Ist das auszuhalten? Ja!

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Ist das auszuhalten? Ja!
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„Mitten im Winter habe ich erfahren, dass es in mir einen unbesiegbaren Sommer gibt.“
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Dieses individuelle Erleben des Schriftstellers und Existenzialisten Albert Camus könnte eine ideale Überschrift über psychologische Erkenntnisse sein, die ein hoffnungsvolles, Mut machendes Bild der menschlichen Seele zeichnen:
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Ganz offensichtlich besitzen wir nicht nur ein physiologisches Immunsystem, das uns vor Viren und Bakterien schützt; wir haben auch ein psychologisches Immunsystem, das uns ermöglicht, auch dann ja zum Leben zu sagen, wenn dieses es nicht gut mit uns meint.
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Die Trauma- und Resilienzforschung der letzten Jahre belegt eindrucksvoll, dass die Mehrheit der Menschen an Schicksalsschlägen nicht zerbricht.
Gleichgültig ob es sich um eine schwere Krankheit, den Tod eines geliebten Menschen oder die Bewältigung von Naturkatastrophen oder Terroranschlägen handelt – die Zahl der Studien, welche die seelische Widerstandskraft belegen, ist inzwischen beeindruckend.
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Seit sich die Psychologie nicht mehr länger nur der Frage widmet, was Menschen krank macht, sondern sich verstärkt dafür interessiert, was es ihnen ermöglicht, auch unter widrigsten Umständen gesund zu bleiben, gewinnen wir nach und nach ein völlig neues Bild des Menschen:
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Wir sind stärker, als wir glauben.
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Ursula Nuber @Psychologie-heute – 12 / 2012
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Psychoanalytische, neurobiologische und philosophische Sichtweisen zur Ausgestaltung des gesellschaftlichen Wandels

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Psychoanalytische, neurobiologische und philosophische Sichtweisen zur Ausgestaltung des gesellschaftlichen Wandels
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Sind wir zu gierig ? Warum können wir den gesellschaftlichen Wandel mittels umdenken oder umfühlen nicht wirksam gestalten, oder welche Rolle sollten Geld und Märkte in unseren Gesellschaften spielen?
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Spannende Fragen zu welchen ausgewiesene Experten unterschiedliche und zugleich erkenntnisreiche Sichtweisen entwickelt haben.
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Viel Freude beim Entdecken neuer Erkenntnis-Horizonte !
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Ihr Oeconomicus
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Die narzisstische Gesellschaft
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Sind wir alle viel zu gierig?
Unbedingt, meint der Psychoanalytiker Hans-Joachim Maaz. Er sieht die Schuldenkrise, den sorglosen Umgang mit der Umwelt oder auch Kriege als das Werk narzisstisch gestörter Menschen.
So versuchten wir unserer Bedürftigkeit Herr zu werden. Als Kinder seien wir nicht genug oder aus den falschen Gründen geliebt worden. Nur der Mensch, der in seiner Kindheit um seiner selbst willen geliebt und ermutigt wurde, findet zu einem freien Leben ohne falsche Ziele.
So wertet Maaz unser stetiges Streben nach Konsum, Besitz, Animation und Aktion als Ausdruck einer narzisstischen Störung.
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Die narzisstische Gesellschaft 1/2
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Die narzisstische Gesellschaft 2/2
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Wer glücklich ist, kauft nicht
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Der Neurobiologe Prof. Gerald Hüther beschäftigt sich in seinem faszinierenden und leicht verständlichen Vortrag damit, warum sich die Menschheit angesichts vielfältiger Konflikte, Krisen und teilweise an apokalyptische Szenarien erinnernde Entwicklungen beständig weigert, den Zeitenwandel mit zu gestalten.
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Hüther ruft dazu auf, umzudenken, was seiner Meinung nach jedoch nur gelingen kann, wenn man auch dazu in der Lage ist, umfühlen zu können.
Gefühl und Verstand gehen immer Hand in Hand. Denn bei jedem Gedanken wird zugleich eine Kaskade an Botenstoffen freigesetzt, begleitet von den Gefühlen, die unser gedankliches Erleben widerspiegeln.
Umzufühlen ist alles andere als einfach, denn wir sind das Ergebnis unserer Prägung. Und die ist in der Regel schmerzhaft.
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Sokrates in Harvard
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Seine im globalen Klassenzimmer zelebrierten Lektionen über Gerechtigkeit und das richtige Leben hat dem charismatischen US-Philosophen Michael J. Sandel in der Wahrnehmung seiner Studenten und Fans das Prädikat eines intellektuellen Superstars zuteil werden lassen. Die „Japan Times“ bescheinigte ihm gar die Popularität eines Rockstars, das Wochenmagazin „China Newsweek“ ernannte ihn zum einflussreichsten Ausländer des Jahres und der britische Observer erklärte ihn zu einem der prominentesten Morallehrer der Welt. 
Sandel lehrt in Harvard politische Philosophie.
Seine Studenten bringt er dazu, als Sittenrichter selbst zu urteilen, statt im Gewand des Skeptizismus und der pluralistischen Toleranz in moralische Enthaltsamkeit zu flüchten.
Er greift seine Fallbeispiele aus der Realität des politischen und sozialen Lebens, konstruiert aus ihnen ein moralisches Dilemma und erprobt die Lösung an den Gedankengebäuden philosophischer Leuchttürme wie Aristoteles, John Stuart Mill und Immanuel Kant.
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Michael J. Sandel:
Why we shouldn’t trust markets with our civic life
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Transcript: deutsch
Transcript: français
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Klebrige Mutmaßungen ? – ‚Europa weit von Islamisierung entfernt‘

