Steuerparadiese – wo Geld in Ruhe „arbeiten“ kann

21.000 Milliarden in Steueroasen

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Informative Bestandsaufnahme über eine hocheffiziente und weltweit agierende Finanzindustrie, die im Zuge der Debatten um den wahrscheinlichen Bail-out für Zypern erneut in den Focus gerät.
Neben den mehr oder weniger bekannten Steuerparadiesen werden manche europäischen „Tax-Heavens“ oft vergessen!
Wer weiß schon, dass sich bspw. Bulgarien mit seinen niedrigen Unternehmenssteuersätzen immer mehr zu einer Steueroase für Unternehmen seiner Nachbarländer entwickelt hat?
Zusammen mit Zypern und Ungarn weist das Land eine der niedrigsten Steuerlasten innerhalb der EU auf.
Inzwischen haben 272 rumänische und 2072 griechische Unternehmen ihren Sitz nach Bulgarien verlegt. Die Unternehmen profitieren von einem niedrigen Körperschaftssteuersatz, der in Bulgarien bei nur zehn Prozent liegt. In Rumänien liegt dieser Steuersatz dagegen bei 16 und in Griechenland bei 25 Prozent.
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Mit offenen Karten: Steueroasen (ARTE)
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Steueroase Dubai
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Steuerparadies Jersey
Rauhe Winde wehen auf Jersey doch die Insel ist vor allem bekannt als Steuerparadies. Jersey ist einer der reichsten Orte der Welt. Von der Piratenhochburg zur Steueroase.
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Steuerhinterziehung de Luxe
Wie Schweizer Banken deutsche Millionäre in den Betrug locken – REPORT MAINZ, 1.3.2010 | 5:49 min
(nur über die SWR-Webseite aufrufbar)
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Steuerhinterziehung de Luxe – Report MAINZ – Teil 2/h5>
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Singapur: Steueroase und Anlageparadies für Reiche
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Steuerparadies Seychellen
Die Seychellen sind ein Steuerparadies – und sie stehen auf keiner grauen oder schwarzen Liste der OECD.
ARTE TV
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Beitrag nicht mehr auffindbar

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Zypern: Wie Steueroasen mitten in Europa existieren
Zypern hat Finanzhilfen bei der EU beantragt. Damit sollen indirekt die europäischen Steuerzahler ausgerechnet den Staat retten, der für viele Steuerflüchtlinge schon seit Jahren eine Steueroase ist.
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Hintergründe und Quellenverzeichnis

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Tax Justice Network
THE PRICE OF OFFSHORE REVISITED

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Estimating the Price of Offshore

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Oct 2012 – Over $800 billion drained from Sub Saharan Africa. Original here.
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Oct 2012 – Over $450 billion drained from North Africa. Original here.
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Nov 2011 – A briefing paper on the $3.1 trillion annual costs of tax evasion worldwide. With country by country breakdown. Original here.
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July 22, 2012, 10am BST
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Pre-launch update, July 22: Updated estimates of data for the top 50 private banks: click here. These update and replace the relevant tables in the main report. The main change is that the ranking changes slightly, but the final figure for total offshore assets remains approximately the same.
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Update 2, July 22: Pre-launch Coverage in The ObserverFront page article; longeroverview, and related articles on private banking, editorial on banking secrecy.
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MAIN REPORT 1 – The Price of Offshore Revisited: TJN’s in-depth and unprecedented study into the size of the offshore system.
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MAIN REPORT 2 – Inequality: You don’t know the half of it: TJN’s assessment of why inequality is much worse than we think
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Appendix 1: The pre-history of offshore estimates
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Appendix 2Explaining Capital Flight
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Appendix 3: Key charts

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Raw data and other documents will be uploaded in due course.
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Updates
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August 9, 2010 – Interview with James Henry, author of the Price of Offshore. Originals here and here.
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Ein gefährliches Buch: Schatzinseln
Wie Steueroasen die Demokratie untergraben
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United Nations Office on Drugs and Crime
Illicit money: how much is out there?
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Verein für Finanzgeschichte (Schweiz und Fürstentum Liechtenstein)
Robert U. Vogler, Das Schweizer Bankgeheimnis: Entstehung, Bedeutung, Mythos
PDF [116 Seiten]
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US Homeland Security & Governmental Affairs
Tax Havens and Abusive Tax Schemes
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These Islands Aren’t Just a Shelter From Taxes
New York Times, 5. Mai 2012
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ExxonMobil Spain beschäftigt einen Angestellten
Mit einem Jahresgehalt von 44.000 Euro verschafft er dem Ölkonzern einen steuerfreien Gewinn von 5 Milliarden dank eines Steuerschlupflochs
Telepolis
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Transfer pricing: Keeping it at arm’s length
OECD Observer
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Why Tax Havens Are a Blessing
CATO Institute
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The Liberalizing Impact of Tax Havens in a Globalized Economy
THE NASSAU INSTITUTE – Video-Vortrag von Dr. Dan Mitchell
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Downloads: 822

