Österreichs Hilfswerke beklagen „Zusammenbruch des Systems“

Österreichs Hilfswerke beklagen „Zusammenbruch des Systems“
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Vertreter führender Hilfsorganisationen Österreichs alarmieren angesichts der prekären Situation bei der Unterbringung von Flüchtlingen:
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„Das Erstaufnahmesystem, wie es gesetzlich vorgesehen war, ist zusammengebrochen“
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erklärte der Direktor der Diakonie Österreich, Michael Chalupka, stellvertretend für die Organisationen Caritas, Hilfswerk Österreich, Rotes Kreuz, Samariterbund und Volkshilfe am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Wien.
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Rund 7.000 Flüchtlinge seien derzeit in Notquartieren untergebracht – und das, obwohl sie schon in Grundversorgungseinrichtungen sein müssten. Bis Jahresende fehlen den Angaben zufolge 15.000 Plätze. Zurzeit würden täglich 300 bis 400 Asylanträge gestellt. Viele der Antragsteller landeten danach direkt auf der Straße oder in prekären Notquartieren.
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Die gesetzliche Regel, wonach binnen 48 Stunden polizeilich in einer Prognoseentscheidung abgeklärt werden muss, ob Österreich für die Abwicklung des Asylverfahrens zuständig ist, greife schon lange nicht mehr, so Chalupka.
Die schwerwiegende Folge sei: Erst nach der Prognoseentscheidung haben Asylbewerber das Recht, in die Grundversorgung aufgenommen zu werden.
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katholisch.de
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