Stromtrassen für die Kohlewirtschaft?

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CC – Author: Ironie

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„Man möchte zuweilen ein Kannibale sein, nicht um den oder jenen aufzufressen,
sondern um ihn auszukotzen.“

Emile Michael Cioran (1911 – 1995), französischer Philosoph und Schriftsteller

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Es ließ sich leider nicht zweifelsfrei ermitteln, welcher konkrete Anlass dieses zynische Statement bei Monsieur Cioran auslöste. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die Ursache nicht dem für die deutsche Energiewende zuständigen Wahrheitsministerium anzulasten ist.

Sowohl von dort als auch von den Block-Pfeifen wird allerdings seit Monaten das Dogma verbreitet, ohne Netzausbau könne es keine Energiewende geben.

Mehr noch, besorgte Bürgerinnen und Bürger, die sich in eigens gegründeten Initiativen organisiert haben, um sich gegen den Bau neuer Stromautobahnen zu wehren, geraten in den Ruf von ewig Gestrigen, Störern oder inkompetenten Bremsern.

Nachfolgende Zitate mögen diesen Eindruck verdeutlichen: Den Rest des Beitrags lesen »

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EU-Energiepolitik mit falschen Zahlen

Erneuerbare Energien sind viel zu teuer, behauptet Energiekommissar Günther Oettinger (CDU). Deshalb soll die EU auf neue Atomkraftwerke und Kohlekraftwerke mit CO2-Abscheidung (CCTS) setzen.
Das Politmagazin Frontal21 berichtete in diesem Zusammnenhang, dass laut EU-Kommission sollen europaweit Kernkraftwerke mit einer Gesamtleistung von 104 Gigawatt gebaut werden – das entspräche 69 neuen Atommeilern.

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Demnach sollen etwa in Polen schon im kommenden Jahrzehnt sechs neue AKW ans Netz gehen, weitere vier in der Tschechischen Republik. Das gehe hervor aus dem „Referenzszenario 2013“, das die EU-Kommission Ende Dezember vorgestellt hat. Die Zahlen seien Grundlage für die neuen Klimaschutzziele der EU, die am 22.01.2014 vorgestellt werden sollen.

Tatsächliche Kosten für neue Atomkraftwerke liegen ein Vielfaches über den von der Kommission angenommenen

Wissenschaftler kritisieren, die EU Kommission gehe dabei von unrealistisch niedrigen Kosten für neue Atomkraftwerke aus. Der Energiewissenschaftler Prof. Christian von Hirschhausen vom DIW Berlin erklärt gegenüber dem ZDF-Magazin „Frontal 21“, die tatsächlichen Kosten neuer AKW seien fast doppelt so hoch wie die von der EU-Kommission angenommenen 4.400 Euro pro Kilowatt. Den Rest des Beitrags lesen »


Die Wahrheit über erneuerbare Energie

Für sauberen Strom aus der Steckdose zahlt der Verbraucher gerne etwas mehr. Und Europa plant aus angeblicher Sorge vor den Folgen des Klimawandels die große Energiewende. Danach sollen die Stromanbieter bis zum Jahr 2050 ihren CO2-Ausstoß nahezu auf null herunterfahren. Doch was steckt wirklich hinter den schönen Versprechen von sauberer Energie?

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Geworben wird vor allem mit der Kraft aus Wind und Sonne. Dabei deckt sie gerade einmal ein Prozent der europäischen Energieversorgung ab. In Wahrheit setzen Politik und Industrie vor allem auf Biomasse. Mit Steuergeldern hat die EU einen milliardenschweren Markt aufgebaut. Aber für Energiepflanzen werden selbst wertvolle CO2-Speicher wie Moore vernichtet. Und die Flächen für den Nahrungsmittelanbau werden knapp. Das löst weltweit eine Kettenreaktion aus. Durch den Hunger nach Energiepflanzen werden in Brasilien und Indonesien Regenwälder abgeholzt. Doch die EU nimmt die Industrie in Schutz.

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Und um den Nachschub mit angeblich sauberer Energie sicherzustellen, werden die Versprechen immer abstruser. In Zukunft sollen auch schmutzige Kohlekraftwerke grünen Strom liefern. Der Rohstoff wird einfach durch Holz ersetzt, und klimaschädliche Abgase werden unter die Erde gepumpt. Diese fragwürdige Technologie führt zu einer Renaissance der Kohle. Sie kommt zunehmend aus Kolumbien – mit verheerenden Folgen für Mensch und Umwelt. Denn beim Kohleabbau gelangt das Treibhausgas Methan ungehindert in die Atmosphäre und zerstört das Klima.

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Die Dokumentation deckt die Verstrickungen zwischen Wirtschaft und Politik auf und zeigt, wie auf Kosten des Verbrauchers die europäische Klimabilanz sauber gerechnet wird.

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