Mathematische Modellierung der Epidemiologie

Mathematische Modellierung der Epidemiologie

Die meisten Infektionskrankheiten können mathematisch modelliert werden, um ihr epidemiologisches Verhalten zu untersuchen oder zu prognostizieren. Mittels einiger Grundannahmen lassen sich Parameter für verschiedene Infektions-krankheiten finden, mit denen sich beispielsweise Kalkulationen über die Auswirkung von Impfprogrammen aufstellen lassen.

Konzepte

Die Basisreproduktionszahl {\displaystyle R_{0}} ist die Anzahl der Sekundärfälle, die ein Infizierter in einer gegebenen Population erzeugt. Hierbei wird davon ausgegangen, dass in der Population keine Immunität existiert.

{\displaystyle S} (von englisch Susceptibles) ist der Anteil der Bevölkerung, der nicht immun gegen die Krankheit ist. Dies ist eine Dezimalzahl zwischen 0 und 1.

{\displaystyle A} kennzeichnet das durchschnittliche Alter, in dem eine Population von der Krankheit betroffen wird.

{\displaystyle L} (von englisch Life expectancy) kennzeichnet die durchschnittliche Lebenserwartung in der Bevölkerung.

Annahmen
  • Es wird von einer rechteckigen Alterspyramide ausgegangen, wie sie typischerweise in entwickelten Ländern mit geringer Kindersterblichkeit und häufigem Erreichen der Lebenserwartung zu finden ist.
  • Es wird eine homogene Mischung der Bevölkerung vorausgesetzt. Das heißt, dass die untersuchten Individuen Kontakte zufällig knüpfen und sich nicht überwiegend auf eine kleinere Gruppe beschränken. Diese Voraussetzung ist selten gerechtfertigt, sie ist jedoch zur Vereinfachung der Mathematik notwendig.
Der endemische Status

Eine Infektionskrankheit ist endemisch, wenn sie fortwährend ohne externe Einflüsse innerhalb einer Population existiert. Das bedeutet, dass im Mittel jede erkrankte Person genau eine weitere infiziert. Wäre dieser Wert geringer, würde die Krankheit aussterben, wäre er größer, würde sie sich aufgrund exponentiellen Wachstums zu einer Epidemie entwickeln. Mathematisch betrachtet heißt das:

{\displaystyle R_{0}\cdot S=1}

Damit eine Krankheit mit hoher Basisreproduktionszahl (unter Annahme nicht vorhandener Immunität) endemisch bleibt, muss daher zwangsläufig die Anzahl der tatsächlich Anfälligen gering sein.

Mit der oben getroffenen Voraussetzung über die Alterspyramide lässt sich annehmen, dass jedes Individuum der Population exakt die Lebenserwartung {\displaystyle L} erreicht und dann stirbt. Wenn das durchschnittliche Alter der Infektion {\displaystyle A} ist, sind im Mittel jüngere Individuen anfällig, während ältere Individuen bereits durch vorherige Infektion immunisiert wurden (oder noch immer infektiös sind). Folglich ist der Anteil der für die Krankheit Anfälligen:

{\displaystyle S={\frac {A}{L}}}

Im endemischen Fall gilt jedoch auch:

{\displaystyle S={\frac {1}{R_{0}}}}

Damit gilt

{\displaystyle {\frac {1}{R_{0}}}={\frac {A}{L}}\qquad \Leftrightarrow \qquad R_{0}={\frac {L}{A}}},

was eine Abschätzung der Basisreproduktionszahl durch leicht ermittelbare Daten ermöglicht.

Für eine Bevölkerung mit exponentieller Alterspyramide zeigt sich, dass

{\displaystyle R_{0}=1+{\frac {L}{A}}}.

Die hierbei verwendete Mathematik ist komplexer und somit außerhalb des Rahmens dieser Betrachtung.

Die Mathematik der Impfungen

Wenn der immunisierte Anteil der Bevölkerung (bzw. die „Durchimpfung“) oberhalb des für Herdenimmunität notwendigen Grades liegt, kann eine Krankheit nicht in endemischem Zustand innerhalb dieser Population verbleiben. Ein Beispiel für einen weltweiten Erfolg auf diesem Wege ist die Ausrottung der Pocken, deren letzter Fall 1977 in Somalia dokumentiert wurde.

Derzeit betreibt die WHO eine ähnliche Impfstrategie zur Ausrottung von Polio.

Der Grad der Kollektivimmunität wird als {\displaystyle q} bezeichnet. Da für einen endemischen Zustand

{\displaystyle R_{0}\cdot S=1}

erfüllt sein muss, ist {\displaystyle S=1-q}, denn {\displaystyle q} ist der immune Anteil der Bevölkerung und {\displaystyle q+S=1} (da in diesem vereinfachten Modell jedes Individuum entweder anfällig oder immun ist). Dann gilt:

{\displaystyle R_{0}\cdot (1-q)=1\qquad \Leftrightarrow \qquad 1-q={\frac {1}{R_{0}}}\qquad \Leftrightarrow \qquad q=1-{\frac {1}{R_{0}}}}

Dies ist der Schwellenwert der Kollektivimmunität, dieser muss übertroffen werden, damit die Krankheit ausstirbt. Der hier kalkulierte Wert ist die kritische Immunisierungsschwelle {\displaystyle q_{\text{c}}}. Es ist der minimale Anteil der Bevölkerung, der zur Geburt (oder kurz danach) durch Impfung immunisiert werden muss, damit die Krankheit in der gegebenen Population ausstirbt.

Impfprogramm unterhalb der kritischen Immunisierungsschwelle

Sind verwendete Seren nicht hinreichend effektiv oder können nicht auf hinreichend breiter Front angewendet werden, beispielsweise aufgrund gesellschaftlichen Widerstands (siehe beispielsweise MMR-Impfstoff), so ist das Impfprogramm nicht in der Lage, {\displaystyle q_{\text{c}}} zu übertreffen. Dennoch kann ein solches Programm die Infektionsbalance stören und dabei unvorhergesehene Probleme verursachen.

Angenommen der bei Geburt immunisierte Anteil der Bevölkerung betrage {\displaystyle q} (wobei {\displaystyle q<q_{\text{c}}}) und die Krankheit habe die Basisreproduktionszahl {\displaystyle R_{0}>1}. Dann verändert das Impfprogramm {\displaystyle R_{0}} zu {\displaystyle R_{q}}, wobei

{\displaystyle R_{q}:=R_{0}\cdot (1-q)}.

Diese Änderung findet schlicht aufgrund der gesunkenen Anzahl an potentiell Anfälligen statt. {\displaystyle R_{q}} ist nichts Anderes als {\displaystyle R_{0}} ohne diejenigen Individuen, welche unter normalen Umständen infiziert würden, aber aufgrund der Impfung nicht werden.

Aufgrund dieser gesunkenen Basisreproduktionszahl verändert sich auch das durchschnittliche Alter {\displaystyle A}, unter den nicht Geimpften, auf einen Wert {\displaystyle A_{q}}.

Nach obiger Relation, welche {\displaystyle R_{0}}{\displaystyle A} und {\displaystyle L} verband, gilt (unter Annahme gleichbleibender Lebenserwartung):

{\displaystyle R_{q}={\frac {L}{A_{q}}},\qquad A_{q}={\frac {L}{R_{q}}}={\frac {L}{R_{0}\cdot (1-q)}}}

Allerdings gilt {\displaystyle R_{0}={\tfrac {L}{A}}}, folglich:

{\displaystyle A_{q}={\frac {L}{{\frac {L}{A}}\cdot (1-q)}}={\frac {A\cdot L}{L\cdot (1-q)}}={\frac {A}{1-q}}}

Somit erhöht das Impfprogramm das mittlere Infektionsalter. Ungeimpfte Individuen unterliegen nun durch Anwesenheit der geimpften Gruppe einer reduzierten Infektionsrate.

Dieser Effekt ist jedoch bei Krankheiten nachteilig, deren Verlauf mit steigendem Alter schwerwiegender wird. Bei einer hohen Wahrscheinlichkeit für tödliche Verläufe kann ein {\displaystyle q_{\text{c}}} nicht übertreffendes Impfprogramm im Extremfall mehr Opfer unter den Ungeimpften fordern, als es ohne Impfprogramm gegeben hätte.

