Präsidentschaftswahlen in Argentinien

Daniel Scioli, dem Gouverneur von Buenos Aires, werden gute Chancen bei der Präsidentschaftswahl eingeräumt.
Santiago Trusso, CC BY-NC-ND 2.0

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Präsidentschaftswahlen in Argentinien
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Nach acht Jahren Amtszeit darf die aktuelle Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner nicht mehr antreten, was die heutigen Präsidentschaftswahlen mit sechs angetretenen Parteibündnissen sicher spannend macht.
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Die aussichtsreichsten Kandidaten sind Daniel Scioli von der peronistischen Regierungspartei Frente para la Victoria (FpV) und sein stärkster Mitstreiter, der liberal-konservative Mauricio Macri von der Koalition Cambiemos. Ihnen folgt der Peronist Sergio Massa vom Bündnis Unidos por una Nueva Alternativa (UNA). Alle drei vertreten konservative Haltungen in Sachen Schuldenpolitik, Entwicklungsmodell, innere Sicherheit und bei Themen wie Abtreibung und Drogenlegalisierung.
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Laut Umfragen vom Anfang der Woche werden zwischen 38 und 42 Prozent der rund 32 Millionen wahlberechtigten Argentinier erneut für die Regierungspartei stimmen. Für den Wahlsieg müssen entweder 40 Prozent und ein Vorsprung von 10 Punkten erreicht werden, oder 45 Prozent aller Stimmen.
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amerika21 – Nachrichten und Analysen aus Lateinamerika
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korrespondierende Beiträge
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25.10.2015
Ausgleich für Argentinien
Daniel Scioli ist der aussichtsreichste Kandidat bei der Wahl in Argentinien. Den Aussöhner zwischen rechts und links erwarten schwere Hypotheken aus der Ära Kirchner.
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Michael Stürzenhofecker – Die Zeit
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Wahlen in Argentinien: Scioli Favorit für Kirchner-Nachfolge
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Präsidentschaftswahlen in Argentinien: zweite Runde im November
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follow-up, 26.10.2015
Mitte-Links-Kandidat gewinnt in Argentinien
Bei de Argentinien bekommt Daniel Scioli, Kandidat der Regierungskoalition die Wahl, Stichwahl ist wahrscheinlich.
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Die Zeit
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23.07.2014
Wie China seine Macht in Südamerika vergrößert
Es geht um Rohstoffe, Getreide, Eisenbahnen: China steckt Milliarden in Südamerika.
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Mit Argentinien schloss China jetzt ein Währungstauschabkommen, das der von akuter Devisenknappheit geplagten argentinischen Notenbank Zugriff auf Yuan-Kreditlinien im Wert von 11 Milliarden Dollar eröffnet. Der Umfang des Swapkontingents entspricht ziemlich genau dem Gesamtwert der chinesischen Jahresexporte nach Argentinien, die bisher in Dollar bezahlt wurden.
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Im argentinischen Patagonien finanzieren chinesische Banken mit 4,7 Milliarden Dollar den Bau von zwei Wasserkraftwerken. Den Auftrag sicherte sich der chinesische Baukonzern Gezhouba mit lokalen Partnern.
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Carl Moses – FAZ

Hedgefonds lassen sich nicht abschütteln

Hedgefonds lassen sich nicht abschütteln
Argentinien bringt den Streit um sein von Ghana beschlagnahmtes Marineschiff „Libertad“ vor die Vereinten Nationen. Wie der argentinische Außenminister Hector Timerman am Samstag (Ortszeit) in einer im Fernsehen verlesenen Erklärung mitteilte, gab Präsidentin Cristina Fernandez de Kirchner eine entsprechende Anweisung im Hinblick auf die Tagung des UNO-Sicherheitsrats am Montag.
Außerdem ordnete sie demnach an, bis auf den Kapitän und eine Notbesatzung alle Seeleute von Bord zu bringen. Die 326 Besatzungsmitglieder sind zum größten Teil Argentinier, unter ihnen befinden sich aber auch Chilenen, Uruguayer und andere Lateinamerikaner sowie Südafrikaner. Die „Libertad“ war am 2. Oktober bei einem Halt in der ghanaischen Hafenstadt Tema beschlagnahmt worden.
Hedgefonds führt juristischen Krieg
Der Finanzfonds NML Capital mit Sitz auf den karibischen Cayman-Inseln hatte vor einem Gericht in Ghana die Pfändung des Schiffs erreicht, um Argentinien zur Zahlung von ausstehenden Krediten und Zinsen zu zwingen. NML Capital hatte während der Wirtschaftskrise im Jahr 2000 billig Staatsanleihen aufgekauft, die Buenos Aires aber nie zurückzahlte. Vielmehr wurde mit einem Großteil der privaten und staatlichen Gläubiger ein weitreichender Schuldenschnitt vereinbart, dem sich mehrere Hedgefonds widersetzten. Nach Darstellung des Fonds schuldet Argentinien ihm umgerechnet 285 Millionen Euro.
ORF

Die Griechen sind nicht alleine schuld

Die Griechen sind nicht alleine schuld

Wird Griechenland, die Wiege Europas, zum Totengräber des Euro? Sollte der Euro implodieren, wären die Griechen jedenfalls nicht alleine dafür verantwortlich zu machen. Man wusste längst vor der Krise, was alles auf Sand gebaut war.
Schummeln alle?
Der Tango gehört den Argentiniern – den Griechen Südamerikas. Wie sagte jüngst die Präsidentin Argentiniens, Cristina Fernández de Kirchner, als der als fortschrittlich geltende Ökonom und Nobelpreisträger Stieglitz zu Gast war: Bruder, in der Not schummelt doch jeder, also schummeln auch wir! Gemeint war, wir fälschen die Statistik, um weniger Schuldendienst leisten zu müssen – was ohnehin jeder wusste. Wie die Argentinier ihren Bankrott von 2001/2002 «bewältigten», wird manchmal als Muster für Griechenland zitiert.
Späte Korrektur
Inzwischen hat man das Problem getürkter Statistiken gelöst. Im Rahmen des sogenannten Sixpacks, einer im Dezember 2011 in Kraft getretenen Serie von Massnahmen zur Verbesserung der ökonomischen und budgetären Disziplin innerhalb der Europäischen Union und besonders auch der Euro-Zone, verlieh man Eurostat jene Aufsichts- und Beglaubigungs-Kompetenzen, die die Euro-Krise vielleicht hätten verhindern können, wären sie rechtzeitig erlassen worden.
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NZZ