Multiplikator bisher falsch berechnet

Multiplikator bisher falsch berechnet
Der Internationale Währungsfonds (IWF) wird seit vielen Jahren immer wieder massiv wegen seiner harten Sparauflagen kritisiert, die er zur Bedingung für Milliardenkredite an überschuldete Länder macht. Von „Kaputtsparen“ ist dabei häufig die Rede. Auch in der europäischen Schuldenkrise drängte der IWF bisher auf scharfe Einsparungen nicht zuletzt bei Sozial-, Pensions- und Gesundheitsausgaben.
Doch in seinem jüngsten globalen Wirtschaftsausblick, den der Fonds vor wenigen Tagen in Tokio präsentierte, vollzieht Chefökonom Olivier Blanchard eine Kehrtwende. Versteckt in einer Fact-Box kommt der IWF in dem Bericht (Seite 41 bis 43) zum Schluss, dass übermäßiges Sparen das erklärte Ziel, die Schulden in einem überschaubaren Zeitraum zu verringern, verfehlt. Das kommt einem indirekten Schuldeingeständnis gleich. Die „Financial Times“ spricht in einem Kommentar von einem „Akt des Aufstands“, mehrere Finanzexperten sprachen am Wochenende von dem wichtigsten makroökonomischen Ereignis dieses Jahres.
ORF
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Business Insider: The IMF Changes Sides
NZZ: Positionswechsel des IMF – Austeritätspolitik in neuem Licht
Paul Krugman’s Kommentar zum IMF World Economic Outlook:
„The IMF and the GOP
Econowonks are still buzzing about the new IMF World Economic Outlook, which offered grim warnings about the world economy, and also argued forcefully if discreetly that a big reason for the worsening outlook is that policy makers have gotten the basic economics wrong.
Of particular interest is the discussion in Chapter 1 (pdf) on fiscal multipliers. I and others have been arguing for a while that the experience of austerity in the eurozone clearly suggests pretty big Keynesian effects. Here, for example, is what a scatterplot of fiscal consolidation (from the IMF Fiscal Monitor) and growth (including an estimate for next year, from the World Economic Outlook) looks like:
[..]“
THE NEW YORK TIMES Opinion Pages

Streit ums Geld – Deutsche und IWF entfremden sich

Streit ums Geld – Deutsche und IWF entfremden sich

Vor 60 Jahren trat die Bundesrepublik dem Internationalen Währungsfonds bei. Das Jubiläum steht unter einem schlechten Stern. Noch nie gab es so viele Spannungen zwischen der deutschen Politik und der Washingtoner Organisation.

ManagerMagazin – 14.08.2012


STUDIE ZUR TEUERUNGSRATE

STUDIE ZUR TEUERUNGSRATE

Mit Inflation spielt man nicht !

Wie viel Inflation ist gut für die Volkswirtschaften? Seit Jahren schwelt ein Streit um die Höhe der Teuerungsrate, angeführt vom IWF. Eine Studie prüft nun die These, dass vier Prozent Inflation noch in Ordnung seien.

Handelsblatt – 06.08.2012, 15:18 Uhr – Kommentare