Impfprogramme oberhalb der kritischen Immunisierungsschwelle

Überschreitet ein Impfprogramm die kritische Immunisierungsschwelle einer Population für eine signifikante Dauer, wird die Krankheit innerhalb dieser Bevölkerung gestoppt. Wird diese Eliminierung weltweit durchgeführt, führt sie ultimativ zur Ausrottung der Krankheit.

Siehe auch

[…]
https://de.wikipedia.org/wiki/Mathematische_Modellierung_der_Epidemiologie

Anmerkung

Wie in der Ökonometrie wird in der Epidemiologie mit Hilfe von mathematischen Modellrechnungen versucht, Erkenntnisgewinne zu generieren, welche bei der politischen Umsetzung schlimmstenfalls erhebliche Folgen und Wechselwirkungen auslösen können.

zum besseren Verständnis, kurze Zwischenbemerkung zu den wissenschaftstheoretischen Grundlagen der Ökonometrie:
Hypothesen müssen empirisch überprüfbar sein, wobei dabei sehr häufig ceteris-paribus-Bedingungen in realen Daten verletzt werden, mit Schätzungsgleichungen gearbeitet wird, Signifikanzwert als Evidenzmaß für die Glaubwürdigkeit der Nullhypothese, Korrelation ohne Kausalität (Der Korrelationskoeffizient gibt das Ausmaß an, in dem zwei Variablen voneinander abhängen – er gibt aber keinen Hinweis, warum diese Beziehung existiert.), usw. (auf Anfrage gerne ausführlichere Infos)

An der Stelle möchte ich mir jedoch nicht anmaßen, diese Methode im Zusammenhang mit der Epidemiologie zu bewerten, auch wenn der gesunde Menschenverstand gerade im Zusammenhang mit möglicherweise vergleichbarer Methodik in der Ökonometrie immer wieder zu teilweise signifikanten Fehleinschätzungen mit erheblichen wirtschaftlichen Folgen geführt hat.

Da man aber logischerweise wirtschaftliche Fehlentwicklungen nicht mit dem Schutz von Leben und Gesundheit in einen Topf werfen darf, bedarf es bei der mathematischen Modellierung in der Epidemiologie und dem Risiko möglicher Fehlinterpretationen allerhöchste Aufmerksamkeit.

In diesem Zusammenhang wäre es sicher spannend und zielführend, ganz spezielle und fundierte Expertenmeinungen zu dieser Thematik zu erhalten, ohne Gefahr zu laufen, dass solche Experten seitens der Pharmaindustrie, gewissen Philantrophen, die sich dem Impfschutz verschrieben haben, oder gar seitens politischer Strömungen beeinflusst sind.

Ihr Oeconomicus


Epidemiologie und Beobachtungsgrößen

Epidemiologie und Beobachtungsgrößen

Unter Epidemiologie versteht man jene wissenschaftliche Disziplin, die sich mit der Verbreitung sowie den Ursachen und Folgen von gesundheitsbezogenen Zuständen und Ereignissen in Bevölkerungen oder Populationen beschäftigt.

Das unterscheidet die Epidemiologie von der klinischen Medizin, bei der es darum geht, einem einzelnen Menschen in einem konkreten Krankheitsfall zu helfen. Auch wenn sich bereits zuvor einzelne Mediziner mit der Verbreitung und den Ursachen von Krankheiten beschäftigt haben, wird der Beginn der Epidemiologie allgemein auf die Mitte des 19. Jahrhunderts datiert.

Beispiel einer Epidemie: Krankheits- und Todesfälle (schwarz) im Verlauf der Ebolafieber-Epidemie in Westafrika bis Juli 2014 (annähernd logistische Funktion)

Zwei der wichtigsten Beobachtungsgrößen sind die Inzidenz und die Prävalenz, Maße für das Auftreten und die Verbreitung von Krankheiten in einer Population. Die Epidemiologie untersucht weiter die Faktoren, die zu Gesundheit und Krankheit von Individuen und Populationen beitragen, und legt damit die quantitative Basis vieler Maßnahmen, die im Interesse der Gesundheit der Bevölkerung unternommen werden.

Epidemiologische Methoden bilden die Grundlage klinischer Studien. Epidemiologische Untersuchungen spielen auch in der Soziologie und Psychologie eine Rolle, z. B. bei VerhaltensstörungenAutismus und Selbsttötungen.

So können Zusammenhänge mit der Verbreitung dieser Erscheinungen erfasst und ggf. beeinflusst werden.

Die Veterinärepidemiologie oder Epizootiologie untersucht die Verbreitung von Krankheiten in Tierpopulationen.

„Epidemisch nennt man eine zu derselben Zeit in derselben Gegend besonders häufige Krankheit. Das Gegentheil davon bilden die sporadischen Krankheiten.

[…]

https://de.wikipedia.org/wiki/Epidemiologie#Reproduktionszahl


Die Lehre der Ahmadiyya (reloaded)

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Die Lehre der Ahmadiyya
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Die Lehre der Ahmadiyya basiert auf dem Islam, dem Koran und den Hadith. Daneben haben aber auch die Schriften des Mirza Ghulam Ahmad eine große Bedeutung, vor allem bei der Auslegung von Koran und Hadith.
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Die zentralen Werte des Islam (Gebet, Almosen, Fasten, …) werden geteilt.
Insbesondere die Frage, ob es weitere Propheten nach Mohammed geben kann, spaltet orthodoxe Muslime und Ahmadiyya.
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Die Ablehnung des Kalifentums führte zur Trennung der Ahmadiyya Anjuman Ischat-i-Islam Lahore (AAIL) von der Ahmadiyya Muslim Jamaat (AMJ).
Darüber hinaus unterscheiden sich die Ahmadiyya-Gruppen in der Stellung des Gründers Mirza Ghulam Ahmad, ob er als „Prophet“ (AMJ) oder „Reformer“ und „Erneuerer“ (AAIIL) zu gelten habe.
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    • Glaubensartikel

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      Die Glaubensartikel der Ahmadiyya-Bewegung definieren übereinstimmend mit der islamischen Orthodoxie den Koran als Wort Gottes, das die Menschen führt und leitet, und den Propheten Mohammed als vollkommene Verkörperung der islamischen Lehren, dessen Beispiel (Sunna) jeder Muslim nacheifern soll. Jedoch bringe jedes neue Zeitalter neue Herausforderungen mit sich, und mit der Zeit gehe auch das ursprüngliche Verständnis der Religion stückweise verloren. Aus diesem Grunde habe Gott den Muslimen versprochen, die Religion von Zeit zu Zeit zu erneuern bzw. zu reformieren.
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      Die gottgewollte Aufgabe eines Mudschaddids (Erneuerer der Religion) sei es, die ursprünglichen Lehren der Religion wiederherzustellen, neue Wahrheiten aus dem Koran hervorzuholen, die den Nöten, Herausforderungen und Zweifeln des jeweiligen Zeitalters begegnen, und den lebendigen Glauben im Herzen der Muslime durch neues Wissen, religiöse Erfahrung und göttliche Zeichen zu erwecken, die dem Mudschaddid von Gott gewährt werden.
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      Das besondere Islam-Verständnis der Ahmadiyya umfasst die folgenden Überzeugungen, die vom Mehrheitsislam tw. als sektiererisch erachtet werden:
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      Der Islam ist international.
      Gott hat seine Propheten unter allen Völkern berufen, nicht nur unter den Israeliten (wie bereits unter Muslimen allgemein anerkannt), sondern auch in Indien, China, Persien usw. Ein Muslim muss an all diese Propheten glauben, sie respektieren und an ihre Schriften glauben. Der Islam stellt die ursprüngliche Reinheit der von ihnen gelehrten ewigen Wahrheit wieder her und erweitert die Gültigkeit der nationalen Lehren, um einen universellen Glauben für alle Menschen bereitzustellen. Tugend/Frömmigkeit, gute Menschen und Wahrheit können in allen Völkern gefunden werden. Gott ist gleich für alle Menschen, unabhängig von ihrer Nationalität, Rasse oder Religion.

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      Der Islam ist tolerant.
      Er gibt jedem Mensch die völlige Freiheit, einen Glauben und eine Religion anzunehmen, zu vertreten und auszuüben.
      Unterschiede in Glauben und Interpretation, mit wem sie auch bestehen mögen, müssen toleriert werden. Kritik gegen den Islam darf nur mit Worten beantwortet werden, jede empfundene Beleidigung muss mit Geduld ausgehalten werden; die Antwort mit Gewalt ist den Lehren des Islam fremd. Die allgemeine Vorstellung des Islam als eine intolerante Religion ist völlig falsch.

