Der Euro auf dem Weg zur Weichwährung

Der Euro auf dem Weg zur Weichwährung

Vor der Euro-Einführung verkündete der damalige Finanzminister Theo Waigel:

„Der Euro wird so stark sein wie die Deutsche Mark“

Das ist heute Teil des Problems. Ökonomen wollen einen Kurswechsel.

.

Prof. Clemens Fuest:
„Euro muss weiter an Wert verlieren“

[…]
Euro sackte schonmal auf 85 US-Cent ab
[…]
Abwertung hat auch handfeste Nachteile
[…]
Aber Vorteile des schwachen Euro überwiegen
[…]
Schmieding:
„Schwächerer Euro hilft den Krisenstaaten“

[…]
Prof. Clemens Fuest:
„Euro-Abwertung ist unverzichtbar“

[…]
Prof. Otmar Issing:
Absinken des Wechselkurses hilft der Konjunktur

[…]
Auch die D-Mark hat in den 80ern kräftig abgewertet
[…]

Welt-Online – 19.08.2012 – 08:36 [Mitarbeit: Florian Eder, Jan Hildebrand, Sebastian Jost]

Anmerkung

Worauf sollen die bundesdeutschen Schlafschafe eingestellt werden?
Den Themenkomplex habe ich bereits mehrfach kommentiert .. ein Beispiel
.

Ihr Oeconomicus


Hollande ebnet „Nord-Euro“ den Weg

Hollande ebnet „Nord-Euro“ den Weg

Frankreichs Wahl öffnet die Chance für den Kurswechsel in der Euro-Politik: Egal wer in Paris gewinnt, die Schuldenbremse wird er nicht umsetzen. Dann wird es Zeit für Deutschland und andere, die Euro-Zone zu verlassen.

Zum Artikel – Teil 1

Teil 2 – „Wunderwaffe Schuldenbremse“ kann den Einheitseuro nicht retten

die Leserkommentare

Auszüge:

13.03.2012, 07:17 Uhr – Oeconomicus

@Zgen

Als erstes sollten Sie doch mal die europäischen Völker fragen, ob sie eine EU oder eine Gemeinschaftswährung gewollt haben … gefragt wurde niemand, sondern der Weg wurde [sehr oft gegen den Willen den Menschen] verfügt!
Als zweites sollten Sie sich im Zusammenhang mit der Verschuldungslage [nicht nur der Euroländer] mit dem Zins- und Zinseszinseffekt beschäftigen. Wir wissen alle, dass Staaten niemals auch nur Zinsen aus ihrem jeweiligen Haushaltsetat aufbringen, sondern diese Teil der Neuverschuldung sind.
Ich empfehle Ihnen daher ein back to square one, also die Erinnerung an Ihre Zeit als Operprimaner, in der Ihnen [hoffentlich] die Exponentialfunktion erklärt wurde!

13.03.2012, 07:36 Uhr – Oeconomicus

@MikeM
„Vor der Euro-Einführung ging es D auch gut. D braucht diesen Euro nicht!“

Deutschland ging es vor dem Euro-Abenteuer besser. Wir hatten u.a. keine nachhaltigen Sorgen mit Target2-Salden, also Ausgleichsforderungen ggü Notenbanken der Eurozone, wir hatten keine Agenda 2010, weil unsere Konzerne 40-50% [branchenabhängig] ihrer Bauteile von Zulieferern ausserhalb des D-Mark-Bereiches zukauften und durch währungsbedingte Windfall-Profits stabile Erträge erwirtschafteten.
Seit Einführung der Euro-Zone ist dies nicht mehr möglich. Als Ausgleich mussten daher Rahmenbedingungen geschaffen werden, wie wir sie Dank Schröder’s großartigem Enteignungsplan live erleben dürfen!