Nervosität in Washington

Nervosität in Washington:
China kauft keine US-Staatsanleihen mehr
Im September haben ausländische Institutionen mehr US-Staatsanleihen abgestoßen als erworben. China, der größte Gläubiger der USA, hat seinen Bestand an US-Staatsanleihen seit knapp einem Jahr nicht mehr erhöht. Dies bereitet der US-Regierung zunehmend Probleme, da sie extreme Haushaltsdefizite zu finanzieren hat.
[…]
DWNzerohedge

China öffnet den Goldmarkt

China öffnet den Goldmarkt
Die chinesische Zentralbank will erstmals Goldimport-Lizenzen an ausländische Banken vergeben. China ist schon heute der größte Goldproduzent der Welt. Heuer wird das Riesenreich dank der steigenden Nachfrage nach physischem Gold auch zum größten Konsumenten – noch vor dem bisherigen Spitzenreiter Indien. Die chinesischen Goldimporte beliefen sich im September auf knapp 70 Tonnen. In den vergangenen zwölf Monaten hat China damit 582 Tonnen Gold via Hongkong importiert.
Die Öffnung des Goldmarktes sei der steigenden Nachfrage in der Bevölkerung geschuldet, sagte Xie Duo, Generaldirektor für Finanzmärkte bei der Chinesischen Zentralbank. Es sei die offizielle Politik der Zentralbank, die Chinesen zu Investments in physisches Gold zu ermutigen, so Xie Duo. Derzeit verfügen aber nur einheimische Banken über die notwendigen Lizenzen für den Import des Währungsmetalls: die Industrial and Commercial Bank of China, die Bank of China, die Agricultural Bank of China, die China Construction Bank und fünf weitere.
[…]
(Die Presse)

Studie: Bis 2025 kommt jedes zweite Auto aus Asien

Studie: Bis 2025 kommt jedes zweite Auto aus Asien
Der rasante Aufstieg Chinas verschiebt die Gewichte in der Automobilindustrie: Im Jahr 2025 wird jedes zweite Auto weltweit in Asien produziert, zeigt eine neue Studie. Europa kann seine Vormachtsstellung zumindest in einem Bereich halten.
Verkaufsrückgänge in Europa, Zuwächse den USA, abebbender Boom in China:
In der Automobilindustrie ist derzeit vieles in Bewegung. Hersteller investieren Milliarden in neue Werke in Schwellenländern und stecken hohe Summen in die Entwicklung sparsamer Motoren. Gleichzeitig bringen sie Elektroautos auf den Markt und bereiten die Einführung von Brennstoffzellenfahrzeugen vor – ohne zu wissen, welche Technologie sich durchsetzt.
ManagerMagazin

China legt beim Export eine Schippe drauf

China legt beim Export eine Schippe drauf
Die chinesischen Exporte sind im Oktober stärker gestiegen als erwartet. Ihre Ziele für dieses Jahr wird die Volksrepublik aber nicht erreichen. Die Aussichten für die nächsten Monate seien „vergleichsweise düster“.
Handelsblatt
+
CBCNews berichtet ausführlicher:
„China’s economy shows signs of recovery
China’s auto sales, consumer spending and factory output improved in October in a new sign of economic recovery as the Communist Party prepared to install a new generation of leaders.

Growth in factory output accelerated to 9.6 percent over a year earlier from the previous month’s 9.2 percent, the government reported Friday. Retail sales rose 14.5 percent, up from September’s 14.2 percent.
Also in October, inflation eased further, giving Beijing more room to cut interest rates or launch new stimulus measures to speed a recovery with less danger of igniting politically dangerous price rises.
The data are welcome news for the ruling party, which is meeting in Beijing for a once-a-decade handover of power to younger leaders. Coming off the past year’s steady declines in economic activity, a rebound might allow the new leaders to benefit from improving public sentiment.
„A modest recovery is under way,“ said UBS economist Tao Wang in a report.
[…]“
CBSNews
+
Nachtrag:
Neue Wachstumsziele aus Peking: China beschwört „Stabilisierung“
Beim Ritt auf dem chinesischen Drachen bekommen die Wirtschaftslenker in Peking die Zügel offenbar wieder etwas fester zu fassen: Pünktlich zum Parteitag konstatiert die zuständige Kommission konjunkturelle Fortschritte. Ein Grund: Die Exporte entwickeln sich besser als erwartet. Doch zu den Aussichten äußert sich selbst der Handelsminister skeptisch.
[…]
N-TV