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      Der Islam ist friedfertig.
      Er verurteilt jeglichen Gebrauch von Gewalt mit Ausnahme von unvermeidbarer Selbstverteidigung. Alle Schlachten des frühen Islam waren reine Verteidigungskämpfe. Muslime müssen unter jeder Gesellschaftsform friedlich leben, die ihnen Religionsfreiheit gewährt. Der Eindruck, dass der Islam seine Anhänger auffordere, Krieg zu führen oder zu rebellieren, um ihre eigene Gesellschaftsform zu etablieren, ist vollkommen falsch. Das Konzept des Dschihad wird weitreichend missverstanden:
      es bedeutete zuallererst eine spirituelle, intellektuelle und moralische Anstrengung, sich selbst zu verbessern und dann auch andere.

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      Der Islam ist nicht sektiererisch.
      Jeder Mensch, der die Kalima (den Spruch „Es gibt keinen Gott außer Allah, und Mohammed ist sein Gesandter“) bekennt, muss wie ein Bruder der Muslime behandelt werden. Es ist keine Inquisition (Befragung, Untersuchung) hinsichtlich Überzeugungen oder (Glaubens)Motive erlaubt. Entscheidungen, die unter gewissen Umständen Menschen aus dem Islam exkommunizieren, die die Kalima bekennen, stehen vollkommen der islamischen Lehre entgegen.

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      Der Islam ist rational.
      Er verlangt nachdrücklich den Gebrauch der Vernunft und gesicherten, insbesonderen wissenschaftlichen Wissens in allen Dingen, auch in religiösen Angelegenheiten. Der Islam nimmt demnach für sich in Anspruch, alle seine Lehren, wo möglich, durch Argumente zu stützen und in seinen Lehren nicht im Widerspruch zu von der Wissenschaft anerkannten Theorien (z.B. der neo-darwinistischen Evolutionstheorie) zu stehen. Zugleich ist er sich bewusst, dass Glaubensinhalte als solche nicht deduktiv aus reiner Vernunft (Kant) und/oder wissenschaftlichem Wissen abgeleitet werden können, sonst wären es keine Glaubensinhalte, sondern wissenschaftliche oder philosophische Theorien. Die Einsicht in diesen prinzipiellen Unterschied zwischen Glauben und Wissen unterscheidet ihn von zahlreichen fundamentalistischen Glaubensrichtungen, die für sich in Anspruch nehmen, durch reine Argumentation und/oder Wissenschaft beweisbar zu sein. Glauben kann also nicht auf Vernunft basieren (im Sinne von „ableitbar sein“), darf dieser aber auch nicht widersprechen. Dies bedeutet für die Koranexegese, dass der Koran im Lichte der Wissenschaft und der Vernunft interpretiert werden muss. Blinde Gefolgschaft gegenüber nur scheinbar eindeutigen Koranversen oder religiösen Führern wird verworfen, die gedankenlose Nachahmung wird nicht empfohlen und die Freiheit des Denkens gewährt, d.h. insbesondere auch, dass Zweifel an allem erlaubt ist.

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      Der Islam ist lebendig.
      Sein Gottesdienst besteht nicht aus Ritualen, die ohne Denken und ohne Gefühle zu vollziehen sind. Seine Bedeutung liegt darin, die menschliche Seele in Kontakt mit einem lebendigen Gott zu bringen. Muslime müssen den Zweck von Gebet und Fasten kennen und sie dann in ihrem wahren Geist ausüben. Gott hört die Bitten der Menschen und antwortet ihren Gebeten. Zu allen Zeiten gab es Heilige, die (eine besondere) Nähe zu Gott hatten und Offenbarungen erhielten. Ihr Beispiel zeigt, dass es einen lebendigen Gott gibt, der sich der Menschheit mitteilt.

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      Der Islam ist progressiv.
      Der Koran offenbart ständig neue Schätze des Wissens als Antwort auf die neuen Probleme, Philosophien und Gedanken jedes Zeitalters.

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      Der Islam unterstützt die Frauen.
      Eine große Zahl an Missverständnissen hat sich an diesem Punkt entzündet, hauptsächlich weil lokale Traditionen mit den Lehren des Islam vermischt wurden. Nach islamischem Verständnis ist die Frau ein vollständiges und selbständiges menschliches Wesen, so wie der Mann auch. Sie sollte dieselbe Entscheidungsgewalt über ihr Leben haben (einschließlich Heirats- und Scheidungsangelegenheiten), wie sie der Mann über sein Leben hat.

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      Der Islam lehrt höchste Sittlichkeit.
      Er verlangt von den Muslimen, selber die höchsten moralischen Fähigkeiten zu entwickeln und diese noble Gesinnung zu zeigen, auch auf Kosten von persönlichen und nationalen Interessen. Die islamische Gesellschaft wird nicht geschaffen, indem Menschen Gesetze und Regeln auferlegt werden. Sie wird allein durch die Reformierung des Charakters von Individuen mittels moralischer Übung und guten Beispiels bzw. Vorbilds erreicht. Und das ist genau das, was der Prophet Mohammed tat.

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      Der Islam gewinnt die Herzen.
      Er trachtet danach, die Herzen und Sinne der Menschen auf einfühlsame, liebevolle Weise, durch Vernunftargumente und moralische Aufrufe zu gewinnen. Er verurteilt Fanatismus, Zwang und Intoleranz als Mittel zur Verbreitung des Glaubens. Weder wurde der Islam je durch Zwang verbreitet, noch wird sein prophezeiter Triumph durch solche Mittel herbeigeführt werden.

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      Der Islam ist vollendet.
      Der Koran und das Leben des Propheten Mohammed geben der Menschheit für alle künftigen Zeiten eine abgeschlossene und vollkommene Leitregel. Der Prophet Mohammed ist das beste und vollkommene Beispiel für die höchste Sittlichkeit, weshalb er das „Siegel der Propheten“ genannt wird. Es werden aber Mudschaddids (Erneuerer) von Gott herausgerufen werden, die das Licht des islamischen Glaubens wiederbeleben und neu entfachen sollen.

    • Rechtsschulische Einordnung der Ahmadiyya

      Die Ahmadiyya steht in der Scharia der hanafitischen Rechtsschule nahe. Eine wichtige Lehrmeinung ist die Ablehnung von Taqlid (wörtlich: Nachahmung), wonach jeder Muslim verpflichtet ist, sein Tun nach derjenigen Rechtsschule zu richten, der er von Geburt an oder durch Beitritt angehört. So soll es möglich sein, in jedem einzelnen Fall aus den Lehrmeinungen verschiedener Rechtsschulen eine den Zeitbedürfnissen entsprechende Entscheidung auszuwählen oder sie durch die Anwendung von Idschtihad (selbständige Entscheidung einer Rechtsfrage auf Grund der Interpretation von Quellen) neu zu fällen. Der Koran gilt als die primäre Rechtsquelle. An zweiter Stelle kommt die Sunna (das Vorbild) des Propheten, die sich durch die Jahrhunderte in der muslimischen Gemeinde lebendig gehalten hat. Das Hadith (die Überlieferung) bildet die dritte Stelle in der Reihenfolge von Rechtsquellen gefolgt durch Qiyas (Analogieschluss).
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      Obwohl die Ahmadiyya betont daran festhält, ggfs. Rechtsfragen auf Grund von Quelleninterpretation neu zu fällen, richtet sie sich weitgehend nach der hanafitischen Rechtsschule. Die wenigen Fälle, bei denen sie sich anders entschieden hat, sind meistens von untergeordneter Bedeutung.
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      Mirza Ghulam Ahmad übte in seiner Eigenschaft als Mahdi und Messias in mehreren Fällen Idschtihad. Er erklärte zum Beispiel den Dschihad (aus religiösen Gründen) für aufgehoben. Damit setzte er sich im Gegensatz zu der Mehrheit, für die die Verpflichtung zum Dschihad stets bestehen bleibt, insbesondere im damaligen Indien, wo die Kolonialmacht Großbritannien ein Muslim-Reich abgelöst hatte. Dies trug ihm den Vorwurf der Komplizenschaft mit England ein.
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      Richtungsweisend war auch sein Rechtsspruch (Fatwa) über Bankzinsen. Zwar hielt er Zinsen in jeglicher Form für unzulässig, doch riet er seinen Anhängern dazu, die üblichen Bankzinsen für Spareinlagen anzunehmen. Sie sollten aber das Geld nicht für sich verwenden, sondern für die islamische Mission (Da’wa) ausgeben. Er betonte, dass diese Regelung zeitlich und räumlich begrenzt sei. Sobald der Islam sich von seiner momentanen Schwäche erholt haben wird, wird dieser Dispens ungültig. In einem weiteren Rechtsspruch lehnte er Lebensversicherungen ab, weil er sie mit Glücksspiel gleichsetzte.
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      Apostasie
      Muslimische Theologen sind sich einig, dass Apostasie ein strafwürdiges Verbrechen sei. Die Ahmadiyya hat sich jedoch theologisch gegen eine Bestrafung von Apostaten festgelegt. Zu den bedeutungsvollsten Rechtssprüchen Nuur ud-Dins zählt seine Fatwa darüber, dass neben Juden und Christen auch Parsen, Anhänger Zoroasters, sowie Hindus und die Buddhisten zu den Ahl al-Kitab (Schriftbesitzern) gehören. Vor wenigen Jahren veröffentlichte das Ahmadiyya-Zentrum in Rabwah ein Buch über das „Fiqh-e-Ahmadiyya“.

