Chinas Banken erobern Europa

Chinas Banken erobern Europa
Finanzkrise wird als Chance zur weiteren Expansion auf dem Kontinent betrachtet
Die wachsenden globalen Investitionen von Chinas Industrie werden vermehrt durch den weltweiten Ausbau von Niederlassungen chinesischer Banken vor allem auf dem europäischen Markt begleitet.
So bemüht sich derzeit die zweitgrößte Bank aus dem Reich der Mitte, die China Construction Bank, für zwölf Milliarden Euro ein europäisches Bankhaus zu kaufen. Die deutsche Commerzbank etwa würde derzeit mit rund neun Milliarden Euro kapitalisiert. Allen voran betreibt die Bank of China bereits in 32 Ländern mehr als 590 Zweigstellen und spielt als „Global Player“ im Finanzsektor längst eine führende Rolle: Sie liegt auf Platz elf unter den 1000 größten Instituten der Welt. Die sogenannten „Big Four“ der Volksrepublik, die Institute Bank of China, die Agricultural Bank of China, die China Construction Bank und Industrial and Commercial Bank of China reihen sich nach dem Schlüssel der sogenannten Marktkapitalisierung allesamt in die vorderen Ränge ein. Bis zum Jahr 2020 soll die Bank of China nach den Worten ihres Chairman Xiao Gang in der Welt die Führungsposition einnehmen. Auf diesem Kurs sollen auch die Märkte im übrigen Asien, im Mittleren Osten, in Afrika und in Lateinamerika stärker anvisiert werden. Das schließt auch die Kooperation mit nichtchinesischen Banken in Übersee ein, wie Ende Juli mit der Züricher Bank Julius Bär vereinbart. Schlagwort der roten Banker: „Organic growth“.
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Preußische Allgemeine