Kerrys freundschaftlicher Aufruf zur Besonnenheit

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Kerrys freundschaftlicher Aufruf zur Besonnenheit
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Da sage doch mal einer, das Votum der Abtrünningen habe keine angenehmen Seiten.
Dem reiselustigen US-Aussenminister John Kerry bescherte dies immerhin einen hübschen Ausflug nach Brüssel.
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Dort erhob er in aller Freundschaft -versteht sich- den hegemonialen Zeigefinger und rief die EU auf, nach dem Brexit-Votum nicht „den Kopf zu verlieren“ und auf „rachsüchtigtes“ Vorgehen zu verzichten.
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Die USA erwarteten, dass der Wille des britischen Volkes verantwortungsvoll und strategisch klug umgesetzt werde.
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Die vorbildliche „Empfehlung“ von John Kerry wird sich hoffentlich als richtungsweisend auswirken.
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Dieser kluge Rat könnte den völlig abstrusen wie satirisch geprägten Gedanken auslösen, welche US-Reaktionen wohl zu erwarten wären, wenn ein fiktiver europäischer Regierungschef etwa ein TTIP-Referendum durchführen wollte ?
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Würde dann der amerikanische Friedensnobelpreisträger höchstpersönlich anrufen, um mit jenem imaginären Premier eines solchen Unterfangens, ein vier-Augen-Tête-à-Tête in Guantanamo Camp David zu verabreden, um gemeinsame Freihandels-Singspiele einzuüben ?
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Gottlob stellt sich diese Frage nicht, wo käme man auch hin, wenn solche hypothetischen Demokratie-Dissidenten irgendwo in Europa tatsächlich Regierungsverantwortung übernehmen müssten. 🙂
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Ihr Oeconomicus
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Washingtons empörende Doppelmoral in der Ukraine

Das außenpolitische Establishment in Washington schäumt. Demonstranten in der östlichen Ukraine, die sich bedroht fühlen durch die von den Vereinigten Staaten von Amerika unterstützte Regierung in Kiew, welche russischsprachiges TV-Programm gestrichen und Oligarchen eingesetzt hat, um sie zu beherrschen, sind auf die Hauptplätze in vielen größeren Städten in der Ostukraine geströmt. Einige haben Regierungsgebäude gestürmt und sie in ihre Kontrolle gebracht. Sie befürworten eine föderalistischere Ukraine, wo mehr politische Entscheidungen regional getroffen werden, statt von den nicht gewählten Herrschern in Kiew diktiert zu werden.

Die Scheinheiligheit und Doppelmoral der Reaktion der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika auf die Demonstrationen sind atemberaubend.

Nachdem er Demonstrationen und Attacken in Kiew durch bewaffnete Militante orchestriert und koordiniert hatte, um die gewählte Regierung zu stürzen, äußerte der Außenminister der Vereinigten Staaten von Amerika John Kerry gestern „schwere Bedenken, dass die heutigen Attacken durch bewaffnete Militante in der Ostukraine orchestriert und koordiniert waren …“

Wenn Demonstranten in Kiew mit der Unterstützung von Regimewechslern der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika wie Victoria ‚Fuck the EU’ Nuland eine demokratisch gewählte Regierung stürzen, werden sie von John Kerry gelobt, weil „sie für das Recht kämpfen, sich mit Partnern zusammenzutun, die ihnen helfen, ihre Vorstellungen zu verwirklichen.“

Wenn aber Demonstranten in der Ostukraine, die auf Unterdrückung durch eine nicht gewählte Regierung in Kiew reagieren, „für das Recht kämpfen, sich mit Partnern zusammenzutun, die ihnen helfen, ihre Vorstellungen zu verwirklichen,“ dann werden sie angegriffen von der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika und John Kerry, der das verdammte, was er bezeichnete als „eine konzertierte Kampagne, die wir in der Ostukraine von prorussischen Separatisten betrieben sehen.“

Offensichtlich ist es nur der Wille des Volkes, wenn die Ukrainer ihren Wunsch ausdrücken, sich mit den Vereinigten Staaten von Amerika und der Europäischen Union zusammenzutun. Jeder, der auf die Straße geht, um für Föderalismus oder Vereinigung mit Russland zu demonstrieren, ist antidemokratisch und gegen das Recht, und die finstere russische Macht steht hinter ihm.

