Kanadischer Bergbaukonzern zwingt Alexis Tsipras in die Knie

Kanadischer Bergbaukonzern zwingt Alexis Tsipras in die Knie
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Einen Kantersieg hat nun ein kanadischer Bergbaukonzern gegen den griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras (SYRIZA) errungen. Die Goldschürfer der Firma Eldorado Gold setzten gegen die Regierung in Athen die Rückgabe einer entzogenen Bergbaulizenz auf der Halbinsel Chalkidiki durch. Tsipras hatte diese im August 2015 Eldorado Gold entzogen, da das Unternehmen angeblich gegen Umweltauflagen verstoßen hätte.
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Die Firma hatte allerdings bereits seit 2012 nicht weniger als 540 Millionen Euro in das Projekt investiert und wehrte sich deshalb erfolgreich vor dem griechischen Verwaltungsgerichtshof gegen den Lizenzentzug.
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Quelle
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korrespondierende Beiträge
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02.10.2015
Canada’s Eldorado fights gold mine ban by Greek government
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24.08.2015
Gold und Gewalt in Griechenland
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28.05.2015
250 Tonnen Gold und trotzdem arm
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20.02.2013
Griechenland will stärker auf seine Rohstoffe setzen
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17.02.2013
Dunkle Wolken über dem “Klondike” von Chalkidiki
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Griechenland will stärker auf seine Rohstoffe setzen

Griechenland will stärker auf seine Rohstoffe setzen
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Die Rohstoffvorkommen in Griechenland könnten der schwer angeschlagenen Wirtschaft mittelfristig wieder Auftrieb verleihen. Zur Förderung der heimischen Bodenschätze bemüht sich die griechische Regierung um bessere Rahmenbedingungen. Insbesondere ausländische Investoren sollen ins Land geholt werden. Ab 2014 könnten sich im Bereich Naturstein Geschäftschancen für deutsche Zulieferer ergeben.
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Ob Erdgas, Lignit, Gold oder Geothermie:
Griechenland will seine Rohstoffvorkommen und Energiequellen besser nutzen. Die Bodenschätze sollen, wenn es nach dem Ministerium für Umwelt, Energie und Klimawandel geht, der griechischen Wirtschaft wieder zu neuem Schwung verhelfen.
Den Wert der schlummernden Kostbarkeiten schätzt das Ministerium ohne die vermuteten Erdgasvorräte an der griechischen Küste auf über 28 Mrd. Euro. Die Goldvorkommen in Makedonien und Thrakien werden auf rund 420 Tonnen beziffert, so das Institut für Geologie und Bergbauförderung (IGME). Mittelfristig könnte das Land sogar zum größten Goldproduzenten Europas aufsteigen.
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Die Förderung griechischer Bodenschätze sollen unter anderem ausländische Unternehmen übernehmen. Über 120 öffentliche Abbaugebiete in ganz Griechenland wurden im Jahr 2012 bereits identifiziert.
Für 50 Gebiete starteten im vergangenen Jahr Ausschreibungsverfahren. Gefördert werden sollen Gold-, Kupfer-, Blei-, Zink-, Silber- und Antimonitvorkommen.
Im März 2012 haben Unternehmen verbindliche Angebote für den Abbau von Gold und Kupfer in der Gegend von Kilkis in Nordgriechenland abgegeben. Zu den Interessenten zählten auch Global Player wie Eldorado Gold. Der geschätzte Wert der Vorkommen liegt bei 1,5 Mrd. Euro, das Potenzial beläuft sich auf rund 7 Mrd. Euro. Allein der Goldabbau soll dem griechischen Staat über die nächsten 30 Jahre Milliarden in die leeren Kassen spülen.
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Michaela Balis – GTAI
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Dunkle Wolken über dem „Klondike“ von Chalkidiki

