HANDBUCH: ISLAM UND MUSLIME

Handbuch
Islam und Muslime

Eher zufällig bin ich über das Journalisten-Handbuch zum Thema Islam

Klicke, um auf Handbuch_Islam.pdf zuzugreifen

gestolpert, welches von unserer geschätzten ehemaligen SPD-Staatsministerin Aydan Özoguz (von Dez.2013 bis März 2018) im November 2016 vorgestellt wurde.

Seither dürfte jedem Journalisten bestens bekannt sein, wie und was er über den Islam und Muslime wissen sollte.

Sicher war diese Aktion seitens der Deutschen Regierung gut gemeint, schließlich wollte man Journalisten gerade bei solch sensiblen Themen inhaltlich „ein wenig unter die Arme greifen“.

Die Vorteile für Journalisten liegen auf der Hand: Umständliche und zeitraubende Recherchen entfallen und man weiß ziemlich präzise, was man wissen muss und darf.

Bei der Entstehung dieses Werkes haben Regierung und angesehene Islamverbände ihre Vorstellungen an die Journalisten formuliert und zusammengefasst.

Die für manche durchaus nachvollziehbaren Kernbotschaften waren und sind:

Der Islam ist

– eine Religion des Friedens

– eine Bereicherung für unser Land

– in Deutschland lebende Muslime werden noch immer diskriminiert und wer etwas anderes behaupten sollte, kann eigentlich nur ein widerlicher Rechter sein.

Von der exzessiven Anwendung dieses journalistischen Werkzeugs profitiert natürlich auch jeder politisch Interessierte.

Es erleichtert die Sprachplanung (insbesondere des Journalisten) mit der Folge, dass der interessierte Konsument nicht unendlich viele Varianten sprachlicher Ausdrucksmöglichkeiten pauken und verstehen lernen muss und so auch von den Mühsalen eigenen Denkens befreit wird.

Aber Vorsicht, so manch böser rechter Schlingel mag dem interessierten Konsumenten, diese und viele weitere Vorzüge solcher Berichterstattung nicht gönnen, und über Verankerung von Ideologien im Unterbewußtsein der Menschen fabulieren, womöglich auch assistiert von dem ein oder anderen Schelm, der -in Anlehnung an George Orwell’s dystopischem Roman- den abstrusen Gedanken gebären mag, dass solche „neuen Sprachformen“ oder „sprachlichen Mittel“ (vulgo Sprachmanipulationen) bewusst verändert werden, um Tatsachen zu verbergen oder ideologisch zu verschleiern.

Nun, da ich kein Kognitionswissenschaftler bin, vermag ich mir hierzu keine abschließende Meinung zu bilden.

Daher entlasse ich Sie an der Stelle in Ihre eigene analytische Gedankenwelt, danke für Ihre geschätzte Aufmerksamkeit und wünsche bei der Lektüre des Handbuchs so manch erkenntnisreiche Momente.

herzlichst

Ihr Oeconomicus


„Wir können Alles, selbst Unheil verstärken!“

„Wir können Alles, selbst Unheil verstärken!

 

So in etwa könnte ein Schelm, der ich nicht bin, die Beschneidung der verfassungsgemäßen Grundrechte der Bevölkerung im Zusammenhang mit dem Vorgehen gegen die Covid19-Pandemie zusammenfassen.

Ohne an dieser Stelle (erneut) darauf eingehen zu wollen, ist an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass ein Mitarbeiter der Abteilung Krisenmanagement und Bevölkerungsschutz des Innenministeriums, Referat KM4, zuständig für „Kritische Infrastrukturen“, also die Teile des Landes, die besonders schützenswert sind, ein 83-seitiges Positionspapier mit dem Titel

„Ergebnisse der internen Evaluation des Corona Krisenmanagements“

veröffentlicht hat und mit dieser bemerkenswerten Analyse dem Krisenmanagement der Bundesregierung das Zeugnis ausstellt:

„gravierende Fehlleistungen des Krisenmanagements. Defizite im Regelungsrahmen. Coronakrise erweist sich wohl als Fehlalarm.“

KM4 Analyse des Krisenmanagements

Erwartungsgemäß wies das Ministerium dieses Positionspapier bereits am Sonntag als „Privatmeinung“ zurück und hat laut „Spiegel“-Informationen den Regierungsrat von seinen Dienstpflichten entbunden.

Wer sich während der letzten Wochen, insbesondere seit „Ausbruch“ der Pandemie mit wachem Geist nicht dazu entschließen konnte, das Meinungsbild der Wahrheitsverkünder ungeprüft oder gar blindlings zu übernehmen und deshalb wohl damit leben muss, dem „Club betreuter Denker“ nicht beitreten zu dürfen, wird das in Rede stehende Papier aufmerksam und zugleich kritisch zur Kenntnis nehmen und daraus seine Schlüsse ziehen.

Derzeit möchte ich davon absehen, diesem winzige Teilchen eines gigantischen Puzzles mehr Aufmerksamkeit zu widmen, um nicht der Versuchung zu unterliegen, die einschlägig bekannten Puppets zu überhöhen.

Schließlich setzen solche Figuren doch nur Maßnahmen um, welche von höchst einflussreichen, Freund & Feind beglückende Beraterzirkel entwickelt auf die Tische der sogenannten Entscheider gezaubert werden.

Erfahrungsgemäß entstehen daraus neue Episoden für die Märchenbibliothek des alternativlosen Orientierungswissens, welche von den Wahrheitsverkündern verbreitet werden.

Dazu eine Bewertung aus Tichys Einblick

Waren Corona-Maßnahmen Fehlalarm? – Bundespressekonferenz zur Analyse aus Bundesinnenministerium

Eine interne Analyse des Bundesinnenministeriums sorgt derzeit für Furore. Diese kommt zum Schluss, dass die Bundesregierung bei der Corona-Krise auf ganzer Linie versagte habe. Auf der BPK interessierte die Journalisten aber vor allem eines: Wurde der Verfasser schon bestraft?

