Der heilige Investor

Der heilige Investor

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Das komplexe Finanzimperium des Vatikans ist reichlich undurchsichtig. Die Schweiz ist ein wichtiger Standort für Investitionen der Kirchenmonarchie.
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Seit Jahrzehnten macht der Vatikan in der Finanzwelt mehr Schlagzeilen mit fragwürdigen Geschäften als mit ethischem Banking. Immer wieder waren seine Vertreter und Finanzinstitute des Kirchenstaates in dunkle Machenschaften und Skandale verwickelt. Mord, Korruption und Geldwäscherei – der Heilige Stuhl war in manchem Skandal mitten drin statt nur dabei.
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Jean François Tanda, Handelszeitung.ch
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Die wahre Macht des Vatikan
Der erste Teil der zweiteiligen Dokumentation verdeutlicht die Rolle der Päpste beziehungsweise des Vatikans im Laufe der Geschichte – während des Ersten Weltkriegs, der russischen Oktoberrevolution und des Nationalsozialismus in Deutschland.

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Machtkonzentration und Stabilität des „Staates der Vatikanstadt“ – so die offizielle Bezeichnung des kleinsten unabhängigen Staates der Welt – stehen wohl einzigartig in der Welt da. Seit seiner Gründung durch den Abschluss der Lateranverträge zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Staat Italien im Jahr 1929 haben nur sieben Päpste und neun Staatssekretäre für die Kontinuität der Außenpolitik des Vatikan gesorgt.
Sie und einige ihrer Vorgänger haben in fast allen dramatischen Epochen, die Europa während des 20. Jahrhunderts erschütterten, wichtige Rollen übernommen.
Der erste Teil der Dokumentation behandelt den Einfluss des Vatikan beziehungsweise Vertretern des Heiligen Stuhls während des Ersten Weltkriegs, der russischen Oktoberrevolution, des Faschismus in Italien und der Herrschaft des Nationalsozialismus in Deutschland.
Eine zentrale Rolle spielte dabei Papst Pius XII., der seit 1914 im Vatikan tätig und von 1939 bis 1958 Papst war.
Zu den Ereignissen und Konflikten äußern sich unter anderem Historiker, katholische Würdenträger und Diplomaten des Vatikan.

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Der zweite Teil der Dokumentation berichtet vom Einfluss der Diplomatie des Vatikan auf den Spanischen Bürgerkrieg, auf die Auseinandersetzungen der Machtblöcke während des Kalten Krieges und von der Einflussnahme Papst Johannes Paul II. auf das Ende des kommunistischen Regimes in Osteuropa.

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Der Spanische Bürgerkrieg ist ein schwerer Schlag für die katholische Kirche, gehört doch Spanien zu den Stammländern des Katholizismus. Den Zweiten Weltkrieg kann der Vatikan nicht verhindern und auch seine allgemeinen Friedensappelle bleiben ungehört. Der nach 1945 folgende Kalte Krieg zwischen den verfeindeten Blöcken ist eine weitere Prüfung, bietet aber gleichzeitig eine Gelegenheit für die Kirche, ihre universelle Geltung und ihre Friedensbemühungen zu bekräftigen.

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Das Verhältnis von Papst Johannes XXIII. zum amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy und zum sowjetischen Regierungschef Nikita Chruschtschow, die geheimen Missionen mit der „Kirche des Schweigens“, die Ostpolitik Papst Pauls VI. und seine Einflussnahme auf die KSZE-Schlussakte von Helsinki, die Wahl eines polnischen Kardinals zum Papst und dessen Rolle bei der Auflösung des Ostblocks sind weitere Themen des zweiten Teils der Dokumentation.

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