Im ‚Neuland‘-Prozess Freisprüche für Ex-HSH-Vorstände

Freisprüche im Verfahren gegen ehemalige Vorstandsmitglieder der HSH Nordbank
Urteil des Landgerichts Hamburg vom 9. Juli 2014

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Das Hamburger Landgericht hat den früheren Vorstand der HSH Nordbank vom Vorwurf der Untreue in einem besonders schweren Fall freigesprochen.
Erstmals in Deutschland war der gesamte ehemalige Vorstand einer Bank wegen Ereignissen während der Finanzkrise angeklagt. Die Staatsanwaltschaft kann gegen das Urteil Revision beim Bundesgerichtshof einlegen.
In seiner mündlichen Urteilsbegründung führte der Vorsitzende der Großen Strafkammer aus, dass die Angeklagten nach dem Ergebnis der Hauptverhandlung bei der Genehmigung der Finanztransaktion „Omega 55“ im Dezember 2007 zwar ihre Pflichten als Vorstände der HSH Nordbank AG verletzt hätten, diese Pflichtverletzungen aber nicht so evident bzw. schwerwiegend gewesen seien, dass sie nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts eine Verurteilung wegen Untreue rechtfertigten.
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Justiz-Portal – Pressestellekorrespondierender Presseartikel

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Sparer & Steuerzahler übernehmen Sie!

Non-performing Loans griechischer Zombiebanken

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Innerhalb der EU ist mir keine einheitliche Definition von NPL (non-performing Loans) bekannt. Nach deutschem Verständnis gelten solche Loans nach 90 Tagen ohne Zins- und Tilgungsleistungen als toxisch!

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Gleichwohl gibt es ganz witzige Tools in der Trickkiste, mit deren Hilfe solche Umstände verschleiert werden können (Stichwort: Restrukturierung – Nachhilfe dazu kann u.a. bei Spanischen Banken abgerufen werden! weiteres Stichwort: Bewertung von Forderungen und sonstigen Sicherheiten, etwa nach IAS).

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Wie zerohedge und Ekathimerini berichten, soll die Summer hellenischer non-performing Loans bereits doppelt so hoch sein, wie Kapital aller griechischer Banken. Somit dürften die Rekapitalisierungs-Maßnahmen griechischen Zombiebanken längst verpufft sein.

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Schlappe € 65 Mrd., das ist doch mal ne hübsche Hausnummer, welche Asmussen, Draghi und Schäuble vermutlich nicht unbekannt sein dürfte. Wenn diese Zahl schon eingeräumt wird – is there more to expect?

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Sparer und Steuerzahler übernehmen Sie!!

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Wie bereits aus Zockerkreisen zu hören ist, lassen sich (danach) übrigens ganz prima neue Spieltische in den bekannten Derivate-Kasinos eröffnen!

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Ihr Oeconomicus

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Flocking to Europe – Ernst & Young 2013 – non-performing loan report
PDF – [32 pages]

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follow-up, 03. Dezember 2013

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Pressemitteilung, PWC Greece

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Europe’s non-performing loans now total more than €1.2 trillion (US trillion, also € 1,2 Billionen)

  • UK banks top the 2013 non-core loan portfolio transaction table with €13bn deals reported in the year to date
  • Commercial real estate (€15bn) and unsecured retail loans (£10bn) are the most actively traded NPL assets
  • Fresh interest from US and Middle East investors.

European non-performing loans (NPLs) held by banks have increased to €1.2 trillion (up by nearly €100 billion in 12 months) driven mainly by reported increases in Italy, Greece, Spain and Ireland, says PwC in its latest market update. PwC tracks the volume of European NPLs and also the market for non performing and distressed lending portfolios that’s grown up around it.

Stelios Constantinou, Banking industry leader at PwC Cyprus commented:

“We don’t see a meaningful reduction in non-performing loans across Europe any time soon. Aggregate levels of NPLs could continue to rise over the coming years, adding further to the already buoyant portfolio market.”


Leistung die Leiden schafft! – Die Skandale der Deutschen Bank

ZDF-Doku zerrt Deutsche Bank an den Pranger
Sendung vom 21.Mai 2013 – 20 Uhr 25

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ZDF Video-Link

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nachrichtlich:
einige Hintergründe zum im Film skizzierten CDO-Deal zwischen Deutsche Bank und ÖBB

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Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt am Main
im Volksmund werden die beiden Hochhäuser auch als „Soll und Haben“ bezeichnet.


Bildrechte: CC – Autor: Thomas Wolf, www.foto-tw.de
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Zinsmanipulation, Bilanzfälschung, unterschlagene Mehrwertsteuer, Hypothekenskandal:
Die Liste der Vorwürfe und der Prozesse gegen das einst angesehene Geldinstitut ist lang, der Imageschaden groß.
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„Leistung aus Leidenschaft“, so wirbt die Deutsche Bank für sich. Und seit dem von der Konzernspitze verordneten Kulturwandel auch mit Selbstkritik.