Das alles wird gesagt, ohne eine Miene zu verziehen …

Daniel McAdams – antikrieg

erschienen am 12. April 2014 auf > Ron Paul Institute for Peace and Prosperity >

 

Die Weiterverbreitung der Texte auf dieser Website ist durchaus erwünscht. In diesem Fall bitte die Angabe der Webadresse www.antikrieg.com nicht zu vergessen!


Kerry: USA bereiten Wirtschafts- und Finanzsanktionen gegen Russland vor

US-Außenminister John Kerry hat Russland eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten der Ukraine vorgeworfen.

„Daher bereiten die USA neue Sanktionen gegen die wichtigsten Sektoren der russischen Wirtschaft vor“

kündigte Kerry am Dienstag in Washington an.

„Ausschreitungen in mehreren Städten der Ostukraine waren unter Teilnahme Russlands orchestriert worden. Dies seien illegale und nicht legitime Versuche, die Ukraine zu destabilisieren. Diese Ausschreitungen könnten als Vorwand für eine militärische Einmischung Russlands in der Ukraine missbraucht werden“

sagte Kerry.

Die USA seien bereit, neue harte Sanktionen gegen Menschen zu verhängen, die derartige Handlungen organisierten. Das betreffe auch die Schlüsselsparten der russischen Wirtschaft wie Energie, Banken und Bodenschätze.

„Alles wird unter die Lupe genommen“

sagte der US-Außenminister.
[…]
RIA NOVOSTI

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Kerry: Russia Creating ‚Contrived Crisis‘

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Anmerkung

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„Einmischung in die inneren Angelegenheiten der Ukraine“ … der war gut!

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Ihr Oeconomicus


Wie sich der amerikanische Außenminister Kerry zum Schutzengel des Völkerrechtes aufspielt

Janukowitsch ist weg und wer will ihm eine Träne nachweinen? Bei den Protzvillen? Als wenn das bis zum Ringen um das Assoziierungsabkommen irgendjemand in Brüssel, Berlin, London oder Washington gestört hätte. In der Staatskasse noch knapp 300. 000, 00 Euro?
Wo waren die peniblen Brüsseler Schlaumeier bei der Überprüfung der Kiewer Daten vor dem angepeilten Abkommen zwecks größerer Nähe der Ukraine zur Europäischen Union?
Von ganz neuer Qualität dürfte jedoch sein, dass nicht nur die US-amerikanische Staatssekretärin Nuland den Überlegungen zur Manipulation der neuen Regierung in der Ukraine freien Lauf gelassen hat. Hier wurde zum ersten Mal in der neueren Geschichte eine Regierung, die nach Bekundungen aller -von der OSZE bis zum Europa-Rat- durch faire und freie Wahlen zustande gekommen war, aus dem Amt geputscht und alle Abkommen zur Krisenbeilegung beiseite gefegt.
Das geschah wohlgemerkt auch und gerade durch Kräfte, die einen gesamteuropäischen Aufschrei der Abscheu hätten hervorrufen müssen. Noch in der Nacht der Machtergreifung wurde gegen die russischsprachigen Bewohner der Ukraine mobil gemacht. Man hatte nichts eiligeres zu tun, als ihnen die Zerstörung ihrer Bürgerrechte in Aussicht zu stellen.
Es war eben auch der politische Mob, der anschließend drohte, durch die gesamte Ukraine zu fegen.
Wegen des unmittelbar drohenden Finanzkollapses der Ukraine droht sich dort ein Furor breitzumachen, der zwar heute nach dem Westen ruft, aber dem Heulen und Zähneknirschen droht, wenn ihn die westeuropäische und amerikanische Realität erreichen.
Washington scheint zu den letzten Mitteln vor einer Kriegserklärung an die Russische Föderation greifen zu wollen, wenn man die Herren Obama und Kerry hört.
Wäre es wegen der Dimension des von der Ukraine ausgehenden Ur-Knalls für ganz Europa nicht sinnvoller gewesen, die Fäden zusammen zu halten? Schließlich war es Moskau, das der maroden Ukraine noch mehr Geld nachwerfen wollte, als der in diesen Dingen äußerst penible Westen.
Und Putin?
Hätte er zuwarten sollen, bis die Kiewer Machtübernahme die russische Grenze erreicht haben würde. Der Träger des neuen Geistes waren alle auf dem Weg. Was in Teufels Namen hat nach der Kiever Machtübernahme die neuen Machthaber dazu veranlasst, nun jeden wichtigen Amtsträger im ganzen Land aus dem Amt zu jagen und durch eigene Günstlinge zu ersetzen?
Der russische Präsident Putin hat durch die Form seiner Reaktion diesem Tun ein Halt-Signal gesetzt, für das man ihm vielleicht noch einmal sehr dankbar sein wird.
[…]
Willy Wimmer

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Archiv-Beitrag: amerikanisch bestimmtes Faustrecht ?


