Quo vadis Finanzmärkte?

„Viele Argumente sprechen gegen Aktien“
Der Dax hält sich hartnäckig bei mehr als 7.000 Punkten – trotz Eurokrise. Vieles wird davon abhängen, ob der Index diese Marke in den kommenden Wochen verteidigen kann. Charttechniker sind skeptisch.
Uwe Zimmer von der Meridio Vermögensverwaltung AG:
„Viele Argumente sprachen und sprechen auch jetzt gegen ein Investment in Aktien“, sagt Zimmer. Neben der konjunkturellen Abkühlung der Weltwirtschaft, einschließlich im Boomland China, sorgt sich der Vermögensverwalter über immer vorsichtigere Äußerungen aus immer mehr Unternehmenszentralen.
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Mit Blick auf die nächsten Monate bleibt er seiner vorsichtigen Devise treu – auch auf die Gefahr hin, damit noch einmal schiefzuliegen. „Zugegeben, wenn es neue politische Aktionen gibt und die Notenbanken die Märkte mit noch mehr Geld fluten, dann hat der Dax gute Chancen, auch noch über 7.500 in Richtung 8.000 Punkte zu steigen“, sagt Zimmer mit Blick auf das Jahresende.
Doch er warnt Anleger davor, sich von den steigenden Kursen blenden zu lassen. „Die Rückschlagsgefahren steigen immer weiter, je mehr sich die Börsen von ihren fundamentalen und charttechnischen Daten lösen.“ Der Experte hält es für „marktgesünder“ und wahrscheinlicher, dass der Dax nach seinem „charttechnisch mustergültigen Abprall“ an der 7.500er-Marke nun bis auf 7.000 Punkte zurückfällt.
Handelsblatt
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bisherige Argumentations-Linien
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Handelsblatt Kapitalmarkt-Umfrage vom 29.12.2011
Analysten-Prognosen für 2012 (Jahresendstand)
Auszug
Société Générale
Dax: 5.500; Bundesanleihen (10-j.) Rendite: 2,1%; Euro/Dollar: 1,30 $
follow-up: 09.10.2012, 09:52h
Börse Frankfurt: Der Dax zeigt sich nur kurz erholt
Die Stimmung an den Märkten ist angespannt. Weltweit kühlt sich die Konjunktur ab. Das haben deutschen Anleger zum Wochenauftakt bereits zu spüren bekommen. Am Dienstag zeigt sich der Dax zunächst etwas erholt.
Handelsblatt
follow-up: 09.10.2012, 10:16h
Bei Bankaktien geht noch was [ ??? ]
Die Berichtssaison für das dritte Quartal beginnt. Große Sprünge dürften die meisten Aktien nicht mehr machen – bis auf eine Ausnahme. Analysten sehen besonders großes Potenzial bei Unternehmen, deren Kurse am weitesten von ihren Höchststanden entfernt sind, den Banken.
Morgan Stanley Empfehlungen – Banken
Auszug:
Commerzbank AG
Mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 0,39 sind die Papiere der Commerzbank weiter deutlich unterbewertet. Der große Bestand an südeuropäischen Staatsanleihen macht die Bank aber weiter zu einem unsicheren Wackelkandidaten.
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Wo steht der S&P500 am Ende des Jahres?
Auszug:
Goldman Sachs – 1.250 Punkte
Quellen: Handelsblatt
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Anmerkung
An dieser Stelle sei nochmals auf den PODCAST vom 16.07.2011 mit Felix Zulauf hingewiesen, in welchem er u.a. auf die ständig wachsenden negativen Vermögenspositionen der Notenbanken, das wachsende Mißtrauen in die Maßnahmen der politischen Führung der westlichen Welt, und last but not least auf die denkbare Entwicklung der Märkte eingeht.

Ihr Oeconomicus

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follow-up, 09.10.2012, 14:23h
AKTIEN USA: Vorsicht vor der Berichtssaison
Wie war das dritte Quartal? – Das ist die bange Frage, die sich die Anleger in Amerika am Dienstag stellen. Denn nach Börsenschluss beginnt die Berichtssaison, zu der die Unternehmen ihre Quartalszahlen vorlegen. Alcoa wird dann als erste Rechenschaft ablegen, am Markt geht man von einem Gewinn von einem Cent je Aktie aus. Die Aktie des Metallgiganten gewinnt vorbörslich 0,6 Prozent. In jedem Fall dürften die Teilnehmer vor den Zahlen zurückhaltend agieren. Das signalisieren auch die Futures: Der S&P-Futures legt minimal zu, der Nasdaq-Futures gibt minimal nach.
GodmodeTrader