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      Dschihad
      Dschihad umschreibt die Anstrengungen oder das Bemühen auf dem Weg Gottes zur Umsetzung und Ausbreitung des Glaubens an Allah und die Wahrheiten der Botschaft des Korans. Die Ahmadiyya unterscheidet dabei drei Ebenen:

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      • Der größte Dschihad (dschihād akbar):
        Der Kampf gegen das niedere Selbst, die Seele, die zum Bösen verführt, die Schwächen und Fehler, von denen niemand gerne spricht (privater Dschihad)
      • Der große Dschihad (dschihād kabīr):
        Das Verbreiten von Weisheit und Wissen, vornehmlich anhand der Lehren des „Heiligen Koran“ (gesellschaftlicher Dschihad, soziales Engagement, Mission, Dawa)
      • Der kleine Dschihad (dschihād saghīr):
        Die Verteidigung von Glauben, Gut und Leben, notfalls mit der Waffe. Dies gilt nur für den Verteidigungsfall (Dschihad des Schwertes).

      Die Ahmadiyya bezieht sich für diese Gliederung auf den Propheten Mohammed, der, als er von einem Feldzug zurückkehrte, einem Hadith zufolge gesagt haben soll:
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      »Wir kommen aus dem kleinen Dschihad und vor uns liegt der größte Dschihad.«

      Der Kampf des Mystikers um Gotteserkenntnis wird demnach ebenso als Dschihad verstanden wie die Missionstätigkeit eines Predigers. Der Dschihad kann aber auch weltlich verstanden werden, so wie in Tunesien der Kampf gegen das Analphabetentum als Dschihad deklariert wurde.
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      Mirza Ghulam Ahmad lehrte, dass der Dschihad der heutigen Zeit nicht der „Dschihad des Schwertes“, sondern der „Dschihad der Zunge“ und der „Dschihad der Feder“, also ein „Kampf des Argumentes“ sei.
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      Homosexualität
      Die Ahmadiyya lehnt Homosexualität als ein un-islamisches, un-christliches und un-jüdisches Verhalten ab. Allerdings will sie damit nicht zu Verfolgung, Hass oder Gewalt aufrufen. Homosexuelle Veranlagung soll nicht öffentlich gezeigt werden. So heißt es über lesbische Mosleminnen:

      „Wenn man es ihnen aber gestattet, sich frei in der Gesellschaft zu bewegen, können sie auch andere Frauen anstecken.
      Aus diesem Grunde soll das Ausgehverbot genügen, und sie dürfen ohne Begleitung nicht alleine ausgehen.“

      Offen homosexuell lebende Mitglieder müssen deshalb mit einem Ausschluss aus der Gemeinde rechnen.

    • Unterschiede zur Orthodoxie

      Obwohl die zentralen Werte des Islam (Gebet, Almosen, Fasten, …) und die Sechs Glaubensgrundsätze geteilt werden, unterscheidet sich die Ahmadiyya-Lehre von der islamischen Orthodoxie in Folgendem:

      • Abrogation:
        Der Koran enthält keine Widersprüche und es sind keine seiner Aya aufgehoben, der Koran hat Vorrang über Hadith und Traditionen. Das bedeutet, dass kein Koranvers einem anderen widerspricht und kein Hadith kann Versen des Korans widersprechen. Hadithe, die im Widerspruch zum Koran stehen, werden von der Ahmadiyya nicht akzeptiert, da sie im Gegensatz zum Koran nicht als Gottes Wort gelten.
      • Dschihad:
        Der (kriegerische) Dschihad darf nur zur Verteidigung in extremen Situationen von religiöser Verfolgung, nicht aber als politische Waffe oder als Vorwand für die Eroberung fremder Territorien geführt werden. Die Auswanderung ist dem Kampf vorzuziehen. (Sure 8:72, 22:58)
      • Isa ibn Maryam:
        Jesus Christus, der am Kreuz hing, habe überlebt und sei in einer Grabkammer genesen. Unter dem Namen Yuz Asaf sei er daraufhin nach Kaschmir emigriert, wo er die „Verlorenen Stämme Israels“ gesucht habe. Nach einer langen Lehrtätigkeit sei er eines natürlichen Todes gestorben. Das Grab von Yuz Asaf befinde sich in Srinagar, der Hauptstadt Kaschmirs. Er habe auch die Ankunft des Propheten Mohammed vorhergesagt, was Christen als „Heiliger Geist“ missverstanden hätten.
      • Mahdi:
        Der „Messias“ und „Mahdi“ sind ein und dieselbe Person und der Islam wird den Anti-Christ (Daddschāl) besiegen in einer ähnlich langen Zeitspanne, die das werdende Christentum brauchte, sich zu etablieren (300 Jahre).[10] Muslime glauben, dass Jesus leibhaftig in den „Letzten Tagen“ vom Himmel steigen wird, um „das Schwein zu töten und das Kreuz zu brechen“ – und dies in wörtlicher Weise –, um den Islam wiederzubeleben. Ahmadis glauben, dass die „Wiedergeburt“ des Islam durch eine spirituelle Erneuerung stattfindet (Töten des Schweins) und der Sieg über das Christentum durch die Kraft der Argumente (Brechen des Kreuzes) erreicht wird.
      • Prophetentum:
        Für die islamische Orthodoxie wurde das Prophetentum durch Mohammed abgeschlossen. Die Ahmadiyya Muslim Jamaat glaubt, dass Mohammed das Prophetentum zur Perfektion gebracht habe und der letzte „gesetzbringende“ Prophet sei, die Vervollkommnung der spirituellen Entwicklung des Menschen. Trotzdem hält die AMJ weitere Propheten für möglich, allerdings seien diese Mohammed untergeordnet und können ihn weder überragen noch seine Lehren verändern noch ein neues (göttliches) Gesetz bzw. Religion bringen. Während die AMJ so Mirza Ghulam Ahmad als einen Mohammed untergeordneten Propheten versteht, verneint die Ahmadiyya Anjuman Ischat-i-Islam Lahore die Möglichkeit, dass Propheten nach Mohammed auftreten. Die AAIIL sieht in Mirza Ghulam Ahmad lediglich einen „Reformer“ und „Erneuerer“.
      • Offenbarung:
        Die Ahmadiyya glaubt an den Fortbestand „göttlicher Offenbarung“. Obschon der Koran als die letztgültige Botschaft Gottes an die Menschheit gilt, besitze Gott weiterhin die Eigenschaft, sich auserwählten Individuen zu offenbaren, so wie man glaubt, dass er es immer getan habe. Alle göttlichen Attribute gelten als ewig. Die AMJ schreibt die Fähigkeit, „göttliche Offenbarungen“ zu erhalten, vor allem ihrem geistigen Oberhaupt, dem Khalifat ul-Massih, zu.
      • Idschtihad:
        Die islamische Orthodoxie hat die „Tore des Idschtihad“ im vierten oder fünften Jahrhundert islamischer Zeitrechnung für geschlossen erklärt. Das „Schließen der Tore des Idschtihad“ wird zwar kontrovers diskutiert und oft ihre Wiedereröffnung vorgeschlagen oder sogar tatsächlich von einigen in der Praxis geöffnet, was aber weder im fundamentalistischen noch im konservativen Islam bisher anerkannt ist. Die Ahmadiyya versteht sich u.a. deshalb als „Reformgemeinde“, weil sie die selbstständige Interpretation der Rechtsquellen (Idschtihad) für geboten und erlaubt hält und davon auch in der Fiqh-e-Ahmadiyya Gebrauch macht.

