Miete rauf, Mieter raus! – Die fiesen Tricks der Spekulanten

Die Mieten in den Ballungsräumen explodieren. Das soziale Gefüge der Innenstädte verändert sich. Arme werden zusehends an den Rand gedrängt, selbst die Mittelschicht kann sich das Wohnen in den Großstädten kaum noch leisten.

Finanzinvestoren, Spekulanten und mittelständische Immobilieneigentümer profitieren unterdessen von der Wohnungsnot — sie streichen mit „Betongold“ hohe Renditen ein. Die Reportage führt langjährige Recherchen von „Report Mainz“ zur Wohnungsnot in Deutschland weiter und beleuchtet Schicksale von Mietern, die trickreich aus ihren vier Wänden vertrieben werden sollen, obwohl Wohnen in Deutschland ein Grundrecht ist.

Welche Verantwortung haben Vermieter, Lobbyisten und Politiker?

Die Autoren folgen der Spur von Spekulanten, die für hohe Renditen Familien und Rentner aus ihrem angestammten Lebensumfeld vertreiben. Sie versuchen, die Methoden der Profiteure des grassierenden Mietwahnsinns aufzudecken. Und sie fragen nach der Verantwortung von Vermietern, Lobbyisten und Politikern für die Situation auf dem Wohnungsmarkt.

Ein Film von Achim Reinhardt und Thomas Schneider

Miete rauf, Mieter raus! – Die fiesen Tricks der Spekulanten – Exclusiv im Ersten – ARD


Die Geschäfte der Deutschen Bank mit Schrottimmobilien

Die Geschäfte der Deutschen Bank mit Schrottimmobilien
Angesicht der Euro-Krise suchen viele Menschen nach scheinbar sicheren Geldanlagen. Ihnen wird von windigen und cleveren Vermittlern immer wieder empfohlen, in „Betongold“ zu investieren. Dabei handelt es sich oft um sanierte kleine Eigentumswohnungen, die völlig überteuert verkauft und vor allem kreditfinanziert werden.
Für die Kleinanleger stellt sich im Nachhinein oft heraus, dass sie ein Leben lang ihre Schulden abzahlen müssen, die Eigentumswohnungen manchmal aber nur einen Bruchteil des ursprünglich versprochenen Wertes tatsächlich haben. Bei diesen Geschäften zum Nachteil vieler Menschen macht mit der Branchenprimus mit — die Deutsche Bank.
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Abgezockt statt abgesichert: Das schmutzige Geschäft mit Schrottimmobilien
Eine Reportage von Oliver Heinsch, Thomas Schneider und Ulrich Neumann aus der ARD-Serie „Exclusiv im Ersten“ Sendedatum 17.09.2012
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Das Lügengebäude der Regierung wackelt

Das Lügengebäude der Regierung wackelt
Kommt das Gratisgeld der EZB rechtzeitig an?
Griechenland ist ökonomisch ein Klacks. Spanien ist immerhin die viertgrösste Wirtschaftsmacht Europas. Das wird ein Riesenkrater.
Zur Erinnerung: Im Februar dieses Jahres noch verkündete die Regierung Rajoy, dass die spanische Bankenkrise selbstverständlich ohne den Einsatz von Steuergeldern bewältigt werde. War nicht mal ganz gelogen, wenn der Schlaumeier damit sagen wollte: ohne den Einsatz von spanischen Steuergeldern. Aber Spass beiseite, wo steht die iberische Halbinsel heute?
Blick ins Desaster
Rezession herrscht, begleitet von Rekordarbeitslosigkeit von über 25 Prozent, wobei jeder zweite Jugendliche ohne Anstellung und damit ohne Perspektive ist. Investoren bringen ihr Geld in Sicherheit, die Staatsverschuldung steigt rasant, die Defizitziele werden wie in der Eurozone üblich nicht erreicht.
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Die Immobilienblase
Es ist keine Erfindung von Cervantes, dass in Kastilien der für 1,1 Milliarden Euro gebaute Flughafen «Don Quijote» sinn- und zwecklos herumsteht.
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Betongold – Trompetengold
Nun könnte man meinen, das sei ja nicht so schlimm. Kann der stolze Spanier seine Hypothek nicht mehr bedienen, dann wird er halt auf die Strasse gesetzt und seine Immobilie kommt unter den Hammer.
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Aber Hilfe naht
Es brauchte keine hellseherischen Fähigkeiten, um die damalige Ankündigung Rajoys, es handle sich um ein Problem von höchstens 6, na ja, allerhöchstens 19 Milliarden, als Lüge zu bezeichnen.
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Keine Liquiditätsklemme
Die Idee ist bewährt: Ein Unternehmen ist in Schieflage geraten, Rechnungen sind überfällig, das könnte schlimm enden.
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Die Dominosteine
Spanien alleine ist innerhalb der Eurozone bereits «too big to fail». Aber gleichzeitig auch zu gross, um gerettet zu werden.
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Die Koalition der starken Schwachen
Kurzfristig kann der französische Präsident Hollande sicher damit punkten, wenn er sich zum Anführer einer Dreierkoalition mit Italien und Spanien gegen Deutschland macht.
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vorzügliche Analyse von Dr. René Zeyer – JOURNAL21
[René Zeyer (* 3. Oktober 1955 in Berlin) ist ein deutscher Journalist und Autor in der Schweiz]
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Anmerkung
Wieder auf den [wunden] Punkt getroffen, werter Herr Dr. Zeyer.
Wie so oft drängt sich bei dem beschriebenen Circus Maximus die Frage auf, wie man einen störrischen Maulesel dazu bringen könnte, ebenso liebgewonnene wir untergangsgeweihte Dogmata aufzugeben.

Ihr Oeconomicus