Eine interne Überprüfung des Agierens der Bundesregierung in der Corona-Krise durch den Leiter des Referats „KM 4: Schutz Kritischer Infrastrukturen – Bundesministerium des Innern“ kommt zu dem nüchternen Ergebnis:

„Der Kollateralschaden ist inzwischen höher ist als der erkennbare Nutzen […]. Die beobachtbaren Wirkungen und Auswirkungen von COVID-19 lassen keine ausreichende Evidenz dafür erkennen, dass es sich – bezogen auf die gesundheitlichen Auswirkungen auf die Gesamtgesellschaft – um mehr als um einen Fehlalarm handelt.“

Darüber hinaus erklärt der Hauptverfasser der 86-seitigen Analyse, ein Referatsleiter mit der Amtsbezeichnung Oberregierungsrat:

„Die Defizite und Fehlleistungen im Krisenmanagement haben in der Konsequenz zu einer Vermittlung von nicht stichhaltigen Informationen geführt und damit eine Desinformation der Bevölkerung ausgelöst. (Ein Vorwurf könnte lauten: Der Staat hat sich in der Corona-Krise als einer der größten fake-news-Produzenten erwiesen.)“

Ebenso übt er scharfe Kritik am Robert Koch-Institut:

„Die vom RKI gelieferten Daten sind als Grundlage für die Entscheidungsfindung nicht zu gebrauchen. Die Bewertungen des RKI sind durch die vorgelegten Daten nicht gedeckt. Die Bewertungen sind vielfach spekulativ, teilweise unplausibel. Leider besteht der Lagebericht des Krisenstabs alleine aus einer Aufbereitung dieser Daten.“

Der mittlerweile beurlaubte Verfasser hatte seine Analyse nach eigenen Angaben zunächst am 25. März an einen kleinen internen Verteiler verschickt. Seine Bitte, die Analyse Innenminister Horst Seehofer vorzulegen, sei ohne Prüfung des Inhalts abgelehnt worden. Daraufhin verschickte er diese an den Krisenstab sowie an die fachlichen BMI-Arbeitskreise auf Bundes- und Länderebene. Im weiteren Verlauf wurde die Analyse dann dem Online-Portal Tichys Einblick zugespielt.

Das Innenministerium reagierte am 10. Mai in Form einer Pressemitteilung mit folgendem Wortlaut:

„Ein Mitarbeiter des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat hat in einem mehrseitigen Dokument unter Verwendung des BMI-Briefkopfes und der dienstlichen Kommunikationskanäle seine kritische Privatmeinung zum Corona-Krisenmanagement der Bundesregierung verbreitet. Die Ausarbeitung erfolgte nach bisheriger Kenntnis auch unter Beteiligung Dritter, außerhalb des BMI […].“

„Für diese Zusammenstellung gab es weder einen Auftrag, noch eine Autorisierung. Eine strukturelle Einbindung aller am Krisenstab beteiligten Organisationseinheiten, wie sonst bei seriösen Analysen zwingend erforderlich und üblich, erfolgte hier nicht.“

Ähnlich argumentierte auch der Sprecher des BMI am 11. Mai auf der Bundespressekonferenz.

Allerdings wirft die Argumentation des BMI, der betreffende Mitarbeiter hätte „nur seine private Auffassung zu den Maßnahmen, die die Bundesregierung ergriffen hat, veröffentlicht“ Fragen auf.

Bei dem Verfasser soll es sich immerhin um den Leiter des Referats „Krisenmanagement“ handeln, welches explizit den Auftrag hat, eine eigene Bewertungskompetenz aufzubauen. Zudem wäre er als Referatsleiter (Oberregierungsrat) in der Position, alle seine Schreiben an die Länder und Ressorts schlusszuzeichnen. Damit hätte sein verschicktes Schreiben sehr wohl einen offiziellen Charakter.

Auch der pure Umfang der Analyse lässt es als fraglich erscheinen, dass er diese Analyse quasi als persönliche Meinungsäußerung im Alleingang, also ohne Wissen seiner Vorgesetzten angefertigt hat. Allein das Inhaltsverzeichnis gibt bereits einen Eindruck vom Umfang dieser Analyse:

Waren Corona-Maßnahmen Fehlalarm? – Bundespressekonferenz zur Analyse aus Bundesinnenministerium

(Screenshot: tichyseinblick.de)

Waren Corona-Maßnahmen Fehlalarm? – Bundespressekonferenz zur Analyse aus Bundesinnenministerium

Gegen die Darstellung des BMI spricht auch die gemeinsame Pressemitteilung der externen Experten, die an der Analyse mitgearbeitet haben:

Gemeinsame Pressemitteilung der externen Experten des Corona-Papiers aus dem Bundesministerium des Innern

Mit Verwunderung nehmen wir, die an der Erstellung des besagten Corona-Papiers beratend beteiligten Ärzte und Wissenschaftler/Wissenschaftlerinnen, die Pressemitteilung des Bundesministeriums des Innern (BMI) vom 10. Mai:

Mitarbeiter des BMI verbreitet Privatmeinung zum Corona-Krisenmanagement Ausarbeitung erfolgte außerhalb der Zuständigkeit sowie ohne Auftrag und Autorisierung

zur Kenntnis. Das Ministerium schreibt in dieser Pressemitteilung:

„Die Ausarbeitung erfolgte nach bisheriger Kenntnis auch unter Beteiligung Dritter, außerhalb des BMI.“

Wir gehen davon aus, dass mit Dritter wir, die Unterzeichnenden, gemeint sind.

Dazu nehmen wir wie folgt Stellung.

