Der Währungscrash ist unvermeidlich

Der Währungscrash ist unvermeidlich


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Europas Schuldenkrise gefährdet das Überleben der Europäischen Union. Sie wird nur fortbestehen, wenn der Zusammenbruch des Euro nicht hinausgezögert wird. Die Europäer sollten den Crash in Kauf nehmen, meint Nouriel Roubini von der Stern School of Business, New York.

Deutschland erkennt zunehmend, dass es höchstwahrscheinlich Tausende Milliarden von Euro kosten wird, für Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und eine tragbare Schuldensituation in der Peripherie der Euro-Zone zu sorgen. Zumindest wenn die notwendigen Anpassungen durch Sparmaßnahmen und innere Abwertung – also eine Kürzung der Löhne und Preise – erfolgen und nicht durch Umschuldung und Ausstieg aus dem Euro.

Capital


Die Banken und ihre toxischen Papiere

Interview mit Prof. Nouriel Roubini

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Retten um jeden Preis? – Die Banken und ihre toxischen Papiere

Sonia Mikich:

 „Bleiben wir bei Schrott, bei Schrottpapieren. Hochriskante Anlagen treiben weltweit die Banken an den Rand der Pleite. Regierungen versuchen, mit Milliardensummen die Banken zu retten. Monika Wagener und Andreas Orth zeigen Ihnen jetzt, wie die giftigen Anlagen der Banken ausgelagert werden sollen. Wie Sondermüll. Wir Steuerzahler sind dann die Müllmänner, die das Entsorgen auch noch aus eigener Tasche löhnen.“

MONITOR – Sendung vom 29.01.2009

Interview mit Prof. Nouriel Roubini

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Prof. Nouriel Roubini:

„Das erste, was der Staat machen muss, ist sicherzustellen, dass das Management keine Fehler mehr macht. Dafür sollte er die Vorstände entlassen – und zwar ohne große Abfindungen. Dann muss man die Anteilseigner entmachten. Und für die Zukunft sollte man ein System schaffen, das sicherstellt, dass das viele Geld, das die Regierung den Banken gibt, nicht wieder verzockt wird.“

Die Banken verstaatlichen? In Deutschland ist das vor allem für viele Christdemokraten ein Tabu. Zu Unrecht, meint Roubini.

„Natürlich ist Verstaatlichung keine Lösung auf Dauer. Natürlich will man, dass die Banken langfristig wieder privat geführt werden. Aber in einer Systemkrise – wie auch damals in Schweden – ist es manchmal die beste Lösung, dass die Regierung die Banken vorübergehend übernimmt, dort aufräumt, und sie zwei, drei Jahre später an private Investoren wieder verkauft.“

Das komplette Interview