Regierung verschiebt Zahlungen: Japan droht Insolvenz

Regierung verschiebt Zahlungen: Japan droht Insolvenz

Seit Wochen tobt in Japan ein Haushaltsstreit, und die Parteien blockieren sich. Nun zieht die Regierung die Notbremse, um eine Insolvenz abzuwenden. So werden zahlreiche Ausgaben nicht getätigt.
Die japanische Regierung verschiebt Ausgaben auf einen späteren Zeitpunkt, um die Zahlungsunfähigkeit abzuwenden. Das Kabinett entschied, die Summe von 5 Billionen Yen (rund 50 Milliarden Euro) zurückzuhalten. Davon betroffen sind Universitäten und Kommunen, die vorläufig weniger Zuschüsse aus Tokio bekommen.
Härtere Maßnahmen möglich
Die Notmaßnahme der Regierung von Ministerpräsident Yoshihiko Noda veranlasste die Zentralbank des Landes diese Woche, vorsorglich 2 Billionen Yen in das Finanzsystem des Landes zu pumpen. Die Banken sollen mit genügend Liquidität versorgt sein. Bisher zeigen sich die Märkte aber ruhig.

teleboerse