Wir setzen voraus, dass das BMI ein großes Interesse daran hat, dass seine Spezialisten, denen die überaus wichtige Aufgabe anvertraut ist, krisenhafte Entwicklungen zu erkennen und durch rechtzeitiges Warnen Schaden von Deutschland abzuwenden, sowohl mit konkretem Auftrag handeln als auch in Eigeninitiative tätig werden. Der entsprechende Mitarbeiter des BMI hat sich bei der Erstellung der Risikoanalyse zur Einschätzung der medizinischen Kollateralschäden durch die „Corona-Maßnahmen“ im Wege einer fachlichen Anfrage an uns gewandt.

Getragen von der Verantwortung, unterstützten wir den engagierten BMI Mitarbeiter bei der Prüfung dieser essentiellen Frage nach bestem Wissen und Gewissen, neben unserer eigentlichen beruflichen Tätigkeit. Renommierte Kollegen und Kolleginnen, allesamt hervorragende Vertreter ihres Fachs, nahmen zu konkreten Fragen auf der Basis der angefragten Expertise sachlich Stellung. Daraus resultierte eine erste umfangreiche Einschätzung der bereits eingetretenen sowie der drohenden medizinischen Schäden, einschließlich zu erwartender Todesfälle.

Der BMI Mitarbeiter hat anhand unserer Arbeit eine Einschätzung vorgenommen und das Ergebnis an die zuständigen Stellen weitergeleitet. Sie finden das betreffende Dokument im Anhang dieser Pressemitteilung.

Dass dies aufgrund der Kürze der Zeit nur der Anfang einer noch umfangreicheren Prüfung sein kann, steht außer Frage. Aber unsere Analyse bietet unseres Erachtens eine gute Ausgangslage für das BMI und die Innenministerien der Länder, den möglichen Nutzen der Schutzmaßnahmen gegenüber dem dadurch verursachten Schaden gut abzuwägen.

Unserer Auffassung nach müssten die adressierten Fachbeamten aufgrund dieses Papiers eine sofortige Neubewertung der Schutzmaßnahmen einleiten, für die wir ebenfalls unseren Rat anbieten.

In der Pressemitteilung gibt das BMI deutlich zu erkennen, dass es diese Analyse jedoch nicht berücksichtigen wird. Es ist für uns nicht nachvollziehbar, dass das zuständige Bundesministerium eine derart wichtige Einschätzung auf dem Boden umfassender fachlicher Expertise ignorieren möchte. Aufgrund des Ernstes der Lage muss es darum gehen, sich mit den vorliegenden Sachargumenten auseinanderzusetzten – unabhängig von der Entstehungsgeschichte.

Deshalb fragen wir:

Wieso hat das BMI das Ansinnen des Mitarbeiters nicht unterstützt und wieso bezieht das BMI die nun vorliegende umfangreiche Analyse auf dem Boden fachlich hochwertiger externer Expertise nicht bei seiner Einschätzung bezgl. des Verhältnisses von Nutzen und Schaden der Corona-Schutzmaßnahmen ein?


Das BMI schreibt weiter in seiner Pressemitteilung:

„Die Bundesregierung hat in Folge der Corona-Infektionsgefahren zum Schutz der Bevölkerung Maßnahmen ergriffen. Diese werden innerhalb der Bundesregierung fortlaufend abgewogen und regelmäßig mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder abgestimmt.“

Wir bitten das BMI:

uns zeitnah mitzuteilen, wie genau diese Abwägung stattfindet. Wir bitten dies anhand von Daten, Fakten und Quellen nachzuweisen. Gerne würden wir dies mit unserer Analyse vergleichen. Angesichts der aktuell teilweise katastrophalen Patientenversorgung wären wir beruhigt, wenn diese Analyse zu einer anderen Einschätzung führt als der unsrigen, was uns derzeit jedoch schwer vorstellbar erscheint.

Des Weiteren schreibt das BMI:

„Das Infektionsgeschehen in Deutschland ist im internationalen Vergleich bislang eher niedrig. Die ergriffenen Maßnahmen wirken.“

In Übereinstimmung mit der internationalen Fachliteratur teilen wir diese Feststellung bzgl. der Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen nur bedingt. Wir bitten das BMI deshalb im Sinne der Transparenz:

die Quellen offenzulegen, nach denen es zu dieser Feststellung kommt.

Fazit:

Insgesamt haben wir auf Anfrage eines couragierten Mitarbeiters des BMI die vielfältigen und schweren unerwünschten Wirkungen der Corona-Schutzmaßnahmen im medizinischen Bereich aufgezeigt und diese sind gravierend.

Für uns ergibt sich aus dem gesamten Vorgang der Eindruck, dass nach einer sicher schwierigen Anfangsphase der Epidemie nun die Risiken nicht im notwendigen Maß und insbesondere nicht in einer umfassenden Risikobetrachtung bedacht worden sind.

Bezüglich der Berichterstattung zu diesem Vorgang bitten wir darum, die inhaltliche Wertigkeit unserer Analyse in das Zentrum zu stellen, und über uns, in Amt und Person, der ernsten Situation angemessen zu berichten.

Die durch das Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöste Erkrankung Covid-19 verläuft für viele Menschen der bekannten Risikogruppen schwerwiegend.

Wie für jede schwere Infektionserkrankung gilt es, für die Patienten die beste Behandlung zu finden und Infektionswege zu unterbinden.

Aber therapeutische und präventive Maßnahmen dürfen niemals schädlicher sein als die Erkrankung selbst. Ziel muss es sein, die Risikogruppen zu schützen, ohne die medizinische Versorgung und die Gesundheit der Gesamtbevölkerung zu gefährden, so wie es gerade leider geschieht.

Wir in Wissenschaft und Praxis sowie sehr viele Kolleginnen und Kollegen erleben täglich die Folgeschäden der Corona-Schutzmaßnahmen an unseren Patienten.