Lehrsatz eines Zynikers

The US Secretary of State spoke today of the unacceptability of invading a sovereign country on phony pretexts in order to assert one’s own interests in the 21st century. But no, he was not speaking about the United States, as one might have thought.

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You just don’t invade another country on phony pretext in order to assert your interests *. .. This is an act of aggression that is completely trumped up in terms of its pretext. It’s really 19th century behavior in the 21st century. … There could be certainly disruption of any of the normal trade routine, there could be business drawback on investment in the country.
There could even be ultimately asset freezes, visa bans.”

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* sinngemäße Übersetzung:
„Man dringt einfach nicht unter falschen Vorwänden in ein Land ein, um seine Interessen durchzusetzen“

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Kerry has also threatened to isolate Russia economically and politically and warned of potential asset freezes and visa bans, adding to media and political hype that followed Russia authorization of sending a stabilization force in Crimea on official request from the authorities.
[..]
RTglobal researchnsnbc

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John Kerry’s Faschings-Scherz: „Wolle mer’n erauslosse“


Schwellkopp Familienmitglieder der Mainzer Fastnacht
CC – Urheber User: Kandschwar

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Bei jeder Prunksitzung wird nach der Ankündigung des nächsten Büttenredners die rhetorische Frage gestellt:

Wolle mer’n eroilosse

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Vermutlich ganz unfreiwillig hat nun der US-Außenminister John Kerry mit der Forderung Russland aus der G8-Gruppe auszuschließen, für einen Schenkelklopfer gesorgt!
Schaut man sich die explizite Staats-Verschuldung der G-8 „Schwellköpp“ an, wird klar, um welchen unfreiwilligen Scherz es sich handelt:

USA:
US$ 17890 Mrd – 108% zum BIP – Verschuldung pro Einwohner: US$ 55.674 –
2014 zu refinanzierende Schulden: US$ 3115 Mrd – 2014 anstehende Zinszahlungen: US$ 218 Mrd

Japan:
US$ 11563 Mrd – 245% zum BIP – Verschuldung pro Einwohner: US$ 92.097 –
2014 zu refinanzierende Schulden: US$ 2383 Mrd – 2014 anstehende Zinszahlungen: US$ 87 Mrd

Täuschland:
US$ 2.594 Mrd – 78% zum BIP – Verschuldung pro Einwohner: US$ 31.756
2014 zu refinanzierende Schulden: US$ 268 Mrd – 2014 anstehende Zinszahlungen: US$ 39 Mrd

Italien:
US$ 2400 Mrd – 130% zum BIP – Verschuldung pro Einwohner: US$ 39.044
2014 zu refinanzierende Schulden: US$ 468 Mrd – 2014 anstehende Zinszahlungen: US$ 79 Mrd

England:
US$ 2217 Mrd – – 93% zum BIP – Verschuldung pro Einwohner: US$ 35.001
2014 zu refinanzierende Schulden: US$ 181 – 2014 anstehende Zinszahlungen: US$ 75 Mrd

Frankreich:
US$ 2139 Mrd – 92% zum BIP – Verschuldung pro Einwohner: US$ 33.439
2014 zu refinanzierende Schulden: US$ 410 Mrd – 2014 anstehende Zinszahlungen: US$ 61 Mrd

Kanada:
US$ 1326 Mrd – 88% zum BIP – Verschuldung pro Einwohner: US$ 37.810
2014 zu refinanzierende Schulden: US$ 248 Mrd – 2014 anstehende Zinszahlungen: US$ 13 Mrd

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im Vergleich dazu die Zahlen der Russischen Föderation:

US$ 365 Mrd – 10% zum BIP  – Verschuldung pro Einwohner: US$ 2.574
2014 zu refinanzierende Schulden: US$ 10 Mrd – 2014 anstehende Zinszahlungen: US$ 11 Mrd

Hier nochmal John Kerry’s Faschings-Scherz im Licht der Zahlen:

„Wolle mer’n erauslosse“

Die Antwort bleibt Herrn Putin und seinem Beraterstab überlassen. Sollte er dieses Angebot annehmen, könnten sich die G-7-Staaten endlich in das umbenennen, was sie wirklich sind:

Die S-7 Gruppe (S=Schuldenkönige)

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Hellau!

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Ihr Oeconomicus