Verwüstungen der Förderanlagen von Hellas Gold

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Die Eskalation um die Goldförderung im nordgriechischen Skouries (zu deutsch: „Schlacke“) erreicht einen neuen Höhepunkt!
Wie ekathimerini berichtet, sollen am Morgen etwa 50 Angreifer die Förderanlagen von Hellas Gold, einer Tochtergesellschaft des kanadischen Unternehmens Eldorado Gold verwüstet haben.
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Ausgangspunkt:
Nachdem der griechische Staat in seiner finanziellen Notlage die Schürfrechte der Goldlagerstätte billigst verscherbelt hat, überwiegen bei der Bevölkerung mögliche Umweltfolgen insbes. hinsichtlich Trinkwasserverseuchung deutlich mehr, als die Freude über die Schaffung einiger hundert Arbeitsplätze.
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Bereits im Oktober 2012 kam es zu wiederholten Zusammenstößen zwischen gegen die dortige Goldmine protestierenden Bürgern und starken Polizeikräften, in dessen Verlauf Verlauf zu deren Auflösung Tränengas und Schockgranaten zum Einsatz kamen.
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Die Proteste der Anwohner, Bürgerrechtler und Umweltschützer dürfte wohl weitergehen und die Träume der hellenischen Regierung zur bedeutendsten Europäischen Gold-Fördernation aufzusteigen, hochgradig gefährden.
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Ihr Oeconomicus

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Korrespondierende Berichte und Hintergründe
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EU-Parlament:
schriftliche Anfrage (14.10.2009) von Kriton Arsenis (S&D) an die Kommission
Betrifft: Bau eines neuen Bergwerks bei Skouries in der Nähe von Panagia auf Chalkidiki
Answer given by Mr Dimas on behalf of the Commission (13.11.2009)
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Griechenland 2016 größter Goldproduzent Europas?
Die Eldorado Gold Corporation strebt für ihre beiden Minen auf Chalkidiki und ein weiteres Projekt bei Peramos für 2016 eine Produktion von ungefähr 345.000 Unzen Gold an.
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GR-Blog, 13.10.2012
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Zusammenstöße wegen Goldmine auf Chalkidiki in Griechenland
In Griechenland kam es auf Chalkidiki bei Skouries erneut zu Zusammenstößen zwischen gegen die dortige Goldmine protestierenden Bürgern und starken Polizeikräften.
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GR-Blog, 22.10.2012
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»Verheerend für Wälder und Wasserversorgung«
In Nordgriechenland will ein kanadisches Unternehmen im großen Stil Gold abbauen. Dagegen gibt es Widerstand.
Ein Gespräch mit Maria Kadoglou (Mitglied der Organisation Hellenic Mining Watch – Resistance to destructive mining in Greece im Gebiet um Skouries)
junge Welt, 30.10.2012
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Streit um das Gold von Chalkidiki – Ab 2015 soll Griechenland Europas größter Goldproduzent sein
Wiener Zeitung, 29.11.2012
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Spaltung und Gewalt wegen Gold auf Chalkidiki in Griechenland
Die umstrittene Ausweitung der Goldförderung auf der Halbinsel Chalkidiki in Griechenland führt zu Spaltung und Gewalt zwischen Befürwortern und Gegnern des Projekts.
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GR-Blog, 30.11.2012
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No Eldorado – Protest in Thessaloniki against a gold mining project in Halkidiki.
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update, 25. Oktober 2013
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Griechenland kriminalisiert Proteste gegen Goldminen auf Chalkidiki

Eine 76-jährige Greisin, die gegen die Verseuchung durch die Goldminen auf Chalkidiki protestierte, muss sich wegen Ausübung rechtswidriger Gewalt verantworten.
Im Rahmen des exzessiven Vorgehens der Polizei gegen alle Bürger, die gegen die chemische Verseuchung auf der Insel Chalkidiki durch die dortigen Goldminen protestieren, wurde eine in Megali Panagia wohnhafte 76-jährige Greisin vorgeladen, um sich wegen des gegen sie erhobenen Verdachts der Ausübung rechtswidriger Gewalt zu rechtfertigen.
Wie in der Klageschrift angeführt wird, hatte die Greisin zusammen mit anderen Einwohnern des Dorfs Megali Panagia, denen ebenfalls Vorladungen bezüglich der selben Anschuldigung zugestellt worden sind, die Straße blockiert und einen Bus mit Beschäftigten der “Hellas Gold” daran gehindert, an ihren Arbeitsplatz zu gelangen.
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GR-Blog


Griechenland im Goldrausch

Griechenland im Goldrausch
Auf der nordgriechischen Halbinsel Chalkidiki liegen große Kupfer-, Silber- und Goldvorkommen. Um der Krise zu entkommen will das Land zum größten Goldproduzenten Europas werden. Doch es regt sich heftiger Widerstand.
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Handelsblatt
GR-Blog