Wir fordern deshalb das Bundesministerium des Innern auf, zu unserer Pressemitteilung Stellung zu nehmen und hoffen auf eine sachdienliche Diskussion, die hinsichtlich der Maßnahmen zur bestmöglichen Lösung für die gesamte Bevölkerung führt.

Gezeichnet:

Prof. Dr. Sucharit Bhakdi, Universitätsprofessor für Medizinische Mikrobiologie (im Ruhestand) Universität Mainz

Dr. med. Gunter Frank, Arzt für Allgemeinmedizin, Mitglied der ständigen Leitlinienkommission der Deutschen Gesellschaft für Familienmedizin und Allgemeinmedizin (DEGAM), Heidelberg

Prof. Dr. phil. Dr. rer. pol. Dipl.-Soz. Dr. Gunnar Heinsohn, Emeritus der Sozialwissenschaften der Universität Bremen

Prof. Dr. Stefan W. Hockertz, tpi consult GmbH, ehem. Direktor des Instituts für Experimentelle Pharmakologie und Toxikologie am Universitätskrankenhaus Eppendorf

Prof. Dr. Dr. rer. nat. (USA) Andreas S. Lübbe, Ärztlicher Direktor des MZG-Westfalen, Chefarzt Cecilien-Klinik

Prof. Dr. Karina Reiß, Department of Dermatology and Allergology University Hospital Schleswig-Holstein

Prof. Dr. Peter Schirmacher, Professor der Pathologie, Heidelberg, Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina

Prof. Dr. Andreas Sönnichsen, Stellv. Curriculumsdirektor der Medizinischen Universität Wien, Abteilung für Allgemeinmedizin und Familienmedizin.

Dr. med. Til Uebel, Niedergelassener Hausarzt, Facharzt für Allgemeinmedizin, Diabetologie, Notfallmedizin, Lehrarzt des Institutes für Allgemeinmedizin der Universität Würzburg, akademische Lehrpraxis der Universität Heidelberg

Prof. Dr. Dr. phil. Harald Walach, Prof. Med. Universität Poznan, Abt. Pädiatrische Gastroenterologie, Gastprof. Universität Witten-Herdecke, Abt. Psychologie 4

 

Quelle:

https://deutsch.rt.com/inland/102356-bundespressekonferenz-zu-analyse-aus-bmi-corona-war-fehlalarm/

 

korrespondierende Ergänzungen

Wie dargelegt, hat Dr. med. Gunter Frank extern an der medizinischen Schadens-Analyse zu den Corona-Maßnahmen mitgewirkt. Franks nachfolgende Enthüllungen zu dem Papier illustrieren das Versagen von Regierung und Medien und sind Beleg für einen Systemausfall, der Angst machen kann.

Seine Kern-Aussagen:

Moralisierung der Gesellschaft:
„Es ist heute wirklich auch einfach, eine leicht zu hinterfragende moralistische These aufzustellen, und schon gibt es Applaus von allen Seiten, und derjenige, der verantwortungsethisch denkt, der fragt, was hinten rauskommt, der wird sofort in die moralistische Ecke gestellt, als Leugner, Ketzer, wie auch immer – diese Entwicklung fällt uns gerade bei Corona auf die Füße“.

Medizinische Versorgung:
„Es wird bis weit in den Herbst hinein dauern, bis in den Kliniken wieder der Normalbetrieb läuft, weil sich nicht alles einfach auf Knopfdruck wieder hochfahren lässt“.

Der Lockdown:
„Spätestens an Ostern hätte man wissen müssen, dass der Lockdown enden muss“.

Herbe Kritik an den Leitmedien:
„Wir brauchen die Medien, die kritisch nachhaken, und das vermisse ich total“.

 


SUCHE NACH CHLOROQUIN

SUCHE NACH CHLOROQUIN

Born in Senegal, where he spent his childhood, the French doctor and researcher has maintained strong professional and emotional ties with the continent. And many African countries are already using chloroquine to treat people infected with Covid-19.

On 24 March, Professor Didier Raoult slammed the door on the circle of researchers who were supposed to advise the French president on the pandemic.

Disagreeing with the containment policy adopted by France, which favours mass screening, the iconoclastic infectiologist has just been disavowed by his peers, who are reluctant to endorse the use of hydroxychloroquine against coronavirus.

On Thursday 9 April, Raoult could measure the progress made when President Emmanuel Macron travelled especially to Marseilles to talk to him in order to “take stock of the question of treatment.”
[…]
https://www.theafricareport.com/26264/coronavirus-didier-raoult-the-african-and-chloroquine-from-dakar-to-brazzaville/

 

Korrespondierende Beiträge

19.03.2020

PODCAST mit Professor Christian Drosten
Coronavirus-Update: Malaria-Medikament vorerst kein Hoffnungsträger

https://www.ndr.de/nachrichten/info/17-Coronavirus-Update-Malaria-Medikament-vorerst-kein-Hoffnungstraeger,podcastcoronavirus144.html#malaria

Auszug:

„Ja, das Chloroquin ist ein altbekanntes Malaria-Medikament. Eins, das nicht frei von Nebenwirkungen ist.

Und wir wissen schon lange, dass Chloroquin gegen das alte SARS-Coronavirus in Zellkultur wirkt. Und das wirkt nicht nur gegen das SARS-Coronavirus, sondern gegen viele andere Viren, die ein paar ähnliche Prinzipien in der Ausschleusung aus der Zelle haben wie die Coronaviren.

Die Frage ist natürlich, kann das auch bei Patienten helfen? Bei SARS hat man das  nicht mit Patienten probiert. Da kam dieser Befund im Prinzip erst nach der Epidemie auf. Wir wissen aber ganz grundsätzlich in der Forschung, dass es nicht so ist, wenn man eine Substanz in Zellkultur anschaut und sieht, die hilft gegen ein Virus, dass man dann einfach dieselbe Substanz einem Patienten geben kann, und schon ist er geheilt. Das ist alles viel, viel komplizierter.