Im ZDF Heute Journal führte Claus Kleber, der uns immer wieder suggerieren möchte, welch schändliches Verhalten von den friedlichen Teilnehmern der Pegida-Demonstrationen ausgehen, mit dem Psychologen Hans-Joachim Maaz, Vorsitzender der Stiftung Beziehungskultur ein recht aufschlussreiches Interview.
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ZDF Mediathek – [6:07 Min]
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Mitschrieb (sprachlich etwas geglättet):
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Kleber:
„Herr Maaz, können Sie uns erklären, warum Pegida ein ostdeutsches Phänomen zu sein scheint?“
Maaz:
„Es schein nur ein ostdeutsches zu sein. Es formiert sich dort sicherlich, weil im Osten noch sehr viel Probleme angehäuft sind, ein Problemstau, tatsächlich ein Gefühlsstau. Ich glaube, das ist das schlimmste, was vielleicht von der Politik versäumt wird, danach zu fragen und forschen zu lassen, was da zusammenkommt.
Da sind sehr individuelle Probleme, da sind natürlich noch Ost-West-Probleme, Menschen die zu kurz gekommen sind, die sich ausgegrenzt erleben, deren Hoffnung im Westen nicht aufgegangen ist und es ist wie man hört auch eine Systemkritik an der Gesellschaft.
Diese Fragen müssten tatsächlich analysiert werden, die Leute wollen verstanden sein.“
Kleber:
„Wenn ich Sie richtig verstehe, dann ist das was wir gerade versucht haben, zum Beispiel das ernst zu nehmen, was die Leute auf den Demonstrationen sagen, die Zahlen zu überprüfen und dann zu zeigen, wie die Zahlen tatsächlich sind, das geht dann an dem Problem völlig vorbei ?“
Maaz:
„Nicht völlig, es gibt natürlich Probleme mit der Asylpolitik und mit dem Islam. Die ganze Angst vor den Islamisten ist ja seit dem 11. September in der Welt auch von den USA sehr stark geschürt worden…“
Zwischenruf des Transatlantikers:
„Aber in den USA und im Westen gehen nicht 18,000 auf die Strasse und beklagen sich über Islamisierung, auch nicht in New York City, wo das stattgefunden hat und wo sehr viele Muslime leben.“
Maaz:
„Ja, weil andere Probleme dazukommen.
Ich will Ihnen mal meine ganz persönliche Angst sagen. Meine Angst ist die Spaltung der Gesellschaft. Hier im Moment jetzt Pegida-Anhänger und die Anti-Demonstranten.
Wenn zum Beispiel der von mir hochverehrte Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt davon spricht, dass das nicht zu Deutschland gehört, dann muß ich leider feststellen, es gehört zu Deutschland, das ist keine verantwortliche politische Äusserung.
Oder wenn unsere Kanzlerin sagt, man solle da nicht hingehen, sich nicht beteiligen, die Menschen hätten Hass und Kälte in ihren Herzen, dann würde ich von meiner Bundeskanzlerin erwarten, dass sie danach fragt, weshalb tragen die Menschen Hass und Kälte in ihren Herzen ? Was sind die Ursachen ? Denn dasselbe wäre ja die Ausgrenzung, wenn man sagt, dort geht nicht hin, das sind jetzt die Bösen, das ist dieselbe Politik, die man den Pegida-Anhängern vorwirft.“
Kleber:
„Es wird für unsere Teams, für unsere Reporter und Kameraleute zunehmend schwierig, dort hinzugehen und die Menschen dort nach ihrer Auffassung zu befragen. Man kommt gar nicht mehr durch, die Kameras werden abgewehrt, es gibt auch Geschubse und Gedränge, das liegt schon Aggression in der Luft.“
Maaz:
„Da liegt bestimmt Aggression in der Luft und das wäre auch nicht der Platz und der Ort, das ersthafte Gespräch wirklich zu führen. Die Massenpsychologie verhindert all das, schaukelt sich auf. Nein, man muß aber ernsthafte Angebote machen, das Gespräch zu führen, vor allen Dingen auch Verständnis entwickeln.
Bisher dominiert ja eine Politik, leider auch in den Medien, dass nur abgewertet wird. Das sind jetzt die neuen Bösen, die Feinde, die bekämpft werden müssen, gegen die muß man auftreten, statt zu fragen, was sind das für Menschen. Selbst wenn sie rechtsextrem sind. Natürlich sind leider auch Rechtsextreme dabei.
Warum wird ein Mensch rechtsextrem ?
Kein Mensch wird rechtsextrem oder voller Hass geboren. Das sind doch Entwicklungen, die muß man erforschen und befragen ..“