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      Quelle und Querverweise:
      Wikipedia
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      korrespondierende Informationen:
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      Die Ahmadiyya-Bewegung

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    • Inhaltsverzeichnis
       
      • Entstehung und Namensgebung
      • Spaltung
      • Lehre
      • Ausbreitungsgeschichte
        • 4.1 Südasien
        • 4.2 Europa
          • 4.2.1 Vereinigtes Königreich
          • 4.2.2 Deutschland

            Am 9. Oktober 1924 legte die AAIIL in Berlin den Grundstein für die Wilmersdorfer Moschee. Die älteste erhaltene Moschee Deutschlands wurde am 26. April 1925 eröffnet und war zunächst unter dem Namen „Berliner Moschee“ bekannt. Die Berliner Moscheegemeinde gab von 1924 bis 1940 die Zeitschrift Moslemische Revue heraus. Die Berliner Moschee verlor aber ihre zentrale Stellung noch während des Zweiten Weltkriegs und konnte sie nie wiederherstellen.
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            Während der Zeit des Nationalsozialismus konnte sich die Gemeinde nicht organisiert halten und begann erst nach dem Krieg mit dem Wiederaufbau.[49] Einige Missionare kehrten wieder nach Indien zurück, die anderen wichen nach England aus.
            Die „Islamische Gemeinde Berlin“ beziehungsweise die „Berliner Moschee“ wurde von deutschen Muslimen weiter betreut.
            Seit dem 22. März 1930 führte die Moscheegemeinde den Namen Deutsch-Muslimische Gesellschaft e. V.
            Mit dieser Umbenennung war ein ungewöhnliches Programm verbunden:
            Die neue Gemeinschaft nahm auch Christen und Juden als Mitglieder auf, was für die damalige Zeit ungewohnt war.
            Doch genau das wurde der Gemeinschaft mit ihrer Moschee am Fehrbelliner Platz in der Zeit des Nationalsozialismus zum Verhängnis, denn die Nationalsozialisten sahen in der „Deutschen Muslimischen Gesellschaft e. V.“ einen „Zufluchtsort für Kurfürstendammjuden“.
            Nach dem Tod des syrischen Studenten Muhammad Nafi Tschelebi im Sommer 1933 führte die Deutsch-Muslimische Gesellschaft nur noch ein Schattendasein.
            Den Nationalsozialisten gelang es in der Folge, die islamische Gemeinde zu instrumentalisieren und die Moschee für Propagandaauftritte mit Mohammed Amin al-Husseini zu missbrauchen, z. B. anlässlich des Opferfestes im Jahr 1942.
            Im Jahre 1962 wurde die Deutsch-Muslimische-Gesellschaft von der AAIIL wiederbelebt und hat heute ihren Sitz in der Wilmersdorfer Moschee in Berlin.

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            Der AMJ kam in den Zwischenkriegsjahren keine große Bedeutung zu. Der Bau einer Moschee am Kaiserdamm in der Nähe des Bahnhofs Witzleben musste aus finanziellen Gründen abgebrochen werden.
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            Sadr ud-Din legte 1939 die erste deutsche Koranübersetzung aus der Feder der Ahmadiyya vor, wobei diese Übersetzung mit Lehren der Ahmadiyya durchsetzt ist.[A 2]
            Da Sadr ud-Din ungenügend Deutsch sprach, arbeitete er mit dem Konvertiten Hamid Markus zusammen, der jedoch kein Arabisch konnte. Aus dieser Zusammenstellung folgten etliche Unklarheiten. Nach dem Krieg arbeitete Mohammed Aman Hobohm an einer Überarbeitung, die er jedoch nie abschließen konnte.

            .
            Erst 1954 wurde von der AMJ eine eigene Koranübersetzung auf Deutsch herausgebracht,[A 3] die schließlich die von Sadr ud-Din herausgegebene Übersetzung weitgehend verdrängte.
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            Nach dem Zweiten Weltkrieg gründete Sheikh Nasir Ahmad von 1946 bis 1962 Missionsstellen der AMJ im deutschsprachigen Raum. Es wurde ihm von der alliierten Besatzungsmacht gestattet, Deutschland von der Schweiz aus zu bereisen.
            In Hamburg entstand eine kleine Ahmadiyya-Gemeinde, die am 11. Juni 1948 vom Missionar S. N. Ahmad erstmals besucht wurde.
            Am 27. April 1949 sendete der NWDR Hamburg einen Vortrag von S. N. Ahmad, die wahrscheinlich erste Rundfunksendung Deutschlands zum Thema Islam.
            Schließlich erhielt die AMJ die Genehmigung für eine feste Missionsstelle, und am 20. Januar 1949 übernahm Missionar Abdul Latif die Leitung der ersten Lokalgemeinde in Hamburg. Am 9. August 1955 gründete die AMJ in Hamburg den Verein Ahmadiyya Bewegung in der Bundesrepublik Deutschland e. V.
            Im Jahre 1969 verlegte sie den Vereinssitz nach Frankfurt am Main und nennt sich seit 1988 Ahmadiyya Muslim Jamaat in der Bundesrepublik Deutschland e. V.
            Bald wurden die beiden ersten Moscheen in der Nachkriegsgeschichte gebaut, die Fazle-Omar-Moschee in Hamburg (1957) und die Nuur-Moschee in Frankfurt am Main (1959).

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            Bait us-Sabuh, Zentrale der AMJ in Deutschland
            In der Nachkriegszeit gelang es der Ahmadiyya Muslim Jamaat, als erste muslimische Gemeinde in Deutschland aktiv zu werden.[60] Der hohe Organisationsgrad und die straffe Struktur innerhalb der AMJ machte sie anfangs zu einem wichtigen Gesprächspartner für kirchliche und staatliche Institutionen.[61] So beispielsweise beim ersten Beitrag zum christlich-muslimischen Dialog 1966 in der Katholischen Akademie der Erzdiözese Freiburg in Mannheim, bei dem ausschließlich die Ahmadiyya den Islam repräsentierte.

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            Mit der zunehmenden Organisation der meist türkischen Gastarbeiter verlor die AMJ seit Ende der 1970er an Bedeutung,[63] zumal sie von der Bundesregierung – auf Druck bestimmter islamischer Gruppierungen – aus Entscheidungsprozessen ausgegrenzt wurde und wird.
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            1992 wurde in Groß-Gerau das Bait ul-Schakur gebaut. Es ist mit Platz für etwa 850 Gläubige und 600 m² Gebetsfläche die größte Moschee der Gemeinschaft in Deutschland. In Berlin wurde in Heinersdorf die Khadija-Moschee gebaut. Die Spenden wurden von den Ahmadifrauen aufgebracht.
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            Jahre 2002 kaufte die AMJ ein Industrieareal in Frankfurt-Bonames und richtete dort die neue Deutschland-Zentrale ein. Sie erhielt den Namen Bait us-Sabuh (Haus des sehr Reinen). Seit 1973 ist Haider Ali Zafar der Missionsleiter Deutschlands. Abdullah Uwe Wagishauser ist amtierender Emir.
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            AMJ verfolgt in Deutschland ein „100-Moscheen Projekt“. Die Durchführung dieses Plans wird in Teilen der Bevölkerung kritisch gesehen und führte in einigen Orten zur Gründung von Bürgerinitiativen, so in Schlüchtern und Heinersdorf. Die AMJ verfügt nach eigenen Angaben zurzeit in Deutschland über 30 Moscheen und 70 Gebetszentren.
            .
            Im April 2013 ist die Ahmadiyya Muslim Jamaat in Hessen als erste muslimische Gemeinde in Deutschland als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt worden

          • 4.2.3 Österreich
          • 4.2.4 Schweiz
          • 4.2.5 Andere europäische Länder
        • 4.3 Nigeria
        • 4.4 Ghana
        • 4.5 USA
        • 4.6 Kanada
        • 4.7 Irak
        • 4.8 Syrien
        • 4.9 Israel
        • 4.10 Südostasien
        • 4.11 Gegenwärtige weltweite Situation
      • Verfolgung

        Die Ahmadiyya ist die meist verfolgte „muslimische“ Gemeinde. Die Ahmadiyya Muslim Jamaat wird wegen ihrer abweichenden Lehrmeinungen von vielen Muslimen als nicht-islamisch abgelehnt und ihre Anhänger in einigen Ländern religiös benachteiligt bzw. verfolgt.
        In Pakistan wurden eigens Parteien gegründet, die sich den Kampf gegen den sogenannten Qadianismus als Hauptbestandteil ihres Parteiprogrammes gemacht haben, in Saudi-Arabien steht die vorherrschende Lehrmeinung der Wahhabiten im strikten Gegensatz zur Ahmadiyya-Lehre.
        So wurden Anhänger der Ahmadiyya-Bewegung rechtlich als Nichtmuslime erklärt und haben somit keinen rechtlichen Anspruch auf Visa, und können somit nicht am Haddsch teilnehmen.