Ein Grund, warum das nicht so einfach ist, ein Medikament muss ja dahin kommen, wo das Virus ist, in die Lunge. Und wir schlucken das und haben es im Darm oder wir infundieren das, dann haben wir es im Blut.

Aber die Zellen der Lunge, wo das Virus ja repliziert, die müssen diese Substanz aufnehmen.

Häufig ist es gar nicht die Substanz selber, die in der Tablette drin ist, sondern die muss noch mal verstoffwechselt werden, um das wirksame Stoffwechselprodukt in der infizierten Zelle herzustellen. Und die infizierte Zelle im Körper des Menschen hat einen anderen Stoffwechsel als eine Zelle in einer Zellkulturschale.

Das ist gar nicht miteinander zu vergleichen, nur ganz grob. Und unter diesem Eindruck müssen wir immer skeptisch sein, wenn wir in der Zellkultur einen Treffer landen, also eine Substanz finden, die gegen ein Virus wirkt.“

20.03.2020

Hoffnungsträger im Porträt
Chloroquin und Coronavirus – Pro und Kontra

Wenn über mögliche Wirkstoffe gegen SARS-CoV-2 berichtet wird, ist fast immer auch die Rede von Chloroquin oder dem nahen Verwandten Hydroxychloroquin.
Es gibt positive, aber auch zurückhaltende Äußerungen zur Wirksamkeit. Hoffnungsschimmer sind die Moleküle aber allemal.
[…]
https://www.pharmazeutische-zeitung.de/chloroquin-und-coronavirus-pro-und-kontra/

20.03.2020

Dr. Fauci: There’s no magic drug out there right now

Dr. Anthony Fauci discusses an anti-malarial drug mentioned by President Trump at a press conference and whether or not it could be used to treat the coronavirus.

24.03.2020

Chloroquin gegen Covid-19
Was kann das von Trump gepriesene Malaria-Medikament?

In einer Pressekonferenz nannte US-Präsident Trump ein Malaria-Mittel gegen Covid-19 als möglichen historischen Durchbruch. Tatsächlich ist die Wirkung noch ungewiss.

https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/chloroquin-was-kann-das-von-donald-trump-gepriesene-malaria-medikament-a-22871d8a-e26b-4e2d-ace0-7292be202484

25.03.2020

Was kann das Malaria-Medikament?
Chloroquin:
Trump preist Medikament als Wundermittel an – Mediziner warnen

https://www.focus.de/gesundheit/news/was-kann-das-malaria-medikament-chloroquin-trump-preist-medikament-als-wundermittel-an-mediziner-warnen_id_11810715.html

25.03.2020

Why are media pundits trying to discredit hydroxychloroquine?

31.03.2020

Nebenwirkungen bei Covid-Kranken
Frankreichs Behörden warnen vor Chloroquin

https://www.n-tv.de/panorama/Frankreichs-Behoerden-warnen-vor-Chloroquin-article21681668.html

02.04.2020

Möglicher Wirkstoff gegen Covid-19
Bayer will Chloroquin nun auch in Europa produzieren

https://www.manager-magazin.de/unternehmen/industrie/bayer-will-moeglichen-covid-19-wirkstoff-chloroquin-auch-in-europa-produzieren-a-1305910.html

06.04.2020

Fact-checking:  Trump’s claims about hydroxychloroquine, the antimalarial drug he’s touting as a coronavirus treatment

President Trump can’t seem to stop talking about hydroxychloroquine.

There is currently no proven treatment for the coronavirus and Covid-19, the respiratory disease it causes, leading political figures to grasp for potentially effective stopgap measures as the global death toll nears 100,000. Hydroxychloroquine, used for decades as a medication to treat malaria and lupus, has generated by far the most excitement — within the Trump administration in particular — despite a lack of scientific evidence that it’s effective against Covid-19.

On Sunday, the debate escalated when Trump effectively prevented Anthony Fauci, the nation’s top infectious disease researcher, from answering a question about hydroxychloroquine during a White House press briefing. And over the weekend, Fauci was berated by Trump’s economic adviser, Peter Navarro, for calling evidence supporting hydroxychloroquine’s use “anecdotal.”
[…]

Fact-checking Trump’s claims about hydroxychloroquine, the antimalarial drug he’s touting as a coronavirus treatment 

09.04.2020

Trump’s chloroquine hype is a misinformation problem bigger than social media

Since late March, President Donald Trump has been promoting the antimalarial drugs chloroquine and hydroxychloroquine as treatments for the novel coronavirus.

Among other things, he’s described “strong, powerful signs” that the drugs work and called them potentially “one of the biggest game-changers in the history of medicine.” That will be fantastic if it proves true, but right now, we have no idea. As the hype around the drugs has grown, it’s demonstrated that disinformation isn’t always a social media problem. And it’s forcing platforms and traditional media to grapple with preventing powerful people, not just anonymous trolls, from twisting the truth.

Researchers are still testing hydroxychloroquine, also sold under the name Plaquenil, as a COVID-19 treatment. There’s been a study with tentatively positive results (and some serious limitations), but also a few studies that show little to no therapeutic effect. Proponents have offered anecdotes about people who tried hydroxychloroquine as an experimental treatment and recovered, but those don’t definitively tell us whether the drug was responsible, especially while researchers know so little about the disease. There’s even less evidence that the drugs prevent COVID-19, despite an assertion made by Trump and others in the White House that doctors recommend “taking it before the fact.”
[…]
https://www.theverge.com/2020/4/9/21209797/trump-chloroquine-hydroxychloroquine-medication-social-media-misinformation

09.04.2020

Hype um Corona-Medikament Hydroxychloroquin: „Es ist kein Wundermittel“

US-Präsident Donald Trump feiert ein altes Medikament gegen Malaria als Rettung in der Coronakrise. Wissenschaftler und Ärzte dagegen sind kritisch.

