Pleite trotz Boom: Biohöfe in der Krise

Biogemüse, Biofleisch und Biokosmetik gab es früher nur in Müsli-Wohngemeinschaften – heute hat fast jede Familie irgendein Produkt aus ökologischem Anbau im Kühlschrank.
Bio ist Massenware – und genau das ist für viele Landwirte ein Problem. Denn die Konkurrenz ist riesig und viele Betriebe können sich „Bio“ nicht mehr leisten.

.

.
.

Anmerkung:
Verpackungen sind geduldig .. ein Label „ökologischer Anbau“ garantiert nicht, dass das Produkt auch tatsächlich nach ökologischen Prinzipen angebaut wurde. Statt sich auf wohlfeile Marketing-Aussagen von Lebensmittel-Industrie und Supermarkt-Ketten zu verlassen, bietet sich vielerorts der Kontakt zu echten Biobauern der Region an.

Daneben macht es Spaß, zumindest in kleinerem Umfang auf Balkonen, Terrassen oder im Vorgarten selbst Gemüse oder Obst anzubauen und/oder sich mit ähnlich denkenden Nachbarn, etc. zu vernetzen, oder eigene Initiativen ggfls. unter Einbeziehung des kommunalen Gartenbau-Amtes zu starten.

Wirtschaftlich bedrohte Kleinbauern könnten ihr oft eindimensionales Geschäftsmodell überprüfen und mit kreativen Alleinstellungskonzepten optimieren. Leicht dahingesagt, mag nun so manch ein wirtschaftlich bedrohter Öko-Landwirt argumentieren. Hier könnte man erwidern, sich von althergebrachten Denkschablonen zu verabschieden und bspw. Kooperationen mit Grundschulen zu suchen, um dort im Rahmen eines pädagogischen Konzeptes gemeinsam mit Kindern und Lehrern auf schuleigenem Gelände kleine Kräuter- oder Gemüsegärten anzulegen.
Kinder könnten damit nicht nur Grundlagen ökologischer Landwirtschaft lernen, sondern so ganz nebenbei könnten sich hieraus langfristig wirkende und vertrauensvolle Kundenbeziehungen entwickeln.

So jetzt bin ich mal auf die Kommentare gespannt, in welchen erzählt wird, warum das alles nur im Elfenbeinturm erdachte Hirngespinste sind!

.

Ihr Oeconomicus

.
.

Archiv-Beitrag:
von Thünen’s Konstruktivmodell des „Isolierten Staates“