      • Gegenpositionen
      • Literatur
      • Weblinks
      • Anmerkungen
      • 10 Einzelnachweise

„Wir können Alles, selbst Unheil verstärken!“

„Wir können Alles, selbst Unheil verstärken!

 

So in etwa könnte ein Schelm, der ich nicht bin, die Beschneidung der verfassungsgemäßen Grundrechte der Bevölkerung im Zusammenhang mit dem Vorgehen gegen die Covid19-Pandemie zusammenfassen.

Ohne an dieser Stelle (erneut) darauf eingehen zu wollen, ist an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass ein Mitarbeiter der Abteilung Krisenmanagement und Bevölkerungsschutz des Innenministeriums, Referat KM4, zuständig für „Kritische Infrastrukturen“, also die Teile des Landes, die besonders schützenswert sind, ein 83-seitiges Positionspapier mit dem Titel

„Ergebnisse der internen Evaluation des Corona Krisenmanagements“

veröffentlicht hat und mit dieser bemerkenswerten Analyse dem Krisenmanagement der Bundesregierung das Zeugnis ausstellt:

„gravierende Fehlleistungen des Krisenmanagements. Defizite im Regelungsrahmen. Coronakrise erweist sich wohl als Fehlalarm.“

KM4 Analyse des Krisenmanagements

Erwartungsgemäß wies das Ministerium dieses Positionspapier bereits am Sonntag als „Privatmeinung“ zurück und hat laut „Spiegel“-Informationen den Regierungsrat von seinen Dienstpflichten entbunden.

Wer sich während der letzten Wochen, insbesondere seit „Ausbruch“ der Pandemie mit wachem Geist nicht dazu entschließen konnte, das Meinungsbild der Wahrheitsverkünder ungeprüft oder gar blindlings zu übernehmen und deshalb wohl damit leben muss, dem „Club betreuter Denker“ nicht beitreten zu dürfen, wird das in Rede stehende Papier aufmerksam und zugleich kritisch zur Kenntnis nehmen und daraus seine Schlüsse ziehen.

Derzeit möchte ich davon absehen, diesem winzige Teilchen eines gigantischen Puzzles mehr Aufmerksamkeit zu widmen, um nicht der Versuchung zu unterliegen, die einschlägig bekannten Puppets zu überhöhen.

Schließlich setzen solche Figuren doch nur Maßnahmen um, welche von höchst einflussreichen, Freund & Feind beglückende Beraterzirkel entwickelt auf die Tische der sogenannten Entscheider gezaubert werden.

Erfahrungsgemäß entstehen daraus neue Episoden für die Märchenbibliothek des alternativlosen Orientierungswissens, welche von den Wahrheitsverkündern verbreitet werden.

Dazu eine Bewertung aus Tichys Einblick

Waren Corona-Maßnahmen Fehlalarm? – Bundespressekonferenz zur Analyse aus Bundesinnenministerium

Eine interne Analyse des Bundesinnenministeriums sorgt derzeit für Furore. Diese kommt zum Schluss, dass die Bundesregierung bei der Corona-Krise auf ganzer Linie versagte habe. Auf der BPK interessierte die Journalisten aber vor allem eines: Wurde der Verfasser schon bestraft?

Eine interne Überprüfung des Agierens der Bundesregierung in der Corona-Krise durch den Leiter des Referats „KM 4: Schutz Kritischer Infrastrukturen – Bundesministerium des Innern“ kommt zu dem nüchternen Ergebnis:

„Der Kollateralschaden ist inzwischen höher ist als der erkennbare Nutzen […]. Die beobachtbaren Wirkungen und Auswirkungen von COVID-19 lassen keine ausreichende Evidenz dafür erkennen, dass es sich – bezogen auf die gesundheitlichen Auswirkungen auf die Gesamtgesellschaft – um mehr als um einen Fehlalarm handelt.“

Darüber hinaus erklärt der Hauptverfasser der 86-seitigen Analyse, ein Referatsleiter mit der Amtsbezeichnung Oberregierungsrat:

„Die Defizite und Fehlleistungen im Krisenmanagement haben in der Konsequenz zu einer Vermittlung von nicht stichhaltigen Informationen geführt und damit eine Desinformation der Bevölkerung ausgelöst. (Ein Vorwurf könnte lauten: Der Staat hat sich in der Corona-Krise als einer der größten fake-news-Produzenten erwiesen.)“

Ebenso übt er scharfe Kritik am Robert Koch-Institut:

„Die vom RKI gelieferten Daten sind als Grundlage für die Entscheidungsfindung nicht zu gebrauchen. Die Bewertungen des RKI sind durch die vorgelegten Daten nicht gedeckt. Die Bewertungen sind vielfach spekulativ, teilweise unplausibel. Leider besteht der Lagebericht des Krisenstabs alleine aus einer Aufbereitung dieser Daten.“

Der mittlerweile beurlaubte Verfasser hatte seine Analyse nach eigenen Angaben zunächst am 25. März an einen kleinen internen Verteiler verschickt. Seine Bitte, die Analyse Innenminister Horst Seehofer vorzulegen, sei ohne Prüfung des Inhalts abgelehnt worden. Daraufhin verschickte er diese an den Krisenstab sowie an die fachlichen BMI-Arbeitskreise auf Bundes- und Länderebene. Im weiteren Verlauf wurde die Analyse dann dem Online-Portal Tichys Einblick zugespielt.

Das Innenministerium reagierte am 10. Mai in Form einer Pressemitteilung mit folgendem Wortlaut:

„Ein Mitarbeiter des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat hat in einem mehrseitigen Dokument unter Verwendung des BMI-Briefkopfes und der dienstlichen Kommunikationskanäle seine kritische Privatmeinung zum Corona-Krisenmanagement der Bundesregierung verbreitet. Die Ausarbeitung erfolgte nach bisheriger Kenntnis auch unter Beteiligung Dritter, außerhalb des BMI […].“

„Für diese Zusammenstellung gab es weder einen Auftrag, noch eine Autorisierung. Eine strukturelle Einbindung aller am Krisenstab beteiligten Organisationseinheiten, wie sonst bei seriösen Analysen zwingend erforderlich und üblich, erfolgte hier nicht.“

Ähnlich argumentierte auch der Sprecher des BMI am 11. Mai auf der Bundespressekonferenz.

Allerdings wirft die Argumentation des BMI, der betreffende Mitarbeiter hätte „nur seine private Auffassung zu den Maßnahmen, die die Bundesregierung ergriffen hat, veröffentlicht“ Fragen auf.

Bei dem Verfasser soll es sich immerhin um den Leiter des Referats „Krisenmanagement“ handeln, welches explizit den Auftrag hat, eine eigene Bewertungskompetenz aufzubauen. Zudem wäre er als Referatsleiter (Oberregierungsrat) in der Position, alle seine Schreiben an die Länder und Ressorts schlusszuzeichnen. Damit hätte sein verschicktes Schreiben sehr wohl einen offiziellen Charakter.

