Notenbanken kürzen Hilfen für Griechenland

Notenbanken kürzen Hilfen für Griechenland
Die europäischen Notenbanken werden nach SZ-Informationen in geringerem Umfang zur Rettung Griechenlands beitragen als bisher bekannt. Allein auf den Haushalt von Bundesfinanzminister Schäuble kommen damit Mehrbelastungen von bis zu 500 Millionen Euro zu.
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Süddeutsche
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Anmerkung
Diese Nachricht wird an der am Freitag von dem Abnickerverein anstehenden Abstimmung zur sog. GR-Hilfe nichts ändern. Auch mit dieser Maßnahme wird man den Hellenischen Kollaps nicht verhindern, sondern vielleicht bis zum Frühjahr 2013 nur aufschieben.
Bis dahin, so hofft man, werden neue Kaninchen gezüchtet sein, die man dann …
simsalabim … aus dem EUROholics-Zylinder zaubern möchte.
Ein drastischer Schuldenschnitt wird sich, ganz gleich, wie das Hütchenspiel genannt wird, nicht verhindern lassen.
Leider wird auch eine solche Maßnahme nicht dazu führen, das Land auf den vermeintlichen Pfad der Tugend zurückführen zu können.
All diese Tatsachen sind längst bekannt … man darf den Ausführungen des netten Herrn Juncker ausnahmsweise Glauben schenken:

„We all know what to do.
We just don’t know how to get re-elected after we’ve done it.“

Ihr Oeconomicus

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Ergänzungen
Griechischer Patient, argentinische Heilung?
Griechenland ist gerettet. Schon wieder. Und wieder mit dem üblichen Getrickse und Gemurkse. Geht das nicht auch anders? Wir schauen mal nach Lateinamerika.
hr2-Der Tag [PODCAST 50:24 Min]
Entgangene Gewinne: Neue Athen-Hilfe kostet Bundeshaushalt Milliarden
Die EZB verzichtet im Zuge der Griechenland-Hilfen auf Gewinne in Milliardenhöhe. Das hat auch für den Bundeshaushalt teure Folgen. Finanzminister Schäuble stellt zudem weitere Maßnahmen in Aussicht.
Welt-online

Anhörung der Stärkung der deutschen Finanzaufsicht

Anhörung der Stärkung der deutschen Finanzaufsicht

Der Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Stärkung der deutschen Finanzaufsicht (17/10040) ist Gegenstand einer öffentlichen Anhörung des Finanzausschusses unter Vorsitz von Dr. Birgit Reinemund (FDP) am Montag, 10. September 2012. Die Sitzung beginnt um 12 Uhr im Anhörungssaal 3.101 des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses in Berlin und dauert zwei Stunden. Der Gesetzentwurf sieht unter anderem die Gründung eines Ausschusses für Finanzstabilität vor. Dem Gremium sollen Vertreter der Deutschen Bundesbank, des Bundesfinanzministeriums und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) angehören.

„Gefahren identifizieren“
Die Bundesbank soll künftig auch zur Wahrung der Finanzstabilität beitragen, indem sie laufend maßgebliche Sachverhalte analysiert, um Gefahren für die Finanzstabilität zu identifizieren und Vorschläge zur Warnung vor diesen Gefahren oder Empfehlungen für Gegenmaßnahmen zu erarbeiten.
Auf dieser Basis soll dann der Ausschuss für Finanzstabialität Empfehlungen an zuständige nationale Stellen zur Beseitigung von Gefahren für die Finanzstabilität aussprechen.

BaFin-Mitarbeiter sollen mehr verdienen
Verbessern will die Regierung zudem die Bezahlung der BaFin-Mitarbeiter. Vorgesehen ist eine Stellenzulage, die je nach Besoldungsgruppe zwischen 57,98 und 339,13 Euro monatlich beträgt. Die auf 3,957 Millionen Euro veranschlagten Kosten sollen von den Banken über Umlagen und Gebühren finanziert werden.
Der Bundesrat hat unter anderem verlangt, nicht nur die Tätigkeit der Berater von Banken und Sparkassen von der BaFin überwachen zu lassen, sondern auch die Tätigkeit der freien Finanzanlagenvermittler.

(vom)
Zeit: Montag, 10. September 2012, 12 bis 14 Uhr
Ort: Berlin, Marie-Elisabeth-Lüders-Haus, Anhörungssaal 3.101

Interessierte Besucher können sich beim Sekretariat des Ausschusses (E-Mail: finanzausschuss@bundestag.de) unter Angabe des Vor- und Zunamens, des Geburtsdatums sowie der Nummer ihres Personaldokuments anmelden. Zur Sitzung muss das Personaldokument mitgebracht werden.

Bild- und Tonberichterstatter können sich beim Pressereferat (Telefon: 030/227-32929 oder 32924) anmelden.

Quelle: Deutscher Bundestag

herzlichst

Ihr Oeconomicus