Autoabsatz in Europa erneut deutlich rückläufig

Autoabsatz in Europa erneut deutlich rückläufig
In der Europäischen Union sank die Zahl der Pkw-Neuzulassungen im November den 14. Monat in Folge – um 10,3 % auf 926 486 Fahrzeuge, wie der Branchenverband ACEA am Freitag mitteilte. In den ersten elf Monaten wurden europaweit 11,3 Millionen Autos zugelassen und damit 7,6 % weniger als im Vorjahreszeitraum.
Drastisch waren die Rückgänge in Südeuropa. So wurden in Spanien oder Italien im November gut ein Fünftel weniger Autos neu zugelassen als im Vorjahresmonat, auch in Frankreich gab es ein Minus von über 19 %. Deutschland schnitt mit einem Rückgang von 3,5 % noch relativ gut ab. Eine Ausnahme bildete Großbritannien, wo die Zulassungen um 11,3 % stiegen.
Handelsblatt

Produktionsschlachten

Produktionsschlachten

Die deutsche Automobilindustrie kämpft um ihre Position als Krisengewinner. Im Verlauf der Krise konnten die meisten deutschen Autohersteller über lange Zeit ihre Stellung in Europa und auf dem Weltmarkt massiv ausbauen, während die europäische Konkurrenz aus Frankreich und Italien erheblich an Boden verlor. Hintergrund ist der Einbruch des Marktes in Europa, den nur solche Konzerne auffangen konnten, die aggressiv in Länder anderer Kontinente exportieren.
Dies tun die deutschen Produzenten: Dank rabiaten Lohndumpings und einer gravierenden Prekarisierung des Arbeitslebens („Hartz IV“) sind sie gegenüber französischen und italienischen Firmen deutlich im Vorteil.
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German Foreign Policy

Studie: Bis 2025 kommt jedes zweite Auto aus Asien

Studie: Bis 2025 kommt jedes zweite Auto aus Asien
Der rasante Aufstieg Chinas verschiebt die Gewichte in der Automobilindustrie: Im Jahr 2025 wird jedes zweite Auto weltweit in Asien produziert, zeigt eine neue Studie. Europa kann seine Vormachtsstellung zumindest in einem Bereich halten.
Verkaufsrückgänge in Europa, Zuwächse den USA, abebbender Boom in China:
In der Automobilindustrie ist derzeit vieles in Bewegung. Hersteller investieren Milliarden in neue Werke in Schwellenländern und stecken hohe Summen in die Entwicklung sparsamer Motoren. Gleichzeitig bringen sie Elektroautos auf den Markt und bereiten die Einführung von Brennstoffzellenfahrzeugen vor – ohne zu wissen, welche Technologie sich durchsetzt.
ManagerMagazin

Russlands WTO-Beitritt ist ein gutes Geschäft für Europa

Russlands WTO-Beitritt ist ein gutes Geschäft für Europa

 

Nach jahrelangen zähen Verhandlungen trat Russland am 22. August offiziell der Welthandelsorganisation (WTO) bei. Dies dürfte der russischen „Wirtschaft einen entscheidenden liberalen Impuls verleihen“, meint Les Echos. Das Pariser Wirtschaftsblatt interessiert sich vor allem für die Vorteile, welche die Unternehmen des Alten Kontinents daraus ziehen könnten, zumal „die Europäische Union für Russland Handelspartner Nummer 1 ist“:

Neben den Zollsenkungen [aus denen die EU vergleichsweise bescheidene Gewinne schlagen wird], erhofft sich die europäische Geschäftswelt vom WTO-Beitritt Russlands vor allem, verstärkt und müheloser [in Russland] investieren zu können.

ollten die liberaleren Regeln befolgt werden, könnte dies die Investitionen in der Automobilindustrie beflügeln. Für andere strategisch wichtige Branchen Moskaus sieht es allerdings nicht so gut aus, meint Les Echos und nennt einige Beispiele: Die Rohstoff-, die Metall-, die Düngemittel- und die Flugzeugindustrie. Für diese Industriezweige …

wird Russland auch weiterhin lediglich ausländische Minderheitsbeteiligungen zulassen.

22. August 2012 – Presseurop – Les Echos

BMW und SGL Carbon – Automobilbau mit dem Werkstoff der Zukunft

BMW und SGL Carbon – Automobilbau mit dem Werkstoff der Zukunft
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BMW und SGL Group wollen das Auto der Zukunft erfinden. Mit Hilfe von Carbon, einem kohlefaserverstärkten Kunststoff, kurz CFK. Der ist hitzebeständiger, härter als Stahl und leichter als Aluminium. Daher bietet sich Carbon vor allem auch für die geplanten Elektroautos an.
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BMW will 2013 sein E-Auto, das überwiegend aus Carbon gefertigte Megacity Vehicle, auf den Markt bringen. Das Gewicht der Batterie soll durch den neuen Werkstoff fast vollständig kompensiert werden. Schon heute fertigt BMW Teile seiner Modelle M3 und M6 aus Carbon, unter anderem die Dächer und Kotflügel.
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Allerdings ist der „Werkstoff der Zukunft“ auch wesentlich teurer als Stahl oder Aluminium. Daher wird er bisher nur in Kleinstserien, etwa für Rennwagen oder eben Einzelteile, eingesetzt. BMW und SGL Carbon wollen die Kosten senken, indem sie für die Herstellung von CFK in großen Mengen eine gemeinsame Fabrik in den USA errichten.
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Alexa Meyer (DW) schaut sich an, wo Carbon in der Automobilindustrie heute schon eingesetzt wird.
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