Italiens kolossale Probleme

Italiens kolossale Probleme
Euro-Land wartet darauf, dass Spanien unter den Rettungsschirm schlüpft – doch auch in Italien ist die Lage weiterhin kritisch. Hat das Land unter dem Reformer Mario Monti die Kraft für einen Turnaround? Zeit, sich auf einige unternehmerische Stärken zu besinnen.
ManagerMagazin:
1. Teil: Italiens kolossale Probleme
2. Teil: Design, Luxus und Technologie
3. Teil: Steuerhinterziehung und Schattenwirtschaft
4. Teil: Mehr Freiheit und Wettbewerb
5. Teil: Erfolgsstorys, die Vorbilder sein können

Monti will auf zweite Amtszeit verzichten

Monti will auf zweite Amtszeit verzichten

„Ich werde nicht zur Wahl antreten“ – Italiens Ministerpräsident Mario Monti hat das Ende seiner Amtszeit angekündigt. Der 69-Jährige hatte den Posten erst im November 2011 von Silvio Berlusconi übernommen. Im kommenden Frühjahr wählen die Italiener ein neues Parlament.
SpOnSchweizer Tagesschau

Der talentierte Mr. Goldman Sachs

Der talentierte Mr. Goldman Sachs

Goldman Sachs sichert sich Regierungsämter und Notenbankposten. Wie groß die Widersprüche sind, zeigt sich an EZB-Chef Mario Draghi

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Talente ins Licht

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Drehtür in die Politik
Sich vor Goldmans Macht zu fürchten, ist wiederum angesichts der Faktenlage angebracht. Beginnen wir mit den Politikern, die in der Vergangenheit für die Bank tätig waren. Italiens amtierender Premierminister Mario Monti war Berater, die ehemaligen US-amerikanischen Finanzminister Robert Rubin (1995-1999) und Henry Paulson (2006-2009) saßen im Vorstand der Bank. Jon Corzine, ehemals Gouverneur von New Jersey, war wie Paulson sogar Chef der Bank.
Dann kommen die Notenbanker. Mario Draghi, Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), war zuvor Vizepräsident des Europa-Geschäfts der Bank (2002-2005). In seiner Rolle als Währungshüter muss er das Vertrauen in den durch Griechenland erschütterten Euro zurückgewinnen. Doch ausgerechnet sein ehemaliger Arbeitgeber hat Athen 2001 geholfen, durch Verschleierung der wahren Finanzsituation überhaupt Mitglied des Euroclubs zu werden.

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Ex-Banker wachen über Finanzwirtschaft
Ebenfalls ein gutes Parkett für ehemalige Goldman-Sachs-Banker ist der Finanzstabilitätsrat (FSB). Dieser internationale Ausschuss schlägt den G-20-Ländern Maßnahmen vor, wie die Finanzmärkte reguliert werden könnten. Den Vorsitz hält der Chef der kanadischen Notenbank, Mark Carney. Er hatte zuvor denselben Arbeitgeber wie sein Vorgänger Draghi: Goldman Sachs. Das haben beide gemeinsam mit Bill Dudley, der Chef der New Yorker Federal Reserve, eines Teils des US-amerikanischen Notenbanksystems, ist. Dudley überwacht den wichtigsten Finanzplatz der Welt.
US-Justiz zahnlos
Geld ist auch jene Form, in der Goldman Sachs zu seiner Verantwortung gezogen wird. Weil sie ihre Klienten, als sich erste Zeichen einer Immobilienkrise verdichteten, fehlberaten haben, mussten die New Yorker 550 Millionen Dollar (rund 400 Millionen Euro) Strafe zahlen. Die US-Börsenaufsicht SEC warf der Bank vor, „Investoren in die Irre geführt“ zu haben.
Wissen
Der TV-Sender „Arte“ sendet am 4. September um 20:15 die Dokumentation „Goldman Sachs – Eine Bank lenkt die Welt“. Zu den oben nicht genannten Goldman-Sachs-Alumni gehören auch Philip D. Murphy, aktuell US-Botschafter in Deutschland, und Robert Zoellick, der bis vor kurzem Weltbank-Präsident war.
derStandard

youtube – „Goldman Sachs – die Bank, die die Welt dirigiert“ – [45:07 Min]


Parlament will Wachstums-Impulse statt Sparkurs

Parlament will Wachstums-Impulse statt Sparkurs

Das italienische Parlament will Maßnahmen ergreifen, um die italienische Wirtschaft in Richtung Wachstum zu bringen. Doch der technokratische Premier Mario Monti fordert weiter ein Sparprogramm. Die Parteien argumentieren: Ohne Wachstum könne der Haushalt nicht saniert werden.