14.04.2020

Hoffnungsträger im Kampf gegen Covid-19
Bayer spendet acht Millionen Chloroquin-Tabletten

https://rp-online.de/wirtschaft/unternehmen/corona-krise-bayer-spendet-acht-millionen-chloroquin-tabletten-an-bund-malaria-mittel_aid-50034873

15.04.2020

Tom Hanks wife Rita Wilson warns the public about Chloroquine – it had extreme side effects

Anmerkung:
got the picture ? further questions required ?

Ihr Oeconomicus

17.04.2020

Coronavirus : la Russie autorise le traitement avec l’hydroxychloroquine

https://www.lexpress.fr/actualite/monde/coronavirus-la-russie-autorise-le-traitement-avec-l-hydroxychloroquine_2123957.html#xtor=AL-447

22.04.2020

VIROLOGE DROSTEN HATTE ES BEFÜRCHTET
Herber Rückschlag im Kampf gegen Corona: Malaria-Mittel führt sogar zu deutlich höherer Sterberate

Nachdem sich der Berliner Virologe Christian Drosten in seinem regelmäßigen NDR-Podcast über das Coronavirus skeptisch gegenüber dem Malaria-Medikament Chloroquin als Wirkstoff gegen Corona geäußert hat, gibt es nun auch aus den USA schlechte Nachrichten zu einem verwandten Präparat.

Erste Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass das Malaria-Mittel Hydroxychloroquin nicht bei der Bekämpfung von Corona hilft.

Die am Dienstag veröffentlichte Studie ergab sogar, dass die Sterberate bei Patienten, die mit dem Mittel behandelt wurden, deutlich höher war als bei einer Behandlung ohne dieses Medikament.
[…]
https://www.merkur.de/welt/corona-deutschland-medikament-drosten-virologe-hydroxychloroquin-chloroquin-ndr-podcast-wirkungslosigkeit-zr-13640497.html

09.05.2020

EFFECTS of Chloroquine/ HydroxyChloroquine on Coronavirus

19.05.2020

Donald Trump says he takes hydroxychloroquine drug for Covid-19

US President Donald Trump said Monday that he is taking a malaria drug to lessen symptoms should he get the new coronavirus, even though the drug is unproven for fighting COVID-19.

Trump told reporters he has been taking the drug, hydroxychloroquine, and a zinc supplement daily „for about a week and a half now.“

Trump spent weeks pushing the drug as a potential cure for COVID-19 against the cautionary advice of many of his administration’s top medical professionals. The drug has the potential to cause significant side effects in some patients and has not been shown to combat the new coronavirus.

20.05.2020

Hydroxychloroquin oder Chloroquin mit oder ohne Makrolid zur Behandlung von COVID-19:
eine multinationale Registeranalyse

Titel der Originalversion:

Hydroxychloroquine or chloroquine with or without a macrolide for treatment of COVID-19:
a multinational registry analysis

https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(20)31180-6/fulltext

Auszug:

„Zusammenfassung
Hintergrund

Hydroxychloroquin oder Chloroquin, oft in Kombination mit einem Makrolid der zweiten Generation, werden häufig zur Behandlung von COVID-19 verwendet, obwohl keine schlüssigen Beweise für ihren Nutzen vorliegen. Obwohl die Sicherheit und der Nutzen dieser Behandlungsschemata bei zugelassenen Indikationen wie Autoimmunerkrankungen oder Malaria im Allgemeinen sicher sind, werden sie in COVID-19 nur unzureichend bewertet.“

Original-Text:

„Hydroxychloroquine or chloroquine, often in combination with a second-generation macrolide, are being widely used for treatment of COVID-19, despite no conclusive evidence of their benefit. Although generally safe when used for approved indications such as autoimmune disease or malaria, the safety and benefit of these treatment regimens are poorly evaluated in COVID-19.“

29.05.2020

Hydroxychloroquin: War die Lancet-Studie voreingenommen?

Titel der Originalversion:

Hydroxychloroquine : l’étude du Lancet était-elle biaisée ?

In einem offenen Brief bitten die Wissenschaftler um Klärung der Methodik und der verwendeten Daten.
Dies ist gelinde gesagt ein neues Kapitel in der Chloroquin-Debatte.

Am 22. Mai stellte eine in der Fachzeitschrift The Lancet veröffentlichte Studie die Wirksamkeit von Chloroquin gegen das Coronavirus in Frage und kam sogar zu dem Schluss, dass es schädlich sein könnte.

Eine Veröffentlichung, auf die die WHO-Aussetzung der Hydroxychloroquin-Studien folgte.

Heute wird die Studie, die auf ungefähr 96.000 Patienten basiert, die zwischen Dezember und April in 671 Krankenhäusern ins Krankenhaus eingeliefert wurden, von allen Seiten angegriffen.
[…]
https://www.capital.fr/economie-politique/hydroxychloroquine-letude-du-lancet-etait-elle-biaisee-1371361

30.05.2020

Wissenschaftler stellen wichtige Hydroxychloroquin-Studie in Frage

Mehr als 100 Wissenschaftler und Kliniker haben die Echtheit einer umfangreichen Krankenhausdatenbank in Frage gestellt, die die Grundlage für eine einflussreiche Studie war, die letzte Woche veröffentlicht wurde und zu dem Schluss kam, dass die Behandlung von Menschen mit Covid-19 mit Chloroquin und Hydroxychloroquin nicht hilfreich war und möglicherweise das Risiko erhöht hat abnorme Herzrhythmen und Tod. (sic!)
[…]

Wissenschaftler stellen wichtige Hydroxychloroquin-Studie in Frage

30.05.2020

Les erreurs de l’étude de The Lancet

30.05.2020

Prof. Parola – Suspicion de fraude dans l’étude du Lancet sur la chloroquine

Le Professeur Parola, chef du pôle maladies infectieuses à l’IHU Méditerranée était interrogé sur CNEWS dans l’émission „L’Heure des Pros“ du 29/05/2020 présentée par Pascal Praud.

