Coca Cola Hellenic – Größte griechische Firma flieht ins Ausland

Coca Cola Hellenic – Größte griechische Firma flieht ins Ausland
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Neue Hiobsbotschaft für die griechische Wirtschaft:
Der Getränkeabfüller Coca Cola Hellenic hat angekündigt, seinen Firmensitz in die Schweiz zu verlegen. Auch der Börsenplatz wechselt – nach London.
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Analysten werteten den Schritt dennoch in erster Linie als schlechtes Signal für das Griechenland, das unter einer Rekordarbeitslosigkeit von 25 Prozent leidet. Coca Cola Hellenic (CCH) hatte sich über höhere Steuern beschwert, die die Regierung in Athen im Zuge der Sparmaßnahmen zur Bekämpfung der Schuldenkrise erließ.
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N24
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korrespondierende Beiträge
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23.08.2012
Nötige Modernisierung der griechischen Wirtschaft: eine Herkulesaufgabe
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Griechenland hat lange Zeit über seine Verhältnisse gelebt – in dem Sinne, dass mehr Güter verbraucht als produziert wurden. Die Güterverwendung einer Volkswirtschaft setzt sich aus drei Komponenten zusammen: dem privaten Konsum, dem Konsum des Staates (zu dem etwa die Gehälter für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst zählen) sowie den Investitionen – seien es Investitionen der privaten Haushalte (Bau eines Eigenheims), der Unternehmen (Fabriken, Maschinen, Bürogebäude) oder des Staates (Straßen, Schulen oder Feuerwehrautos).
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In Griechenland überstiegen all diese Ausgaben zusammengenommen das Bruttoinlandsprodukt, also die Wirtschaftsleistung des Landes, deutlich. Wenngleich die Daten des Statistischen Amts der Europäischen Union (Eurostat) im Falle Griechenlands immer noch als „vorläufig“ gekennzeichnet sind, so sollten sie doch inzwischen zumindest einigermaßen zuverlässig sein und systematisch nur solche Fehler enthalten, die auch in den Zahlenwerken anderer Länder zu finden sind.[1] Den Daten nach war der Verbrauch in der gesamten vergangenen Dekade immer um mehr als ein Zehntel höher als die Produktion (vgl. Abbildung in der PDF-Version). Im Jahr 2008 wurde mit 15 Prozent der Spitzenwert erreicht.[2] Wenn mehr Güter konsumiert oder für Investitionen verwendet als selbst produziert werden, gibt es ein entsprechendes Defizit im Außenhandel.
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Dann kamen die Krisen. Zunächst war es die in der zweiten Jahreshälfte 2008 einsetzende weltweite Finanzkrise. Sie hat sich aber fast nur bei der Investitionsneigung bemerkbar gemacht. Der Konsum der privaten Haushalte wurde indes kaum gedämpft, und der Verbrauch des Staates zog sogar noch an. Es folgte die originär griechische Krise. Nach den Parlamentswahlen im Herbst 2009 wurde das tatsächliche Ausmaß der Staatsverschuldung mehr und mehr offen gelegt – vielleicht auch deshalb, weil die neu gewählte Regierung eine Begründung dafür brauchte, dass die großzügigen Wahlversprechen nun doch nicht eingehalten werden konnten.
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Karl Brenke – Bundeszentrale für politische Bildung
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29.10.2011
Griechenland hat kaum etwas zu verkaufen
Das eigentliche Problem der Griechen sind nicht die enormen Staatsschulden:
Das Hauptproblem ist die griechische Wirtschaft. Das liegt daran, dass das Land kaum etwas zu verkaufen hat, was im Ausland gefragt ist.
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Dirk Heilmann -Handelsblatt
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08.12.2010
Wirtschaft in Griechenland
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Die griechische Wirtschaft hat in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg eine tiefe Modulation und schnelles Wachstum erlebt, hat aber versäumt, durch Gründung effizienter landwirtschaftlicher Betriebe und Viehbestand in allen Gebieten, die Veränderung zu vollenden und die Bedürfnisse des Landes zu berücksichtigen und besonders die Industrie zu unterstützen, um die externe Abhängigkeit zu verringern und Produkte herzustellen, die auf dem internationalen Markt konkurrieren können.
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Die Gründe für diese Verspätung, deren Auswirkungen zu spüren sind, sind vielfältig, der Mangel an Tradition der Industrie, Fehlbeträge, die Schattenwirtschaft, die Kleinbetriebe und der durch Fehlplanung nur kurzfristige Profit, die gesellschaftliche Entwicklung zu hohem Konsum hin, besonders bei der wohlhabenden Schicht, die politische Instabilität und Mangel an Vertrauen in die Zukunft der griechischen Wirtschaft, der unsachgemäße Verbrauch der Spargelder, der Gigantismus des riesigen Binnenhandels, der Betrug im großen Stil, Bürokratie und die niedrige Leistungsfähigkeit im öffentlichen Dienst.
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Quelle
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18.08.2010
Absturz der griechischen Wirtschaft: Erst Depression, dann Explosion
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Geschäfte machen dicht, die Arbeitslosigkeit klettert mancherorts auf bis zu 70 Prozent:
In Griechenland wird erst jetzt das ganze Ausmaß der Krise sichtbar. Das radikale Sparpaket der Regierung stürzt die Wirtschaft in eine tiefe Rezession, selbst brave Familienväter drohen mit einem Aufstand.
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Corinna Jessen – SpOn
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27.05.2010
Griechenland braucht einen „Herkules-Plan“
Das Land muss seine Wirtschaft neu erfinden – sonst verpufft die Kredithilfe aus Europa.
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Auch wenn es um Kredite geht, fragen sich Europas Steuerzahler angesichts der Griechenland-Krise voller Sorge:
Bekommen wir das Geld wieder oder fließt es in ein gigantisches Fass ohne Boden?
Ich schlage vor, dass wir die Taschenlampe in dieses Fass halten, um besser zu sehen, wie der Boden beschaffen ist. Und um zu verstehen, woran es mangelt und was vorhanden ist.
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Jorgo Chatzimarkakis – DIE ZEIT
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08.05.2010
Abkehr von den Fakelaki
In keinem Land der Euro-Zone blühen Korruption und Schattenwirtschaft so wie in Griechenland – ein Grund für die Staatsmisere. Der Kampf dagegen kostet Zeit und Geld.
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Matthias Breitinger – DIE ZEIT
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