Soja aus Argentinien für das Reich der Mitte

Soja aus Argentinien für das Reich der Mitte
Chinesische Unternehmen wollen in Argentinien Land im großen Stil für den Sojaanbau pachten. Besonders in Patagonien formiert sich jetzt der Widerstand gegen die Landnahme durch ausländische Investoren.
Viedma liegt an der Mündung des breiten Rio Negro in den Südatlantik, dort wo Patagonien beginnt. Ende der 1980er Jahre ging die Weltpresse in Viedma ein und aus, denn der Regierungssitz sollte von Buenos Aires in die Kleinstadt verlegt werden, um den menschenleeren Süden Argentiniens zu entwickeln. Doch daraus wurde nichts. Der Regierung von Präsident Raúl Alfonsín ging das Geld aus, das Kapital für neue Ministerien und den Umzug fehlte. Das Vorhaben wurde begraben, in Viedma herrschte Katzenjammer und die meisten, die auf der Suche nach einem neuen Job hergekommen waren, reisten wieder ab.
Vor zwei Jahren, nachdem Gouverneur Miguel Saiz von einem Asienbesuch zurückgekehrte, kam dann das Gerücht auf, dass chinesische Investoren 320.000 Hektar Land für 50 Jahre pachten und im nahegelegenen Tiefseehafen San Antonio eigene Docks bauen wollten, um Sojabohnen in die Volksrepublik zu verschiffen. Die Geschäftsleute waren begeistert – die Bevölkerung reagierte entsetzt.
[…]
Deutsche Welle

Erfolgreich und ungeliebt – Machtwechsel in China

Erfolgreich und ungeliebt – Machtwechsel in China
Heute beginnt in China eine gewaltige Umtauschaktion. Fast die gesamte politische Führung wird ausgewechselt, also politisches Nippes entsorgt. In China passiert das hinter den verschlossenen Türen eines Parteitags und wahrscheinlich werden allen vorher die Handys abgenommen. Es darf ja nichts unzensiert nach außen dringen. Hysterischer als ohnehin schon versucht die kommunistische Führung, alle Informationen zu zensieren.
hr2 – Der Tag: PODCAST [51:34 Min]
+
Nach Herrn Hu und Herrn Wen kommt Herr Xi
THE NEW YORK TIMES: „Billions in Hidden Riches for Family of Chinese Leader“

Zentralamerika: Investitionen aus China in Milliardenhöhe

ZENTRALAMERIKA:
Investitionen aus China in Milliardenhöhe

.
Vom Satellitenfernsehen bis zum Ozeankanal – China baut seine Investitionen in Zentralamerika immer weiter aus. Aus dem Reich der Mitte stammen die innovativsten und größten Projekte in der Region. Investitionen und Exporte in die entgegengesetzte Richtung sind allerdings selten.
.
Beispiele für chinesisches Kapital sind facettenreich. Im Osten von Honduras baut die staatliche chinesische Firma ‘Sinohydro’ das Wasserkraftwerk Patuca III mit einer installierten Leistung von 104 Megawatt. Das Projekt kostet 350 Millionen US-Dollar.
.
Das soll nicht das einzige Großprojekt bleiben. Der honduranische Präsident Porfirio Lobo traf sich im September mit Vertretern der Chinesischen Entwicklungsbank, um über Investitionen in Energie- und Telekommunikationsnetze zu verhandeln.
.
Wesentlich ambitionierter verhält sich China in Nicaragua. Im Oktober unterschrieb Präsident Daniel Ortega eine Absichtserklärung mit der neu gegründeten ‘HK Nicaragua Canal Development Investment Co.’ mit Sitz in Hongkong, der der Telekommunikations-Magnat Wang Jing vorsitzt. Ziel ist der Bau eines Kanals zwischen dem Karibischen Meer und dem Pazifischen Ozean, um Transportwege zu verkürzen. Dieser Kanal ist ein lange von der Regierung Nicaraguas gehegter Traum. Das Projekt soll 30 Milliarden US-Dollar kosten. Die Bauphase wird mit zehn Jahren veranschlagt.
.
Neben dem Kanal, der für Frachtschiffe befahrbar sein soll, hat sich Wang Jing, Präsident der Telekommunikationsfirma ‘Xinwei’, bereit erklärt, zusätzlich in Frachtzüge zu investieren sowie im nicaraguanischen Monkey Point am Karibischen Meer einen Hafen zu bauen und den existierenden in Corinto am Pazifischen Meer zu sanieren.
.
Die Regierung verhandelt darüber hinaus mit der ‘China Great Wall Industry Corporation’ die Übernahme von ‘Nicasat-1′, einem Satelliten der dritten Generation mit einem Wert von 300 Millionen US-Dollar. Ab 2016 sollen damit moderne Kommunikationsdienste – Internet und digitales Fernsehen – für Nicaragua und die Region möglich sein.
.
Auch in den übrigen zentralamerikanischen Ländern investiert China in Telekommunikationssysteme, aber auch in Solarenergie und die Ölförderung. Involviert sind Unternehmen wie ‘Huawei’, ‘die Gruppe ‘Suzhou Guoxin’ und die ‘China National Petroleum Corporation’.
[…]
neopresse
.
Anmerkung
.
Hat die deutsche Industrie diese Opportunities einfach verschlafen, oder ist sie einfach nicht konkurrenzfähig, oder ausreichend innovativ? Wie lange wird es noch dauern, bis China erfolgreich die Kernkompetenzen deutschen Ingenieur-Wissens an sich reißt?
.
Immerhin ist bei dem Staudammprojekt „Agua Zarca“ in Rio Blance/Honduras die Firma Voith Hydro GmbH beteiligt, ein Gemeinschaftsunternehmen von Voith und Siemens. Dem Vernehmen nach baut und liefert das Unternehmen für besagtes Projekt drei Turbinen mit jeweils 7,52 MW.
.