Anti-Money Laundering and Combating the Financing of Terrorism
Mutual Evaluation Report of Germany – PDF [386 Seiten]
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EU muss Profil ihrer weltweiten Demokratieförderung schärfen

EU muss Profil ihrer weltweiten Demokratieförderung schärfen

Eine internationale Expertengruppe um die MZES-Politikwissenschaftlerin Dr. Anne Wetzel hat die globale Demokratieförderung der Europäischen Union analysiert und sieht starken Verbesserungsbedarf.
[…]
Wo Demokratie draufsteht, ist nicht unbedingt Demokratie drin
[…]
Unzureichende Demokratieförderung kann das Gegenteil bewirken
[…]
EU verspricht, künftig stärker zuzuhören
[…]
Weitere Informationen, Literatur und Kontakt

Feuerprobe für Europa?

Feuerprobe für Europa?

Trotz aller Sparbemühungen droht der klamme Staat zur nächsten Feuerprobe für Europa zu werden.

DerStandard

Wie das Madeira Magazin berichtete ist nun ein neues Finanzloch aufgetaucht. Drei Jahre lang haben Alberto Joao Jardim, der Präsident von Madeiras Regionalregierung, und sein Kabinett offenbar verabsäumt, Schulden zu deklarieren und Rechnungen zu verbuchen. Damit fehlen etwa 1,1 Mrd. Euro, das Defizit Portugals wächst.

Lokalkaiser Alberto Joao Jardim, der die Insel im Atlantik und das dazugehörige Archipel seit 1978 regiert, bringt mit diesen Schulden das Mutterland nicht zum ersten Mal in Schwierigkeiten. Lange Jahre hat sich der konservative Jardim, der einst auch Vizepräsident der Europäischen Volkspartei war, am früheren sozialistischen Ministerpräsidenten José Socrates gerieben. 2009 hat er ein Sparpaket für seine Region abgelehnt und durchgesetzt, dass Madeira weiter Schulden anhäufen darf, während die sozialistische Minderheitsregierung im Mutterland ein Sparpaket beschloss.

Doch statt Reue zu zeigen und Sparprogramme vorzulegen, bläst der 68-jährige Jardim zum Gegenangriff auf das kontinentale Portugal:

„Diese Leute aus Lissabon sind alle Lügner. Die sollten sich schämen, uns in Madeira ein Demokratie-Defizit vorzuwerfen. In Lissabon gehen sie doch alle in die gleiche Richtung, sprechen die gleiche Sprache und die ganze Medienlandschaft ist ideologisch von den Linken kontrolliert – und dennoch tut niemand etwas dagegen.“

Jardims provokante und zugleich einfache Sprache stößt vor allem in den Lissabonner Politiker- und Intellektuellen-Kreisen auf große Ablehnung. Sie ist Teil einer ausgeklügelten Strategie, mithilfe derer sich der ehemalige Journalist schon so lange an der Macht hält. So sieht es der Zeithistoriker und Essayist José Eduardo Franco:

„Alberto João Jardim hat es beherrscht, eine bestimmte Insel-Mentalität heraufzubeschwören: Die Vorstellung, Madeira sei umzingelt von Feinden aus Festland-Portugiesen, die die Insel seit Jahrhunderten kolonisieren wollen. Diese Thematik taucht in seinen Reden seit den 1970er-Jahren immer wieder auf mit der Schlussfolgerung, jetzt sei es an der Zeit, dass Madeira endlich etwas zurückbekomme.“

dradio

 

Tja, da sind sie wieder, diese versteckten Sezessions-Drohungen, wie wir sie auch aus Italien (Lega Nord) oder Spanien (Baskenland) kennen.

Je tiefer die nationalen Krisen bei den Lebensumstände „der fleissigen“ Menschen (also des Mittelstandes) ihre Spuren hinterlassen, um so größer könnte die Unterstützung für etwaige Abspaltungs-Bestrebungen werden … ein hochexplosives Gemisch mit Bürgerkriegspotential!

… meint Ihr Oeconomicus