheideweg. Mitten in einer tiefen Rezession mit hoher Jugendarbeitslosigkeit und massiver Verschuldung wählt die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone ein neues Parlament.
ZDF Mediathek – [2:28 Min]
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Berlusconi-Rivale Bersani: Ex-Kommunist mit liberalem Anstrich
Die dicke toskanische Zigarre zwischen den Lippen ist eines der Markenzeichen von Pier Luigi Bersani.
Im Wahlkampf zur italienischen Parlamentswahl ergänzt der Spitzenkandidat der Linken nun dieses staatsmännisch wirkende Bild um einen Anstrich voller Tatendrang.
Sein Mitte-Links-Bündnis führt in den Umfragen, der 61-Jährige hat daher gute Chancen, Italiens neuer Ministerpräsident zu werden.
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Bersani’s ständig im italienischen Fernsehen wiederholten Parolen:
„Un po di lavoro – qualche investimento dello stato ..“ – „Ein bißchen Arbeit – ein bißchen staatliche Investitionen ..“
vermitteln nicht unbedingt Aufbruch-Stimmung.
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Wie zu hören ist, nehmen ihm die Italiener den Monte Paschi-Skandal nicht wirklich besonders übel. Etwas resigniert und emotionslos hat man nichts anderes erwartet und kennt solche Auswüchse von Politikern zur Genüge.
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Obgleich Bersani immer wieder vehement eine denkbare Koalition mit Monti ausgeschlossen hat, scheinen solche Aussagen eher für ein ungläubiges Stirnrunzeln bei den Wählern auszulösen!