Immer mehr Firmeninsolvenzen und Zwangsversteigerungen an deutschen Gerichten anhängig

Auch in diesem Jahr reißt die Flut an Zwangsversteigerungsverfahren und Firmeninsolvenzen an deutschen Amtsgerichten nicht ab. Schon zu Beginn des Jahres 2014 verzeichnen die deutschen Gerichte mehr als 31.000 Zwangsversteigerungsverfahren in den 16 Bundesländern und es kommen stetig neue Verfahren hinzu. In den letzten acht Jahren waren es bundesweit mehr als 800.000 Zwangsversteigerungsverfahren an 430.000 Objekten (bundesweit). Insgesamt wurden weit mehr als 1.200.000 Zwangsversteigerungstermine veröffentlicht. Täglich kommen ca. 500 Vorgänge bundesweit bei den Gerichten neu hinzu. Während sich die einen über den günstigen Erwerb der Immobilien aus der Zwangsversteigerung freuen, betrifft es das Leid vieler Hausbesitzer die in die Schuldenfalle geraten sind und über die Zwangsversteigerung Ihr Heim und somit das Dach über dem Kopf verlieren.
Deutsche Amtsgerichte verzeichnen zudem einen Anstieg an Firmeninsolvenzen zu Beginn des Jahres 2014. Waren es im Jahr 2013 insgesamt noch 26.733 Unternehmensinsolvenzen, sind es bis Mai 2014 bereits über 13.000 Verfahren, die die deutschen Insolvenzgerichte beschäftigen.
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„Merkel nimmt für Europa sogar 60 Prozent Arbeitslose in Kauf “

„Merkel nimmt für Europa sogar 60 Prozent Arbeitslose in Kauf “
Der Vorsitzende der nationalistischen UK Independence Party, Nigel Farage, erhebt schwere Vorwürfe gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel. Für die Euro-Rettung sei Merkel bereit, schwere gesellschaftliche und wirtschaftliche Krisen in Kauf zu nehmen, sagte Farage in einem Fernseh-Interview, das GEOLITICO in diesen Text eingebettet hat.
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Doch dabei habe es Merkel nicht belassen, versichert der Brite, dessen Partei einen Ausstieg Großbritanniens aus der Eurozone anstrebt.
Farage:

„Sie sagte: Es ist uns völlig egal, ob die Jugendarbeitslosigkeit die 60-Prozent-Marke erreicht. Es ist uns völlig egal, ob 25 Prozent der Privatunternehmen zusammenbrechen. Es ist offen gesagt sogar egal, ob ganz Griechenland zusammenbricht, solange wir das europäische Projekt erhalten.“

Günter Lachmann – GEOLITICO
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TV-Interview mit Nigel Farage – die zitierten Stellen im Text ab Min 7:55
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Portugal auf Griechenland-Kurs oder: die EU und der Eisberg

Portugal auf Griechenland-Kurs oder: die EU und der Eisberg

Arbeitslosigkeit auf 15 Prozent gestiegen, Jugendarbeitslosigkeit auf rund 35 Prozent, 150.000 Menschen haben 2011 mangels Jobperspektive das Land verlassen, laut Prognosen wird die Wirtschaft dieses Jahr um über drei Prozent schrumpfen, Unternehmens- und Privatinsolvenzen nehmen zu.
Das ist nicht die Beschreibung der Wirtschaftslage Griechenlands. Nein, es ist die Beschreibung der Situation in Portugal, das zwar ebenso wie Griechenland Finanzhilfen der EU und des Internationalen Währungsfonds in Anspruch nehmen musste, das aber ganz eindeutig keine Misswirtschaft betrieben hat, kein gravierendes Korruptionsproblem und zudem auch eine bessere wirtschaftliche Substanz als Griechenland hat. Wieso also steuert Portugal auf dieselben Probleme zu?
eine schöne Bestandsaufnahme der aktuellen Lage
dazu:
Haushaltssanierung in Portugal: Beim Musterschüler wächst die Angst vor der Rezession
Portugal hat sich einer Rosskur unterzogen, um die Haushaltssanierung zu erreichen. Inwieweit das bislang von Erfolg gekrönt ist, wird sich heute im Bericht der EU-Kommission zeigen. Klar ist: Der Sparkurs bringt Firmenpleiten und Arbeitslosigkeit mit sich.
Noch überwiegt aber das Prinzip Hoffnung.
Von Christopher Plass, ARD-Hörfunkstudio Madrid
Anmerkung
Immer schön weiter festhalten an der Hoffnung … trotz schon fast erkennbarer Aussichtslosigkeit … man hat ja in diesen Zeiten leider sonst nichts, an dem man sich festhalten könnte … ausser an den Erkenntnissen der letzten Jahre: „Es gilt das gebrochene Wort!“

Ihr Oeconomicus