Kleber fällt ins Wort:
Vielleicht, Herr Maaz ist es eine Berufskrankheit von uns, dass wir glauben, dass man mit Informationen und Richtigstellungen Dinge verändern kann. Aber da sagen Sie als Psychiater, ist Moment nicht das Richtige ?
Maaz:
„Es gibt immer eine Tendenz zu spalten, schwarz und weiß zu denken, gut und böse. Das macht sich ja gut, wenn man glaubt, wir sind auf der Seite der Guten und dort sind die Bösen.
Nein, die viel schwierigere Frage ist die Analyse, was sind die Hintergründe dieses Hasses, dieser Wut, dieser Verweigerung, oder eben der Probleme die irgendwie jetzt auch verschwiemelt auf die Straße getragen werden.
Wir müssen uns fragen, was ist den in unserer Gesellschaft nicht mehr in Ordnung?
Welche Spaltungstendenzen gibt es denn zwischen oben und unten, zwischen Ost und West, zwischen reich und arm, usw.?

Wir sind alle angefragt, wie leben wir und wie wollen wir in Zukunft leben?
Ich denke solche Protestinhalte verbergen sich, es geht nicht nur um eine islamfeindliche Einstellung.“
Kleber:
„Der Rat des Psychiaters Hans-Joachim Maaz, besten Dank.“

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Die von Herrn Kleber angesprochenen ‚Informationen und Richtigstellungen‘ wurden vor dem Interview gesendet (s. auch im Mediathek-Link als Vorspann zum Interview):
Europa weit von Islamisierung entfernt
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Dabei wurde auch Bezug genommen, auf einen am 5. Januar ausgestrahlten Beitrag:
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Ein weiteres Interview mit Herrn Maaz wurde ebenfalls am 6. Januar von Christine Heuer für Deutschland-Radio geführt (Transkript als PDF).
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Mythos Intelligenz – Die Macht des Unbewussten