„Banken haben in der Öffentlichkeit an Vertrauen verloren“

so das Bankhaus auf seiner Webseite und kündigt an:

„Wir wollen die Menschen wieder davon überzeugen, dass die Finanzwirtschaft eine wertvolle Rolle in der Gesellschaft spielt und dass Integrität und Verantwortung unser Handeln bestimmen.“

Der Film „Unheimliche Geschäfte: Die Skandale der Deutschen Bank“ von „ZDFzeit“-Autor Ulrich Stein zeichnet ein anderes Bild von Deutschlands größter Bank.
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ZDF-Doku, Dienstag, 21.Mai 2013 – 20 Uhr 15

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Hintergründe, Doku’s, Kommentare & mehr im Archiv

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Ihr Oeconomicus

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Nachtrag, 21.05., 16.20Uhr
Es würde mich etwas überraschen, wenn in der Doku u.a. auch über das Engagement der Deutschen Bank in Las Vegas und die Wirrnisse um die Taunus Corp. berichtet werden sollte!

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Nachtrag, 22.05., 08.20Uhr
Wie man in der Doku sehen konnte, blieb die „Überraschung“ aus!


Strafanzeige von Dr. iur. Wolfgang Philipp – Seite 5 von 6

Strafanzeige von Dr. iur. Wolfgang Philipp – Seite 5 von 6

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Eine solche Begründung ist durch nichts zu rechtfertigen. Sie dient nur dazu, die EFSF
auch vor den geringsten Verlusten zu schützen, denn sie hat allenfalls noch 19 Mio. € zu
verlieren, höhere Verluste führen zur sofortigen Insolvenz. Portugal-Anleihen wurden per
28.12.2011 mit 86, 61,45 bzw. sogar nur 47,20 % gehandelt, Irland-Anleihen lagen bei
92,19 bzw. 87,10 % des Nennwertes

– Anlage 6 -.

Es gibt keinen Grund, Anleihen, welche Portugal und Irland bei der EFSF (auch noch zu
niedrigeren Zinsen) aufgenommen haben, höher zu bewerten als andere von ihnen
aufgenommene Anleihen, die an der Börse handelbar sind. Es besteht der dringende
Verdacht, dass bei der EFSF in großem Umfange Bilanzfälschung betrieben wird, um das
Entstehen auch nur der geringsten Verluste zu vermeiden. Es sei in Erinnerung gerufen,
dass nach den zugrunde liegenden Verträgen die EFSF als praktisch vermögenslose
Gesellschaft am Markt bis zu 440 Mrd. € aufnehmen und dieses Geld als „Stabilitäts-
hilfen“ an notleidende Euro-Staaten weitergeben soll.

Die so beschaffene Gesellschaft ist durch die absolut unvertretbare und nur als kriminell
zu bezeichnende Fehlleitung von Geldern an die Gläubiger des griechischen Staates,
deren Anleihen von diesem zu überhöhten Kursen zurückgekauft wurden, belastet.

Die in Rede stehende Fehlleitung hätte auch vermieden werden können, wenn der BFM
und die EFSF beim griechischen Staat darauf gedrungen hätten, dass zumindest kein
Gläubiger seine Anleihe für 33,8 % an den griechischen Staat verkaufen kann, der sie zu
niedrigeren Kursen erworben hat. Das wäre in jedem Einzelfalle durchaus nachprüfbar
gewesen. Dann wären wenigstens Spekulationsgewinne dieser Art vermieden worden.
Freilich wäre die Subventionierung der Altgläubiger, die bereits bis zu fast 90 % durch
Kursverluste verloren hatten, immer noch geblieben.

Dass die Rückkaufaktion außer der Begünstigung von Banken und Hedgefonds
Griechenland nichts gebracht hat, ergibt sich auch aus einer Ausarbeitung des Professors
Henning Klodt, gegenwärtig Leiter des Zentrums Wirtschaftspolitik des Instituts für
Weltwirtschaft

– Anlage 7 -.

Es ist offenkundig, dass der Kreis der Täter, der dafür verantwortlich ist, dass öffentliche
Gelder mit dem Ziel oder dem Effekt ausgegeben werden, in Milliardenhöhe Banken und
Hedgefonds Vorteile zukommen zu lassen, ohne dass die vom Deutschen Bundestag

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… weiter mit Seite 6/6

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© by Herrn RA Dr. iur. Wolfgang Philipp
Veröffentlichung und Weiterverwendung dieses Dokuments erfolgt im Auftrag von Herrn Dr. Wolfgang Philipp.
Zitate aus diesem Dokument – auch auszugsweise – nur unter Angabe dieser URL oder mit Genehmigung von Herrn Dr. Philipp