Auch der pure Umfang der Analyse lässt es als fraglich erscheinen, dass er diese Analyse quasi als persönliche Meinungsäußerung im Alleingang, also ohne Wissen seiner Vorgesetzten angefertigt hat. Allein das Inhaltsverzeichnis gibt bereits einen Eindruck vom Umfang dieser Analyse:

Waren Corona-Maßnahmen Fehlalarm? – Bundespressekonferenz zur Analyse aus Bundesinnenministerium

(Screenshot: tichyseinblick.de)

Waren Corona-Maßnahmen Fehlalarm? – Bundespressekonferenz zur Analyse aus Bundesinnenministerium

Gegen die Darstellung des BMI spricht auch die gemeinsame Pressemitteilung der externen Experten, die an der Analyse mitgearbeitet haben:

Gemeinsame Pressemitteilung der externen Experten des Corona-Papiers aus dem Bundesministerium des Innern

Mit Verwunderung nehmen wir, die an der Erstellung des besagten Corona-Papiers beratend beteiligten Ärzte und Wissenschaftler/Wissenschaftlerinnen, die Pressemitteilung des Bundesministeriums des Innern (BMI) vom 10. Mai:

Mitarbeiter des BMI verbreitet Privatmeinung zum Corona-Krisenmanagement Ausarbeitung erfolgte außerhalb der Zuständigkeit sowie ohne Auftrag und Autorisierung

zur Kenntnis. Das Ministerium schreibt in dieser Pressemitteilung:

„Die Ausarbeitung erfolgte nach bisheriger Kenntnis auch unter Beteiligung Dritter, außerhalb des BMI.“

Wir gehen davon aus, dass mit Dritter wir, die Unterzeichnenden, gemeint sind.

Dazu nehmen wir wie folgt Stellung.

Wir setzen voraus, dass das BMI ein großes Interesse daran hat, dass seine Spezialisten, denen die überaus wichtige Aufgabe anvertraut ist, krisenhafte Entwicklungen zu erkennen und durch rechtzeitiges Warnen Schaden von Deutschland abzuwenden, sowohl mit konkretem Auftrag handeln als auch in Eigeninitiative tätig werden. Der entsprechende Mitarbeiter des BMI hat sich bei der Erstellung der Risikoanalyse zur Einschätzung der medizinischen Kollateralschäden durch die „Corona-Maßnahmen“ im Wege einer fachlichen Anfrage an uns gewandt.

Getragen von der Verantwortung, unterstützten wir den engagierten BMI Mitarbeiter bei der Prüfung dieser essentiellen Frage nach bestem Wissen und Gewissen, neben unserer eigentlichen beruflichen Tätigkeit. Renommierte Kollegen und Kolleginnen, allesamt hervorragende Vertreter ihres Fachs, nahmen zu konkreten Fragen auf der Basis der angefragten Expertise sachlich Stellung. Daraus resultierte eine erste umfangreiche Einschätzung der bereits eingetretenen sowie der drohenden medizinischen Schäden, einschließlich zu erwartender Todesfälle.

Der BMI Mitarbeiter hat anhand unserer Arbeit eine Einschätzung vorgenommen und das Ergebnis an die zuständigen Stellen weitergeleitet. Sie finden das betreffende Dokument im Anhang dieser Pressemitteilung.

Dass dies aufgrund der Kürze der Zeit nur der Anfang einer noch umfangreicheren Prüfung sein kann, steht außer Frage. Aber unsere Analyse bietet unseres Erachtens eine gute Ausgangslage für das BMI und die Innenministerien der Länder, den möglichen Nutzen der Schutzmaßnahmen gegenüber dem dadurch verursachten Schaden gut abzuwägen.

Unserer Auffassung nach müssten die adressierten Fachbeamten aufgrund dieses Papiers eine sofortige Neubewertung der Schutzmaßnahmen einleiten, für die wir ebenfalls unseren Rat anbieten.

In der Pressemitteilung gibt das BMI deutlich zu erkennen, dass es diese Analyse jedoch nicht berücksichtigen wird. Es ist für uns nicht nachvollziehbar, dass das zuständige Bundesministerium eine derart wichtige Einschätzung auf dem Boden umfassender fachlicher Expertise ignorieren möchte. Aufgrund des Ernstes der Lage muss es darum gehen, sich mit den vorliegenden Sachargumenten auseinanderzusetzten – unabhängig von der Entstehungsgeschichte.

Deshalb fragen wir:

Wieso hat das BMI das Ansinnen des Mitarbeiters nicht unterstützt und wieso bezieht das BMI die nun vorliegende umfangreiche Analyse auf dem Boden fachlich hochwertiger externer Expertise nicht bei seiner Einschätzung bezgl. des Verhältnisses von Nutzen und Schaden der Corona-Schutzmaßnahmen ein?


Das BMI schreibt weiter in seiner Pressemitteilung:

„Die Bundesregierung hat in Folge der Corona-Infektionsgefahren zum Schutz der Bevölkerung Maßnahmen ergriffen. Diese werden innerhalb der Bundesregierung fortlaufend abgewogen und regelmäßig mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder abgestimmt.“

Wir bitten das BMI:

uns zeitnah mitzuteilen, wie genau diese Abwägung stattfindet. Wir bitten dies anhand von Daten, Fakten und Quellen nachzuweisen. Gerne würden wir dies mit unserer Analyse vergleichen. Angesichts der aktuell teilweise katastrophalen Patientenversorgung wären wir beruhigt, wenn diese Analyse zu einer anderen Einschätzung führt als der unsrigen, was uns derzeit jedoch schwer vorstellbar erscheint.

Des Weiteren schreibt das BMI:

„Das Infektionsgeschehen in Deutschland ist im internationalen Vergleich bislang eher niedrig. Die ergriffenen Maßnahmen wirken.“

In Übereinstimmung mit der internationalen Fachliteratur teilen wir diese Feststellung bzgl. der Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen nur bedingt. Wir bitten das BMI deshalb im Sinne der Transparenz:

die Quellen offenzulegen, nach denen es zu dieser Feststellung kommt.

Fazit:

Insgesamt haben wir auf Anfrage eines couragierten Mitarbeiters des BMI die vielfältigen und schweren unerwünschten Wirkungen der Corona-Schutzmaßnahmen im medizinischen Bereich aufgezeigt und diese sind gravierend.

Für uns ergibt sich aus dem gesamten Vorgang der Eindruck, dass nach einer sicher schwierigen Anfangsphase der Epidemie nun die Risiken nicht im notwendigen Maß und insbesondere nicht in einer umfassenden Risikobetrachtung bedacht worden sind.

Bezüglich der Berichterstattung zu diesem Vorgang bitten wir darum, die inhaltliche Wertigkeit unserer Analyse in das Zentrum zu stellen, und über uns, in Amt und Person, der ernsten Situation angemessen zu berichten.

Die durch das Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöste Erkrankung Covid-19 verläuft für viele Menschen der bekannten Risikogruppen schwerwiegend.

Wie für jede schwere Infektionserkrankung gilt es, für die Patienten die beste Behandlung zu finden und Infektionswege zu unterbinden.

Aber therapeutische und präventive Maßnahmen dürfen niemals schädlicher sein als die Erkrankung selbst. Ziel muss es sein, die Risikogruppen zu schützen, ohne die medizinische Versorgung und die Gesundheit der Gesamtbevölkerung zu gefährden, so wie es gerade leider geschieht.

Wir in Wissenschaft und Praxis sowie sehr viele Kolleginnen und Kollegen erleben täglich die Folgeschäden der Corona-Schutzmaßnahmen an unseren Patienten.

Wir fordern deshalb das Bundesministerium des Innern auf, zu unserer Pressemitteilung Stellung zu nehmen und hoffen auf eine sachdienliche Diskussion, die hinsichtlich der Maßnahmen zur bestmöglichen Lösung für die gesamte Bevölkerung führt.

Gezeichnet:

Prof. Dr. Sucharit Bhakdi, Universitätsprofessor für Medizinische Mikrobiologie (im Ruhestand) Universität Mainz

Dr. med. Gunter Frank, Arzt für Allgemeinmedizin, Mitglied der ständigen Leitlinienkommission der Deutschen Gesellschaft für Familienmedizin und Allgemeinmedizin (DEGAM), Heidelberg

Prof. Dr. phil. Dr. rer. pol. Dipl.-Soz. Dr. Gunnar Heinsohn, Emeritus der Sozialwissenschaften der Universität Bremen

Prof. Dr. Stefan W. Hockertz, tpi consult GmbH, ehem. Direktor des Instituts für Experimentelle Pharmakologie und Toxikologie am Universitätskrankenhaus Eppendorf

Prof. Dr. Dr. rer. nat. (USA) Andreas S. Lübbe, Ärztlicher Direktor des MZG-Westfalen, Chefarzt Cecilien-Klinik

Prof. Dr. Karina Reiß, Department of Dermatology and Allergology University Hospital Schleswig-Holstein

Prof. Dr. Peter Schirmacher, Professor der Pathologie, Heidelberg, Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina

Prof. Dr. Andreas Sönnichsen, Stellv. Curriculumsdirektor der Medizinischen Universität Wien, Abteilung für Allgemeinmedizin und Familienmedizin.

