Sozialversicherungssystem in Griechenland steht vor Zusammenbruch

Sozialversicherungssystem in Griechenland steht vor Zusammenbruch
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Das HWWI veranschlagt die als stille staatliche Verschuldung charakterisierten Defizite der nächsten 50 Jahre im Versicherungssystem Griechenlands auf über eine Billion Euro.

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Eine vom dem Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) ausgearbeitete Studie charakterisiert das Versicherungssystem in Griechenland und die sich aus diesem ergeben Forderungen als “stille staatliche Verschuldung”.

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Die Technokraten des Instituts schätzen ein, dass der astronomische Betrag von ungefähr 1,08 Billionen Euro nötig ist, damit es möglich wird, die in den kommenden 50 Jahren im Versicherungssystem entstehenden Defizite zu decken. In heutigen Preisen entspricht dieser Betrag ungefähr dem Sechsfachen des BIP des Landes

Ab 2016 wird der Zusammenbruch des Systems beginnen

Der Troika sind die ungeheuren Probleme des griechischen Versicherungssystems bekannt und betrachtet sie als eine “tickende Zeitbombe”. Zwecks deren Entschärfung verlangt sie mit zunehmendem Druck die Ergreifung von Maßnahmen, die sich in einer ersten Phase auf die Einschränkung der vorzeitigen Verrentungen beziehen. Gleichzeitig verlangt sie, dass die für die Gewährung der Mindestrente erforderliche Versicherungszeit von derzeit 15 Jahren auf 20 Jahre erhöht wird.

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Die Versicherungsmathematischen Studien über die Überlebensfähigkeit der griechischen Versicherungskassen werden das Problem bis zu einem gewissen Grad zeigen. Sie werden jedoch nicht dramatisch das Bild des Versicherungssystem ändern, wie dieses auch in einer einschlägigen Studie des INE / GSEE abgebildet worden ist. Den wissenschaftlichen Mitarbeitern der Gewerkschaften liegen Daten vor, die zeigen:

  • 2015 ist das letzte Jahr, in dem die grenzwertige Balance des Versicherungssystem aufrecht erhalten wird. Bleiben die Dinge wie gehabt, wird ab 2016 der Zusammenbruch beginnen.

Die Rücklagen des Sozialversicherungssystems in Griechenland sanken in den letzten fünf Jahren um 21,5 Mrd. Euro. Konkret tangierten die Rücklagen der Kassen im vergangenen Jahr 4,5 Mrd. Euro, gegenüber 26 Mrd. Euro im Jahr 2009. Die hohe Arbeitslosigkeit, die flexiblen Beschäftigungsformen, die niedrigen Löhne und die hohe Steuerhinterziehung kosten das System fast 20 Mrd. Euro.

  • Die Schulden des öffentlichen Sektors an das Versicherungssystem betragen über 12 Mrd. Euro.

Während der Periode der Memoranden erreichten die Kürzungen der Haupt- und Zusatzrenten insgesamt das Niveau von 4,2 Mrd. Euro. Allein für die Periode 2013 – 2014 entsprechen die Kürzungen der Hauptrenten, Zusatzrenten, Abfindungen und sozialen Beihilfen 43% des Gesamtbetrags volkswirtschaftlicher Austerität, als 5,5 Mrd. Euro von den 11,6 Mrd. Euro.

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Die Forderung nach Kontrolle des Anstiegs der Rentenaufwendungen in Griechenland, parallel mit dem Anstieg der Rentner-Bevölkerung um 70%, signalisiert die Aussicht auf einen Absturz des Niveaus der Rentenleistungen (Haupt- und Zusatzrenten, soziale Beihilfen, Abfindungen usw.) und allgemein der sozialen Leistungen (Senkung der öffentlichen Gesundheitsausgaben 2010 – 2012 um 35%), als Beitrag zur Senkung der Defizite der Versicherungskassen und Beschränkung der Abweichung der öffentlichen Verschuldung im Verhältnis zum BIP.

  • Es wird bereits eine signifikante Zunahme neuer Rentner verzeichnet (40.000 im Jahr bis 2009, 100.000 Jahre nach 2010).
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(Quelle: dikaiologitika.gr) — Übersetzung: Griechenland-Blog


Altersarmut in der Ukraine

Alt und arm – das ist in der Ukraine die Formel für Elend.
80 Prozent der Rentner bekommen nur die kärgliche Mindestrente. Im Winter, wenn der eisige Wind durch die Fenster zieht, ist ihre Not besonders groß.
Für viele ist die Krankenschwester vom Roten Kreuz der einzige Kontakt zur Außenwelt.
[…]
Rund 80 Prozent der Rentner in der Ukraine bezogen 2012 die kärgliche Mindestrente von 81 Euro. Wer im hohen Alter nicht auf die Unterstützung seiner Familie bauen kann, lebt in bitterster Armut.
[…]
Bericht von Till Mayer aus Lemberg – SpOn


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Frage 1: Wie hoch ist derzeit die Staatsverschuldung Griechenlands?

Richtige Antwort: 303,5 Milliarden Euro richtig

Frage 2: Und wie hoch ist diese Verschuldung, ausgedrückt in Prozent des Bruttoinlandprodukts?

Richtige Antwort: 165 Prozent richtig

Frage 3: Welchen Anteil hatte 2010 das Bruttoinlandsprodukt Griechenlands am BIP der Europäischen Union?

Richtige Antwort: 1,9 Prozent richtig

Frage 4: Welches Produkt importiert Deutschland an erster Stelle aus Griechenland?

Richtige Antwort: Pharmazeutische Generika richtig

Frage 5: Wie lange müssen die Griechen in die Rentenversicherung einzahlen, um im Alter Anspruch auf die volle Rente zu haben?

Richtige Antwort: 10.500 Tage richtig

Frage 6: Wer ist der wichtigste Handelspartner Griechenlands?

Richtige Antwort: Deutschland richtig

Frage 7: Wie hoch war laut OECD die Arbeitslosenquote in Griechenland 2011?

Richtige Antwort: 17,7 Prozent

Ihre Antwort: 14 Prozent falsch

Frage 8: Wie hoch ist die Mindestrente in Griechenland?

Richtige Antwort: 450 Euro richtig

Frage 9: Wie viele Griechen waren 2010 armutsgefährdet, beziehen also weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens?

Richtige Antwort: Zwanzig Prozent richtig

Frage 10: Wie hoch ist der gesetzliche Urlaubsanspruch in Griechenland?

Richtige Antwort: 20 Tage richtig

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