Werft die Rettungsboote über Bord!

Werft die Rettungsboote über Bord!

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Bildrechte: Public Domain, Urheber: Magazin ‚Die Gartenlaube‘

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Da sich die Euro-Titanic im Eismeer bewährt und als unsinkbar erwiesen hat, trällern die Treuhänder der Richtlinienkompetenz unserer personifizierten politischen Dreifaltigkeit in fröhlicher Intonation den Kanon „Werft die Rettungsboote über Bord“!
Getreu nach dem Motto „Was ich sehe, muss ich nicht glauben und was ich glaube ist meine Wahrheit“ werden Phrasen über erfolgreiche Euro-Strategien gedroschen und die Reformleistungen der Krisenstaaten hochgelobt.
Bereits erkennbare Silhouetten gigantischer Eisberge, mit hässlichen Namen wie Rezession, Arbeitslosigkeit, Demokratieverluste, ungedeckte Renten- und Pensionsleistungen verwandeln sich unter dem Einfluß von Halluzinogenen, welche zu kaleidoskopartigen Sinnestäuschungen und optischen Eindrücken wie in einem Zerrspiegel führen können, zu einem Euro-Elysium.
Sollten sich ‚am Morgen danach‘ die Nebelschaden lichten, die schaurigen Folgen expansiver Geldpolitik von EZB, FED, BoJ und die desaströsen Resultate  wiederholten oder gar vorsätzlichen Polit-Versagens spürbar werden, könnte man heute unbekümmert wirkende Chorknaben beim eisigen Aufprall flugs ins persönlichen Rettungsboote flüchten sehen.
Gottlob gibt es noch Konzern-Chefs die den betörenden Sirenen-Gesängen aus dem Wahrheits-Ministeriums nicht erliegen, sondern Kurskorrekturen der Euro-Titanic fordern und die Rettungsboote an Bord lassen.
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Ihr Oeconomicus