Dr. med. Til Uebel, Niedergelassener Hausarzt, Facharzt für Allgemeinmedizin, Diabetologie, Notfallmedizin, Lehrarzt des Institutes für Allgemeinmedizin der Universität Würzburg, akademische Lehrpraxis der Universität Heidelberg

Prof. Dr. Dr. phil. Harald Walach, Prof. Med. Universität Poznan, Abt. Pädiatrische Gastroenterologie, Gastprof. Universität Witten-Herdecke, Abt. Psychologie 4

 

Quelle:

https://deutsch.rt.com/inland/102356-bundespressekonferenz-zu-analyse-aus-bmi-corona-war-fehlalarm/

 

korrespondierende Ergänzungen

Wie dargelegt, hat Dr. med. Gunter Frank extern an der medizinischen Schadens-Analyse zu den Corona-Maßnahmen mitgewirkt. Franks nachfolgende Enthüllungen zu dem Papier illustrieren das Versagen von Regierung und Medien und sind Beleg für einen Systemausfall, der Angst machen kann.

Seine Kern-Aussagen:

Moralisierung der Gesellschaft:
„Es ist heute wirklich auch einfach, eine leicht zu hinterfragende moralistische These aufzustellen, und schon gibt es Applaus von allen Seiten, und derjenige, der verantwortungsethisch denkt, der fragt, was hinten rauskommt, der wird sofort in die moralistische Ecke gestellt, als Leugner, Ketzer, wie auch immer – diese Entwicklung fällt uns gerade bei Corona auf die Füße“.

Medizinische Versorgung:
„Es wird bis weit in den Herbst hinein dauern, bis in den Kliniken wieder der Normalbetrieb läuft, weil sich nicht alles einfach auf Knopfdruck wieder hochfahren lässt“.

Der Lockdown:
„Spätestens an Ostern hätte man wissen müssen, dass der Lockdown enden muss“.

Herbe Kritik an den Leitmedien:
„Wir brauchen die Medien, die kritisch nachhaken, und das vermisse ich total“.

 


Weihrauch programmiert Entzündungsenzym um

Weihrauch programmiert Entzündungsenzym um

Forschungsteam aus Jena und den USA klärt entzündungshemmende Wirkung eines Naturstoffs aus Weihrauchharz auf.

Ein Forschungsteam der Universität Jena und der Louisiana State University (USA) hat den molekularen Mechanismus der entzündungshemmenden Wirkung eines Naturstoffs aus Weihrauchharz aufgeklärt. Eine Schlüsselrolle spielt dabei das Enzym 5-Lipoxygenase: Das normalerweise entzündungsfördernde Enzym wird durch den Naturstoff zu einem entzündungshemmenden Protein umprogrammiert.

Einst brachten die Heiligen Drei Könige dem neugeborenen Jesuskind kostbare Geschenke mit: neben Gold und Myrrhe hatten sie dabei auch Weihrauch im Gepäck.

„Weihrauch ist auch heute noch ein wertvolles Geschenk“,
sagt Prof. Dr. Oliver Werz von der Friedrich-Schiller-Universität Jena – hat dabei jedoch weniger die biblische Bedeutung von Weihrauch im Blick. „Das aus dem Stamm des Weihrauchbaumes gewonnene Harz enthält entzündungshemmende Substanzen, die es u. a. für die Therapie von Krankheiten wie Asthma, Rheumatoider Arthritis oder Neurodermitis geeignet machen“, erläutert der Pharmazeut.

Werz und sein Team gehen bereits seit einigen Jahren der entzündungshemmenden Wirkung von Weihrauchharz und seiner Inhaltsstoffe nach. Jetzt ist es den Forscherinnen und Forschern der Universität Jena gemeinsam mit US-amerikanischen Kolleginnen und Kollegen gelungen, die molekulare Wirkungsweise der Boswelliasäure aufzuklären, einer Substanz, die für die entzündungshemmende Wirkung des Weihrauchs verantwortlich ist. In der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins „Nature Chemical Biology“ stellen sie ihre Ergebnisse vor (DOI: 10.1038/s41589-020-0544-7).
[…]
https://www.uni-jena.de/200511_Weihrauch_5LOX


Benjamin Netanyahu suggests microchipping kids, slammed by experts

Benjamin Netanyahu suggests microchipping kids, slammed by experts

Wie die Jerusalem Post berichtet, hat der israelische Premier vorgeschlagen, dass man allen Kindern mit einem Microchip implantiert. Israelische Cyber-Spezialisten warnen derzeit schon vor Hacker-Angriffen, um Standorte solcher Kinder gewissen Pädophilen-Netzwerken zugänglich machen zu können.

Während einer Pressekonferenz am Montag schlug Netanjahu dem Gesundheitsministerium vor, neue Technologien einzusetzen, um Israel bei der Anpassung an seine neue Routine zu unterstützen, während der Staat die Sperrung des Coronavirus aufhebt.

„Das heißt, Technologie, die zuvor noch nicht verwendet wurde und nach den von uns erlassenen Gesetzen zulässig ist“,

stellte er klar.

„Ich habe mit unseren Technologiechefs gesprochen, um Maßnahmen zu finden, in denen Israel gut ist, wie zum Beispiel Sensoren. Zum Beispiel hätte jede Person, jedes Kind – ich möchte es zuerst bei Kindern – einen Sensor, der einen Alarm auslöst, wenn Sie ihn bekommen zu nah, wie bei Autos „,
so Netanjahu weiter.
„Es wird schwierig sein, es mehr als einer Million Schulkindern anzutun, die zu ihren Bildungseinrichtungen zurückkehren, um sicherzustellen, dass ein Schüler zwei Meter von einem anderen entfernt sitzt. Es ist fiktiv und gefährlich“,
sagte Einat Meron, Experte für Cyber-Resilienz, gegenüber Ynet.
[…]
https://www.jpost.com/israel-news/benjamin-netanyahu-suggests-to-microchip-kids-slammed-by-experts-627381
Anmerkung:
Da trifft es sich doch gut, dass sich Bill Gates und Benjamin Nethanyahu spätestens seit dem ab 23. Januar 2014 stattgefundenen Weltwirtschaftsforum-Event in Davos persönlich kennen und diesen Kontakt während des Microsoft Israel R & D Center in Tel Aviv während des jährlich stattfindenden Think Next-Events vertieft haben dürften.
Wie die Times of Israel ( https://www.timesofisrael.com/bill-gates-israeli-tech-changing-the-world/ ) schrieb, sei Bill Gates davon überzeugt, dass Israels Technologien die Welt verändern werden, … nicht auszuschließen, dass er dabei auch an sich und seine philantropische Stiftung gedacht hat!
Wir dürfen wohl gespannt sein, ob und wie schnell sich Nethanyahu’s Ideen-Reichtum verbreitet und eventuell auch in Berlin und/oder Brüssel auf verständnisvolle Zustimmung trifft.
Also Leute, watch out and nip things in the bud, in other words: Wehret den Anfängen !
Euer Oeocnomicus

 


„Tansania testet Motoröl, Pflanzen und diverse Tiere auf Corona. Mit erstaunlichen Ergebnissen“

„Tansania testet Motoröl, Pflanzen und diverse Tiere auf Corona. Mit erstaunlichen Ergebnissen“

Das Video zeigt eine öffentliche Rede in Tansania.

Dort wurde Proben genommen von Motoröl, diversen Früchten und Pflanzen, sowie vielen Tieren.

Die Proben wurden mit Fantasienamen beschriftet und im Labor auf Covid-19 bzw. SARS-COV2 getestet.

Interessanterweise kam es in vielen Fällen zu positiven Resultaten.

Es wird hier nach der Zuverlässigkeit der Tests gefragt und es werden Forderungen an die WHO gestellt, hier für eine entsprechende Zuverlässigkeit zu sorgen.

Große Zweifel bestehen am internationalen Vorgehen und es wird auch kritisiert, oder gemutmaßt, dass die Teststäbchen bereits verunreinigt ausgeliefert werden, um falsche Ergebnisse zu erzeugen.

Ihr erinnert Euch bestimmt daran, dass auch in UK im März bereits Testsysteme versendet wurde, in denen diese RNA bereits enthalten war.“

https://www.youtube.com/watch?v=wKRcPFk3v9k