Il n’est pas le seul à émettre de sérieux doutes sur l’honnêteté de l’étude.
L’étude Covid-19 sur l’utilisation de l’hydroxychloroquine est remise en question par 120 chercheurs et professionnels de la santé, dans le journal anglais „The Guardian“.
https://www.theguardian.com/world/202…

Émission disponible en Replay complet:
https://www.cnews.fr/emission/2020-05…

02.06.2020

Coronavirus: Q&A with Anthony Fauci, MD

NIAID Director Anthony Fauci discusses recent developments in the global COVID-19 pandemic with JAMA Editor Howard Bauchner. Recorded on June 2, 2020.

03.06.2020

Hydroxychloroquin bei Covid-19
Fachblatt distanziert sich von Corona-Studie

Der Nutzen von Hydroxychloroquin bei der Behandlung von Covid-19 ist höchst umstritten. Eine Studie unter Beteiligung der Harvard Medical School kommt sogar zu dem Ergebnis, der Stoff könnte das Sterberisiko erhöhen. Doch nun wachsen Zweifel an der Untersuchung.

Nach massiver Kritik an einer folgenreichen Studie zum Einsatz von Hydroxychloroquin als Corona-Medikament hat sich die Fachzeitschrift „Lancet“ von ihrer Veröffentlichung distanziert. In einem gestern Abend veröffentlichten offiziellen Warnhinweis wies die renommierte Fachzeitschrift ihre Leser darauf hin, dass „schwerwiegende wissenschaftliche Fragen“ an der Studie an sie herangetragen worden seien. Auch wenn „Lancet“ die Studie damit noch nicht zurückgezogen hat, sorgt die Warnung für erhebliche Zweifel an der Untersuchung.

„Lancet“ hatte die Studie am 22. Mai veröffentlicht. Sie kam zu dem Ergebnis, dass Hydroxychloroquin sowie der verwandte Wirkstoff Chloroquin nicht nur keinen Nutzen bei Covid-19-Patienten hätten, sondern möglicherweise wegen schwerer Nebenwirkungen sogar das Sterberisiko erhöhten. Daraufhin hatten mehrere Länder die Behandlung von Covid-19-Erkrankten mit dem Malariamittel untersagt, die Weltgesundheitsorganisation WHO setzte klinische Tests mit dem Mittel unter Verweis auf die Studie aus.
[…]
https://www.n-tv.de/panorama/Fachblatt-distanziert-sich-von-Corona-Studie-article21821789.html


BGH setzt ZEIT-Journalisten die Eselskappe auf

.
BGH setzt ZEIT-Journalisten die Eselskappe auf
.
Der wohl peinlichste Presseprozess der deutschen Nachkriegsgeschichte fand heute am Bundesgerichtshof seinen vorläufigen Höhepunkt.
.
So entblödeten sich 2014 ZEIT-Herausgeber Josef Joffe und ZEIT-Autor Jochen Bittner nicht, das ZDF wegen ungenauer Darstellung einer in der Sache zutreffenden Kritik ausgerechnet durch Satiriker zu verklagen.
.
Im Rahmen der Krim-Krise hatten hatten Claus von Wagner und Max Uthoff in Die Anstalt politischen Journalisten wie Joffe und Bittner massive Interessenkonflikte vorgeworfen.
.
Viele Zeitungen seien „so etwas wie die Lokalausgaben der Nato-Pressestelle“, ZEIT-Herausgeber Joffe sei Mitglied in zahlreichen Lobby-Organisationen mit Nähe zur US-Politik. Die ZEIT erscheine deshalb nur einmal die Woche, weil Joffe wegen seiner zahlreichen anderen Aktivitäten in Lobby-Netzwerken nicht mehr zum Schreiben käme.
.
Ihren Kommentar:

 

„Nein, die recherchieren da nicht, die sind da Mitglieder, Beiräte, Vorstände“

 

illustrierten die Satiriker mit einem Schaubild – das in Nahaufnahme gerade einmal nur einen sehr kurzen Moment zu sehen war.
Dieses enthielt Lobbybuden, die mit Linien zu Joffe und Bittner verbunden waren.
[…]
Markus Kompa – TELEPOLIS
.

Die Dimension von Fake News – provided by ‚Berlin direkt‘ vom 18.12.2016

.
Die Dimension von Fake News
provided by ‚Berlin direkt‘ vom 18.12.2016
.
„Es sind ganz gezielte Falschmeldungen, Lügen, Spam: Fake News wollen verunsichern, etwa bei Facebook. Damit zielen sie auch auf politische Diskussionen in Deutschland.
.
Berlin direkt über ein Phänomen, das auch die Wahl 2017 überschatten könnte.“
.
Soweit die textuelle ZDF-Einleitung zum Thema.
.
Die ganze Sendung findet sich in der ZDF-Mediathek und der in Rede stehende Beitrag kann ab Min 13:28 direkt angesteuert werden.
.
Dort liefert u.a. auch der parlamentarische Geschäftsführer der CDU/CSU-Fraktion, Herr Michael Grosse-Brömer ein entsprechendes Statement ab.
.
Auszug des Wortbeitrages:
.