Wie tickt der Mensch wirklich?
Allan Snyder lässt an der Universität Sydney im Dienst der Hirnforschung Streichhölzer legen. John Bargh in Yale beweist, dass die Stühle, auf denen wir sitzen, unbewusst unseren Verhandlungsstil bestimmen. Henrik Ehrsson in Stockholm bringt Testpersonen dazu, ihren Körper zu verlassen. Walter Mischel stellt in Stanford die Willenskraft von Vierjährigen mit Mäusespeck auf die Probe.
In Phoenix, Arizona, erforscht das Wissenschaftlerpaar Susana Martinez-Conde und Stephen Macknik die Neurologie von Zaubertricks. Und in Berlin weist John Dylan Haynes nach, dass unser Gehirn bis zu sieben Sekunden vor uns Entscheidungen fällt.
Nicht nur Allan Snyder ist heute überzeugt:

„Bewusstsein ist nur eine PR-Aktion Ihres Gehirns, damit Sie denken, Sie hätten auch noch was zu sagen.“

„Die Macht des Unbewussten“ begleitet Neurowissenschaftler in aller Welt bei ihren zum Teil verblüffend unterhaltsamen Experimenten: am Beispiel von Martha und Jake: zwei Menschen, die sich zufällig über den Weg laufen.
Und die – wie wir alle – von unbewussten Mustern im Kopf gesteuert werden, angefangen beim Zähneputzen am Morgen, bei der Auswahl von Kleidungsstücken; der Art, Auto zu fahren bis hin zu möglicherweise der wichtigsten Entscheidung unseres Lebens: der Frage, in wen wir uns verlieben.
Aufwendige 3D-Animationen geben ungeahnte Einblicke tief in die Köpfe von Martha und Jake.
Sie zeigen: Der Verstand ist schnell überfordert, wenn es darum geht, uns sicher durch den Alltag zu navigieren.

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Ein wahrhaft spannender Film von Freddie Röckenhaus, Petra Höfer

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Das automatische Gehirn – Die Macht des Unbewussten – Teil 1

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Das automatische Gehirn – Die Macht des Unbewussten – Teil 2

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Viele Freude beim Entdecken neuer Erkenntnisse.

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Ihr Oeconomicus

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korrespondierende Informationen

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Priming
Der Begriff Priming bzw. Bahnung bezeichnet in der Psychologie die Beeinflussung der Verarbeitung (Kognition) eines Reizes dadurch, dass ein vorangegangener Reiz implizite Gedächtnisinhalte aktiviert hat. Diese Aktivierung spezieller Assoziationen im Gedächtnis aufgrund von Vorerfahrungen mit den betreffenden Informationen geschieht häufig und zum allergrößten Teil unbewusst.

Solch ein bahnender Reiz kann ein Wort, ein Bild, ein Geruch, eine Geste oder Ähnliches sein. Der primende bzw. bahnende Reiz aktiviert bottom up Gedächtnisinhalte, die top down bestimmen, wie schnell der nachfolgende Reiz verarbeitet wird, oder ob er korrekt erkannt wird, oder – bei uneindeutigen Reizen – auf welche Weise er interpretiert wird, oder sie beeinflussen den Gemütszustand oder nachfolgendes Verhalten. Das Konzept beruht auf der Aktivierungsausbreitung von Assoziationen.
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wiki

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Oxytocin
Oxytocin ist ein Hormon und hat eine wichtige Bedeutung beim Geburtsprozess. Gleichzeitig beeinflusst es nicht nur das Verhalten zwischen Mutter und Kind sowie zwischen Geschlechtspartnern, sondern auch ganz allgemein soziale Interaktionen.
Das in der Hirnanhangdrüse gebildete Hormon Oxytocin gilt als Bindungs- oder Treuehormon. Das Hormon setzt im Gehirn an verschiedenen Stellen an. Einmal an der Hypothalmus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse, der Stressachse, die vom Gehirn bis zur Niere geht und in der Niere das Stresshormon Cortisol ausschüttet. Oxytocin ist in der Lage, an all den Stellglieder dieser Stressachse herunter zu regulieren. Das heißt, die Wahrscheinlichkeit ist dann deutlich geringer, dass der Körper eine Stressreaktion zeigt.

Der Botenstoff wurde 1953 entdeckt, doch erst allmählich versteht man, wie Oxytocin auch Gefühle und Verhalten beeinflusst. Oxytocin hat unter anderem eine luststeigernde Wirkung und stärkt die Mutter-Kind-Bindung, löst aber auch Geburtswehen aus.

