Kritik an Merkel’s Euro-Kurs: „Deutschland profitiert von den Schmerzen Europas“

Kritik an Merkel’s Euro-Kurs: „Deutschland profitiert von den Schmerzen Europas“

Deutschland habe wohl seine eigene Geschichte vergessen, sagt der US-Autor und Ökonom Robert Kuttner. Im Interview kritisiert er Merkels Euro-Politik und spricht über die Angst der Amerikaner vor der Krise in Europa.

„Deutschland wurden bei der Währungsreform Ende der 40er Jahre fast alle Staatsschulden gestrichen, obwohl das Land das am höchsten Verschuldete weltweit war. Natürlich hätte man damals sagen können, okay, was Deutschland jetzt braucht, ist eine gute Portion Sparsamkeit. Aber niemand hat sich damit durchgesetzt, weil der Kalte Krieg begann und man Deutschland brauchte. Noch ein Beispiel aus der Geschichte, nehmen Sie die Wiedervereinigung: Hier hat Westdeutschland den Osten finanziell unterstützt. Also glaubt Deutschland offenbar sehr wohl an eine Transferunion, so lange Transfers zu anderen Deutschen gehen.“

Handelsblatt – 25.06.2012, 06:41 – Kommentare

Auszug:

25.06.2012, 08:20 Uhr – Oeconomicus

„Deutschland exportiert eine Menge in die Eurozone – also ist die Annahme nicht besonders weise, dass das Land florieren kann, während der Rest Europas in der Rezession steckt.“

Nicht Deutschland exportiert, sondern deutsche Unternehmen mit etwa 4,4 Mio Arbeitsplätzen (Anm.: zur Anzahl der darin enthaltenen prekären Arbeitsverhältnissen fehlen mir belastbare Daten).

Die auf der mikro-ökonomischen Ebene erwirtschafteten Erlöse aus Exporten in die Club-Med-Staaten, fliegen ALLEN Steuerzahlern in der makro-ökonomischen Betrachtung (vulgo Target-2) um die Ohren.

TOLLES GESCHÄFTSMODELL!2