Deutsche Mittelstands Nachrichten | 27.08.12, 00:18 | 1 Kommentar


Ausland holt sich „la dolce vita“ – Italien vor Ausverkauf?

Ausland holt sich „la dolce vita“ – Italien vor Ausverkauf?

„Outlet Italia“ titelt der „Corriere della Sera“ und erwartet Unmengen von Übernahmen italienischer Unternehmen durch ausländische Investoren. Schuld ist die Euro-Schuldenkrise und die damit verbundenen Folgen wie geringe Kapitalausstattung und niedrige Börsenbewertungen. Ducati gehört bereits Audi. Und auch in China ist man bereits aufmerksam geworden. Nun will die Regierung Monti gegensteuern.

teleboerse

Anmerkung

Da stimmt es doch beruhigend, wenn wir von Herrn Monti erfahren dürfen, dass die Krise nun endlich beendet sei ..

.. meint Ihr Oeconomicus


Nigel Farage: EU gleicht immer mehr dem Kommunismus

Nigel Farage: EU gleicht immer mehr dem Kommunismus

Bildrechte: Creative Commons-Lizenz, Urheber: Euro Realist Newsletter

Farage sagte bei Fox Business, Monti habe Angst, dass das italienische Parlament der Sparpolitik des Technokraten einen Strich durch die Rechnung macht. Das bedeutet also, dass die Regierungen Europas nun Angst vor dem demokratischen Prozess haben. Demokratie scheint dem europäischen Integrationsprozess höchst abträglich zu sein.

IBT – 15.08. 2012 21:12


Italien will Aufenthaltstitel für Wirtschaftsflüchtlinge verlängern

Italien will Aufenthaltstitel für Wirtschaftsflüchtlinge verlängern

Italien wird seit Beginn der „Arabellion“ von Wirtschaftsflüchtlingen auf Arbeitssuche gestürmt, für die es in Zeiten der Krise nicht genügend Arbeitsplätze gibt. Die italienische Regierung unter Mario Monti ist dennoch bestrebt, die Ausweisung von Migranten zu verhindern und deren Aufenthalt in Italien allmählich zu legalisieren. Konkret ist geplant, die Dauer der Aufenthaltsgenehmigungen für Immigranten zu verdoppeln, um den Einwanderern bei der Arbeitssuche entgegenzukommen und die Polizeibehörden zu entlasten. Dies ist vermutlich nur der erste Schritt in Richtung einer dauerhaften Aufenthaltsberechtigung, denn es sollen schon Maßnahmen zur „Regularisierung“ geplant sein.
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Linker Immigrationsminister als Schutzpatron der Zuwanderer
Die neuen Pläne wurden Anfang Mai von Domenico Cuttaia, dem Präfekten Veneziens, im Auftrag des Innenministers verkündet, als er mit Minister Andrea Riccardi und Vertretern diverser Einwanderergruppen zusammentraf. Riccardi ist ein Fürsprecher der Immigranten, was bei seiner Biografie nicht überraschen dürfte: In seiner Jugend las er Marx und Mao und kam zu dem Schluss, man müsse Religion mit Politik verbinden. Er gründete die katholischen Gemeinschaft Sant’Egidio und ist derzeit Minister für Internationale Zusammenarbeit und Immigration. Er hat bereits in mehreren Fällen interveniert, um die Aufenthaltsgenehmigungen für arbeitslose Einwanderer von sechs Monaten auf ein Jahr zu verlängern.

unzensuriert.at – 15.05.2012 – 23:46