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Paul Zak: Trust, morality – and oxytocin

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Neurowissenschaftler zeigen: Wir sehen Details nicht so wie sie vielleicht sind
US-Neurowissenschaftler haben einen Hirnmechanismus entdeckt, der uns kleinste Detailveränderungen einer Szenerie oder Situation visuell nicht wahrnehmen lässt. Tatsächlich, so die Forscher, besteht das, was wir sehen, oft aus einer Art Zusammenschnitt der Seheindrücke der letzten 15 Sekunden. Besonders für Wahrnehmung grenzwissenschaftlicher und anomalistischer Phänomene könnte diese Erkenntnis gravierende Auswirkungen haben.

Wie die Forscher um David Whitney von der University of California in Berkeley und Jason Fischer vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) aktuell im Fachjournal „Nature Neuroscience“ (DOI: 10.1038/nn.3689) berichten, haben sie mit dem sogenannten „Continuity Field“ (Stetigkeitsfeld) einen Mechanismus nachgewiesen, mit dem unser Gehirn einander ähnliche Objekte über einen Zeitraum von bis zu 15 Sekunden visuell verschmelzen lässt.

Das folgende Video (ein Beispiel von vielen), ein Ausschnitt aus dem Film „Pretty Woman“ kann diesen Effekt verdeutlichen.

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Tatsächlich dürfte den meisten Betrachtern bei Anblick der Szene nicht aufgefallen sein, dass Julia Roberts in einer Einstellung noch an einem Croissant, in der nächsten dann aber plötzlich an einem Pfannkuchen nascht.
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grenzwissenschaften-aktuell


Was macht uns glücklich?


Colours of Happiness
CC – Urheber: Camdiluv ♥ from Concepción, CHILE

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Wir alle suchen auf die ein oder andere Weise nach Glück und möchten vorzugsweise glücklich sein.

Aber wie genau kommt es dazu?

Durch Überfluß an Gegenständen, Reichtum, etc. (mein/e Mann/Frau, mein Haus, mein Auto, meine Urlaube) oder Reduzierung auf das Wesentliche?

Mehr Auswahl oder weniger?

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Dan Gilbert, Autor von „Ins Glück stolpern“ (Stumbling on Happiness), stellt die Einstellung infrage, dass wir unglücklich sein werden, wenn wir nicht bekommen, was wir wollen.
Unser „psychologisches Immunsystem“ lässt uns in der Tat glücklich sein – auch, wenn die Dinge nicht wie geplant laufen.

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Dan Gilberts Vortrag mit deutschen Untertiteln

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File:Secret.png CC – Urheber: Ryan051599

Viel Freude mit vielleicht erstaunlichen Erkenntnissen – Enjoy and be happy!

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Ihr Oeconomicus

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Zitatesammlung zum Thema  „Glück“

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Michael Norton: Wie man sich Glück kauft
Bei TEDxCambridge teilt Michael Norton faszinierende Erkenntnisse darüber, wie Geld durchaus Glück kaufen kann – wenn Sie es nicht für sich selbst ausgeben. Hören Sie sich überraschende Daten über die vielen Wege an, wie pro-soziales Geldausgeben einen Nutzen hat für Sie, Ihre Arbeit und (natürlich) auf andere Personen.

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O-Ton-Vortrag mit deutschen Untertiteln [10.59 Min]

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Michael Norton: How to buy happiness

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Selbstbewusste Körpersprache

Die Sozialpsychologin Amy Cuddy (Harvard Business School) vergleicht zwei Körperhaltungen:
die Körpersprache der Macht mit einer Gestik und Mimik der Hilflosigkeit. Wie dass aussieht, wie man ein selbstbewusste Ausstrahlung lernen kann und was man (vor allem Frau) bei Präsentationen, Bewerbungsgesprächen und auf der Bank beachten sollte.