.
.
Mitschrieb:
.
„… wir stehen in der Tat vor neuen Herausforderungen.
Wir müssen zur Kenntnis nehmen -unterstützt durch Erkenntnisse von Journalisten, Wissenschaftlern, auch Nachrichtendiensten, im Netz sind ne‘ Menge Leute unterwegs, die destabilisieren wollen, die falsche Meinungen verbreiten, die manipulieren wollen; und da muss Politik mit umgehen. insbesondere vor Wahlkämpfen (Sic!).
Denn eins ist ja klar:
wenn man sich nicht mehr auf die Informationen verlassen kann, die ja Grundlage für eine Wahlentscheidung ist, sondern wenn die manipuliert werden, dass ist ja letztlich auch die Demokratie gefährdet.
Da müssen wir gegenhalten als Politik und da müssen wir erstmal sensibilisieren für dieses Problem und wir müssen neue Strategien entwickeln -mit anderen zusammen- um dem zu begegnen..“
.
.
Anmerkung:
Wie recht er doch damit hat !
Allerdings darf vermutet werden, dass der Parlamentarier nur sehr wenig Zeit hat, sich Informations- und Nachrichtensendungen der öffentlich-rechtlichen Staatsdichter anzusehen .. und das ist auch gut so!
.
Deshalb dürfte dem CDU-Politiker auch völlig entgangen sein, dass bei diesen Sendern ähnlich tickende Leute, wie er sie beschrieb, unterwegs sind und trotz GEZahlter „Demokratieabgaben“ -gelinde ausgedrückt- nicht immer Verlass auf eine objektive Berichterstattung gegeben ist.
.
Beispiele hierzu sind Legion und wer daran zweifelt sollte sich ungezählte Beiträge bspw. mit den Topics US-Wahl (Clinton vs. Trump), Russland, Krim, Syrien, AfD usw. ergooglen.
.
All dies dürfte den Volldemokraten wohl kaum anfechten wenn er davon spricht, die Demokratie sei gefährdet und man müsse dagegenhalten.
Letztlich bestätigt all dies die Erkenntnisse von George Orwell, die er in seinem herausragenden Roman „1984“ dargelegt hat:
.

 

„Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft.
Wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit.“

 

.
Wir alle tun gut daran, die daraus abzuleitenden Folgen sehr ernst zu nehmen und im Sinne von Étienne de La Boétie „das Richtige zu tun“
.
Ihr Oeconomicus
.
.

‚vertrauenwürdige‘ US-Medien in der Fake-News-Falle ?

.
‚vertrauenwürdige‘ US-Medien samt Nachäffer in der Fake-News-Falle ?
.
Nach den US-Wahlen berichteten viele US-amerikanische Medien über Übergriffe gegen Minderheiten wie Schwarze oder Muslime: der sogenannte „Trump-Effekt.“
.
Im Nachhinein erwiesen sich viele Fälle aber als erfunden.
.
Aber entscheiden Sie selbst:
.

.
.

BMI plant „Abwehrzentrum gegen Desinformation“

.
BMI plant „Abwehrzentrum gegen Desinformation“
.
Lasst uns frohlocken:
Das Bundesinnenministerium legt uns ein besonderes Präsent auf den Gabentisch … den Schutz vor Desinformation.
.
Wie der Spiegel berichtet, schlägt das BMI im Kampf gegen Falschnachrichten in den sozialen Netzwerken vor, ein „Abwehrzentrum gegen Desinformation“ einzurichten.
.
Wie aus dem Bericht hervorgeht, haben sich die Mitarbeiter von Innenminister de Maizière beim Thema „Fake News“ ziemlich ins Zeug gelegt. Sie hätten einen umfangreichen Maßnahmenkatalog erarbeitet, „wie falschen Nachrichten und erfundenen Zitaten auf Facebook, Twitter und anderen sozialen Medien beizukommen ist“.
.
„Mit Blick auf die Bundestagswahl sollte sehr schnell gehandelt werden“, schreiben die Beamten von Minister de Maizière in einem aktuellen Vermerk, der dem SPIEGEL vorliegt.
Darin heißt es weiter:
„Da der Schwerpunkt bei der Öffentlichkeitsarbeit liegt, sollte die Federführung für diese zu schaffende Bündelungseinheit beim Bundeskanzleramt (Bundespresseamt) angesiedelt werden“,
also der mehr als 500 Mitarbeiter großen Behörde von Angela Merkels Sprecher Steffen Seibert.
.
In einem Meedia-Bericht heißt es, dass der Straftatbestand „Desinformation“ bereits in die Diskussion eingebracht wurde. Aus alledem wird ersichtlich, das sehr viel Ungefähres in das Vorhaben mit hineinspielt, das mit Strafen und Maßnahmen einhergeht, bei denen die Grenzen zur Zensur fließende Übergänge sind.
.
Derzeit finden sich (noch) keine Informationen darüber, ob der angedachte Maßnahmenkatalog auch vorsieht, gefakte Nachrichten oder Videos, die „sicher unabsichtlich“ von Staatsdichtern verbreitet werden, ebenfalls zu löschen bzw. zu sanktionieren.
.
Ihr Oeconomicus
.
korrespondierend:
.
23.12.2016
Ärger wegen Formulierung
Urteil in Polen: ZDF muss sich öffentlich entschuldigen
Weil das ZDF vor geraumer Zeit Auschwitz und Majdanek als polnische Konzentrationslager bezeichnete, muss sich der Sender öffentlich entschuldigen. Das hat jetzt ein Berufungsgericht in Krakau entschieden.
[…]
Medienmagazin DWDL
.
.
23.12.2016
Nachdenkseiten:
„Der Aufbau der Gegenöffentlichkeit ist von existenzieller Bedeutung, weil mit den etablierten Medien eine wirklich demokratische Willensbildung nicht zu schaffen ist.“
.
.
20.12.2016
Abgeschafft:
Österreich hatte bis 2016 Gesetz gegen Fake-News
.
.