Wann platzt die Lügenblase?

Wann platzt die Lügenblase?
Blasen platzen. Alle!
Ob es nun eine Dot.com-Blase war, die Immobilienblase, die Schuldenblase oder wie aktuell die „Lügenblase“, sie haben bestimmte Elemente gemein:
Gemeinhin glaubt die Mehrheit ganz fest daran, dass sie nicht existiert und wenn, dass sie nicht platzen wird.
Und der Zeitpunkt des Zusammenbruchs liegt immer weiter entfernt, als rational denkende Menschen sich vorstellen können, kommt dann aber völlig überraschend, denn vorhersehbar ist er nie.
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„Lügenblase“ was das ist?
Das ist die gewaltige Diskrepanz zwischen dem, was uns seitens Banken und Politik erzählt wird und der Realität draußen vor der eigenen Haustür. Solange man selbst nicht unmittelbar betroffen ist, d.h. noch Vermögen und Arbeit hat, fällt es relativ leicht, einfach wegzusehen. Aber nur bis zu einem gewissen Punkt. Und auch auf das kurze Gedächtnis der Menschen kann man nur bis zu einem bestimmten Grad setzen.
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Wie viele Leute glauben wirklich, dass die EU auch nur irgend etwas im Griff hat?
Angeblich ist alles auf einem guten Weg. Pleiten drohen nicht. Wer hat denn in den letzten Monaten nicht gemerkt, dass nur das Geld drucken nach belieben diese Pleiten abwenden konnte, die aber faktisch dennoch existieren? Wer hat übersehen, dass es Anfang des Jahres hieß, es werde nur zu einer leichten, kurzen Rezession kommen – während die Konjunkturdaten momentan immer noch schlechter und schlechter werden?
Wer glaubt in diesem Umfeld und angesichts von Generalstreiks, dass die EU mit ihren Sparauflagen nicht das dümmste tat, was sie hätte tun können? Wer glaubt, dass die befohlenen Defizitgrenzen Sinn machen, wenn man sie immer wieder ausweiten muss – um danach wieder zu behaupten, sie würden eingehalten?
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Bankhaus Rott + Frank Meyer