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Amy Cuddy: Ihre Körpersprache beeinflusst, wer Sie sind
Unsere Körpersprache hat Einfluss darauf, wie andere uns sehen, aber sie könnte auch Einfluss darauf nehmen, wie wir uns selbst sehen.
Amy Cuddy zeigt in diesem Video, wie das Einnehmen von „Macht-Posen“ — eine selbstbewusste Haltung einnehmen, auch wenn man sich nicht selbstbewusst fühlt — die Testosteron- und Cortisollevel in unserem Gehirn beeinflussen kann. Und vielleicht sogar Einfluss auf unsere Erfolgschancen hat.

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TED Talks

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Power Posing: How the Body Changes the Mind

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Der Hang zum Optimismus

„Ein Optimist ist jemand, der genau weiß, wie traurig die Welt sein kann, während ein Pessimist täglich neu zu dieser Erkenntnis gelangt.“

Quelle: Sir Peter Ustinovs geflügelte Worte

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Sind wir zum Optimismus geboren, und nicht zum Realismus?
Tali Sharot erzählt von neuen Forschungen, die darauf hindeuten, dass unsere Gehirne eher auf der Sonnenseite agieren – und wie das sowohl Vorzüge als auch Risiken birgt.

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Vortrag von Tali Sharot – O-Version mit deutschen Untertiteln – [17.41 Min]

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Transcription

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„Wenn wir verheiratet sind, haben wir eher Kinder. Und wir alle glauben, unsere Kinder werden besonders talentiert sein. Das ist übrigens mein zweijähriger Neffe Guy. Und ich möchte hier klarstellen, dass er ein wirklich schlechtes Beispiel für den Hang zum Optimismus ist, denn er ist so talentiert wie niemand sonst.

Und ich bin da nicht allein. Von vier Briten sagten drei, dass sie optimistisch in die Zukunft ihrer Familien blickten. Das sind 75 Prozent. Aber nur 30 Prozent sagten, dass sie allgemein fänden, dass es Familien heute besser geht als vor ein paar Generationen.

Und das ist ein sehr wichtiger Punkt, denn wir sind über uns selbst optimistisch, über unsere Kinder, über unsere Familien, aber nicht so sehr, wenn es um den Typen geht, der neben uns sitzt, und wir sind etwas pessimistisch, wenn es um das Schicksal unserer Mitbürger und unseres Landes geht. Aber der private Optimismus über unsere persönliche Zukunft besteht weiter. Das heißt aber nicht, wir hoffen, dass sich alles irgendwie einrenkt, sondern dass wir die einzigartige Fähigkeit haben, genau das zu tun.

Ich bin eine Wissenschaftlerin, ich experimentiere. Um Ihnen zu zeigen, was ich damit meine, werde ich hier ein Experiment mit Ihnen veranstalten. Ich werde Ihnen eine Liste von Fähigkeiten und Eigenschaften geben, und möchte, dass Sie über jede dieser Fähigkeiten nachdenken, und wie Sie sich dabei relativ zum Rest der Bevölkerung einordnen.

Die erste ist das gute Auskommen mit anderen. Wer hier denkt, sie sind da in den unteren 25 Prozent? Ok, das sind um die 10 Leute von 1.500. Wer hier ordnet sich in den oberen 25 Prozent ein? Das sind die meisten von uns hier. Okay, nun tun Sie dasselbe mit Ihren Fähigkeiten als Autofahrer. Wie interessant sind Sie? Wie attraktiv sind Sie? Wie ehrlich sind Sie? Und als letztes: Wie bescheiden sind Sie?

Die meisten von uns haben uns für die meisten dieser Fähigkeiten überdurchschnittlich eingeordnet. Das ist statistisch unmöglich. Wir können nicht alle besser als alle anderen sein. (Lachen) Aber wenn wir glauben, dass wir besser als der andere sind, dann heißt das, wir bekommen eher die Promotion, wir bleiben eher verheiratet, denn wir sind sozialer, interessanter.

Und das ist ein globales Phänomen. Der Hang zum Optimismus ist in vielen verschiedenen Ländern beobachtet worden – in westlichen Kulturen, nicht-westlichen Kulturen, bei Frauen und Männern, bei Kindern, bei Senioren. Er ist ziemlich weitverbreitet.“
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TED – transcription

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Lese-Tipp:

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Tali Sharot
„The Optimism Bias: A Tour of the Irrationally Positive Brain“