Ihr Oeconomicus

.
.

Relevante Video-Beiträge

.
.
Canal de Nicaragua. Alternativas / Nicaragua´s canal
.

.
Desafío a Panamá: China construirá un nuevo canal en Nicaragua
.

.
.
update: 28. Januar 2013:
Honduras: Kongress ratifiziert „Ausverkauf des Landes“
Gesetze über Modellstädte und neues Bergbaugesetz kurz vor Ende der Legislatur durchgewunken
[…]
Portal amerika 21
.
update: 17. April 2013:
Indigene wehren sich gegen Staudammprojekt
Regierung und Unternehmen in Honduras reagieren mit Aggressionen und Repression gegen friedlichen Protest. Straßenblockade wird aufrecht erhalten
[…]
Portal amerika 21
.
update: 20. Juli 2013:
Militärs in Honduras töten Staudammgegner
Soldaten eröffnen Feuer auf Kraftwerksgegner. Sozialer Protest wird kriminalisiert
[…]
Portal amerika 21
.
update: 23. Dezember 2014:
Chinesen beginnen mit 50 Mrd Dollar-Bau des Panama Kanal-Konkurrenten
Gestern begann der Bau des Nicaragua-Kanals, oder “El Gran Canal”, wie die Einwohner des Landes ihn nennen. Er wird als direkte Konkurrenz zum südlich gelegenen Panama-Kanal gebaut. Das chinesische Konsortium “HK Nicaragua Canal Development Investment Company” erhält 49 % der Anteile am Projekt, und betreibt den Kanal 50 Jahre lang mit einer Option zur Verlängerung. 51 % hält der Staat Nicaragua. Man kann davon ausgehen, dass eine chinesische Firmengruppe bei so einem Mega-Projekt unter der Obhut der Regierung in Peking arbeitet.
Die Chinesen investieren 50 Mrd USD und wollen nach nur 5 Jahren Bauzeit fertig sein – atemberaubend schnell, aber wenn man sieht, wie schnell die Chinesen zu Hause Bauwerke hochziehen, machbar. Neben dem Kanal sollen noch Häfen, ein Tourismuskomplex und eigene Baufirmen vor Ort entstehen. 2/3 der Einwohner Nicaraguas sind für den Kanal, weil man die wirtschaftlichen Chancen höher sieht als die enormen Risiken für Umwelt und Anwohner der betroffenen Region.
China kann so die zunehmende Rohstoff- und Nahrungsmittelproduktion, die an der Atlantikküste in Südamerika oder in der Karibik verschifft wird, durch den eigenen Kanal Richtung Pazifik leiten, z.B. Öl aus Venezuela, mit dem groß angelegte langfristige Lieferungen vereinbart wurden.
[…]
Finanzmarktwelt